Gedanken zum BILD-Jubiläum

BILD-Verweigerer können zu “richtiger” Zeitung kommen

BILD wollte am vergangenen Samstag 41 Millionen Haushalte mit ihrer Jubiläumszeitung “zwangsbeglücken”. 235.000 reichten Widerspruch bei Springer ein. Dafür erhielten sie Post von “Axel Springer”: Einen roten Umschlag. Damit kann nun, wer Glück hat, ein Geschenk-Abo für eine Qualitätszeitung gewinnen.

In der Schulzeit wurde einem zuweilen schon einmal Angst gemacht. Angst vor einem „Blauen Brief“. Welchen die Schuldirektion an die Eltern schicken würde, wenn die eigene Schulleistung nicht den Erwartungen entsprach. Man womöglich „versetzungsgefährdet“ war. Oder man sozusagen wegen fortgesetzt unternommener Disziplinlosigkeiten dem Fass den Boden ausgeschlagen hatte. Nun, ich war zwar beileibe kein Musterschüler – dass meine Eltern jedoch jemals einen „Blauen Brief“ von der Schuldirektion erhalten hätten, ist mir nicht erinnerlich…

Roter Umschlag für BILD-Verweigerer

Am vergangenen Sonnabend – Jahrzehnte nach meinem Schulabschluss – kam es aber nun ganz dicke: Ein dicker roter DIN A 4 – Umschlag schaute aus meinem Briefkasten! Der Schreck darüber blieb allerdings aus. Ich hatte mit dem „Roten Brief“ gerechnet. Wie nämlich das Kampagne-Netzwerk Campact vermeldet hatte, war letzte Woche durchgesickert, dass die Axel-Springer-AG ihre Pläne zum 60. Jubiläum der Bild tatsächlich wahr macht: Am Samstag, dem 23. Juni 2012 sollten „alle rund 41 Millionen Haushalte in Deutschland mit einer Bild-Jubiläumsausgabe zwangsbeglückt“ werden. „Die Briefträger/innen der Deutschen Post mussten schließlich informiert werden – denn sie“ sollten an diesem Tag „in jeden Briefkasten ein Exemplar des Blattes stecken“.Als “Signal” diente der an die BILD-Verweigerer adressierte rote Umschlag.

Mein „Briefkasten und über 235.000 weitere“ blieben „von Deutschlands meist gerügtem Presseerzeugnis verschont“ (Campact). Wir alle hatten der Bild eine Absage erteilt und der ungefragten Zustellung widersprochen. Um das auch noch extra der Briefträgerin augenfällig zu bedeuten, hatte ich mir von den NachDenkSeiten einen BILD abweisenden Aufkleber heruntergeladen und auf die Briefkastentür gepappt. Post von BILD freilich bekam ich trotzdem: Statt der Bild-Zeitung sendete der Verlag mir einen großen, roten Umschlag. Pfiffig von Axel-Springer-Leuten: So konnten die Briefträger/innen erkennen, wer das Blatt bekommen soll und wer nicht.

dem mit „Mit freundlichen Grüßen Axel Springer Verlagsservice“ maschinell unterschriebenen Brief (siehe Artikel-Photo oben) hieß es auf schweren weißem Karton u.a. : „Ihrem Widerspruch gegen die heutige Zustellung einer kostenlosen Jubiläums-Ausgabe der BILD-Zeitung entsprechend haben wir sichergestellt, dass Sie kein Exemplar erhalten.“ Danke BILD, dafür!

Studie: BILD keine richtige Zeitung

Manfred Krug als Tatort-Hauptkommissar Stoever nannte das Blatt angewidert immer mal wieder Blöd-Zeitung. Damit ist auch ziemlich genau das umschrieben, was ich von dem Blatt halte: Es ist – wenn nicht ein kluger, allseits informierter, zum Zweifeln und Hinterfragen fähige Kopf dahintersteckt – dazu geeignet, als mediales Verdummungs- und Ablenkungsorgan zu wirken. In diesem Sinne ist BILD auch gar keine „richtige“ Zeitung. Sondern, wie der Wissenschaftler Hans-Jürgen Arlt und der Journalist Wolfgang Storz in einer Studie feststellten, inszeniere sich nur so, um Geschäfte zu machen. Auch NachDenkSeiten-Mitherausgeber Albrecht Müller dürfte mit seiner Einschätzung dieser Zeitungsmogelpackung nicht falsch liegen. Für ihn betreibt BILD vor allem „Kampagne-Journalismus“ und damit nicht zuletzt „Meinungsmache“.

Was für BILD zählt

Darüber hinaus war und ist BILD-Zeitungsjournalismus oft abstoßend und widerlich. Nicht für den deutschen Stammtisch und die „Dummbrumms“ (eine Begriffskreation des auch auf RE schreibenden „scheinwerfer“) dieser Republik. Dieser und jene dürften sich über übelste Griechenland-Hetze Schenkel klatschend, freuen, um sich hernach selbst Hass versprühend an so etwas zu delektieren und in bierseliger Stimmung amüsiert herumbrüllend auf den Biertisch herumpatschen. Wer jedoch selbst einmal in die BILD-Maschinerie geraten oder  gar deren Opfer geworden ist, wird gewiss andere Empfindungen haben. Ich persönlich erinnere mich an den reißerischen Bericht über den Selbstmord eines Kollegen.  Der hatte sich aufgrund  von schwerwiegenden persönlichen Gründen durch einen Sprung aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung in den Tod gestürzt. Zwei Kinder und eine Ehefrau hinterlassend. Hier wie bei anderen dieser bluttriefenden Storys zählte und zählt für BILD niemals Menschlichkeit und Mitgefühl, sondern das was Kasse macht. Natürlich, auch dies hier stimmt: BILD kann seine schmierigen Hände in blutiger Unschuld waschen. Gäbe es keine voyeristisch veranlagten Leser für solche Storys, BILD wäre schon längst Geschichte. Immerhin: Die BILD-Leserschaft reduziert sich beständig.

Ein letzter Grund

Also, es stand fest: Ich wollte keine BILD. Hätte ich mich dennoch zuvor für die BILD-Jubiläumsausgabe entschieden, wäre ich spätestens dann wie das berühmte HB-Männchen in die Luft gegangen, als BILD das hier titelte: „Schwarz-Rot-Geil! 1. Heimspiel in Danzig“ (via jensbest auf Twitter). Reicht es nicht schon, dass die meisten deutschen Medien ständig die deutschen Namen polnischer Städte des Jahres 2012 zackig im Munde führen, bzw. auf die Zeitungsseiten hauen? Ich kann mir nicht helfen: Wenn auch kein böser Gedanke dahintersteckte, kann sich in aus guten Grund empfindlichen Nasen der Geruch von Revanchismus ausbreiten. Wenn BILD dann auch noch Äußerungen vom „Heimspiel“ in Danzig aufgreift und ins Blatt drucken lässt, so ist das verdammt instinktlos und zeugt auch von Geschichtsvergessenheit. Mag das Wort „Heimspiel“ auch im Zusammenhang damit entstanden sein, dass die deutsche Mannschaft ihr Quartier in Gdansk hatte und eben auch dort gegen Griechenland spielte – indes: Eine Redaktion hätte viel Fingerspitzengefühl bewiesen, wäre dieses „Heimspiel“ im Text getilgt worden. Nun ja …

Roter Brief“ gegen Qualitätsjournalismus – Eine Tombola

Wie Campact mitteilte, haben sich BILD-Jubliläumszeitungs-Verweigerer auch über den roten Umschlag geärgert, welchen sie am 23. Juni in ihrem Briefkasten fanden. Campact hat durch einen Rechtsbeistand prüfen lassen, ob man auch gegen die Zusendung des „Roten Briefs“ vorgehen könne. Dieser meint, die Zusendung ist wohl juristisch wasserdicht. Warum sich auch darüber aufregen? Warum päpstlicher sein als der Papst? Campact schlägt allen, welche den „Roten Brief“ bekommen haben, Folgendes vor: Sie können etwas mit ihm gewinnen: „Schicken Sie uns Ihren original roten “Verweigerer-Umschlag” frankiert und mit einem ausgefüllten Tombola-Los bis zum 2. Juli (Poststempel) zu! Unter allen Umschlägen, die bis dahin bei uns eingegangen sind, verlosen wir fünf Geschenk-Abonnements – von verschiedenen überregionalen Tageszeitungen, die im Gegensatz zur Bild für Qualitätsjournalismus stehen. Machen Sie mit bei unserer Umschlag-Tombola!
Tombola-Los herunterladen, abschicken und Geschenk-Abo gewinnen!
Mehr Infos zur Tombola finden Sie hier.

Frei-BILD?

Wie ich im Kollegenkreis erfuhr, wusstenViele gar nicht, dass man die Annahme der BILD-Jubiläumsausgabe auch hätte verweigern können. Angeblich hat sie deshalb manch Mitmensch am Sonnabend sofort vom Briefkasten in die Papiertonne befördert. Oder in Wirklichkeit (für später?) irgendwo im Haushalt verstaut? Sei’s drum.

Aber BILD wäre nicht BILD, wenn sie zwar vielleicht nicht unbedingt Lügen, sondern stattdessen etwas weglassen würde, das eigentlich zur ohnehin nicht immer objektiv greifbaren Wahrheit hinzu gehörte. Hauptsache, nichts läuft den Interessen (Umsatz) des Springer-Verlags zuwider. Die gewohnt monströs fette Schlagzeile auf der Frontseite der BILD-Jubiläumsausgabe, behauptete: „Frei-BILD für alle!“

Die NachDenkSeiten hatten bereits im April darauf hingewiesen, dass die am Samstag verteilte „Gratisausgabe“ der BILD kein Geschenk des Springer-Verlags ist“, schreibt Jens Berger heute auf dieser Seite. „Einem Imageprospekt [PDF - 520 KB] für potentielle Werbekunden zufolge, verlangte der Springer-Verlag für eine Seite Werbung den stolzen Preis von vier Millionen Euro. Insgesamt dürfte die BILD mit ihrer „Gratisausgabe“ mehr als dreißig Millionen Euro Werbeeinnahmen realisiert haben.

Die Marketingausgaben der werbetreibenden Unternehmen gehen natürlich in voller Höhe in den Endkundenpreis der beworbenen Produkte und Dienstleistungen mit ein. Im Endeffekt zahlen Sie als Kunde der beworbenen Produkte demnach die gänzlich eigennützige „Gratisaktion“ der BILD-Zeitung. Wer sich zu Recht darüber ärgert und es ablehnt, über die Ladenkasse indirekt auch Springers gigantische PR- und Volksverdummungsaktion zu bezahlen, der sollte sich ernsthaft überlegen, ob er die werbetreibenden Unternehmen auch weiterhin als Kunde unterstützten will. Da hoffentlich viele unserer Leser die Annahme der BILD verweigert haben [*], haben wir uns die Mühe gemacht, die Sponsoren der BILD-Sonderausgabe für Sie ausfindig zu machen:

1 Seite (kostet laut Imageprospekt 4,0 Mio. Euro):

  • Media Markt (Einzelhandel)
  • Lidl (Einzelhandel)
  • DHL (Paketdienstleister)
  • C&A (Einzelhandel)

1/2 Seite (kostet laut Imageprospekt 2,2 Mio. Euro):

  • Opel (Automobilhersteller)
  • Volkswagen (Automobilhersteller)
  • Deutsche Telekom (Telekommunikation)
  • Haribo (Süßwaren)
  • Vodafone (Telekommunikation)

1/4 Seite und Streifen (der VIP-Streifen kostet laut Imageprospekt 1,3 Mio. Euro):

  • Sky (TV-Anbieter) (2x)
  • Volkswagen (Automobilhersteller) (2x)
  • DHL (Paketdienstleister) (2x)
  • O2 (Telekommunikation)
  • A.T.U. (Automobilwerkstatt)“ (Quelle: NachDenkSeiten, Jens Berger)

 

Sechzig Jahre BILD-Zeitung. Ein Grund zum Feiern?

Das Blatt ist sich treu geblieben. Die Einen konsumieren es und lassen sich durch BILD ihre Vorurteile – ihr Weltbild – bestätigen. BILD, wenn Sie so wollen: als eine Art Lebenshilfe. Um nicht zu bemerken, wie man von Kapital und Regierung hinter die Fichte geführt wird. BILD sucht für möglichst Viele die „richtige“ Meinung und zeigt auf, wogegen man sein soll. Oder wofür. Damals gegen den vermeintlichen Schmarotzer „Florida-Rolf“. Dann für „Wir sind Papst“. Heute gegen die „Faulen Griechen“, denen „wir“ angeblich immer mehr Geld in den Rachen werfen. BILD „Berät“ die Leser auch in puncto Rente und empfiehlt z. B.  die VolksRente. Anstelle der Gesetzlichen Rentenversicherung den Rücken  zu stärken. BILD und ging es auch noch so grobschlächtig zu Werke, hat immer ein feines Händchen bewiesen: Die Masse erreichen und möglichst viel Profit dabei machen. Den Hass, den BILD nahezu täglich verbreitet, haben andere, die das Blatt nicht einmal geschenkt haben wollen, auf diese Nicht-Zeitung. Nichts Neues in Deutschland. Immerhin sagten 235.000 Menschen hierzulande „BILD-Jubiläumsausgabe? Nein, danke! Ein winziger Hoffnungsschimmer, mag mancher da denken. Schließlich hatten Millionen anderer offenbar nichts gegen die vermeintliche „Gratis“-Zeitung. Oder sie waren zu faul zum Neinsagen, bzw. wussten nichts über die Möglichkeit des Widerspruchs. Sagt diese Tatsache nicht auch viel über unsere Gesellschaft aus? Was ist das für ein Deutschland, das es sechzig Jahre mit BILD aushielt? Was ist von einem angeblich sozialdemokratischen Bundeskanzler Gerhard Schröder zu halten, der tönte, zum Regieren nur BILD, BamS und Glotze zu brauchen?-  Darüber mögen Sozialwissenschaftler forschen. Wie bereits erwähnt: Der Absatz der BILD-Zeitung sinkt. Wird BILD von ihren  Lesern irgendwann einen “Blauen Brief” erhalten, vor dem uns Schulkindern einst Angst gemacht wurde?  Oder steht uns fürderhin sogar noch ein 120-jähriges Jubiläum der BILD ins Haus?  Ich werde es ohnehin nicht mehr erleben müssen ...

Photo (2): C.-D. Stille

 


Kommentare

Dieser Artikel hat 7 Kommentare.

  1. @ C.D. Stille

    Ich habe über Campact der Bildzeitung mitgeteilt, dass ich keine Bild-Jubiläumsausgabe wünsche! Auf meinem Briefkasten klebt zusätzlich ein Aufkleber, dass ich keine Werbung wünsche. Vorgestern in meinem Briefkasten fand sich dann auch ein roter Umschlag, dass die Bild-Zeitung meinen Wunsch akzeptiert, mir keine Juiläumsausgabe zuzustellen. Daneben lag dann jedoch zusätzlich – die Jubiläumsausgabe der Bild-Zeitung -.

    Ich finde das schon dreist und fühle mich von der Bild-Zeitung genötigt!

  2. @Thorsten Seifert: Dreist ist nun mal der zweite Name von BILD. Man kann eigentlich nur dagegen vorgehen, wenn die Zeitung trotz Widerspruch (ging der auch an den Springer Verlag?) im Briefkasten war. Auf den NachDenkSeiten ist ein Photo von einem Leser: Am Kasten ist der BILD abweisende Aufkleber, daneben steckt die BILD im Schlitz!
    Sicher waren hier auch die Postzusteller teilweise überfordert bzw. genervt. Sie wurden ja für die Werbeaktion der BILD gewissermaßen missbraucht, bzw. benutzt …

  3. Von einer Facebook-Freundin bekam ich eine tolle Bildzeitungs-Persiflage. Ich möchte sie den Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Mit freundlicher Genehmigung von Helene von Kolontay stelle ich sie hier zur Lektüre ein. Sie hat die Persiflage zusammen mit ihren Freundinnen (die im Anschluss namentlich genannt werden) im Alter von 17 Jahren geschrieben. Viel Spass beim Lesen!

    Helene von Kolontay 25. Juni 17:10
    Betr.: Bildzeitung

    Hallo Claus-Dieter,

    hier zum Thema Bild-Zeitung eine Persiflage, die ich im Alter von 17 Jahren zusammen mit meinen beiden Freundinnen Birgit Höhmann und Ulla Thiele (beide inzwischen verstorben) aus Überschriften der Zeitung verfaßt habe. Mit Hinweis auf die Verfasser kann diese auch gerne weiterverbreitet werden.

    Die Bildzeitung für 10 Pfennig

    Willst du das Zeitgeschehen erfassen, dich bestens unterrichten lassen,
    dann kauf dir statt ner Chesterfield lieber ´ne 10 – Pfennig Bild.
    „Menschenmord im Schneegestöber, Rattengift in Gänseleber!
    14 Tote – Zug entgleist; Adenauer abgereist.
    Gattenmord in Ehebett; Verbrennungstod im Nierenfett!
    Einbruchdiebstahl in WC; Schwein ertrank im Bodensee.
    Bäcker fiel in Jauchegrube; Schlägerei in Bauernstube.
    Untermieter totgeschlagen – Täter floh im Kinderwagen!“

    Zweieinhalbmillionen Leser, von der Donau bis zur Weser,
    Vater, Mutter, Greis und Knabe warten auf die Bild – Ausgabe.
    „Hund biß Kind aus Eifersucht; Raubmörder ergriff die Flucht.
    Mann fiel in die Melkmaschine; Keilerei in Werkskantine.
    Greis ein Auge ausgeschlagen; Eisenhower hat’s am Magen!
    Polizei verfolgt Sadist; Bauernbursche warf mit Mist.
    Mäusegift im Kuchenteig – Angeklagter wurde weich:
    Riesensummen unterschlagen; Kronjuwelen im Mantelkragen!“

    Hat der Leser dies erfahren, schlägt es ihm gleich auf den Magen.
    Diese Dinge, die passieren, bringen ihn zum fantasieren;
    Hinter Bäumen, Hecken, Mauern sieht er Mörder, die da lauern
    Und ihn mit Messern, Dolch, Pistolen ihn ins Reich der Träume holen.
    Doch am nächsten Morgen dann schafft er gleich `ne Bild sich an
    Um etwas für die Bild-ung zu tun und danach sich auszuruh’n.
    Und er denkt, er sei gescheiter, geht es doch gleich wieder weiter.

    „Kind im Walde ausgesetzt; Amokläufer wird gehetzt.
    Liebespärchen nicht mehr sicher; aus dem Grab erscholl Gekicher.
    Explosion im Eisenwerk, Frau geklaut und nicht gemerkt.
    Überfall auf alte Frau; im Bundestag ist groß Radau.
    Große Konferenz bei Nasser; in die Milch muß noch mehr Wasser.
    Großalarm bei Polizei; Huhn legt 2 Pfund schweres Ei!
    Drohbrief an die Tür geklebt; nach dem Tode noch gelebt.
    England’s Frauen sind gut dran – kriegen Kinder ohne Mann!
    Ehedrama im Tumult; Bombe auf dem Lehrerpult.“

    Von der Zeitung fließt das Blut, aber trotzdem B i l d i s t g u t !!!!

  4. Gab es denn wirklich eine Auflage von 41 Millionen Exemplaren? Soweit ich das gesehen habe, hatte niemand in unserem Mehrfamilienhaus eine Gratis-Bild im Briefkasten. Ich hatte verweigert und hatte weder eine Bild noch einen roten Umschlag. Also auch hier wieder: Mehr Dichtung als Wahrheit von Seiten der Bild-Zeitung.

  5. Wenn das Schmierblatt behauptet, alle Haushalte beliefert zu haben, lügt es ein weiteres Mal. In meinem Haus – drei Klingelknöpfe/Postkästen – lag nicht eine einzige Zeitung dieser Machart. Oder ahnte Friede, dass dieses Schmutzblatt ungelesen in der blauen Papiertonne, direkt vor dem Eingang, gelandet wäre? Oder hat gar der Zeitungsträger diese Ansammlung von gequirltem Mist direkt in dieser blauen Tonne entsorgt? Nun ist es eh zu spät, nachzuschauen, der Mist landet irgendwo in der Papierverwertung und wird demnächst als Kopierpapier in meinem Laserdrucker landen. Bei diesem Gedanken wird mir ganz schlecht.

  6. Pingback: Springer, Post und Pannen: Warum die Bild-Kampagne trotzdem ein Erfolg war | Campact Blog

  7. 4715 Tonnen Papier für den Müll. ca. 250 Sattelzüge . Ohne Sicherheitsabstand ca 1km hintereinandergereiht. Und das.zusätzlich zu dem allwöchentlichen Werbemüll. Geil . Es lebe (T)eutschland !