Die statistische Auswertung des Deutschen Wetterdienst (DWD) der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen für 2011 im Einzelnen: In Deutschland erreicht das Jahr 2011 eine Jahresmitteltemperatur von 9,6 Grad Celsius (°C). Es dürfte damit knapp zu den fünf wärmsten Jahren seit 1881 gehören. Das Vorjahr war mit 7,8°C deutlich kühler ausgefallen. Den Temperaturrekord hält immer noch das Jahr 2000 mit 9,9°C. Beim Sonnenschein steht 2011 sogar auf dem Treppchen: Nur die Jahre 2003 und 1959 waren hierzulande sonnenscheinreicher.
Sonnenscheinrekord, Trockenheit und sintflutartige Regenfällen
2011 begann in Deutschland mit starkem Tauwetter und die Schneemassen, die im Dezember 2010 gefallen waren, schmolzen rasch dahin. Dies führte an zahlreichen Flüssen zu Hochwasser. Im Frühjahr brachte eine außergewöhnliche Häufung von Hochdruckgebieten über Mitteleuropa einen eindrucksvollen Sonnenscheinrekord, den zweithöchsten Temperaturdurchschnitt seit dem Beginn der flächendeckenden Messungen 1881 sowie den geringsten Niederschlag seit 1893. Viele Flüsse, an denen im Januar noch Hochwasser geherrscht hatte, führten jetzt extremes Niedrigwasser. Zu Beginn des Sommers stellte sich die Witterung um und Tiefdruckgebiete übernahmen die Regie. Sie beendeten die Trockenheit und führten besonders im Norden und Osten gebietsweise zu sintflutartigen Regenfällen. Das wechselhafte Wetter hielt bis in den September an. Danach folgten ein ungewöhnlich ausgeprägter Altweibersommer und der trockenste November seit Aufzeichnungsbeginn. Der Dezember verlief dagegen sehr nass, stürmisch und nur wenig winterlich.
2011 waren elf von zwölf Monaten zu warm – nur der Juli fiel zu kühl aus
Nach der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 lag 2011 mit durchschnittlich 9,6 Grad Celsius (°C) um 1,4 Grad über dem vieljährigen Mittel von 8,2°C. Nach der Vergleichsperiode 1981-2010 ergab die Abweichung ein Plus von 0,7 Grad. Damit reihte sich 2011, wie zuvor bereits 1934, 1994, 2000 und 2007, knapp im Kreis der fünf wärmsten Jahre seit Beginn deutschlandweiter Temperaturmessungen im Jahr 1881 ein. Abgesehen vom etwas zu kühlen Juli fielen im Jahr 2011 alle Mo-nate zu warm aus. Besonders ragte dabei, wie schon 2007 und 2009, der ungewöhnlich warme April heraus. Die höchste Temperatur registrierte der DWD am 22. August in Rheinfelden am Hochrhein mit 36,7°C. Die kälteste Nacht trat am 23. Januar mit -20,1°C in Oberstdorf auf.
Mit durchschnittlich 718 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (l/m²) blieb das Jahr 2011 um neun Pro-zent unter dem Soll von 789 l/m². Obwohl der Zugspitze 13 Prozent zum Klimawert fehlten, war sie auch 2011 mit 1 750 l/m² wieder der nasseste Ort Deutschlands. Im Flachland erreichte Oy-Mittelberg-Petersthal im Allgäu mit 1595 l/m² die Spitze. Rostock-Warnemünde beeindruckte mit der enormen Sommer-Regenmenge von 632 l/m²: Das lag über dem dort im ganzen Jahres üblichen Nie-derschlag von 589 l/m². Am 22. Juli meldete diese Station mit 111,4 l/m² auch die größte Tagesmenge des Jahres. Am wenigsten regnete es 2011 in Dachwig nordwestlich von Erfurt mit nur 381 l/m².
2011 wurde Deutschland mit Sonnenschein verwöhnt – Platz 3 in der Rekordliste
Das Jahr 2011 war laut DWD mit rund 1 824 Stunden hinter 2003 (2 014 Stunden) und dem Jahr 1959 (1 982 Stunden) das drittsonnenscheinreichste Jahr seit Messbeginn 1951. Leutkirch-Herlazhofen im württembergischen Allgäu belegte mit 2 177 Stunden den Spitzenplatz, Bremervörde westlich von Hamburg war mit 1 522 Stunden das Schlusslicht.
Deutscher Wetterdienst, 29.12.2011
@Meinel
Das spricht für einen Rückgang der Wolkenbedeckung, womit CO2 als “Wärmequelle” eher ausfällt, damit treten dann aber eher Sonnenparameter in den Vordergrund.
Ach ja, vielen Dank auch für den rückschauenden Wetterbericht des Jahres 2011.
Gern geschehen, Herr Gans!
Dass mehr Sonnenstunden für weniger Wolkenbedeckung sprechen, erscheint naheliegend
Wie die Bilanz zusammen mit allen Strömungen, Albedo, sonstigen Klimagasen usw. ausfällt, wage ich ohne wissenschaftliche Analyse nicht zu behaupten. Aber sicherlich fiel die Klimawirksamkeit von CO2 wohl 2011 nicht urplötzlich aus, sonst wär es arschkalt geworden. Aber sie wird auch nicht gegenüber 2010 einfach so massiv zugenommen haben.
@Meinel
2011 ist in Deutschland voraussichtlich zusammen mit dem Jahr 1994 das fünftwärmste Kalenderjahr seit 1881. Wo bleibt da die Steigerung, d.h. neue Rekorde. Ohne Steigerung, neue Rekorde, kein weiterer Anstieg.
Der DWD sollte mal seine Formulierungen überprüfen: “2011 waren elf von zwölf Monaten zu warm – nur der Juli fiel zu kühl aus”. Das wird auch noch hervorgehoben. Man fragt sich unwillkürlich, zu warm oder zu kühl für was oder für wen?. Wenn sie damit die Abweichungen von den Durschnittstemperaturen in ihrer Referenzperiode von 1961-1990 meinen, dann drängt sich bei der Formulierung der Verdacht auf, daß der DWD die Mitteltemperaturen in dieser Zeit für das Non-plus Ultra der Klimaentwicklung auf unserem Planeten hält.
Keine Ahnung, Herr Straten,
was Sie mit Non plus ultra in dem Zusammenhang meinen. Im Artikel steht drin, was unter den Prosaformulierungen objektiv zu verstehen ist. Zur Einordnung von Entwicklungen braucht es einen Vergleich. Mit einzelnen Jahre sind lässt sich eine beliebige boulevardjournalistische Dramatik in jeder gewünschten Richtung erzielen. 30 Jahre Wetter und damit eine Referenzperiode, wie die derzeit (noch) gültige von1961-1990 vermittelt eine statistisch sichere Basis für wärmer oder kühler.
Sie mögen diese Objektivität bezweifeln und lieber Ihrem subjektiven Eindruck trauen oder es aber wie Herr Krüger nur gelten lassen, wenn jedes Jahr ein neuer Rekord purzelt. Doch das hat nicht mit Wissenschaft zu tun und ist fern von jeder Realität .
Wenn der DWD formuliert “zu kühl”, dann enthält das eine Wertung im Sinne von Herrn Straten.
Folglich muß es eine “optimale Juli Temperatur” geben, die unterschritten wurde.
Es wäre schön, würden Sie auf eine konkrete Frage, wenn auch überspitzt formuliert (“Non plus Ultra”), eine konkrete Antwort geben, statt sich wieder in politisches Geschwafel abzudriften,
War also der Juli einfach nur kühler ?
Oder war der Juli im Sinne einer optimalen Juli-Temperatur “zu kühl”, wie der Zwischentitel vermuten läßt.
Dann wäre es nett und hilfreich, diese optimale Juli Temperatur allgemein zur Kenntnis zu bringen, und, zu besseren Vergleichbarkeit, gleich auch die der restlichen 11 Monate.
Die Temperaturreihe 1961 – 1990 ist übrigens eine wertfreie statistische Basis, womit sich “zu warm” oder “zu kühl” verbietet.
Ach, was!
Ich verstehe ja Herr Gans, dass angesichts der allgemeinen Entwicklung solch Spitzfindigkeiten nötig sind, um etwas zu finden, an dem man sich als sog. Klimaskeptiker noch festhalten muss. Aller Erwartungen der letzten Jahr sind ja leider nicht eingetroffen.
Wenn es nun so eine komprimierende Überschrift sein muss, dann soll es mir recht sein. Verbieten Sie sie sich eben gegenüber dem DWD. Vielleicht machen Sie das dann künftig auch bei Herrn Krüger et al., wenn aus seiner Überschrift etwas hervorgeht, das einen anderen Eindruck vermittelt, als das was im Text steht.
Jeder der lesen und kogisch denken kann, versteht was gemeint ist. Schließlich stehen die Vergleichwerte und die Abweichungen des Jahres auch immer dabei, so dass jeder für sich entscheiden kann, wieviel “zu kühl” oder “zu warm” gegenüber dem langjährigen Durchschnitt nun für ihn selbst eine Relevanz hat.
Für mich persönlich hat es übrigens keinerlei Relevanz: Weder das “zu warm” noch das “zu kühl”. Es war mir nur im Frühjahr und im Herbst zu trocken und im Sommer zu feucht. Dass es jetzt zu warm ist, ist für mich völlig okay: Das spart Heizkosten.
@Meinel
Ach was, wie Sie freut sich auch mein Portemonnaie über den z. Z. noch milden Winter. (es geht auch ohne Grad-Partikel)
(Der Juli war “zu kühl”, aber doch “nicht kühl genug”, um einen Rekord einzustellen)
Sehr geehrter Herr Meinel,
Formulierungen wie ‘zu warm’ oder ‘zu kühl’ dienen eben genau nicht der Objektivierung. Bezogen auf eine Referenzperiode von 30 Jahren fragt man sich unwillkürlich, was an dieser Periode so besonderes ist. Ich bin, was Klimawissenschaft angeht, völlig fachfremd, aber da diese ja in der politischen Argumentation benutzt wird, möchte ich die Relevanz dieser Wissenschaft schon bewerten können. Wenn dann vom DWD solche Formulierungen für die sicherlich klimatisch irrelevanten Daten eines Jahres benutzt werden, klingt das für mich nach Stimmungsmache. Ich frage mich dann schon, ob das einfach schlampige Wissenschaft ist oder ob die was rüberbringen wollen.
Wie wärs, Herr Straten,
wenn Sie die Pressemitteilung des DWD einfach so nehmen, wie sie ist und zwar jedes Jahr seit Jahrzehnten: Der DWD teilt für den Normalverbraucher mit, wie das Jahr im Vergleich war und zwar zu einem internationalen langjährigen Mittel. Und da sind manche Jahren vergleichsweise zu kühl und andere zu warm.
Dies ist keine Veröffentlichung in Nature oder Science. Dort würden die Klimawissenschaftler sich hüten triviale Formulierungen zu verwenden. Wenn es sie dennoch stört, dort sonstwas, gar eine politische Argumentation hineininterpretieren, dann frage ich mich, wie sie denn die Pressemitteilungen des DWD in den Jahren beurteilen, die m Vergleich zum langjährigen Mittel zu kühl waren. Was wollten die dann “rüberbringen”?
Ich sehe es so: Die machen ihren Job, werten statitisch aus und neben der wissenschaftlichen Arbeit ist ein kleiner Teil die jährliche Zusammenstellung für die Allgemeinheit. Nichts wirklich Aufregendes.
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@ Michael Krüger
Haben Sie noch nicht verstanden, dass AGW NICHT bedeutet, dass es JEDES Jahr ein Rekordjahr geben MUSS? Wie soll das funktionieren, Herr Krüger? Und wenn es dann ein Rekordjahr gibt, wie 2010 bei den globalen Temperaturen, so erkennen Sie das ja auch nicht als Hinweis für den AGW an.
Und weil 2011 in Deutschland nur eines der wärmsten und nicht das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war, machen Sie nun wieder Ihr bekanntes Spiel und reden eine Abkühlung herbei:
http://www.skepticalscience.com/pics/SkepticsvRealistsv3.gif
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Ich fand das Jahr Wettertechnisch super, bis auf den ausgefallenen Sommer. Nur eine ist sauer, meine Heizung, die hatte nicht so viel zu tun, wie die zwei arschkalten Jahre zuvor
Für mich war das Wetter des ganzen letzten Jahrzehnt bis auf wenige Ausnahmen gut.
Selbst das ja nun wirklich nicht arschkalte, sondern nur geringfügig unter dem Durchschnitt liegende Jahr 2010 war bei uns in Hessen ziemlich im Normalbereich und 2009 war ja insgesamt immer noch 1 Grad drüber.
Gut, wir hatten in den letzten Jahren seit langen mal wieder ein bißchen Winter, was für einige sehr gewöhnungsbedürftig war. Einmal einen sehr langen und einmal einen sehr frühen. Das war besonders für die, die Autofahren ohne Schnee gelernt hatten, ein bißchen schwierig. Das panische Dauersalzen war geradezu skurril.
Aber trotzdem fand ich die Winter mit Schnee doch sehr schön. Zudem wurde es so richtig kalt ja nicht – dann hätte es ja auch nicht so viel geschneit. Aber wenigstens gab es mal nicht das übliche Matschwetter der letzten 15 Jahre um 0 Grad herum.
Unangenehm ist für mich nur die sehr ungleiche Verteilung der Niederschläge, sowohl zeitlich wie örtlich. Wochenlange Trockenheit und dann alles auf einen Schlag ist einfach für den Garten und die Äcker nicht so toll. Aber dass das öfter mal so kommt, darauf sollten wir uns einfach einstellen.
Der milde Winter verusacht erste Massensterben in der Tierwelt:
http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/721536/Zu-wenig-Eis_Massensterben-bei-Kanadas-Babyrobben
http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1309850/details_8.htm
Während man in Klimaskeptikerblogs bei der kleinsten Schneeflocke Berichte über Winterkältewetter liest schweigen sich die selben Blogs über deutlich zu milde Winter aus…..
Klar: Dies alles ist nur Wetter, aber extrem mildes Winterwetter mit nachhaltig schwindender Eisfläche tritt immer häufiger auf.
@ Thorsten
“Der milde Winter verusacht erste Massensterben in der Tierwelt”
Die “Klimaskeptiker” werden Ihnen erwidern: Was kümmern uns die Sattelrobben? Immer wieder in der Erdgeschichte sind Arten ausgestorben. Das nennt man Evolution.
@ Ronin
Evolution ist nicht, wenn Arten aussterben, Evolution ist, wenn sich Arten fortentwickeln! Der Mensch hat ein Artensterben in einem rasanten beispiellosen Tempo verursacht, dessen Folgen heute noch gar nicht absehbar sind. Das ist das Problem!
@Thorsten
Aus Deinem NB-K Link
schon klar, wie Du tickst, daß Du sowas dann übersiehst.
Grünfinken und Robben gehen vor Menschen.
Vielleicht solltest Du mal andere Prioritäten setzen
@ Krishna Gans
Das tue ich:
70.000 Hitzetote in Europa 2003
Viele tausend Huungerstote durch die letztjährige Dürre in Afrika, die vom Klimawandel verstärkt wird.
Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele!
Man könnte den Eindruck bekommen, Herr Gans,
dass Sie sich an dem Tot anderer erfreuen, Hauptsache Sie haben Ihre Relativierung.
Ich denke, Sie sollten da mal was klarstellen. Es ist niemanden gedient, wenn nun Hitzetote und Verdurstete, gegen Erfrorene und Verhungerte aufgerechnet werden.
Genausowenig, wie die Temperaturen des heißesten Jahresbeginn seit mehr als einem Jahrhundert. in Südaustralien in irgendeinerweise die Temperaturen in Indien oder anderswo ausgleichen würden, außer dass sie statistisch in einen Mittelwert eingehen, der dann zum Schluss + oder – 0,1° von einem langjährigen Mittel abweicht.
So menschenverachtend sollte niemand darüber diskutieren.
Ich wünsche Ihnen einen nachdenklichen Abend!
Nachtrag (20:22): Das Gleiche gilt auch für Sie, Herr Seifert!
@ Krishna Gans
Herr Gans, wollen Sie die Zusammenhänge nicht verstehen oder können Sie es nicht?
Robben und Grünfinken leben nicht isoliert für sich. Sie sind wichtige Bestandteile von Nahrungsketten, auf die auch der Mensch angewiesen ist. Gerade die arktischen Robben sind Nahrungsgrundlage vieler indigener Völker in der Arktis. Sie sind zudem Nahrungsgrundlage vieler größerer Säugetiere, auf die wiederum der Mensch angewiesen ist.
Ohne Robben keine Existenzgrundlage für arktische Naturvölker!
@Thorsten / Meinel
Falsch, ich erfreue mich an nichts dergleichen.
Im Gegenteil, nur sehe ich die Relationen zu Robben und evtl. sterbenden Grünfinken nicht. 1)
Ist wie mit dem Erdbeben / Tsunami in Japan, “wir” haben damit eine Reaktor-Katastrophe und schalten hier die AKW ab.
Was in Japan sonst schlimmes und dramatisches passiert interessiert keine Sau, Hauptsache die politischen Grünfinken, besser eigentlich Geier, können hier daraus Kapital schlagen.
Perfides Geeiere.
1)
Sehr richtig, denn ohne dessen Quatsch wäre die resultierende Wortmeldung von mir nicht entstanden, nur kann man das Thorstensche Geschwätz eben nicht so unkommentiert im Raum stehen lassen.
Das Sahel und Sahara am Ergrünen sind ist Thorsten natürlich auch entgangen, und das so Potentaten, die rassistisch durch die Wüsten jagen mit Klimawandel nichts tun haben auch.
Danke, Herr Gans,
dass Sie erstens klarstellen, dass Sie sich nicht an einer Relativierung von Toten sei es bei Kälte oder Hitze erfreuen.
Zweitens, weiß ich nicht welche Medien Sie benutzen, wenn Sie nicht wahrnehmen, was in Japan Dramatisches passiert.
Angesichts dessen, dass zehntausende Menschen obdachlos und ganze Städte wegen der radioaktiven Strahlung unbewohnbar wurden, die Folgen bspw. der 45 Tonnen abgelassenem radioktivem Wasser unabsehbar und es wohl Jahrzehnte dauern wird, bis sie beseitigt sind, sollte dies eigentlich jeder sehr ernst nehmen. Japan tut es und hat fast alle Atomreaktoren vom Netz genommen. So weit ist die deutsche schwarz-gelbe Regierung noch nicht gegangen, aber zumindest gibt es den breitesten jemals vorhandenen politischen Konsens, das Restrisiko dieser Technologie als zu hoch zu bewerten, ganz abgesehen von allen restlichen ungelösten Probleme was Entsorgung und Schutz vor terroristischen Anschlägen angeht.
Hier ist sich der Bundestag mit fast der ganzen Bevölkerung einig. Sie scheinen zu den Unverbesserlichen zu gehören, obwohl sie hier auch schon ganz anderes verkündet haben – also wieder nur eine missverständliche Äußerung?
Drittens hatten Sie auf Herrn Seiferts Hinweis u.a. auf einen Forschungsbericht der Duke Universität, dass es “wegen fehlender Eisbildung infolge der Klimaerwärmung [...] US-Wissenschaftlern zufolge vor der Ostküste Kanadas regelmäßig Massensterben bei Robbenbabys gibt”, mit dem Aufrechnen von Kältetoten begonnen. “Ganze Generationen neugeborener Sattelrobben seien umgekommen, weil ihr normaler Lebensraum verschwunden sei [...]” Solch eine Langzeitanalyse der Auswirkungen des Klimawandels mit aktuellen Kältetoten zu kontern, kann wahrlich als perfide bezeichnet werden. Wenn Sie Kritik an solcher Forschung haben, sollten Sie dieser nicht mit völlig willkürlichen Argumenten begegnen. So diskreditieren Sie nur sich selbst und Ihre Position.
Viertens hatten wir über das Ergrünen von Sahel und Sahara hier schon gesprochen, so dass dies wohl kaum den hier üblichen Diskutanten entgangen sein dürfte. Die bekannten Forschungsarbeiten bezeichneten die Verschiebung der Klimazonen, die auch die Wüstengürtel betrifft, als Bestätigung für die Prognosen zum Klimawandel. Diese zeichnen ein differenziertes Bild, wo es u.a. in Afrika feuchter, wo trockener wird. Und: Die Klimageschichte Afrikas hat für diese Entwicklung gute Beispiele.
@Meinel
Nein, ich kritisiere nicht diese Forschung, sondern deren einseitige Vereinnahmung in dieser Form durch diesen Thorsten.
Gut, Herr Gans,
dass Sie ein Problem mit “diesem Thorsten” haben, ist ja nicht zu übersehen. Aber nun habe ich Ihnen mehrfach Brücken gebaut, damit Sie nicht missverstanden werden und sich nicht selbst und Ihre Position lächerlich machen.
Wenn Herr Seifert das Phänomen aufgreift, das Herr Krüger so schön veranschaulichte, als er die ersten dünnen Eisflächen begrüßte, dass sich die Blogs der sog. Klimaskeptiker über deutlich zu milde Winter ausschweigen. Und wenn er, wie oben nachzulesen, recht nüchtern zwei Artikel über Auswirkungen von milden Wintern auf die Tierwelt verlinkt, dazu noch darauf hinweist, dass dies alles ist nur Wetter ist, dann ist es doch nun wrklich mehr als unangemessen, wenn Sie als Antwort Kältetote aufzählen.
Es ist kaum nachvollziehbar, wenn Sie dies als “einseitige Vereinnahmung” der Forschung “in dieser Form” (??) kritisieren. Besonders nicht, wenn Sie sich dann gleich selbst einzelne Aspekte als Argument gegen diese herauspicken.
@Meinel
vielleicht sollten wie in Causa Thorsten nicht übersehen, daß Sie hier über Deutschland reden, bzw, über das, was der DWD für Deutschland bekannt gibt.
Insofern betrachte ich den Eintrag von Thorsten über Robben in der Arktis als überaus fehl am Platze und als puren Alarmismus der mit dem Artikel und seiner Aussage nichts tun hat.
Die in DE lebenden Grünfinken könnten an Parasiten sterben werden unter dieser “Überschrift”
noch zusätzlich erwähnt.
Was Sie wiederum als
bezeichnen.
Weder hat Herr Krüger was veranschaulicht, noch begrüßt.
Kommentarlose Grafiken, heißt: so ganz ohne Text, nichts weiter, werden hier als Wertung / Aussage mißbraucht und angekreidet.
Aber Sie können gern weiter hier den Moralapostel spielen und auf einem Auge blind sein.
weniger mit ihm als seinem dogmatischen Alarmismus bis hin zu seinem berufsmäßigen “Betroffen sein”.
Ach, lieber Herr Gans,
wenn ich Herrn Seifert kritisiere, dann amüsieren Sie sich über das “Zerfleischen” der AGWler, wenn ich Sie kritisiere, dann bin ich Moralapostel und auf einem Auge blind.
Wenn Sie etwas Themenfremdes einwerfen, dann nur, weil das doch irgendwie dazugehört, wenn es Herr Seifert tut, dann ist es überaus fehl am Platze.
Ich merke, dass es leider eine vergebliche Mühe ist, Sie behutsam auf Ihre Widersprüchlichkeiten hinzuweisen.
Versuchen Sie doch mal nicht in schwarz und weiß zu denken und auf jedes warm mit kalt zu reagieren. Es gibt so viel Abstufungen dazwischen.
Es ist nun mal dieses Jahr bisher ein milder Winter mit guten und mit schlechten Auswirkungen: Wir sparen Heizkosten, es fliegen schon Pollen und es wird weniger Mücken geben. Was aber für Singvögel und Fledermäuse wiederum weniger schön ist. Dafür werden sich in Ihner Region die Halsbandsittiche des milden Winters erfreuen und sich ihre Futterkonkurrenten vom Leib halten.
Wie überall gibt es gleichzeitig ein Pro und Kontra. Wissenschaftlich interessant sind die Fragen, ob es eine Entwicklung in eine Richtung gibt, welche Wirkungen die Veränderungen haben und ob Vorteile oder Nachteile überwiegen. Wissenschaftliche Ignoranz ist es, schon die Fragen oder die Hinweise auf Entwicklung abzulehnen, was so gerne in der ihnen eigenen Art machen.
Wenn Sie mal unter “Milder Winter” googeln, dann bekommen Sie einen kleinen, natürlich eher populären Eindruck, was es alles an Vorteile und Nachteilen gibt. Es ist an Ihnen nun nur auf das Eine oder das Andere zu schauen.
@ Krishna Gans
Das Klimaproblem lässt sich nicht auf Deutschland reduzieren, es ist ein globales Problem. Und wenn Herr Krüger wieder Cherrypicking betreibt, so muss ich dem nicht folgen.
Ich habe nirgends alarmistisch, noch “gogmatisch alarmistisch” noch “berufsmäßig betroffen” vorgetragen, ich habe lediglich 2 Links zu den Auswirkungen dieses Winters vorgestellt.
Ja, weil sich die Parasiten in den milden Wintern besser ausbreiten. Die Entwicklung der Parasiten ist eine unmittelbare Folge des milden Winters. Darum geht es in dem Artikel. Nicht gelesen?
Aha, und Sie glauben tatsächlich, dass Herr Krüger mit diesen Fotos keine Aussage verbindet sondern diese nur wegen ihrer Ästhetik einstellt und über viele Monate ganz oben bei seinen “Klimanews” stehen lässt? Nun, Herr Krüger hat auch in früheren Monaten und Jahren nahezu identiische Bilder eingestellt, mit Wertungen und Texten dabei…
Seine Winterwetterbilder sind berühmt! Leider scheint bei Hitzeperioden, Dürrezeiten und Niedrigwasserständen seine Kamera defekt zu sein….
@Thorsten
Nun, der Artikel ist von Herrn Meinel – und nicht von Herrn Krüger.
Er schrieb über Deutschland und die Arbeit des DWD – mag für Dich ja Cherry Picking sein, nun da es jetzt ja von Meinel ist, ist es wohl kein Cherry Picking mehr, oder ?
Unter der “Überschrift”
stellst Du einen Link mit der Aussage
Siehste, und genau ds zähle ich bereits zu Alarmismus der dogmatischen Sorte. Aus “könnte” ein Massensterben herauslesen.
Das Meinel Ihnen solchen Müll zugesteht, ist das, was ich “auf einem Auge blind” nenne.
So, amüsiert Euch weiter auf Eurer Spielwiese für Dolle.
Aber, Herr Gans,
ich gestehe doch auch Ihnen Ihren Müll gleichermaßen zu.
Nicht nur das, im Gegenteil, statt Widersprüchlichkeiten Ihnen in der sonst hier üblichen unflätigen Form vorzuwerfen, weise ich Sie sogra behutsam auf die Dinge hin, mit denen Sie sich und Ihre Position diskreditieren. Herrn Seifert habe ich einfach nur kristisiert, wenn er was falsches behauptet hat . Aber auch ihn beschimpfe ich nicht unflätig.
Ja diese Erbsenzähler vom DWD haben für dieses Jahr wider deutlich aufstocken können, damit sie genau diesen Unsinn verbreiten können.
Ziel ist doch dem Bürger jedwede Art der Energiepreis- und Lebenshaltungskostenerhöhung als notwendige Maßnahme im Rahmen der Klimakirche zu verkaufen.
Und all jene die in das gleiche Horn blasen sind für mich schwer verdächtig mit den Klimafälscher a las Hansen gemeinsame Sache zu machen und sind deshalb alles andere als Vertrauenswürdig.
Ziel all dieser Propaganda ist zweifelsohne die Errichtung einer Neofeudalen Ordnung. Der Besitzadel wird sich all die super teuren und unnützen Ökospielereien nach wie vor leisten können ( Im Feudalismus konnte sich schließlich auch nur der Adel eine Kutsche leisten) aber dem staatstragende Bürger soll ein Leben auf Steinzeitniveau als Ziel all seinen Handelns zum Lebensziel gesetzt werden.
Und alles auf der Basis einer erfundenen Klimalüge!
Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Ideologien des Nazianalsozialismus und Kommunismus als wahre Ammenmärchen!
Wow, Herr Martin,
ein Rundumschlag einschließlich aller Verschwörungstheorien in komprimierter Form ohne Anlass und Grundlage.
Daher nur mein Hinweis auf obige Diskusson und meine schlussendlichen Anmerkung an Herrn Straten:
Wie wärs, wenn Sie die Pressemitteilung des DWD einfach so nehmen, wie sie ist und zwar jedes Jahr seit Jahrzehnten: Der DWD teilt für den Normalverbraucher mit, wie das Jahr im Vergleich war und zwar zu einem internationalen langjährigen Mittel. Und da sind manche Jahren vergleichsweise zu kühl und andere zu warm.
Dies ist keine Veröffentlichung in Nature oder Science. Dort würden die Klimawissenschaftler sich hüten triviale Formulierungen zu verwenden. Wenn es sie dennoch stört, dort sonstwas, gar eine politische Argumentation hineininterpretieren, dann frage ich mich, wie sie denn die Pressemitteilungen des DWD in den Jahren beurteilen, die im Vergleich zum langjährigen Mittel zu kühl waren. Was wollten die dann “rüberbringen”?
Ich sehe es so: Die machen ihren Job, werten statistisch aus und neben der wissenschaftlichen Arbeit ist ein kleiner Teil die jährliche Zusammenstellung für die Allgemeinheit. Nichts wirklich Aufregendes.
Wenn wir uns mal von den januaruntypischen Temperaturen bei uns abwenden hin zu den globalen Durchschnittswerten, dann dürfte diese doch die sogenannten Klimaskeptiker erfreuen: Zum sechsten Mal in den letzten 30 Jahren gibt es einen “dramatischen Absturz” der Durchschnittswerte. Bei Wahl der richtigen Anfangswerte dürfte sich da doch was machen lassen.
Vergleich der Messwerte der verschiedenen Institute für die letzten 30 Jahre mithilfe von woodfortrees. Die unterschiedlichen Messverfahren und Messorte in der unteren Tropospäre oder am Boden liefern Kurven, die sich bei GIS am oberen, bei UAH und RSS am unteren Ende eines Kanals bewegen, sowie mit hadCrut dazwischen. Letztlich aber liefern alle auf lange Sicht den gleichen Trend.
Wahrscheinlich gibt es einfach inzwischen soviel seriöse Informationsmöglichkeiten, dass sich nicht mehr so viele Leute von den Taschenspielertricks mit kurzen selektiven Trends beeindrucken lassen.
Erstaunlich!
Schade, dass Tatsachenkommentare bezüglich der Klimaschwindler hier nicht veröffentlicht werden…
…und auf nimmer Wiedersehen!
Üblicherwiese werden hier nur Werbespams nicht veröffemtlicht und strafrechtlich relevante Angriffe und Beleidigungen.
Ansosten gehen gar viele, manchmal auch üble Kommentare durch.