Bushido ist kein “hervorragendes Beispiel für Integration”
Zur heutigen Verleihung des Bambi-Awards kritisieren TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) aufs Schärfste die Verleihung des Bambis in der Kategorie Integration an den Musiker Bushido. Der Rapper äußert sich in seinen Liedtexten gewaltverherrlichend und menschenverachtend gegenüber Frauen und Schwulen und kann kein Vorbild für Jugendliche sein, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.
„Wir verkloppen jede Schwuchtel“
In der Begründung der Jury heißt es absurderweise, dass sich Bushido gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander einsetze. Die Texte von Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido belegen vielmehr das Gegenteil: „Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel“ heißt es in einem Song, „Ich entscheide, wann du Homo stirbst“ in einem anderen. Zu Gewalt gegen Frauen ruft Bushido ebenfalls auf: “Mit der Rechten werd ich wichsen, mit der Linken dich schlagen“ und „Dein Silikon gehört mir und meiner Crew“.
„Bushido ist ein geistiger Brandstifter“
Hierzu erklärt Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg: „Bushido ist kein hervorragendes Beispiel für gelungene Integration. Bushido ist ein geistiger Brandstifter mit einem archaischen Männlichkeitsbild. Seine Hasstiraden tragen dazu bei, dass sich homosexuellenfeindliche und frauenverachtende Einstellungen unter Jugendlichen verhärten. Die diesjährige Bambi-Preisverleihung ist an Ignoranz nicht zu überbieten.“
Offener Brief an Bambi-Preisverleihung
TERRE DES FEMMES hat sich bereits zu Beginn der Woche mit einem offenen Brief an den Veranstalter der Bambi-Preisverleihung, dem Burda-Verlag gewendet. Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES, kritisiert: „Bushido als Vorbild auszuzeichnen ist ein Affront gegen alle Frauen, die Gewalt erlebt haben und konterkariert die jahrelangen Initiativen der Gesellschaft, Gewalt gegenüber Frauen und Minderheiten zu ächten.“
Mit freundlicher Genehmigung der TERRE DES FEMMES
Bundesgeschäftsstelle
TERRE DES FEMMES
Menschenrechte für die Frau e. V.
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