" Gauck, das ist der fleischgewordene Alptraum einer freiheitlichen Fassade, hinter der in aller Ruhe die Freiheit abgebaut werden kann."
Mit Gauck wollten sie der Regierungskoalition ein Beinchen stellen. An Inhalte dieser Kandidatur hatten sie nicht gedacht. Dass der Mann zum Afghanistan-Hartz-IV-Komplex die Positionen vertrat, von denen ROT-GRÜN jetzt, in der Opposition, abgerückt war? Scheißegal. Die schwitzenden Hände der Vorfreude der beiden waren zu riechen.
Freude über das dumme Gesicht von Angela Merkel, wenn sie mit einem Kandidaten konfrontiert werden würde, der von ihrem Fleisch war: Ein DDR-Opportunist, der erst als die sozialistische Republik in den letzten Zügen lag, seinen Hang zur Opposition entdeckte. Allerdings ein Mann, der von ihr nicht einfach beherrschbar gewesen wäre.
Jetzt hat die FDP den “parteiübergreifenden” Kandidaten übernommen. Ausgerechnet jene Partei hebt Gauck auf den Schild, die mit ihrer auffälligen Klientelpolitik, mit ihrer Selbstbedienungsmentalität sogar die eigenen, nicht so zimperlichen Wähler abgestossen hat. Eine Micki-Maus-Partei, die aktuell mit nur noch drei Prozent Volksgunst auf dem Tisch tanzt, weil die Katze Angela grade mit anderem beschäftigt ist.
Bei der FDP ist Gauck richtig.
Sein dröhnendes Freiheitsgerede meint die Freiheit der Besserverdienenden. Die Freiheit, dem Pöbel seine Verachtung zu zeigen. Die Freiheit, die Empörten mit Hohn zu übergiessen. Wo Wulff das Schnäppchen jagte, wird Gauck zur Jagd auf alles blasen was links ist. Überzeugt von einer Mission, die ihn selbst als den einzig Gerechten begreift. Denn Selbstzweifel sind dem Mann, der gern in der dritten Person von sich redet, fremd. “Der Gauck hat sich noch gar nicht geäußert”, hatte er jüngst gesagt. Und gemeint: Erst wenn der Gauck sich geäußert hat, kann sein Wille geschehen.Wer waren denn die, die den Gauck bei der Präsidenten-Kür 2010 zum Kandidaten der Herzen gebrüllt hatten? Es war eine unheimliche Gang aus SPIEGEL, STERN und BILD, eine übergreifende Meinungsmaschine, deren Besitzer in den Milliardärsrängen sitzen und deren Redakteure um so vieles mehr verdienen als jenes Volk, das sie nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es die selbe Maschine war, die das Wülffchen hinweggefegt hat. Ein riesiger Apparat zum Aufspüren von geschenkten Kinderautos war unterwegs gewesen, um seinen Rücktritt zu erreichen. In einem Land, dessen Medien bis heute die korrumpierenden Kohl-Millionen unter dessen Ehrenwort nicht gefunden haben. Der kleine Wulff, er wollte es doch nur gut haben. Und auch ein bisschen gut machen: Der Islam gehöre zu Deutschland, hatte er gesagt. Ja, ist der denn verrückt, fragten die SPRINGERS und SPIEGELS. Die Zeiten werden härter, die Verteilungskämpfe werden brutaler. Haben wir denn nicht den Sarrazin vorabgedruckt, um den Deutschen die türkische Karte zu zeigen?
Dem Sarrazin, dem beamteten Rassisten, vom Bertelsmann-Konzern gehätschelt, von Talk-Show zu Talk-Show weitergerreicht, bescheinigt der Gauck Mut.
Es ist der feige Mut des Heckenschützen, der aus finanziell gepolsterter Deckung Minderheiten beschießt. Es ist der gleiche Mut, den der Herr der Stasi-Akten aufbrachte, als er entschied, welches Leben durch Akten-Veröffentlichungen denn ruiniert werden sollte. Es ist jener Mut, der ihn in den 80ern zu freundlichen Gesprächen mit der Staatssicherheit brachte. Die Stasi hatte aus diesem Dialog immerhin einen so positiven Eindruck von Gauck gewonnen, dass sie zum einen seine Bespitzelung einstellte, zum anderen erwog, ihn zum Informellen Mitarbeiter zu ernennen. Es ist diese Sorte Mut, die den Präsidenten Gauck der großen Medienkoalition so geeignet erscheinen lässt.
Heldenhaft schwätzt Gauck vom Unrecht der Vertreibung, kühn bestreitet er die Einzigartigkeit des Judenmordes, tapfer fragt er ob soziale Fürsorge nicht zur Erschlaffung führe, unverzagt stellt er sich vor den Verfassungsschutz wenn der die LINKE bespitzelt, forsch wendet er sich gegen Multi-Kulti. An Gauck ist der sprichwörtliche Mut des Radfahrers zu beobachten: Nach oben buckeln, nach unten treten.
Wer die Kommentare zur Gauck-Kandidatur wahrnimmt, muss um dessen Leben fürchten: Ein Glanz der Demokratie sei er, ein alter Adler, einer, der auf das Land losstürmt, ein Demokratie-Lehrer, ein Herzens-Präsident. Eine solche Lobesfülle kennt man eigentlich nur aus Nachrufen. Doch Gauck selbst ist der Nachruf auf die Gesellschaft wie wir sie bisher kennen. Nicht weil er persönlich über Macht verfügt. Sondern weil die, die ihn über ihre Medien in das Amt hieven, all das wollen was er ausspricht: Ein Land der kulturellen Spaltung, ein Land der sozialen Kälte, eine Relativierung des Verbrechens an den europäischen Juden und ein freundliches Verständnis für den Verfassungsschutz. Gauck, das ist der fleischgewordene Alptraum einer freiheitlichen Fassade, hinter der in aller Ruhe die Freiheit abgebaut werden kann.
DIE MÜNDLICHE FASSUNG DES ARIKELS IST HIER ZU ERREICHEN:
Ich habe Sie für viel jünger gehalten…
Vielleicht wegen der ausgeprägten Konformität in Ihrem Denken, (nach meinem subjektiven Empfinden), dass man vor allem bei gut erzogenen Jugendlichen (auch im reiferen Alter) vorfindet. Es kommt nur noch auf die “Erzieher” an, ob und wie sich die verschiedenen Muster an Konformität irgendwie voneinander unterscheiden, damit die konforme Welt etwas farbenfroh wirkt. Deswegen sind z.B. die religiösen Denkmuster im Vergleich zu den “marktwirtschaftlichen” oft sehr unterschiedlich…
Allein die Bezeichnung:
“Ausgeburt des politischen Hinterzimmers”
ist ein musterhaftes Beispiel: Sie lässt Gauck zur politischen Marionette werden.
Damit entziehen Sie ihm aber die Verantwortung für alles, was Sie an ihm kritisieren.
Das Geschwätz vom “Jüngsten Gericht” zwingt nachdenkliche Menschen dazu, über die Verantwortung etwas tiefer nachzudenken. Trägt ein Mensch, der einfach nur gruppenkonform ist – und damit höchst sozial – in einer menschlichen Gruppe gut eingebettet, wirklich die VOLLE Verantwortung dafür, was er denkt und davon abgeleitet dann auch redet und macht???
Sein Denken ist doch sehr stark durch die willige Opportunität gegenüber seinen Genossen – seiner selbstgewählten(?) Gruppe bestimmt. (Das Fragezeichnen beinhaltet die Tatsache, dass wir in eine Gruppe zuerst hineingeboren werden, oder auch hineinstürzen: Ich persönlich stand eines Tages, mit dreizehn Jahren, auf der Straße, mitten in einer Gruppe sogenannter “Asozialen”, halt etwas verwahrlosten und tendenziell kriminellen Jugendlichen. Es ich nicht mein Verdienst, dass ich durch die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen schwer zu beeinflussen bin, mein spezifischer Individualismus ist eher eine gen-technische Anomalie.)
Es dauerte sehr lange bei mir, biss ich begriffen habe, dass die Mehrheit der Menschen nur sehr wenig wirkliche Verantwortung für ihr Denken tragen kann. Die ganz normalen Menschen werden sehr stark geprägt – auch in ihrem Denken. Und sie können auf diese Prägung NULL Einfluss nehmen. Erst bei der Verarbeitung der Prägung können sie ein wenig mitreden. Oder auch etwas mehr…
Deswegen sehe ich zwischen Herrn Gauck und viele anderen, oft ganz unterschiedlichen bis gegenteiligen Menschen, keinen besonderen Unterschied. Nur die Prägungen sind unterschiedlich…
Diese prinzipielle Ähnlichkeit kommt aber vor allem und am deutlichsten bei den stolzen Musterschülern vor.
Es gibt auch Menschen, die sich ihrer Gruppe in manchen Punkten nur formal anpassen und damit für sich sehr gemütliche, auch wenn mehr oder weniger illegale FREIRÄUME schaffen.
In einer anständigen Gesellschaft sind nämlich die meisten Freiräume (z.B. für das Denken) illegal. Und welche Gesellschaft hält sich nicht für anständig???
Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über den Präsidentschaftskandidaten Gauck.
Gauck haftet nun mal ein Geschmäckle an. Warum ließ er zu, dass er – wie mancheiner unterdessen meint – missverstanden werden kann?
Ob ihn das Amt so zurecht schleifen wird, dass er die Vorbehalte gegen ihn vergessen machen kann, wird die Zukunft zeigen.
Aber – ach all Ihr lieben Lämmer und Lämmchen, grämt Euch nicht wegen dem ungewaschenen Herrn Gauck, dem neuen Bundespräsidenten, nein, – seid weiter schön brav, denn sehet wir, die politische Schauspieltruppe, wir ausschließlich dem Volkswillen dienenden Lobbyisten, – wir Wirtschaftsanalysten, – wir die bigotten und klerikalen Printmedien, – wir die stets korrekt informierenden Fernsehtussis, aber auch wir Testoron gesteuerten Klugscheisser mit Eiern groß wie Tennisbälle, auch Talkshowmoderatoren oder Ankerman genannt, all wir Fernsehschaffenden, – wir versprechen, – wir führen Euch auf saftige Wiesen, auf grüne Auen, – oder an die Klippen der Lemminge!
Willkommen in einem Land in dem Milch und Honig fließen, in einem Land, in dem es angeblich immer mehr Menschen immer besser geht. Willkommen in einem Land, in dem Armut und die Arbeitslosigkeit nicht mehr als gesellschaftliches Problem, sondern als individuelles Schicksal angesehen wird.
Willkommen in einem Land, in dem der Staat sich mehr und mehr aus der gesellschaftlichen Verantwortung zurück zieht, einem Land in dem Armut, Obdachlosigkeit, Suppenküchen und die Tafeln einem boomenden Markt zugeordnet werden müssen, in dem sich die Big Bosse und die Finanzjongleure stets mit äusserster Sorgfalt um die wachsende Ungleichheit in der Verteilung gesellschaftlichen Reichtums kümmern.
Willkommen in einem Land, in dem täglich die Neuigkeiten aus aller Welt verkündet werden, die uns dann von den Desinformationsmaschinen der Printmedien, der Sprachkünstler aus Rundfunk und Fernsehen als göttliches Manna verkauft werden. Willkommen in einem Land, in dem man den total orientierungslosen, desinteressierten schweigenden Lämmern die Hucke voll lügt.
Willkommen im Land der Dichter und Denker, – willkommen im Wirtschaftswunderland im Land des Exportweltmeisters, im Land der sozialen Marktwirtschaft, der Medienkartelle, willkommen im Land der schweigenden Lämmer, willkommen in „good old germany“.
Herrn Gellermann möchte ich Danke für den obigen Artikel sagen.
Auch die “Lämmer” sind unzufrieden. Die “Lämmer” sind sogar genauso ratlos wie Herr Uli Gellermann oder ein strahlender @ scheinwerfer. Sie sind es nur ein wenig anders, weil sich der Individualismus immer mehr verbreitet.
Deswegen muss sich jeder Ziegenbock in einer Schafherde ziemlich einsam fühlen – er ist nun mal ein wenig anders. Und auch wenn er jede seine Aussage vorher bedächtig zweimal kaut, wie es auch zum Beispiel die Wiederkäuer machen, auch „dummes Vieh“ genannt, oder wenn er aufgeregt mit seinen Hörner gegen eine Wand prallt, wie es auch dem Schaf oft passiert, er ist trotzdem ein wenig anders.
Deswegen kommen die Schafe und die Ziegenbewegung nicht zusammen, um GEMEINSAM die Mächtigen in die Schranken zu weisen, zum Beispiel durch die Verabschiedung einer Verfassung der freien Haustiere, dank der sie dann womöglich gar keinen Präsidenten oder Hirten brauchen.
Nein, die Vorurteile zwischen den Ziegen und den Schafen sind einfach zu groß, sie finden unendliche Gründe dafür, um sich gegenseitig zu verachten und parallel dazu ganz eigene bis eigenartige Kulturen zu pflegen.
“Teile und herrsche”, das wird den Machtsüchtigen empfohlen.
Die Haustiere dürfen sich nicht in verschiedene Grüppchen teilen, wenn sie auf der Erde endlich herrschen wollen! Um dadurch die Menschen bei dieser schwierigen Aufgabe endlich abzulösen.
Lieber Scheinwerfer,
es war mir ein Vergnügen.
Mit der Bitte, weiter Schen zu werfen
Uli Gellermann
Meine Empfehlung ,
Offene Petition/Nein Zu Joachim Gauck
http://openpetition.de/petition/kommentare/nein-zu-joachim-gauck
Ein sehr Guter Artikel und so wahrheitstreu ich bin beeindruckt.
Den „Gauck“ haben wir wahrlich nicht verdient.
Bürgerrechtler der letzten Stunde oder war es Minute?
Es ist leider schon 22 Jahre her das Gedächtnis lässt mit dem Alter nach aber wozu haben wir ja das Internet Google und Wikipedia gelle.
Und nicht zu vergessen die freien Blogs und Foren.
Übrigens soll die Akte von Gauck verschwunden sein na so was aber auch.
Gute Mitarbeiter und die sollen auch noch entlassen werden sagt Jan, das geht ja nun gar nicht. Oder doch?
Wollen wir nur hoffen dass nicht noch ein Zapfen gestreichelt wird.