Das Investieren in so genannte „grüne Anlagen“ ist eine Art der Investition, die für viele immer interessanter wird. Darunter versteht man beispielsweise das Investieren in Projekte und Unternehmen, die sich um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ähnliches bemühen. Ein ganz aktuelles Beispiel geht nun durch die Medien. Ort des Geschehens ist ausgerechnet Griechenland, das derzeit in größten finanziellen Schwierigkeiten steckt und kurz vor der Pleite steht. Doch die Griechen haben sich nun in den Kopf gesetzt, ihre Solarenergie deutlich auszubauen. Gute Voraussetzungen gibt es im Land ja allemal. Der Mittelmeerstaat gilt als einer der sonnenverwöhntesten von ganz Europa. Warum also nicht ein Augenmerk auf die Förderung der Solarenergie legen?
Eine Investition in Solar- und Photovoltaikanlagen in Griechenland sei „keine Fantasie“, so Solarworld Chef Frank Asbeck. In diesen Zeiten ist es zwar nicht einfach, eine geeignete Investition zu finden, was auch Juerg Zeltner vom UBS Wealth Management betont, doch eine Anlage, die nachhaltig ist, sollte jeder in seinem Portfolio vorweisen können. Asbeck geht davon aus, dass Griechenland im Photovoltaikgeschäft in den nächsten zehn Jahren große Erfolge verbuchen kann. Auch die deutsche Solarindustrie hat ein Interesse daran, sich an diesem Geschäft zu beteiligen. Somit wollen sie mit fünf Prozent Zuschuss zu den 20 Milliarden Euro dafür sorgen, dass das griechische Helios Projekt tatsächlich durchführbar wird.
Athen will mehr als eine Milliarde investieren
Athen kündigte im Sommer bereits an, dass mehr als eine Milliarde Euro dafür investiert werde, Photovoltaik Anlagen zu bauen und das Projekt ins Rollen zu bringen. Auch die Stromnetze in andere EU Länder sollen ausgebaut werden, damit der Transport ins Ausland reibungslos klappen kann. Auch Brüssel könnte für Unterstützung des Projekts sorgen. Immerhin könnten ungenutzte Strukturmittel für erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden. Dennoch erhoffen sich die Griechen auch von den Deutschen und anderen europäischen Ländern Unterstützung für ihr Helios Projekt. Immerhin ließe sich damit für das Land, das kurz vor der Staatspleite steht, gutes Geld machen. Der Export von Strom, der durch Solarenergie gewonnen wird, ins europäische Ausland wäre ein Geschäft, das sich für die Griechen durchaus rentieren könnte. Für den Auf- und Ausbau wird das Land trotzdem finanzielle Unterstützung durch Investoren brauchen.
Photo: Steamtalks, via flickr
Bestes Beispiel für die Goldgräberstimmung bei den EE ist Frank Asbeck, der Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG und der Solarparc AG. Er ist Liebling der Politik und Börse, grüner Vorzeigeunternehmer und fährt einen schwarzen Maserati mit 300 PS, der braucht 18 Liter auf 100 Kilometern. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Frank Asbeck: “Der Mensch ist eben widersprüchlich. Ich fahre den Maserati ungeheuer gerne. Und Irgendwer muss doch das restliche Öl aufbrauchen, damit die Solarindustrie nach vorne kommt!”