KOMMENTAR

Zensur? Regierung soll Armutsbericht «geschönt» haben

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat die Bundesregierung den Armutsbericht 2012 “geschönt”, wonach besonders kritische Aussagen zur Lohnentwicklung sowie zu ungleich verteiltem Privatvermögen entweder gestrichen oder stark abgemildert wurden.

So fehle in der überarbeiteten Fassung vom 21. November die Formulierung: “Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt”. In der ursprünglichen Erstfassung des Berichts war die Formulierung noch enthalten.

Im Jahr 2010 arbeiteten mehr als vier Millionen Menschen für weniger als sieben Euro die Stunde. Auch diese Information wurde aus dem Bericht gestrichen. Die Opposition zeigte sich empört. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hingegen hält die Streichungen für einen “ganz normalen Vorgang”.

Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/armutsbericht-bundesregierung-aenderungen

(VL) Die erste Fassung des Berichts wurde übrigens von Ursula von der Leyen (CDU) geschrieben und dann im September den entsprechenden Ressorts vorgelegt. Bereits zu diesem Zeitpunkt habe es Streit über den Inhalt des Textes gegeben, war die Wortwahl zu ehrlich?

Mal im ernst, wünschen wir uns nicht alle endlich mal Leute in der Politik, die Tacheles reden? Vielleicht so wie die hier? www.youtube.com/watch?v=sZy17XRV0AM
(Rede von Sahra Wagenknecht im Bundestag vom 30.11.2012).

Zitat: “Sie spielen Weihnachtsmann für Spekulanten und streichen Weihnachtsbäume bei Hartz IV” und gemeint war die Bundesregierung, die wieder mal 35 Milliarden für Griechenland “versenkt”. Nicht etwa um das dort leidende Volk zu retten, nein, größtenteils um Banken zu retten und die Hedgefonds und das Geld der Spekulanten und und und. Ist das nicht köstlich?

Die Abschrift der Rede gibt´s hier: http://www.linksfraktion.de/reden/sie-spielen-weihnachtsmann-spekulanten-streichen-weihnachtsbaeume-hartz-iv/

 

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.