KOMMENTAR

Ehrensold für Christian Wulff: Ein Kommentar von Dr. Rolf Froböse

Ex-Bundespräsident Christian Wulff kann sich entspannt zurücklehnen, denn die Zahlung des lebenslangen Ehrensolds in Höhe von 199.000 Euro pro Jahr für den 52jährigen “Altpräsidenten” sehen Koalitionspolitiker nicht in Frage gestellt.Wer zahlt die teure Zeche: Der Steuerzahler.

Alt-Bundespräsident Walter Scheel hat Wulff bereits öffentlich zum Verzicht aufgefordert. Sein Ruf wird voraussichtlich kein Gehör finden.

Ich möchte mich Scheels Appell nicht anschließen, sondern Ihnen, verehrter Herr Wulff, einen anderen Vorschlag unterbreiten. Setzen Sie selber ein Zeichen und lassen Sie jährlich die Hälfte ihres Ehrensolds einer gemeinnützigen Organisation zukommen. Es wäre ein Beweis Ihrer Aufrichtigkeit, mit dem Sie allen Deutschen wieder in die Augen sehen könnten.

Dr. Rolf Froböse, Dipl.-Chemiker, Journalist und Buchautor

Kommentare

Dieser Artikel hat 9 Kommentare.

  1. “Wer zahlt die teure Zeche: Der Steuerzahler.”

    Warum nicht? :

    17. 02. 2012 – Wulff – Geht es um Hotelübernachtungen, Hauskredit-Vorteil und andere Peanuts? NEIN – Es gibt zwei reale Gründe, warum sich Wulff den Zorn der Mächtigen auf sich geladen hat:

    Der erste Grund war seine Rede 24.08.2011: „Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet am Ende die Retter? Die Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft sei an ihr Ende gekommen…..”

    17.02.2012 – Drohte Wulff die ESM-Gesetze durchfallen zu lassen?
    http://www.mmnews.de/index.php/politik/9510-nach-wulff-ruecktritt-nachfolger-was-steckt-hinter-der-affaere

    Der zweite Grund: Fast siebzig Banken, Versicherungen und Fonds fordern Schadensersatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Sie setzten 2008 auf fallende VW-Aktien und wollten damit Geld machen. Doch Porsche versalzte ihnen die Suppe und trieb den Preis der VW-Aktie in die Höhe. Die Spekulanten hatten das Nachsehen – und wollen heute ihr Geld zurück. Es ging aber um viele Arbeitsplätze, und Wulff hatte – ebenso wie die beiden Auto-Bosse – für den Erhalt von vielen Tausend Arbeitsplätzen gesorgt.

    Die ursprüngliche Klage vom Oktober 2011 richtete sich gegen die Bosse von VW und Porsche. Wulff wurde nur als Zeuge benannt. Damals war Wulff im Aufsichtsrat von VW. Doch: Er kam dieser Aufforderung nicht nach. Die Kläger haben mit Hilfe des Springer- Konzerns die Kampagne gegen Wulff losgetreten, um sein Schweigen zu brechen. Die Drohung: Entweder Wulff sagt in ihrem Sinne gegen die Autobauer aus, oder er wird politisch und finanziell fertiggemacht.
    http://www.kreuz.net:80/article.14714-id.12385.html

  2. Nach all den Vorkomnissen hier von Ehrensold zu sprechen, erscheint mir doch sehr absurd zu sein. Hier sollte man doch eher von einer, leider verbrieften, Zwangsabgabe reden.

    Ist es eigentlich schon irgend jemandem aufgefallen, dass Wulff überhaupt keine Fürsprecher gefunden hatte, ausser von Merkel und denen, die von Merkel mit der Peitsche scheinbar dazu angehalten wurden.

    Und, Herr Dr. Froböse, Spenden dierser Größenordnungen werden immer steuerbegünstigt abgegeben. So würde diese Spende, de facto, den Steuerzahler doppelt Kosten.

    Aber es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, dass selbst Wissenschaftler, die sich bereits mit den Endzeitszenarien beschäftigt hatten, einen derartigen Optimismus verbreiten und sich mit Science Fiction beschäftigen; denn darauf läuft dieser Vorschlag wohl hinaus!

  3. Nelson Mandela hat einen großen Teil seiner Bezüge gespendet.

    Dieselbe Größe von einem Winkeladvokaten wie Christian Wulff zu erwarten, wäre wohl naiv.

  4. Wie kann er auf etwas verzichten, das ihm gar nicht zusteht???
    Der Rücktritt war hauptsächlich in persönlichen Defiziten begründet, daher steht Wulff der Ehrensold nicht zu, und zwar völlig unabhängig vom Ausgang der Ermittlungen.

    Von Unionspolitikern wird derzeit versucht die Tatsachen bzw. Urache und Wirkung zu verdrehen, um einen Rücktritt aus politischen Gründen zu konstruieren.

    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=10144

  5. Da hat Ihrem “Sehr Verehrten Herrn Wulff” wohl ein Anderer ein Zeichen gesetzt so, dass er nun im Krankenhaus liegt. -
    Obwohl es fatal daran erinnert, dass davor schon viele, in der Öffentlichkeit stehende, Personen es vorzogen, den drohenden Fragen der Staatsanwaltschaft in einer öffentlichen Untersuchung, aus dem Wege zu gehen und daher den Krankenhausaufenthalt bevorzugen. So ist es auch leichter, sich vor den Medien abzuschirmen und niemand kann es ihnen dann verübeln, dass nur noch die Anwälte als Sprachrohr dienen..
    Im Krankenbett hofft ein Deliquent auch immer auf den Mitleidsbonus.

  6. Der Begriff “Ehrensold” ist irreführend. Ignorieren Sie diesen doch einfach mal und betrachten das Geld als das, was es ist: Eine Absicherung eines Präsidenten, der sein Amt parteienunabhängig auskleiden soll und dazu die Gewissheit haben muss, auch nach Beendigung seiner Amtszeit (und zwar fast egal, warum die Amtszeit überhaupt endet) finanziell gesichert zu sein.
    Dass Herr Wulf schon als Ministerpräsident eine schlechte Figur gemacht hat, weiß jeder Niedersachse. Das schmerzhafte Lachen, als er tatsächlich Bundespräsident wurde, war nur erstickt zu hören, weil der Filz in Niedersachsen genauso dicht ist wie der in Bayern, “Andersdenkende” werden hier schnell ausgegrenzt.
    ABER die Diskussion um Wulfs Pension (nichts anderes ist der “Ehrensold”) ist grundsätzlich schlecht und falsch. Wenn zukünftig JEDER Präsident befürchten muss, sich ernsthaft zu fragen, ob er nach seiner Präsidentschaftszeit finanziell abgesichert ist, kann KEIN zukünftiger Präsident mehr ausreichend unabhängig arbeiten.

    Der Steuerzahler kann sich die paar Kröten, um die es bei Wulf geht, wirklich leisten. Es gibt andere, weit, weit fragwürdigere Ausgaben, die die von uns nicht gewählten Volksverkäufer gegen das Interesse der Allgemeinheit beschließen. Eine sichere Pension auch für einen schlechten Präsidenten ist nicht das Schlimmste, das wir Steuerzahler finanzieren können.

  7. Unverschämtheit: dieser Selbstbedienungsladen Deutschland als Bananenrepublik für unfähige deutsche Politiker, die den Bauch nicht voll bekommen.

    Für wass bekommt Herr Wulff, 200,000 Euro bis zum Lebensende, aus Steuerngeldern !?

    • Wie herzlos war wulff als Ministerpräsident Niedersachsens als er 2004
      das Landesblindengeld mit seiner sozialen Ministerin von der Leyen
      gestrichen hat.
      Was er sich für sich erlaubt ist asozial

  8. Das Verhalten der sog. Volksvertreter, Dr. Merkel, Wulff et al
    ist eine Beleidigung für mich, die leider in diesem Land, das
    sich Deutschland nennt (BRD), geboren ist.

    Sind denn die “Deutschen” einfach nur noch dämlich, dass sie
    sich so etwas bieten lassen.

    “Sklaven für die Herrschenden!”

    Richter urteilen nur noch nach Sympathie und Bekanntheitsgrad.
    Recht und Unrecht sind sekudär. Akteneinsicht wird jederzeit
    gewährt.
    21.08.2012