Die Frage sei erlaubt, ob 4 Mio.€ nicht auch sinnvoller zum Schutze der die Autobahn benutzenden Menschen hätten gebraucht werden können.
Soweit eine Bürgerinitiative in der Eifel gegen den Weiterbau der A1.
Großflächige Schutz- und anagementprogramme sind erforderlich zum Erhalt von Wildpopulationen. Mindestens 20 – 30 Haselhuhn-Brutpaare sind für ein langfristigesÜberleben dieser Art notwendig. Es darf keine Übererschließung mit stark ausgebauten Waldwegen sein, hingegen eine Erhaltung strukturreicher, schmaler, gewundener Waldwege.
Das hier bemühte Haselhuhn, so wird gesagt, wurde auf der geplanten Trasse ausgelegt und tot aufgefunden, von den Brutpaaren ward bisher keines gesehen. Insofern hat die Bürgerinitiative es auch gar nicht nötig, ein totes Huhn irgendwohin zu legen. Woher sollte sie auch eins herbekommen? Meint die Bürgerinitiative. Wie wahr, wie wahr…
Brücke gebaut – Wo ist die Wildkatze?
Um eine andere Wildtierart zu schützen, nämlich die Wildkatze, ließ die Landesregierung über die Autobahn 1 zwischen Nettersheim und Blankenheim eine sogenannte Grünbrücke bauen. Bezahlt wird sie mit 4Mio € aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Die Holz-Beton-Brücke fügt sich optisch gut in die Landschaft ein.
Vor allem aber entspricht die Planung den Bedürfnissen der hier bisher nicht gesehenen Wildkatze.
Der Autobahnabschnitt, der zur Brücke führt, wird auf ungefähr zehn Kilometer Länge mit einem neuen Wildschutzzaun versehen. Es scheint sich hier um eine sogenante virtuelle Wildkatze zu handeln, die ihre Daseinsberechtigung für 4 MIo € einem IT – Habitatmodell verdankt.
Aufbauend auf den Ergebnissen einer Wildkatzen-Telemetrie-Studie in der Eifel wurde ein Habitatmodell entwickelt, das es erlaubt, die Eignung einer Landschaft für Wildkatzen von wenigen großflächig digital verfügbaren Parametern abzuleiten .Der Vorteil eines solchen Modells besteht darin, dass eine Beurteilung der Lebensraumeignung auch in Gegenden erfolgen kann, aus denen keine detaillierten Beobachtungsdaten vorliegen.
Wie sollte auch, die Populationsdichte für Wildkatzen beträgt ca 1/2 Wildkatze auf ca 150 ha.
Die Frage sei erlaubt, ob 4 Mio.€ nicht auch sinnvoller zum Schutze der die Autobahn benutzenden Menschen hätten gebraucht werden können.
Photo: Karl-Heinz Laube, via pixelio.de
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