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Die private Krankenversicherung im Test

Trotz Beitragserhöhung bleibt die private Krankenversicherung auch im aktuellen Jahr eine gute Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse. Es hat noch immer eine Vielzahl von Anbietern auf Anpassungen in den PKV-Tarifen verzichtet, ohne dabei Leistungen zu mindern. Die bekanntesten Versicherer im Test sind dabei die AXA, die Allianz und die Debeka.

Beitragsgarantie einiger Versicherer im Vergleich

Es gibt drei große Versicherer, die bis zum Ende des laufenden Jahres eine Garantie abgegeben haben, dass sie in den Tarifen der privaten Krankenversicherung Leistungen und Beiträge auf demselben Niveau halten: An erster Stelle sind hierbei die AXA sowie die Allianz zu benennen. Die private Krankenversicherung der Debeka bleibt sogar bis zum Ende des nächsten Jahres konstant. Dasselbe gilt für viele Tarife der privaten Krankenversicherung der Barmenia.

Private Krankenversicherung bietet noch immer mehr Leistungen

Seit Beginn des Jahres wurden die Krankenkassen verpflichtet auf die Erhebung der Praxisgebühr zu verzichten. Parallel zu dieser verbraucherfreundlichen Regelung wurde jedoch die Beitragsbemessungsgrenze angepasst. Angesichts der gestiegenen Versicherungspflichtgrenze zahlen Kassenpatienten nun auch im laufenden Jahr höhere Beiträge. Zudem werden noch immer Zuzahlungen für Medikamente und Hilfsmittel verlangt. All diese Kosten kennt auch in diesem Jahr eine private Krankenversicherung nicht wie der Test zeigt.

Der Preis im Test

Noch immer gehen viele Verbraucher davon aus, dass eine private Krankenversicherung teuerer ist als die GKV. Ein private Krankenversicherung Test zeigt allerdings, dass die Mehrleistungen und die zahlreich integrierten Zusatzversicherungen im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse günstiger sind. Denn Bestandteile einer PKV sind zudem eine Auslandskrankenversicherung, eine Zahnzusatzversicherung sowie eine private Pflegeversicherung. Der Test verdeutlicht, dass diese zusätzlichen Absicherungen viel Geld kosten würden.

Besonders teuer wird es bei Zahnersatz

Die gesetzlichen Versicherer übernehmen für hochwertigen Zahnersatz in der Regel einen nur sehr geringen Anteil der Kosten. Besonders teuer wird es bei Inlays oder einem Implantat. Die Kosten betragen hier bis zu 3000 Euro pro Zahn. Eine private Krankenversicherung zahlt für Zahnersatz bis zu 90 Prozent, bei der GKV gibt es hingegen keine Kostenübernahme. Es handelt sich somit um eine reine Privatleistung.

Auch im Ausland abgesichert

Mit einer PKV gibt es ebenfalls einen Schutz im Ausland. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sich hierbei ebenfalls zusätzlich privat absichern. Es werden so der Rücktransport sowie die Behandlungskosten im Krankenhaus bzw. beim Arzt übernommen.

Für Beamte keine Frage

Vor allem Beamte müssen sich die Frage, ob privat oder gesetzlich, nicht stellen. Der Grund ist, dass es vom jeweiligen Dienstherren einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent gibt. Aus diesem Grund lohnt sich der Abschluss einer PKV fast immer. Das bestätigt auch der Test zahlreicher Verbraucherorganisationen. Ebenfalls lohnend ist diese Absicherung für Selbstständige und Studenten. Hier fallen die Beiträge in der Regel ebenfalls wesentlich geringer aus.

In aller Kürze

Es gibt etliche Versicherungen, die ihre Beiträge im laufenden Jahr angehoben haben. Aber noch immer finden sich Anbieter, die auf Erhöhungen verzichten. Eine Garantie bis zum nächsten Jahr gibt es unter anderem bei der Barmenia und der Debeka. Die Mehrleistungen und die integrierten Zusatzabsicherungen rechnen sich bei der PKV. Letztendlich profitieren vor allem Beamte, Studenten und Selbstständige von der privaten Krankenversicherung. Das bestätigt auch der jüngst durchgeführte Test.

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