Rechtsterror

Nazi-Hochburg Zwickau? Es nervt ungemein!

Sei Wochen vergeht kein Tag, an dem in den Nachrichten nicht der Name Zwickau in Verbindung mit Neonazis fällt. Der Berichterstattung zufolge muß nun jeder Bürger der BRD, der nicht in Zwickau lebt, glauben, daß diese Stadt eine Nazi-Hochburg sei. Doch dem ist nicht so.

Seit einigen Jahren schon ist es, wenn man mal von der Explosion des Hauses in der Frühlingsstraße absieht, in Bezug auf rechtsradikale Umtriebe in Zwickau sehr ruhig. Es gibt hier sicherlich einige Bürger, welche dieser Gesinnung anhängen. Doch das sind nicht mehr als irgendwo anders in Deutschland.

Sämtliche Medien sprechen immer von den “Zwickauer Neonazis” und tun immer so, als sei dieses Phänomen ein ostdeutsches Phänomen. Zum einen stammen diese Rechtsradikalen, welche die sogenannten Dönermorde begingen, nicht aus Zwickau, sondern aus Jena. Mich stört außerdem, wie schon oben erwähnt, daß man ständig so tut, als wäre alles ein Phänomen, das nur im Osten Deutschlands zu finden sei. Dazu habe ich einmal ein paar Fragen:

Wo wurde denn die NSDAP gegründet? – Am 24. April 1920 im Münchner Hofbräuhaus. Wo wurde denn die Deutsche Volksunion (DVU) gegründet? – 1971 als Verein und 1987 umgewandelt zur politischen Partei vom Verleger Dr. Gerhard Frey, der im Bayrischen Fernsehen jahrelang die Sendung “Jetzt red i” moderierte und im oberpfälzischen Cham geboren wurde. Wo wurde die NPD gegründet? – 1964 in der BRD. Also im Westen Deutschlands. Dann sollte man sich einmal das Buch “Deutschland schafft sich ab” von Thilo Sarrazin durchlesen, in dem es von zweifelhaften Ansichten, die schon sehr an braunes Gedankengut heran kommen, nur so wimmelt.

Oder kennt noch jemand die “Wehrsportgruppe Hoffmann“? Wo war sie denn zu finden bzw. wurde gegründet? – Im Westen Deutschlands. Dann sollte man einmal im Internet bei Google folgendes eingeben: “Die FDP und die Nazis“. Genauso verhält es sich auch mit der CDU. Auf “arte” kam mal eine Reportage, die aufdeckte, daß sich die CDU nach dem 2. Weltkrieg mit Nazigold finanzierte. Und wer gründete den BND? Reinhard Gehlen. Der Bundeskanzler von 1968 – Kurt Georg Kiesinger war NSDAP-Mitglied.

Neonazismus ein ostdeutsches Phänomen? Daß ich nicht lache! Neonazis, Drogen, Arbeitslosigkeit, Existenzangst und Armut. Das sind die Exportschlager des (freien) Westens!

Kommentare

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  1. klar ist das eine nazihochburg, schon seit den neunzigern, auch schon davor. kann man leicht aus dem adresskalender des neonazi leutnant michael kühnen entnehmen. muß man doch nicht wegschwätzen wollen.

  2. Warst Du denn schon mal in Zwickau? Das ist keine größere Hochburg als jede andere Stadt in Deutschland. Kam Michael Kühnen nicht auch aus dem Westen? Das war auch so ein “Exportschlager” des freien Westens.

  3. Und wo wurden die Parteitage der NSDAP abgehalten? In Nürnberg. Irgendwie scheint dieser braune Sumpf besonders in bayrischen Regionen zu gedeihen. Oder der Idiot Franz Schönhuber? Den hab ich übrigens mit Gerhard Frey verwechselt – fällt eh keinem auf, weil alles derselbe Dreck ist. Jedenfalls kam Schönhuber auch aus dem Westen und gründete 1983 die REP. Die Hochburgen sind ganz woanders.

  4. schnackenhuscher: er braun messias kühnen fuhr also in den osten um die unschuldigen zu verführen!? diese melodie hatten wir doch schon mal: der führer ist schuld. richtig ist: es gelten wieder gesamtdeutsche werte. ossis fuhren und fahren in den westen und zündeln un schießen und andersrum, seit den neunziger jahren jedenfalls. ich glaub auch, diese draufhau und ausgrenzungsmentalität hat man in der ddr besser gelernt.