JUGENDKULTUR

Local Heroes Bayern – Das sind die Teilnehmer des Landesfinales 2012

Feierlaune bei der Musikinitiative Hammelburg e.V.: Binnen einer Woche haben zehn Juroren aus Musik, Presse und der Veranstaltungsbranche aus den zuvor gewählten Top 20-Kandidaten für das Landesfinale „local heroes Bayern“ am 1. September im Wasserhaus ihre Favoriten bestimmt. Die jetzt ermittelten sechs Finalbands stehen stellvertretend für das breite musikalische Spektrum, das der Freistaat im Moment zu bieten hat. Hinsichtlich des Finales am 3. November in Salzwedel sind die Organisatoren sehr guter Dinge.

Sie heißen Chinese Silk and Videotape, A Tale of Golden Keys, Tending to Huey, Famarama, Nump und schließlich Hyrax und kommen aus Schwabach, Würzburg, Aschaffenburg, München und Heroldsberg. Gemeinsam stellen sie die Quintessenz aus über 50 eingegangenen Nominierungen von Aschaffenburg bis Freising. Sie dürfen bereits in gut einem Monat um den Titel „local heroes Bayern“ kämpfen und im Wasserhaus der Musikinitiative Hammelburg e.V. unter Beweis stellen, dass sie auch das Zeug haben, um im kommenden Herbst die nationale Konkurrenz weit in den Schatten zu stellen.

Bands und Anhänger feiern die Top 20 auf Facebook

Zuletzt ging es in der Musikini Schlag auf Schlag. Erst vor gut einer Woche wurden die heißesten Kandidaten für das Landesfinale des größten nicht-kommerziellen Nachwuchs-Wettbewerbs Deutschlands bekannt gegeben. Und schon da zeichnete sich ab: Bayern ist musikalisch breit gefächert. Electro, Rock, HipHop und vieles mehr fand Eingang in die Top 20-Liste, die im Internet von den Bands als auch ihren Anhängern mit Begeisterung aufgenommen wurde. Über Facebook sprachen sich die User für ihre Favoriten aus. Doch bevor sie im Landesfinale mit einem Stimmgewicht von 40:60 erneut zum Zug kommen, war nun erst einmal eine Fachjury gefragt.

Spontan hatten zehn namhafte Experten aus der Musik-, Medien- und Veranstaltungsbranche zugesagt, die Top 20 der Musikini näher unter die Lupe zu nehmen. Mit ihnen tauschen wollen hätten die Organisatoren des Landesfinal-Entscheids am 1. September auf gar keinen Fall: „Das wird keine leichte Aufgabe. Die letzten 20 sind musikalisch sehr vielfältig und jede für sich hat ihren eigenen Reiz. Da hilft nur ein objektiver Kriterienkatalog“, fasste Dani Strassner, Mitglied im Arbeitskreis „local heroes Bayern“, die Herausforderung im Vorfeld zusammen.

Fach-Jury ist sich teils alles andere als einig

Und sie sollte Recht behalten. Die 20 ausgewählten Formationen polarisierten. „Es war spannend bis zur letzten Minute“, so Strassner nach Eingang der letzten Wertung, die via Schulnoten-System erfolgt war. Wurde eine Band von einem Juror ganz vorne im Feld angesiedelt, konnte sie bei einem anderen nur bedingt punkten – ganz so wie es eben auch im local heroes-Bundesfinale oder anderen Musik-Gremien nicht selten der Fall wäre. Die Meinungen gingen teils stark auseinander. Zu gern, verrät sie auch im Namen ihrer Mitstreiter, hätten sie bei dem ein oder anderen Mäuschen gespielt. „Diese ‘Diskussion’ in den eingegangenen Jury-Wertungen ist durchaus gewollt“, erklärt Dani Strassner weiter. Die vielen unterschiedlichen Perspektiven, die die Jury repräsentiere, stellten nach Ansicht des Arbeitskreises sicher, dass das Resultat am Ende so objektiv wie möglich ausfallen würde und keine einseitige Sichtweise über die allesamt vielversprechenden Kandidaten hereinbräche.

„Ich bin erfreut über all die guten Songs. Die Bewertung fiel mir nicht leicht. So gut wie jede Band hat interessante Merkmale, angefangen beim Songwriting, der Produktion, ihrem Charisma bis hin zur Präsentation der Videos und Webseiten“, fasst etwa der Bamberger HipHop-Producer und DJ  Alexander Döbereiner alias Scratch Dee (Pyromusic) seine Eindrücke zusammen. „Ich habe versucht daraus einen bewertbaren Gesamteindruck zu gewinnen. Meine persönlichen Vorlieben konnte ich relativ einfach ausschließen, da (leider) kein Reggae, Rap und EDM in der Vorauswahl zu finden war. So vergab ich überwiegend gute Noten.“ Einser, so merkt er jedoch an, seien leider nicht dabei gewesen. Viele Bands könnten zwar in ihrem Genre glänzen, ihm persönlich hätte es aber etwas an Innovation gefehlt, gibt er schon jetzt einen ersten gut gemeinten Rat mit auf den Weg. Seine Vorfreude auf den ersten September kann das allerdings nicht trüben. Schon jetzt hat er der Musikini, wie auch einige andere Kollegen, seine weitere Unterstützung zugesagt und wird in der Landesfinal-Jury mitwirken. „Ich freue mich auf die Liveshows der Top 6 und bin mir sicher, dass die Entscheidung dann noch schwieriger wird. Es sei denn, jemand bringt die Hypnosekröte mit.“

Musikalischer Nachwuchs in Bayern wird hochgeschätzt

Neben  Alexander Döbereiner gilt der Dank der Musikini noch einer ganzen Reihe weiterer fleißiger Jury-Mitglieder, die sich teils zwischen Hochzeitsvorbereitungen, ihrem anstrengenden Studio- bzw. Arbeitsalltag oder auch noch kurz vor dem Start in die Ferien nicht lumpen ließen und die Hammelburger bereitwillig bei ihrer Wahl der Top 6 unterstützten. Mit dabei waren: Steffi Groß von der MainPop Geschäftsstelle, Jürgen Daßing vom Tonstudio Würzburg, Joachim Schulz von inConerts/tunefish entertainment Würzburg, Anwältin Pia Löffler von der Kanzlei Pia Löffler mit Schwerpunkt Musikrecht, Ralf Duggen, Mitbegründer des U&D Würzburg, Michael Teilkemeier, Projektleiter des PopCamp – Meisterkurs für Populäre Musik des Deutschen Musikrats, Radiomoderator Martin Dorn von 89.0 RTL, Dieter Herker, Projektleiter local heroes und schließlich Bankdirektor Bernd Bindrum, Raiffeisenbank Hammelburg, die die Musikini darüber hinaus mit insgesamt 1250 Euro an zweckgebundenen Preisgeldern für das Landesfinale unterstützt.

„Mit dieser Auswahl können wir uns wirklich sehen lassen“, freut sich der Arbeitskreis nun über die Entscheidung, die durchwegs optimistisch für das Bundesfinale stimmt. „Alle Juroren haben ihren Job ausgesprochen ernst genommen und sich in der Kürze der Zeit intensiv mit den Kandidaten befasst. Dafür danken wir ihnen außerordentlich. Mit so viel Zuspruch hätten wir nicht gerechnet. Er zeigt uns aber welchen Stellenwert nicht nur die Musikini und local heroes, sondern vor allem der musikalische Nachwuchs in Bayern nach wie vor hat.“

Hier die Landesfinal-Kandidaten noch einmal im Überblick:

1. Chinese Silk and Videotape (Synthie Pop/Rock aus München)
2. A Tale of Golden Keys (Progressive Indie Pop aus Schwabach)
3. Tending to Huey (Next Level Pop aus Würzburg)
4. Famarama (Akkustik-Musik aus Aschaffenburg)
5. Nump (Alternative Metal aus Würzburg)
6. Hyrax (Groovemetal aus Heroldsberg)

Hier werden die Sechs noch einmal auf Facebook vorgestellt!

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