Immer mehr Menschen sind auf eine Pflege im Alter angewiesen.
Statistiken zufolge wird die Bevölkerung in Deutschland immer älter. Daher sind immer mehr Menschen auf eine Pflege im Alter angewiesen. Doch die Leistungen der momentanen Pflegeversicherung reichen bald nicht mehr aus, was enorme Beitragserhöhungen zur Folge hätte. Aus diesem Grund wird in den kommenden Monaten der sogenannte Pflege-Riester durch die Bundesregierung konzipiert. Dabei handelt es sich um eine neue Form der privaten Pflegezusatzversicherung, die bereits im Jahre 2007 als Vorschlag konzeptioniert wurde, sich jedoch damals nicht durchsetzten konnte.
Wie funktioniert der Pflege-Riester?
Das Konzept des Pflege-Riester sieht eine staatliche Förderung für diejenigen vor, die eine private Pflege-Zusatzversicherungen abschließen und nimmt sich somit die Riester-Rente zum Vorbild. Den Erfolg des “Riesterns” in Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung soll auch für die Pflegeversicherung genutzt werden.
Die endgültige Ausgestaltung des Pflege-Riester muss noch ausgearbeitet werden. FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr sagte in einem Interview, dass über die genaue Höhe der Kosten und die Beiträge noch beraten werden müsse. Sie hängen davon ab, wieviele Personen den Pfleger-Riester in Anspruch nehmen. Private Pflegekassen haben bereits eine Modellrechnung aufgestellt. Demnach könnte eine rund 50 Jahre alte Frau, die ein Pflegetagegeld von 1.500 Euro anstrebt, für 96 Euro im Monat versichert werden. Generell gilt, je früher die Pflege-Riester-Versicherung abgeschlossen wird, desto niedriger ist der Beitrag.
Pflege-Riester erhält nicht nur Zuspruch
Nicht alle Politiker sprechen Lob für das Konzept des Pflege-Riester aus. SPD, Grüne und Sozialverbände erkennen keine Vorteile und kritisieren beispielsweise, dass lediglich die Versicherungswirtschaft von dem Pflege-Riester profitieren würde. SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig fordert eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen. Fürsprecher des Pflege-Riester entgegnen jedoch, dass der Pflege-Riester durch die Kapitaldeckung eine größere Generationengerechtigkeit in der Pflegeversicherung fördern würde.
Photo: Gerd Altmann, via pixelio
Das wird genauso ein Reinfall wie die Riester-Rente.
Sie schreiben:
“Das Konzept des Pflege-Riester sieht eine staatliche Förderung für diejenigen vor, die eine private Pflege-Zusatzversicherungen abschließen und nimmt sich somit die Riester-Rente zum Vorbild.”
Ich habe da andere Ideen. Ähnlich wie beim Zahnersatz zahlt der Staat einen Bonus im Leistungsfall statt jetzt wieder viele Millionen auszuzahlen, die der Versicherungswirtschaft vorrangig zu Gute kommen. Meine Ideen habe ich hier noch konkreter geschildert:
http://chippy-online.blogspot.de/2012/03/kommt-bald-pflege-riester.html