Am Samstag den 5. November endete der größte Choreographie-Wettbewerb für zeitgenössischen Tanz Europas im Ludwigshafener Theater am Pfalzbau mit einem großartigen Finale und einer Afterparty, an welcher sich alle Gäste und Performer beteiligen konnten. Die drei Gewinner des Wettbewerbes stehen nun fest. Die deutsche Choreografie Truppe erhielt den 1. Preis, den zweiten Preis belegte Shumpei Nemoto aus Japan für „Ugoku“ (in Bewegung), der dritte Preis ging an Fabrizio Favale aus Italien für „Un ricamo fatto sul nulla“ (Stickerei auf Nichts).
Acht Bewerber kämpften in der Finalentscheidungsrunde um den Publikumspreis und die Ehrung der Juroren des internationalen Choreografie Wettbewerbes. Darunter auch Fang-Yu Shen aus Taiwan mit „In A Frame Of Reference“ , Yaron Shamir aus Israel mit „Frozen“ – einem Experiment aus statischen Geräuschen und ruckartigen Bewegungen, Rosana Hribar und Gregor Lusteks‘ Duet 012 aus Slowenien– einer eindeutig sadistischen Interpretation zum Thema der sexuellen Beziehungen zwischen Mann und Frau, Vivan Chais mit Cicak aus Malaysia und Taulant Shehu aus Albanien mit Flowing.
Vivan Chais (Malaysia) präsentierte mit Cicak einen extravaganten Insektentanz. Langsame, krabbelnde Bewegungen, ja fast angsteinflößende beeindruckend starre Blicke ins Leere. Auch auf der großen Leinwand krabbelte und kroch es. Eine einzigartige und lobenswerte Vorstellung.
Die Jury bestand unter anderem aus Ikonen des deutschen Tanztheaters wie Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Juliane Rößler und Pfalzbau-Intendant Hansgünther Heyme. Die Mitglieder der Jury waren jedoch nicht die einzigen, die an diesem Abend bei der Wettbewerbsentscheidung Voting Recht besaßen, denn ein jeder Zuschauer im Saal, durfte über den Publikumspreis über 1000,- Euro entscheiden. Verliehen wurde der Preis anschließend an die deutsche Choreografie Gruppe mit Anna Hirth, Maya Lipsker, Tim Behren und Florian Patschovsky. Weitere Preise belaufen sich auf 7500, 5000 und 2500 Euro.
No ballet verkörpert künstlerisch hohes Niveau vereint mit kreativen Choreographien und experimentellen Neuerungen. Zum allerersten Mal unterstützte auch die BASF SE den Wettbewerb im Rahmen der VII Ludwigshafener Festspiele am Theater im Pfalzbau. Die Kulturdezernentin Prof. Dr. Cornelia Reiffenberg verlieh die Preise persönlich und urteilte, dass die Stadt Ludwigshafen stolz sei, im Rahmen eines solch einzigartigen Wettbewerbes auf der Welt Nachwuchskünstler fördern zu können.
Der Wettbewerb ist zwischen Kennern und Amateuren hoch geschätzt als einzigartige Veranstaltung, die zeitgenössischen Künstlern in Europa eine Bühne bietet.
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