RATGEBER

2012: Private oder gesetzliche Krankenversicherung?

Arbeitnehmer, die in den letzten und den folgenden 12 Monaten mehr als 4237,50 Euro brutto pro Monat verdienen, können zwischen PKV und GKV wählen . Auch Beamte, Studenten und viele Selbständige haben grundsätzlich die Wahl. Mehr dazu unter www.krankenversicherung.net/private-krankenversicherung

Privatpatienten, die ihren 55. Geburtstag bereits hinter sich haben, können in aller Regel nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Die GKV wäre für viele privat versicherte Rentner jedoch deutlich preiswerter.

Privatpatienten, die ihren 55. Geburtstag bereits hinter sich haben, können in aller Regel nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Die GKV wäre für viele privat versicherte Rentner jedoch deutlich preiswerter.

Beiträge in PKV und GKV

Arbeitnehmer zahlen bei der gesetzlichen Krankenversicherung 8,2 Prozent ihres Einkommens. Wer ein Monatseinkommen von über 3825 brutto hat, zahlt den Höchstbeitrag von rund 310 Euro pro Monat. Bei Selbständigen beläuft sich der Beitrag auf 15,5 Prozent des Einkommens. Wegen der Beitragsbemessungsgrenze von 3825 Euro liegt der monatliche Maximalbeitrag für Selbständige bei knapp 600 Euro.

Bei der privaten Krankenversicherung hingegen beruhen die Kosten nicht auf dem Einkommen. Kostentscheidend sind Faktoren wie das Alter und der Gesundheitszustand. Somit zahlen junge und gesunde Versicherte bei der PKV in den ersten Jahren oft sehr viel weniger als bei der GKV.
Bei der Privaten steigen die Beiträge mit dem Alter deutlich. Viele Senioren zahlen monatlich 800 Euro für ihre PKV. Privatpatienten, die Beiträge sparen möchten, können aber in den sogenannten „Basistarif“ wechseln. Dieser bietet nur in etwa die Leistungen der GKV, darf aber auch nicht teurer sein als diese. Aktuell bedeutet dies, dass der Basistarif monatlich maximal 600 Euro kostet.

Privatpatienten, die ihren 55. Geburtstag bereits hinter sich haben, können in aller Regel nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Die GKV wäre für viele privat versicherte Rentner jedoch deutlich preiswerter. Sie berechnet die Beiträge auf Grundlage der gesetzlichen Rente sowie von Betriebsrenten. Von diesem Einkommen zahlt ein gesetzlich versicherter Rentner 8,2 Prozent an die GKV.

Leistungen privater und gesetzlicher Kassen

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet alle Leistungen, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss vorgegeben sind. Bei der privaten Krankenversicherung gibt es laut dem PKV-Verband hingegen „keinen Erlaubnisvorbehalt für ihre Leistungen“. Bei ihr ist ein Versicherungsschutz möglich, der den der GKV deutlich übertrifft. Die genauen Unterschiede bzgl. der Leistungen in PKV und GKV finden Interessierte hier oder bei pkv-private-krankenversicherung.net.

Photo: paulwib, via pixelio.de

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Warum die PKV überhaupt eingeführt wurde, ist mir Rätselhaft !
    Ich bin selbständig, würde aber nie rein gehen.
    Selbst wenn ich 50 oder 100 Euro i.M.sparen würde.
    Wir brauchen die GKV ! Und wir fahren gut damit.
    Bloß brauchen wir nich 150 Stück oder mehr….
    Jede Krankenkasse hat einen Wasserkopf, den wir mit bezahlen müssen. Vorstände, die für ihre bloße Unterschrift tausende Euros verdienen. Besser 2 oder 3 GKVungen und gerecht bezahlte Ärzte und Krankenschwestern. Und anständige Hygiene in den Krankenhäuser !
    Teure Wasserköpfe, die nichts leisten, keine Verantwortung tragen wenns mal schief geht und dumme Ideen haben, die haben wir eh schon zu viele !!!