Durchbruch beim Euro Gipfel

Endlich ist das eingetreten, worauf die Finanzwelt nun schon seit Monaten gewartet hat. Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone kamen am Mittwochabend endlich zu einer Einigung im Streit um den Euro Rettungsfonds und somit die Zukunft des Euros. Schon zu Beginn des Jahres hatte Jürg Zeltner, UBS Wealth Management CEO,

547847_R_by_Peter Freitag_pixelio.de.jpgEndlich ist das eingetreten, worauf die Finanzwelt nun schon seit Monaten gewartet hat. Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone kamen am Mittwochabend endlich zu einer Einigung im Streit um den Euro Rettungsfonds und somit die Zukunft des Euros.

Schon zu Beginn des Jahres hatte Jürg Zeltner, UBS Wealth Management CEO, voraus gesagt, dass sich das Jahr 2011 mit einigen Währungs- und Handelskonflikten würde beschäftigen müssen. Einer scheint nun endlich gelöst zu sein. Die Erleichterung über den Durchbruch schlug sich weltweit an den Börsen nieder. Es war eine schwere Last gewesen, die da nicht nur auf den europäischen Märkten gelastet hatte in den vergangenen Monaten.

Auch die Beteiligten am Gipfel, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Man einigte sich nach einer zehnstündigen Verhandlung auf einen Schuldenschnitt für Griechenland und eine Erweiterung des Euro Rettungsfonds auf eine Billion Euro. Besonders die Diskussion mit den Banken Europas über eine Höhe des Schuldenschnitts hatte bis zum Ende für Uneinigkeiten gesorgt. Man entschied schließlich, dass diese nun auf die Hälfte ihrer Forderungen an Griechenland verzichten sollen. Mit Hilfe dieser Maßnahme soll der Schuldenstand des kurz vorm Bankrott stehenden Landes auf 120 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts sinken. Ein immer noch unscheinbar hoher Wert, doch für Griechenland würde dies schon eine Erleichterung darstellen. Auch Italiens Schuldenstand liegt derzeit bei diesem Wert. Für Italien wird ebenso nach einer Lösung gesucht, doch Premierminister Berlusconi legte überraschenderweise einige gute Vorschläge vor.

Die europäischen Banken werden für die Erhöhung ihrer Risikorücklagen bis 2012 auf neun Prozent ganze 106 Milliarden Euro auftreiben müssen. Die deutschen Banken sind mit rund 5,2 Milliarden Euro dabei. Das wird den meisten Banken zwar nicht ins Konzept passen, doch da die Zukunft des Euros und Europas auf dem Spiel stand, blieb ihnen kaum etwas anderes übrig, als einzulenken. Dennoch ist Griechenland noch immer nicht gerettet und es ist zudem nicht auszuschließen, dass noch andere Länder in Zukunft finanziell in Schwierigkeiten geraten werden. Aus diesem Grund wurde der bisherige Währungskommissar Olli Rehn für die Koordinierung aller Maßnahmen zur Sicherung des Euros beauftragt. Wie Kommissionspräsident Barroso sagte, sei es eben erst “der Beginn eines langen Weges”.

Photo: Peter Freitag, via pixelio.de

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  1. Das ist für mich kein Durchbruch, sondern eine schallende Ohrfeige für die Bürger in den Euro-Ländern, die die Suppe auslöffeln müssen, die die Regierenden ihnen eingebrockt haben.

    Was ich von der ganzen Sache halte, können Sie in meinem Artikel “Wie werde ich meine Schulden los? Griechenland zeigt, wie es geht ” ein Kommentar” lesen.