Man darf ziemlich sicher sein, dass die Teilnehmer des Gipfels in Brüssel dieses Gebet erhören werden.
Vater unser an der Börse
Eilig sei Dein Name
Mache uns schnell reich
Unsre Zinsen geschehen
Ob als Derivat oder als Warentermin
Wird das täglich Brot schön teuer
Und halse anderen unsre Schulden auf
Wie auch wir vergessen unsre Schulden
Und lasse uns immer systemrelevant sein
Von Übel wäre die Verstaatlichung
Europa unser, das du bist am Abgrund
Gepriesen sei der Euro
Zu uns komme sein Fall
Denn Leerverkauf geschehe
Immer gern mit fremdem Geld
Wie in Frankfurt also auch in New York
Lass den Rest der Erde doch verrecken
Und vergeblich Hunger schrein
Dass wir dann die Ohren schließen
Bis die Kurse Himmel stürmen
Staatenlenker, die ihr tagt in Brüssel
Lasst es billig Dollar regnen
Zu uns komme das Reichen-Reich
Unser Wille geschehe
Wie bei Sarko so bei Merkel
Täglich hört auf unsre Lobby
Und nicht auf der Armen Not
Während wir auf Boni warten
Führt uns nur nicht in die Pleite
Sondern erlöset uns von den Völkern
Amen.
Man darf ziemlich sicher sein, dass die Teilnehmer des Gipfels in Brüssel dieses Gebet erhören werden.
Photo: Daniel Rennen, via pixelio.de
Ich ärgere mich über die Impertinenz der Amerikaner und ihres Finanzministers, der sich erdreistet uns den Spiegel vorzuhalten.
Die Herren vergessen gerne, dass mit dem Republikaner Harding als Präsident, durch enorme Ämterpatronage bis in die höchsten Gremien, auch das Banken- und Finanzgewerbe zu ebenso umfangreichen Freiräumen gelangte. Dabei wurde der Grundstein zu finanziellen Manipulationen gelegt, die Wilson, zu seiner Amtszeit, wohl noch verhindert hatte nach der Depression.
Wer heute noch der Meinung sein sollte, die sogenannten “Care” Lieferungen an Deutschland, nach dem Kriegsende hätten auch nur das geringste mit Sorge für die Deutschen zu tun gehabt, der irrt sich gewaltig. Die größte Sorge des amerikanischen Government war die, die Deutschen möglicherweise als kommenden Absatzmarkt zu verlieren. Deshalb ließ man auch die eigene Bevölkerung, die diese “Care-Pakete” spendete, auch im Unklaren.
(Ich hatte Jahre später mit einer solcherart Spender korrespondiert.)
Ich hatte in einem Kommentar schon einmal erwähnt, dass ein amerikanischer Romancier, mit Namen Cameron Hawley, einen Roman geschrieben hatte, in dem der größte Teil der inzwischen bekannten, finanziellen Luftnummern und das “Plattmachen” feindlich übernommener Mitbewerber ausführlich beschrieben wurde.
Als noch unbedarfter junger Mann damals, hielt man solche Romane für Fiktionen; später wurde man eines Besseren, oder sollte man sagen “Schlechteren”, belehrt.
Die Globalisierung spülte die Möglichkeiten über den großen Teich, Geld zu verdienen mit einem Schneeballsystem, was eine ungeliebte Partei fast ihre gesamte Spitze gekostet hätte, oder ohne den Nachweis von Kapital, gegen fallende, oder steigende Kurse zu wetten, u.s.w.. (Ohne Eingreifen des Staates, obwohl dieser das alleinige Wettmonopol besitzt). Alle Vorgaben der Wall Street wurden be(gierig) übernommen; nicht nur bei uns, sondern in der gesamten übrigen Welt.
Es ärgert mich maßlos, wenn Amerika, als “The Root Of All Evil” uns jetzt versucht den schwarzen Peter zuzuschieben. Das geschieht nur aus dem Grunde, von der verfehlten Innenpolitik im eigenen Lande abzulenken. Ein Spiel, dass unsere Frau Merkel ebenfalls vorzüglich beherrscht.
Und, lieber Uli Gellermann. Bei dem derzeitigen Aufräumen der rechten Szene, die vermutlich noch viel höher reicht, könnte es sich bei dem besagten Reich möglicherweise um das “Vierte” handeln?
Die vielen verbalen Entgleisungen unserer Politprominenz machen mich immer stutzig?
Solang alle “Experten” ihre Analysen nur vom Standpunkt der Paradigmen aus machen, solang wird es auch keine Lösungen geben.
Eine Analyse in einem ideologisch geschlossenen System führt immer zu Ringschlüssen.
Wer die -ausschließlich postutierten- Geldsystem-Gesetze nicht in Frage stellt, ist ein Systemsoldat der nur den Abschöpfungsintessen dient.
Wer das Schuldgeldsystem nicht in Frage stellt, vertritt nicht die Interessen der Bevölkerung und verschleiert die Mechanismen.
Keiner von denen, die den Staaten Sparorgien auferlegen, weist darauf hin, das die wachsenden Verschuldungen zum größten Teil der Bedienung des Zinseszins geschuldet sind und nicht etwa dem Leben über die Verhältnisse.
Zinsen, die bei der Geldschöpfung nicht mitkreiert werden, müssen durch neue Kredite bedient werden, weil Geld in einem Schuldgeldsystem nur durch Kredit erzeugt werden kann.
Die tatsächlichen Staatsquoten sind meist ziemlich unverändert geblieben.
So muss sich die “BRD” zum größten Teil nur verschulden, um die Zinseszinslast zu bedienen.
WIR HABEN NICHT ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE GELEBT-
WIR SIND ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE ABGESCHÖPFT WORDEN.
Ich empfehle hierzu die Analyse von Helmut Creutz:
http://www.youtube.com/watch?feature=iv&annotation_id=annotation_39001&src_vid=wq_lav0mc10&v=bddI33ly9No