Hirnforschung

Psychische Störungen durch Klimawandel und Extremwetterereignisse

Der weltweite Klimawandel und die damit postulierte Zunahme von Extremwetterereignissen könnte nicht nur immense materielle Schäden verursachen, sondern ruft nach Erkenntnissen von Fachleuten auch erhebliche psychische Störungen hervor.

Nicht alle Menschen nehmen die durch klimabedingte Wetterveränderungen entstehenden Folgen wie Überschwemmungen entspannt auf. Viele leiden deshalb unter psychischen Störungen. (Foto: Zeitfixierer/flickr)

Nicht alle Menschen nehmen die durch klimabedingte Wetterveränderungen entstehenden Folgen wie Überschwemmungen entspannt auf. Viele leiden deshalb unter psychischen Störungen. (Foto: Zeitfixierer/flickr)

Zu diesem Schluss kommen Forscher des Hirnforschungsinstituts der Universität von Sydney (Australien) in der Studie “A Climate of Suffering: The Real Cost of Living with Inaction on Climate Change”. Nach ihren Erkenntnissen rufen Klimawandel und damit einhergehende Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Dürreperioden oder Orkanstürme bei vielen Menschen Depressionen, Angst- und Stresszustände sowie Traumata hervor.

In einigen Fällen sei nach solchen Katastrophen ein Anstieg der Selbstmordrate um bis zu acht Prozent festgestellt worden, heißt es in der Studie. Die Studie konzentriert sich auf Australien, das seit einigen Jahren regelmäßig von extremen Dürreperioden – genannt “The Big Dry” – sowie verheerenden Waldbränden und Überschwemmungen heimgesucht wird.

Extreme Witterungsbedingungen hätte gravierende Folgen für die Wirtschaft; sie zerstörten Bauernhöfe, Unternehmen und manchmal ganze Dorfgemeinschaften, heißt es in der Studie. Dies habe auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Betroffen seien nicht nur Menschen, die direkt lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt waren. Belastet würden alle, die langfristig mit dem Risiko von Klimakatastrophen leben müssten, betonte Ian Hickie, Leiter des Hirnforschungsinstituts. Besonders Kinder seien anfällig für Angstzustände und Traumata nach Naturkatastrophen.

Zu ähnlichen Erkenntnissen kommt man in Großbritannien. Am Institut für Psychiatrie am Londoner King´s College sind die dort ansässigen Forscher zu dem Ergebnis gekommen: über kurz oder lang wird der Klimawandel auf die psychische Gesundheit einen negativen Einfluss haben. Nicht nur psychisch kranke Menschen werden die Auswirkungen spüren, sondern auch die psychisch gesunden.

Posttraumatische Belastungsstörungen und schwere Depressionen werden demzufolge mit steigender Klimaangst zunehmen und die Psyche des Menschen destabilisieren. Mehr Sachlichkeit und Gelassenheit in der Klimaberichterstattung könnten dem entgegen wirken.

Quellen

AFP

Klimawandel kann psychische Störungen verursachen

Klimawandel verursacht auch psychische Störungen

Welche Folgen hat der Klimawandel auf die menschliche Psyche?

Kommentare

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  1. So ein Schmarren, die werden höchstens psychische Störungen haben, weil Spinner den Leuten einreden das Sie an dem natürlichen Klimawandel schuld sind

  2. Die größten psychischen Störungen – nämlich totale Realitätsverweigerung – haben immer noch die Leute, die so tun, als existiere das Problem überhaupt nicht.

    Das könnte dann schon zur Verzweiflung bei den anderen führen, die erkennen, dass die Menschheit Gefahr läuft, an ihrer eigenen Dummheit – hautpsächlich bei den Skepties konzentriert – zugrunde zu gehen.

  3. Man muss schon wirklich eine psychische Störung haben, wenn man bis heute die Tatsache verdrängt, dass der Mensch unser Klima bedenklich verändert!

  4. @Thorsten

    Man muss schon wirklich eine psychische Störung haben, wenn man bis heute die Tatsache verdrängt, dass der Mensch unser Klima bedenklich verändert!

    …oder wenn man denkt, von Tatsachen zu sprechen, obwohl es nur Computermodelle sind.
    Es ist bedenklich, Computermodelle mit der Realität zu verwechseln, zumal sie auch noch in einer Kirche stehen, die den Klimawandel predigt, und deren Priester schlechte Schamanen sind und die Meßdiener psyschiche Störungen haben.

    • Ich wusste gar nicht dass Arrhenius den Treibhauseffekt am Computermodell nachgewiesen hat und ich wusste auch nicht, dass Eisbohrkernanalysen nur in Computermodellen existieren… man lernt nie aus…. ;-)

      Ich weiss ja nicht in welche Kirche Sie zu gehen pflegen, Herr Gans, aber Schamanen und psychisch gestörte Messdiener sind mir bisher nicht begegnet. So etwas gibt es wohl nur in Ihrem Wohnumfeld in Mainz… ;-) Muss ja eine merkwürdige Wohngegend sein, wo Sie wohnen…

  5. Interessant finde ich, daß Menschen, die gerade mal etwas mehr als eine Klimaperiode selbst bewußt erlebt haben, Klimaveränderungen bemerken und “spüren”.

    Und daß obwohl selbst die IPCC-Berichte von künftigen Veränderungen sprechen (Konjunktiv). Manche scheint halt der Zeit voraus zu sein.

    • @ Heinz Reeg

      Interessant finde ich, daß Menschen, die gerade mal etwas mehr als eine Klimaperiode selbst bewußt erlebt haben, Klimaveränderungen bemerken und “spüren”.

      Jeder, der mit wachem Auge die Natur und das Klima beobachtet, nimmt diese Veränderungen wahr! Sie offenbar nicht. Die Auswirkungen sind weltweit zu beobachten. Dafür muss man nicht “Klimaperioden” erlebt haben, um die Veränderungen zu merken. Oder haben Sie nicht bemerkt, dass die global 10 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen in den letzten 13 Jahren aufgetreten sind. 2010 war das bisher global wärmste gemessene Jahr. Und das alles wollen Sie nicht wahrgenommen haben?

      Und daß obwohl selbst die IPCC-Berichte von künftigen Veränderungen sprechen (Konjunktiv). Manche scheint halt der Zeit voraus zu sein.

      Nein, da haben Sie die IPCC-Berichte wohl nicht gelesen! Dort steht schwarz auf weiss, dass wir uns schon mitten in den Veränderungen befinden, die Temperaturen global bereits um über 0,6°C angestiegen sind, dass die Extremwetterereignisse zugenommen haben, die Gletscher weltweit schmelzen u.v.m.

      • @Thorsten
        Du redest wie ein blinder über die Farbe.
        Selbst wenn Du ad hoc Veränderungen siehst, heißt das nicht automatisch, daß das a) schlimm ist, b) anormal ist, c) keiner Klimaperiode unterliegt.
        Daß es nach einer Eiszeit warm wird, welch ein Segen !
        Zieh’ in die Kälte und laß’ uns in Ruhe mit Deinem Gejammere.

      • @Thorsten

        dass die Extremwetterereignisse zugenommen haben,

        Genau das schreibt das IPCC gerade nicht, weil es nämlich nicht stimmt.
        Du bist einer der vor Angst schreit, obwohl Mammi bei Dir ist.

        • Genau das schreibt das IPCC gerade nicht, weil es nämlich nicht stimmt.

          Leiden Sie wieder an Realitätsverdrängung, Herr Gans? Sie sollten mal den Sonderbericht zu Extremwetter-Ereignissen lesen, den der Weltklimarat, IPCC erst vor einigen Tagen veröffentlicht hat:

          http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Hitze-Duerre-Starkregen-Extreme-bald-Normalitaet/55985/1

          http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/47975.php

          http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-09-01/das-jahrzehnt-der-wetterextreme

          Was weltweit zu beobachten ist lässt sich auch für Deutschland nachweisen:

          Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sehen die Prognosen der Klimaforschung durch die Entwicklung der Wetterdaten bestätigt. Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen.

          http://idw-online.de/de/news384850

          • Es gibt Beweise, dass sich einige Extreme infolge anthropogener Einflüsse geändert haben, einschließlich der in der Atmosphäre angestiegenen Konzentrationen von Treibhausgasen.
            Es ist wahrscheinlich (likely), dass anthropogene Einflüsse zu einer Erwärmung der Extreme täglicher Minima und Maxima auf globaler Skala geführt haben. Es besteht ein mittlerer Vertrauensbereich, dass anthropogene Einflüsse zur Intensivierung extremer Niederschläge in globalem Maßstab geführt haben. Es ist wahrscheinlich (likely), dass ein anthropogener Einfluss auf extreme Küstenhochwässer infolge steigender Meeresspiegel geführt hat. Die Unsicherheiten der historischen Zyklonaufzeichnungen, das unvollständige Verstehen der physikalischen Mechanismen, die tropische Zyklonparameter mit Klimawandel verbinden und
            das Ausmaß der tropischen Zyklonvariabilität liefert nur einen kleinen Vertrauensbereich für die Zuordnung irgendeiner bemerkbaren Veränderung der tropischen Zyklonaktivität zu
            anthropogenen Einflüssen. Die Zuordnung einzelner Extremereignisse zu anthropogenem
            Klimawandel ist eine Herausforderung.

            Aus dem übersetzten Bericht
            Was drin steht und was Thorstens daraus machen, da liegen Welten zwischen.
            Letztendlich ist wie der Thorsten auf dem Mist, und dem Wetter.
            Blah,blah, Alarm – Geunke.

          • @Thorsten
            Aus Deinem BUM Link:

            weil sonst die Natur zurückschlägt.

            Glauben die an Gaja ?
            Oder belegen sie gerade ihre Unwissenschaftlichkeit ?
            BTW – es geht um Risiken, hast Du den Titel nicht gelesen ?

  6. @ Krishna Gans

    Ich habe nur gesagt, dass Extremwetterereignisse zugenommen haben. Sie haben das bestritten und auf den IPCC verwiesen. Der IPCC bestätigt aber voll und ganz meine Aussage:

    Es gibt Beweise, dass sich einige Extreme infolge anthropogener Einflüsse geändert haben, einschließlich der in der Atmosphäre angestiegenen Konzentrationen von Treibhausgasen.

    Offenbar versuchen Sie wieder, Ihre Falschbehauptungen zurechtzubiegen, Herr Gans!

    Zudem warnt der IPCC ganz ausdrücklich vor zukünftig global zu erwartenden Extremwetterereignissen mit gravierenden Folgen!

    • Wie immer
      @Thorsten

      sprichst Du von

      Ich habe nur gesagt, dass Extremwetterereignisse zugenommen haben.

      Das IPCC spricht von

      inige Extreme infolge anthropogener Einflüsse geändert haben,

      Der Unterschied ist Dir natürlich nicht klar.
      Ansonsten, ich wiederhole mich, wird von R i s i k e n gesprochen, was Deiner Aufmerksamkeit natürlich, wie immer, total entgangen ist.
      Ansonsten darfst Du, nein, solltest Du mein Zitat, ggfs auch die komplette Quelle genauestens lesen, vielleicht geht Dir mal ein Licht auf – immerhin ist Advent.