LEBEN

Obdachloser Max Bryan: Von der Straße zum Film

Der Obdachlose Max Bryan, der auf der Suche nach einer für ihn bezahlbaren Wohnung mit seinem Fahrrad 1000 Kilometer durch Deutschland fuhr, hat ein Filmangebot erhalten. Der Hamburger Produzent Tamo Kunz will das Videotagebuch des ehemaligen Obdachlosen sichten und Teile daraus in einem Film verwenden.

Bryan, der inzwischen auf einem Gartenhof in der Nähe von Frankfurt/M. lebt, traf Kunz per Zufall auf seinem Weg zum Schlafplatz im Hamburger Hafen. Nach einer Wegbeschreibung lud Kunz den Obdachlosen zum Essen ein und machte ihm ein Angebot, nachdem er seine Kamera entdeckte.

Das Thema sei “spannend” und eventuell könne man “einen Film daraus machen”, sagt Kunz. Bryan, der anfangs gar nicht vor hatte das Material zu veröffentlichen, freut sich über das unerwartete Interesse an seinen Bildern und betont auch sein Glück in dieser Sache. Max Bryan war zwei Jahre obdachlos.

Quelle: http://www.telenewsnet.com

Agentur-Informationen zu Folge sichtet der Hamburger Produktions-Designer Tamo Kunz derzeit das komplette Videotagebuch des ehemaligen Obdachlosen Max Bryan und nicht auszuschließen, dass daraus tatsächlich ein Film entsteht. Kunz hat früher schon für Fatih Akin und zuletzt auch für den Hamburger “Tatort” gearbeitet. Gute Aussichten also, dass die Zusammenarbeit Erfolg hat und es wäre nicht das erste Mal, dass ein Mann von der Straße auf diesem Wege entdeckt und gefördert wird.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/videotagebuch/445182512166336

Vor Jahren schon sorgte ein ähnlicher Fall aus den USA weltweit für Schlagzeilen, als ein obdachloser Radio-Moderator nach Alkohol und Sauf-Exzessen seinen Job verlor und schließlich auf der Straße landete. Dort fand ihn ein Mann vom Radio und entdeckte ungeahnte Talente im Obdachlosen.

Hier Bilder vom Januar 2011:

(Obdachloser Ted Williams)

Journalisten verbreiteten die Geschichte und 11 Millionen Klicks später hatte der Mann wieder einen Job und lebt seither ein zufriedenes Leben.

Ob es unserem Max Bryan genauso geht, kann niemand vorhersagen. Eigene Spuren hat er längst gesetzt. Denn anders als sein amerikanisches Pendant wartete Bryan nicht auf Erlösung durch Dritte, sondern tat selbst etwas, um sich aus der misslichen Lage zu befreien. Bryan fuhr 1000 Kilometer mit dem Fahrrad in der Hoffnung eine Wohnung zu finden, was ihm nach 4 Monaten Radreise auch gelang. Bryan lebt heute auf einem Gartenhof nahe seiner ehemaligen Heimatstadt Bad Nauheim, rund 40 km nördlich von Frankfurt am Main und er hat Talent. Unter dem Titel “Helfen zu verstehen” veröffentlichte Bryan erst gestern eine Audio-Botschaft in überraschender Qualität.

Reinhören:

Darin spricht Bryan auch über seine Zeit in Hamburg und die Entstehung seines Videotagebuchs, mit dem er künftig auch anderen Menschen in selber Situation helfen will.

Foto: Facebook / Max Bryan

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