Zur Deckung drohender Kreditausfälle insbesondere auch bei Staatsanleihen wie im Falle Griechenlands müssen die deutschen Großbanken insbesondere die Deutsche Bank (derzeit 1,7%) und die Commerzbank (derzeit 1,9%) ihre Eigenkapitalquoten drastisch anheben. Um eine sofortige Anhebung auf 9% Eigenkapitalunterlegung zu erreichen, müsste nach Berechnungen des letzten EBA-Stresstest die Deutsche Bank 14 Mrd. Euro und die Commerzbank 11 Mrd. Euro entweder durch Ausnahme am privaten Kapitalmarkt oder zwangsweise durch den Staat als Einlage über den EFSF erfolgen.
Damit könnte die Bankenkrise in Deutschland – und analog müsste dies auch in den anderen Ländern geschehen ” fürs erste überwunden werden. Der Versuch die Lasten einer Rekapitalisierung wieder auf die Schultern der Steuerzahler abzuwälzen.
Sifis sollen keinen Freibrief für hochriskante Geschäftspolitik erhalten
Der Status der deutschen Großbanken als SiFis sollte keine Rechtfertigung sein, diese durch einen Bailout wie zuletzt die HRE durch den Steuerzahler immer wieder zu retten. Sollte dies als Ergebnis des G20-Gipfels und des Treffen der Euro-Gruppe herauskommen, dann wäre ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung des Finanzsektors getan. Zugleich würden damit auch die bisherigen Anteilseigner einschließlich der Bankmanager aufgrund ihrer Anteile an den Banken in die Haftung für die verfehlte Geschäftspolitik ihrer Banken genommen. Mithin sollte man den Banken ein Ultimatum stellen bis zu dem sie sich entweder über private Kapitalgeber mit einer ausreichenden Eigenkapitalunterlegung von 9% selbstausstatten oder es wird dies zwangsreise durch eine Rekapitalisierung durch den Staats bzw. EFSF erfolgen müssen. Durch eine Eigenkapitalquote von 9% wird der Kreditschöpfungsmultiplikator auf den Kredithebel von 10 beschränkt. Mehr Risiko sollte eine Großbank nicht mehr eingehen dürfen. Dann wäre Schluss mit lustig, Herr Ackermann.
Photo: XiXiDu, via flickr
Herr Erber,
die werden den Teufel tun, sich teures Kapital einzukaufen; sie verfügen doch über die Platinkarte der “Merkelschen Privatbank” und diese wiederum hat doch 100 Millionen Taschen, in die sie bei uns greifen kann.
Möglicherweise werden auch zukünftig die Taufgelder unserer Babytäuflinge besteuert; nicht zu vergessen, der Opferstock!