FORSCHUNG

Superkondensatoren ersetzen Batterien

Die unausgereifte Batterietechnologie ist einer von vielen Gründen, warum es mit der Elektromobilität in Europa bisher noch nicht so wirklich funktionieren will. Die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten für Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind sehr viel höher als die für Fahrzeuge, die einen Verbrennungsmotor haben. So verwundert es nicht, dass sich die meisten Käufer für ein in ihren Augen bewährtes Auto entscheiden, das außerdem günstiger ist. Ein Elektroauto muss aber nun mal auch von etwas angetrieben werden und heute sind dies in den meisten Fällen so genannte Lithium-Ionen Batterien.

Die Technologie dieser Akkuzellen ist bisher nur dürftig ausgereift, was dazu führt, dass die Ladezeiten der Autos entsprechend lange dauern und die Reichweiten zu wünschen übrig lassen. Viele Fahrer sehen deshalb nicht ein, einen enorm hohen Preis für  ein Auto zu zahlen, dass sie nur für extrem kurze Strecken nutzen können, um es danach wieder stundenlang an eine Ladestation anschließen zu müssen. Einige Forscher haben sich jedoch inzwischen darum bemüht, eine Alternative zu den Batterien, wie man sie bisher verwendet, zu finden.

Es handelt sich hierbei um Superkondensatoren, die nicht nur günstiger sind als die bisherigen Akkus sondern auch praktischer, weniger temperaturempfindlich, langlebiger und leichter. Die spezielle Bauweise der Kondensatoren ermöglicht einen elektrischen Vorrat der Energie, so dass sich die Ladezeit nicht nur enorm verkürzt, sondern auch der Kondensator keinen Schaden nimmt, wenn er in kürzester Zeit aufgeladen wird und den Strom gleich darauf wieder abgeben muss. In Städten wie Shanghai werden die neuen Kondensatoren bereits in Bussen ausprobiert. Der Bus bezieht den Strom aus Oberleitungen, mit denen er durch Stromabnehmer verbunden ist. Er kann dann aufladen, wenn die Fahrgäste an einer Haltestelle ein- oder aussteigen.

Das System soll bald auch in zahlreichen europäischen Städten ausprobiert werden. Für all diejenigen, die sich auch dann noch nicht von der Elektromobilität überzeugen lassen, ist dann vielleicht einfach der Kauf eines Wagens mit weniger Verbrauch die Alternative. Zum Beispiel hat man sich beim Honda CRV 2012 große Mühe gegeben, trotz SUV einen sparsamen und dennoch effektiven Antrieb zu wählen. Ein neuer CRV 2013 wird im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar.

  1. Superkondensatoren SIND KEINE AKKUS !!!

    Die halten die Energie nur zeitbegrenzt – daher kein ERSATZ fuer AKKUS.

    Man kann sie als Puffer (wie bei den Bussen) verwendet werden -
    aber fuer ein EV das nur sporadisch genuztz wird weniger sinnvoll!

    Uebrigens fahren ein paar TEST-E-Busse (u.a. MAN) schon seit
    einiger Zeit herum …

    Elektrische Gruesse
    (im 6. Jahr ohne Sprit)
    http://www.youtube.com/watch?v=XAiM3Vm3C6k