KOMMENTAR

Das Klima und der Schnee

Es ist sehr schwer, das Klima durchzuschauen. Selbst die Grundkenntnisse aus der Schule helfen da wenig, wenn man auf diese Grundkenntnisse nicht zurückgreift. Ist viel zu viel Schnee womöglich ein Hinweis auf viel zu viel Wärme?

Die Klimaskeptiker mögen den Schnee. Der Schnee ist für sie ein handfester Beweis dafür, dass das Klima auf der Erde nicht wärmer wird, wie es zum Beispiel in Afrika der Fall ist – in Afrika ist es warm… Und weil die oft durstenden Afrikaner mit dem Schnee praktisch nie konfrontiert werden, können sie leicht zu dem Schluss kommen, das Klima auf der Erde sei viel zu warm. Damit werden sie aber das Engagement der Klimaskeptiker wecken, die gleich sachlich darauf hinweisen werden, dass es gegenwärtig ein Allzeitrekord der Schneedecke auf der Nordhemisphare gibt. Und weil der Schnee eher kühl ist, könne es nicht allzu viel warm sein auf der Erde und wir können schön kuhl bleiben.

Woher kommt der Schnee?

Auch diese Frage wird bei den Klimaskeptikern für keine besondere Aufregung sorgen. Der Schnee kommt von oben, genauso wie der Segen Gottes. Wir haben aber bereits in der Grundschule gelernt, dass der Schnee ein in der Luft gefrorenes Wasserdampf ist. Und deswegen ist der Schnee kalt.

Wenn es dann auf einmal sehr viel Schnee gibt, musste es in der Luft auch sehr viel Wasserdampf gegeben haben. Und wenn es ungewöhnlich viel Schnee gibt, dann musste es in der Luft auch ungewöhnlich viel Wasserdampf gegeben haben.

Die feuchten Klima-Träume

Da die Klimaskeptiker das Klima eher gleichbleibend haben wollen und auf keinen Fall etwas wärmer, freuen sie sich über das UNGEWÖHNLICHE nur dann, wenn es sich um den Schnee handelt. Und sie weigern sich, selbst – also ganz alleine und ohne fremde Hilfe – zu dem Schluss zu kommen, dass so viel Schnee auch sehr viel Wasserdampf in der Luft voraussetzt.

Weil der Wasserdampf durch Wärme entsteht und nicht durch Kälte.

Wenn es also auf einmal in der Luft viel zu viel Wasserdampf gibt, dann bedeutet dies, dass viel zu viel Wärme auf das Wasser eingewirkt hat, damit es verdampft. Und eine ungewöhnlich große Menge an Wasserdampf in der Luft ist wiederum ein Beweis für eine ungewöhnlich große Wärme-Einwirkung. Das Verhältnis zwischen dem Wasserdampf und der Wärme-Einwirkung bleibt nämlich immer gleich. Weil wir aber den Wasserdampf in der Luft nicht so einfach sehen können, es sei denn, es gerinnt zu Wolken, bleiben die Klimaskeptiker kuhl: Es gibt nicht allzu viel Feuchtigkeit in der Luft zu sehen, also ist das Klima auch nicht besonders wärmer geworden.

Und erst wenn der Wasserdampf in Form von Schnee nieder rieselt, sind die Klimaskeptiker bereit, die vermehrte Luftfeuchtigkeit zu akzeptieren. Weil der Schnee scheinbar nichts mit der Wärme zu tu hat sondern mit der Kälte, können die Klimaskeptiker erst über ungewöhnlich viel Schnee frohlocken…

Das Ungewöhnliche verbirgt Besonderheiten

Das Ungewöhnliche ist also nicht normal und auch nicht gleichbleibend, darauf müssten wir uns endlich alle einigen. Und in unserem Fall ist ungewöhnlich viel Regen und ungewöhnlich viel Schnee immer ein Hinweis auf ungewöhnlich hohe Temperaturen. Nur dank den ungewöhnlich hohen Temperaturen konnte auch ungewöhnlich große Menge an Feuchtigkeit in die Luft aufsteigen, um uns dann in Form von Regen oder Schnee die Bedeutung der Wärme für das Klima auf der Erde bewusst zu machen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 37 Kommentare.

  1. @Albern

    Da liegen die Modellrechnungen (IPCC-Modelle), z.B. für Nordamerika, ja völlig falsch.

    Will Climate Change Affect Snow Cover Over North America?

    … Nevertheless, all nine models exhibit a clear and statistically significant decreasing trend in 21st century NA-SCE (winter North American snow cover extent), …

    http://eee.columbia.edu/will-climate-change-affect-snow-cover-over-north-america

    Sie sollten dem IPCC unbedingt Ihre Theorie vorlegen. ;-)

    Kleiner Tipp: Mehr Wasserdampf führt nicht unbedingt zu mehr Schnee, denn es kann auch regnen. Gerade mit einer Klimaerwärmung nehmen die Regenfälle zu.

    • Zitat:
      “Da liegen die Modellrechnungen (IPCC-Modelle), z.B. für Nordamerika, ja völlig falsch.”
      Ich nehme keine “Modellrechnungen” ernst. Nur die Moddels:
      http://www.youtube.com/watch?v=NerOtZH0lw0
      Wegen der schönen Uniform. Sie stellen mir auch keine Rechnung auf… Alles freiwillig!

      Zitat:
      “Kleiner Tipp: Mehr Wasserdampf führt nicht unbedingt zu mehr Schnee, denn es kann auch regnen. Gerade mit einer Klimaerwärmung nehmen die Regenfälle zu.”

      Genau darüber schreibe ich doch. Danke für Ihre Bestätigung!

  2. Wir dürfen natürlich den Kunstschnee NICHT vergessen, wenn wir uns über die Schneemengen freuen. Wozu haben wir eigentlich die Schneekanone entwickelt?
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-08/leserartikel-kunstschnee
    Wir hätten doch einige Winter warten können.

    Also, bei dem Streit um den Klimawandel auch darauf achten, ob der Schnee echt ist! Nicht nur Messdaten, auch den Schnee kann man fälschen!!!

    Aber der Allzeitrekord der Schneedecke auf der Nordhemisphäre ist diesmal bestimmt ECHT! Herr Krüger hat keinen Grund, Rekorde zu fälschen…

  3. @Albern

    Übrigens, wie war das mit der Schneedecke und dem Wasserdampf denn während der letzten Eiszeiten? Haben Sie dazu auch eine Theorie parat? ;-)

    • Zitat:
      “Übrigens, wie war das mit der Schneedecke und dem Wasserdampf denn während der letzten Eiszeiten? Haben Sie dazu auch eine Theorie parat?”

      Damit die Schneedecke wachsen Konnte, musste immer weiter das Wasser verdampfen, um auf der Schneedecke in Form von Schnee gemütlich liegen zu bleiben. Daher gab es in der Ozeanen immer weniger Wasser – mit der Schneedecke wuchsen auch die Kontinente.

      Aber das wissen Sie ja alles…

      Ich nehme an, dass mit der Verringerung der Wasseroberfläche auf den Ozeanen auch etwas weniger Wasser verdunsten konnte. (In diesem Satz versteckt sich auch ein logischer Rätsel)

  4. @ Albert Albern

    Aber der Allzeitrekord der Schneedecke auf der Nordhemisphäre ist diesmal bestimmt ECHT! Herr Krüger hat keinen Grund, Rekorde zu fälschen…

    Er braucht nichts zu fälschen, er sollte nur nicht selektiv auswählen! Unser Herr Krüger verschweigt nämlich, dass es in den Monaten Juni und Juli 2012 auf der Nordhemisphäre Rekordminima bei der Schneebedeckung gab, insgesamt gab es in 7 Monaten des letzten Jahres eine deutlich zu geringe Schneebedeckung. Auch das Eisvolumen und die Meereisbedeckung in der Arktis sprengte alle Rekorde des Ausdehnungsminimums! Aber all das ist Herrn Krüger egal. Hauptsache er findet einen einizigen Monat, in dem die Schneebedeckung eine Rekordausdehnung erreicht. Wie dick der Schnee ist interessiert Herrn Krüger dabei nicht. Ist so kalt in Takatukaland!

    • @Thorsten
      Wie habe ich Dir gestern andernorts verlinkt ?
      2/3 der USA zugeschneit, Dicke im Schnitt 13 cm – vergessen ?
      (Dezember)
      :D

    • Ich habe diesen Namen bewusst gewählt. So können meine Widersacher ihre Schwäche immer dann offenbaren, wenn sie sich “argumentativ” auf den Namen beziehen…

      Sie haben diese Gelegenheit schon ziemlich oft genutzt, @ Krishna Gans. Es tut ihnen also gut…

  5. @Albern

    Übrigens, wie ist das mit dem Schnee und Wasserdampf im Winter und im Sommer? Haben Sie dazu auch eine Theorie parat? ;-)

    • Tja, Herr Krüger, genau das ist Ihr Problem – Theorien und Modellrechnungen. Und sie übersehen dann jedes mal, dass es sich um Theorien und Modellrechnungen handelt und kämpfen dagegen wie gegen eine heilige Lehre und behaupten sogar. Ihre Gegner würden die Theorien und Modellrechnungen für heilige Lehre halten. Und Sie treten dann Ihren Widersachern mit eigenem DOGMA entgegen.

      Überlegen Sie doch einmal selbst, wie weit die Schneedecke reicht, und welche Fläche an der Nordhemisphäre auch im Winter noch ausreichend Sonnenwärme bekommt. (Sie wissen doch, dass die Oberfläche einer Kugel um den Äquator herum am größten ist, zu den Polen hin wird sie immer kleiner.)

      Also verdampft allein auf der Nordhalbkugel selbst im Winter immer noch genügend Wasser, damit Sie sich über den Schnee freuen können…

      • @Albert Albern, na, na, na,
        Dogma kann man doch wirklich nur die AGW nennen.

        1. Dogma: Erwärmung ist eine große Gefahr
        2. Dogma: Es gibt einen CO2-Treibhauseffekt
        3. Der Mensch ist am “Klimawandel” schuld, was immer damit gemeint sei und deshalb konsequenterweise
        4. Der Mensch könnte das Klima nach seinem Wunsch ändern (wenn er nur wolle)

        Am schlimmsten erschein mir Dogma 4, obwohl bisher alle AGW-Prognosen blamabel falsch waren (Palmen auf Helgoland), denn dieses, “wenn er nur wolle” geht in vielen Köpfen wirklich bis zum Genozid.

        Zu Ihrer Theorie:
        Da ist tatsächlich etwas wahres dran, denn die Erde ist ein Wasserplanet.
        Selbstverständlich betrifft das nicht den Schnee, alberner Albern,
        Physik mangelhaft!
        sondern nur den Regen
        und es zeigt, dass die früheren AGW-Parolen von Austrocknung und Wassermangel falsch sind (“Wüsten dehnen sich aus”).
        Das zeigt auch die Vergangenheit, in der bei EINDEUTIG höheren Temperaturen die Sahara KLEINER und GRÜNER war.

        mfG

  6. was man feststellen kann, in der klimaauseinandersetzung – es muß ein schuldiger her. das setzt immervoraus das die die vorgebens es zu “wissen” auch wissen, welche funktion der mensch auf dem globus hat. ich weiß nichts. ich kann nur aus dem fenster sehen. ich sehe also, als ich ein junge war, hatten wir in kassel im winter immer schnee, ich konnte sogar mit dem ski aus dem wald zurück bis an den stadtrand fahren. jetzt nicht mehr. aus thüringen weiß ich noch, dass wir mitunter bis 1 meter schnee hatten. hier in kassel ists also wärmer geworden. durch den verkehr, also kohlendioxyd. deswegen glaube ich, wir nebeln uns damit ganauso ein wie die pflanzenfresser dynosaurier, die sich so mit methan zugefurzt haben, bis sie daran erstickt sind ich halte das für einen ganz natürlichen weg. ich glaube deswegen, der nächste winter kommt betimmt. und ich stelle mir albern grad als eiszapfen vor. als alleingelassenen weindenden eiszapfen.

  7. @Albern

    Ich stelle Ihnen eigentlich Frage, um Sie zum Nachdenken zu bringen.

    (Sie wissen doch, dass die Oberfläche einer Kugel um den Äquator herum am größten ist, zu den Polen hin wird sie immer kleiner.)

    Kommt ganz darauf an, wie man die Fläche der Kugel einteilt. Eigentlich ist eine Kugel drehsymmetrisch und punktsymmetrisch.

    Und zuletzt hätte da noch eine entscheidende Frage bzgl. Schneedecke und Wasserdampf.

    Vor rund 600-700 Mio. Jahren war die Erde ein komplett mit Eis und Schnee bedeckter “Schneeball”. Wie verhielt es sich dort mit dem Schnee, Wasserdampf und den Ozeanen? Wie konnte es zu der kompletten Schneebedeckung kommen?

    • @ Krishna Gans

      Gänse sind Wächter, Sie nicht mal ein Nachtwächter.

      Bei mir taugt eine Gans spätestens im Dezember nur noch für den Kochtopf…. Und ihre Federn kommen -bestenfalls- in mein Kopfkissen!

      • dann, Thorsten, muß ich Dir entgangen sein, wie schön, ich hätte
        Dir, wenn da noch was wäre, aber ordentlich was abgebissen.
        Erfreulich, das Du blind wie ein Huhn bist, das kopflos durch die Gegend flattert.

    • Zitat:
      “Die Temperaturunterschiede auf dem Erdtrabanten sind nämlich gewaltig: Tagsüber erreicht die mittlere Temperatur an der Oberfläche über 100 Grad Celsius, nachts sind es im Schnitt unter minus 150 Grad Celsius. Die Höchsttemperaturen auf dem Mond liegen bei 123 Grad Celsius, die geringsten Temperaturen bei minus 233 Grad Celsius.

      Hauptgrund dafür ist, dass der Mond keine Atmosphäre hat, die – wie das etwa auf der Erde der Fall ist – die Wärme verteilen und dafür sorgen kann, dass nicht sofort wieder sämtliche Wärme ins All abgegeben wird bzw. sich die Oberfläche unmittelbar aufheizt. Beim Mond kommt noch ein zweiter Effekt hinzu: Tag und Nacht sind sehr lang, der Mond dreht sich während eines Umlaufs um die Erde (also in grob einem Monat) nur einmal um die eigene Achse.”
      http://www.astronews.com/frag/antworten/3/frage3104.html

      Zitat:
      “Aufgrund der langsamen Rotation des Mondes und seiner nur äußerst dünnen Gashülle gibt es auf der Mondoberfläche zwischen der Tag- und der Nachtseite sehr große Temperaturunterschiede. Am Tag erreicht die Temperatur eine Höhe von bis zu etwa 130 °C und fällt in der Nacht bis auf etwa −160 °C ab. Als Durchschnittstemperatur ergeben sich 218 K = −55 °C.”
      http://de.wikipedia.org/wiki/Mond#Atmosph.C3.A4re

      Ich finde es vorbildlich, dass Sie sich Gedanken darüber machen, welche Fragen Sie mir stellen…

      • Der Vergleich mit dem Mond macht die Behauptung eines Treibhauseffektes durch strahlungsfähige Gase besonders HIRNRISSIG!

        Danach müsste dieser Treibhauseffekt auf der Erde am Tag, wenn die “Strahlung” am stärksten ist, NEGATIV sein, denn am Mond ist es ja wesentlich heißer!

        und nur nachts plötzlich positiv!

        HIRNRISSIG

        Die dumme Ausrede mit der langsamen Monddrehung missachtet, dass alle “Treibhausmodelle” sich ausschließlich auf berechnete Strahlungsbilanzen berufen
        und Strahlung nun mal mit Lichtgeschwindigkeit erfolgt.

        Die Treibhaustheorie versagt hier also auf ganze Linie.

        Es zeigt sich aber, wie schon bei den historischen Experimenten von WOOD 1909 die enorme Kühlwirkung der Atmosphäre am Tag, gegenüber dem praktisch gaslosen Mond
        und,
        das wird immer gern vergessen, die Wärmespeicherung in dieser NICHT strahlungsfähigen Atmosphäre, die eine stärkere Abkühlung (wie beim Mond) in der Nacht verhindert.

        mfG

    • Übrigens:
      “Schneeball Erde (englisch Snowball Earth) ist der Name der HYPOTHESE der Vereisung des gesamten Erdballs während der Erdurzeit im Proterozoikum. Nach dieser HYPOTHESE reichten während globaler Vereisungen die Gletscher von den Polen bis in Äquatornähe und die Ozeane waren weitgehend zugefroren.”
      http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeball_Erde

      Ich gehe mit Hypothesen ganz anders um als Sie, Herr Krüger…

  8. vor jahrmillionen, als die erde ne schneekugel war, gab es schon die art schneemänner. sie besiedelten die ganze erde. leider gibt es keine fossile oder ähnliches, weil die alle aufgetaut sind. aber den albern als schneemann kann ich mir gut vorstellen – wie der sich gerade ein eis mit einem eispickel aud dem schnee pickelt: im eisheim.