GEDANKEN

Mein Tagebuch August 2012

 Mi., 01.08.12: Um 06:20 Kaffee, um 08:00 bei der Zahnärztin, 08:20 auf dem Bahnsteig… Sabrina ist noch nicht da, ich mache langsam… Ein Plan geht weg, junge Männer nehmen die DVDs „Den Krieg nach Deutschland tragen“ und „Der Todeskampf der Reichshauptstadt“. Später nimmt ein Ehepaar den „Eichmann von Kattowitz“. Der

 Mi., 01.08.12:

Um 06:20 Kaffee, um 08:00 bei der Zahnärztin, 08:20 auf dem Bahnsteig… Sabrina ist noch nicht da, ich mache langsam… Ein Plan geht weg, junge Männer nehmen die DVDs „Den Krieg nach Deutschland tragen“ und „Der Todeskampf der Reichshauptstadt“. Später nimmt ein Ehepaar den „Eichmann von Kattowitz“. Der kaputte Dieter aus Rüdersdorf kommt vorbei, dann besucht mich „Senats-Icke“. Um 17:00 auf dem Bahnsteig, 17:30 zu Hause. Einnahme: 37,50 EUR… Film mit Rede von Herrn Görlitz:

http://www.wahrheiten.org/blog/brd-luege/

Do., 02.08.12:

Kaffe trinke ich um 07:50… Heute muß ich noch einmal zum Finanzamt, wo die Linke nicht weiß, was die Rechte tut. Im Mai gab ich meinen Papierkram ab, im Juli kam eine Mahnung!… Um 08:30 gehe ich nach unten und jage zum Finanzamt. Um 09:45 auf dem Bahnsteig Rathaus Steglitz… Es wird wieder warm, nur ein Plan geht weg… Der Chinese holt Flugblätter und harkt… Denis bringt mir Gurkensalat… Um 15:15 auf dem Bahnsteig, 15:50 zu Hause…
Film im Weltnetz:

Fr., 03.08.12:

Um 08:10 Kaffee, 09:30 Bahnsteig… Kaum habe ich ausgelegt, als es stark regnet. Ich packe wieder ein, bin um 11:50 auf dem Bahnsteig und um 12:30 zu Hause.

Sa., 04.08.12:

Um 08:00 Kaffee, 08:50 Bahnsteig… Es wird wieder warm… Viele Touristen hier, aber niemand kauft etwas… Hans besucht mich kurz… Eine ältere Dame aus Celle spendet 10,- EUR. Um 14:55 auf dem Bahnsteig, 15:30 zu Hause. Gesamt-Spende der letzten Tage: 32,70 EUR.

So., 05.08.12:

Um 08:30 Kaffee, um 09.15 auf dem Bahnsteig… Kaum habe ich ausgelegt, regnet es erst leicht, dann kräftiger… Ich packe ein, bin um 13:30 auf dem Bahnsteig und um 14:10 zu Hause.

http://www.duncanmccauley.com/index.php?option=com_content&view=article&id=48%3Atalking-heads&catid=4%3Adigitale-medien&Itemid=16&lang=de

Mo., 06.08.12:

Um 07:50 Kaffee. Carl-Wolfgang Holzapfel ist wieder nicht zu erreichen… Um 08:50 mit Blumen auf dem Bahnsteig. Der Schrägaufzug funktioniert schon wieder nicht, also zurück zum Potsdamer Platz… Der Chinese harkt… Schweden nehmen „Kameraden“, ein Tourist kauft „Die Berliner Mauer“. Ein australisches Ehepaar kauft Schirmers „Sachsenhausen-Vorkuta“… Denis bringt mir und dem Chinesen je ein Stück Torte… Um 16:25 auf dem Bahnsteig, um 17:00 zu Hause. Einnahme: 23,- EUR.

Di., 07.08.12:

Um 08:30 Kaffee, um 09:30 auf dem Bahnsteig… Viele Touristen, aber niemand kauft etwas… Waltraud bringt mir ein Stück selbstgebackenen Pflaumenkuchen mit Schlagsahne und einen Kaffee dazu… Eine Dame aus Offenbach spendet 5,- EUR. Ich bin um  15:15 auf dem Bahnsteig, fahre bis „Feuerbachstraße“, stelle im Kopierladen 20 Hefte von Schirmers „Sachsenhausen-Vorkuta“ her und bin um 16:30 zu Hause. Gesamt-Spende der letzten Tage: 17,60 EUR… Ich beantworte eine Mail von Martin Sachse. Bei der Sucherei im Weltnetz stoße ich auf einen Artikel, in dem ich ziemlich weit vorn erwähnt werde, wenn auch nicht namentlich. Es betrifft meinen „Auftritt“ in der Gethsemanekirche während Eppelmanns heuchlerischer Rede. Ein Teil meiner dort erwähnten Worte sind allerdings der Phantasie des Skribenten entsprungen:

http://www.zeit.de/2000/40/200040_10_jahre.xml

Meine Antwort an Martin Sachse:

Lieber Martin,

geht es um Rudolfs Unfall bei der NVA? Wenn ja, hast Du denn seinen Papierkram? Er bemühte sich ja jahrelang um eine Unfallrente. Carl-Wolfgang Holzapfel löste bekanntlich Rudolfs Wohnung auf. Er müßte wissen, wo der Papierkram blieb.

Hin und wieder, wenn er ihn gerade wieder dabeihatte, zeigte mir Rudolf den dicken Ordner. Ich warf dann nur einen flüchtigen Blick hinein…

Den Akten-Vernichtungs-Befehl von Eppelmann habe ich auch nicht. Es müßte der sein, der jahrelang laminiert im VOS-Büro im Deutschlandhaus an einen Schrank geheftet war. Das war noch zu Bernd Stichlers Zeit. Kamerad Heinz Kuttnik müßte ihn eigentlich haben.

Ich gab gerade bei Googl ein: NVA-Akten-Vernichtung durch Rainer Eppelmann und finde jede Menge. Da mußt Du mal selbst suchen. Oben ist ein Artikel der “Berliner Zeitung” betreffs Vernichtung der NVA-Spionage-Akten. Gleich darunter
findest Du aus dem Forum von Reinhard Binder den Brief Eppelmanns an Leutheusser-Schnarrenberger von 1992, der im VOS-Büro am Schrank hing:

http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1486

Das aus dem ReiBin-Forum mußt Du Dir reinziehen! Aber auch alles! Da finden sich noch mehrere Links weiter unten! So, das wäre es für heute. Du kannst natürlich auch im Forum von Reinhard Binder anfragen.

Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav

Mi., 08.08.12:

Im Fernsehen ist nur Blödsinn, so trinke ich um 09:10 Kaffee und bin um 10:00 auf dem Bahnsteig… Ein junges Pärchen nimmt „Die Berliner Mauer“, ein junger Mann aus Flöha läßt sich meine Biographie signieren. Carl-Wolfgang Holzapfel kommt vorbei, wir besprechen den 13. August… Um 16:00 auf dem Bahnsteig, 16:40 zu Hause. Einnahme: 35,- EUR.

Do., 09.08.12:

Um 08.30 Kaffee… An der Ecke steht wieder der Markthändler. Ich kaufe diesmal gleich 10 Büchsen Pferdebalsam, fahre zurück, bringe sie nach oben und nehme neues Geld mit… Um 10:00 auf dem Bahnsteig… Die italienishce Mutter einer kleinen Tochter nimmt „Die Berliner Mauer“, gleich darauf ein englisches Ehepaar ebenfalls. Als der Chinese kommt, schicke ich ihn 10 Exemplare holen, weil ich keines mehr hier habe. Aber nun kauft keiner mehr das Buch. Dafür nimmt ein englisches Ehepaar Schirmers „Sachsenhausen-Vorkuta“. Zwei Pläne gehen weg… Um 16:40 auf dem Bahnsteig und mit Einkauf von Lidl um 17:20 zu Hause. Hier schmiere ich die Dichtung des Flusensiebes der Waschmaschine mit Pferdebalsam ein, fülle die Maschine und werfe sie an. Es reicht mir mit der ewigen Sucherei im Weltnetz. Alle reißen hier nur das Maul auf. Wenn man aber ein Flusensieb braucht, ist die Firma inzwischen Pleite, und es kommt eine Entschuldigung, die sie sich vor das Schienbein nageln können! Einnahme: 37,- EUR… Während die Maschine läuft, sehe ich etwas ins Weltnetz und kann mich schon wieder aufregen. Hier eine Seite zur Schandmauer. Als ich die Checkpoint-Charlie-Kreuze vergrößere, traue ich meinen Augen nicht. Da hetzt Hans-Hermann Hertle in Bildunterschriften gegen das Haus am Checkpoint Charlie:

http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Border/RemainsDetail/id/28391/station/11

Später finde ich noch Seiten von Pharus-Plan, darunter:

http://www.berliner-stadtplan.com/poi/40623_Maueropfer-Reichstag-Brandenburger-Tor-Reichstag-Grosser-Tiergarten

Fr., 10.08.12:

Um 08:50 beim Kaffee, um 09:45 auf dem Bahnsteig… Eine Dame kauft den „Eichmann von Kattowitz“, später nehmen Italiener „Die Berliner Mauer“… Der Chinese taucht heute nicht auf, so habe ich für das Wochenende keine Flugblätter… Um 16:15 auf dem Bahnsteig, 17:00 zu Hause. Einnahme: 13,- EUR.

Sa., 11.08.12:

Um 08:00 Kaffee, um 09:20 auf dem Bahnsteig… Den ganzen Tag tut sich nichts. Erst am Nachmittag nehmen Türken meine Biographie und „Vogelsang vor den Gittern“ von Kamerad Walter Jürß… Um 15:40 auf dem Bahnsteig, 16:00 zu Hause. Einnahme: 35,- EUR, Spende der letzten Tage: 14,10 EUR. Karsten kommt und wischt…

So., 12.08.12:

Um 08:30 Kaffee, um 09:30 auf dem Bahnsteig… Warm, trocken, dazu Wind… Das Bistro verwöhnt mich mit zwei Wurstbrötchen und einem Vitaminsaft, von „Neuland“ bekomme ich ein Stück Kuchen… Vater und Sohn aus Wiener Neustadt lassen sich meine Biographie signieren, später kauft ein Paar „Die Berliner Mauer“. Ein Plan geht weg… Der Chinese harkt, damit morgen alles halbwegs sauber ist, wenn Alexandra Hildebrandt wieder „Grünfutter“ anfahren läßt… Nach Jahren besucht mich Tanja aus Ravensburg und stellt mir ihr 13-jähriges Töchterchen vor. Um 16:00 auf dem Bahnsteig, 16:30 zu Hause. Einnahme: 38,50 EUR.

Mo., 13.08.12:   

Schon um 06:30 Kaffee, um 08:30 auf dem Bahnsteig… Es wird warm, später etwas windig… Einige Mitglieder der Deutschen Konservativen Partei bringen ein Gebinde… Zwei Pläne gehen weg und eine „UN“, dann kauft jemand die DVD „Die Hitler-Show“. Kamerad Fotograf Georg besucht mich, später kommt noch „Senats-Icke“. Trompeter Stefan Thelemann bekommt 80,- EUR vom Spendengeld… Um 17:20 auf dem Bahnsteig, 17:50 zu Hause. Einnahme: 22,50 EUR, Spende der letzten Tage: 22,10 EUR.

Di., 14.08.12:

Kaffee um 08:10… In der letzten Zeit klappt es wieder mit Tiefschlaf… Um 09:00 erreiche ich „meine“ Bahn… Es wird wieder warm und staubig… Der Chinese holt Flugblätter… Ein italienisches Ehepaar kauft Schirmers „Sachsenhausen-Vorkuta“, ein Plan geht weg… Eine Familie aus Luxemburg nimmt „Unschuldig in den Todeslagern des NKWD“, von Kamerad Walter Jürß „Vogelsang vor den Gittern“ sowie die DVDs „Alliierte Kriegsverbrechen“ und „Sgoda – Deutsche im Todeslager der polnischen Geheimpolizei“… Ein englisches Ehepaar kauft „Die Berliner Mauer“… Zu meiner großen Freude besucht mich wieder Kamerad Manfred Krafft aus Peitz, der mir geräucherten Aal mitbringt. Er bleibt heute länger bei mir sitzen, wir quatschen über die Schlüsselknechte im Knast Cottbus, Bautzener Straße… Eine Dame von „Pharus-Plan“ bringt mir einige neue Verlagserzeugnisse, obwohl ich kaum noch Platz habe… Um 16:50 auf dem Bahnsteig, und 17:30 zu Hause. Einnahme: 77,50 EUR. Manfred Krafft zeigte mir im „Berliner Kurier“ einen kurzen Artikel zu Platzeck, gestern an der Glienicker Brücke. Hier ist er mit Bild:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/51–jahrestag-mauer-tote–gedenkkranz-und-proteste,7169128,16877422.html

Mi., 15.08.12:

Um 07:20 Kaffee, 08:40 auf dem Bahnsteig… Ein Franzose mit großem Sohn nimmt die DVD „Die Hitler-Show“ und einen Plan, dann tut sich nichts mehr… Um 15:50 auf dem Bahnsteig, 16:20 zu Hause. Einnahme: 18,50 EUR.

Do., 16.08.12:

Kaffee um 08:00, um 09:30 auf dem Bahnsteig… Zwei Pläne gehen weg, Wiener nehmen die DVD „Der Todeskampf der Reichshauptstadt“, ein Pärchen aus Stuttgart kauft „Die Berliner Mauer“. Ich bin um 14:20 auf dem Bahnsteig und um 14:50 zu Hause. Einnahme: 32,- EUR… Der Zähler meiner Homepage zeigt 86000 an…

Fr., 17.08.12:   

Um 08:30 Kaffee, 09:20 auf dem Bahnsteig… Zwei Pläne gehen weg, es wird warm und staubig… Um 15:55 auf dem Bahnsteig, 16:20 zu Hause. Einnahme: 7,- EUR, Spende der letzten Tage: 20,- EUR… Einige Filme mit Pepe van Megen sehe ich mir an:

Sa., 18.0812:

Im Fernsehen läuft eine interessante Sendung über die Kelten. Ich bin ausgeschlafen, füge ein oder zwei Bilder des Oberfeldwebels und Ritterkreuzträgers Alexander Uhlig in die Datei Schirmer ein. Die Bilder muß ich wieder löschen, weil Uhlig nicht dem 16. sondern dem 6. Fallsch.-Jäg.-Rgt. angehörte. Um 09:00 sende ich die Bilder in drei Teilen an den Übersetzer und bin um 09:30 auf dem Bahnsteig… Heute warm und staubig, morgen noch schlimmer… Einige Pläne gehen weg. „Pharus-Plan“ liefert einen Karton Pläne… Um 15:20 auf dem Bahnsteig, 15:50 zu Hause. Einnahme. 10,50 EUR, heutige Spende: 15,- EUR.

So., 19.08.12:

Im Fernsehen läuft etwas über Wölfe, Schafe und Steinböcke in den italienischen Alpen, sonst ist nur Kinderkram und Schrott drin. So stehe ich früh auf, trinke um 07:30 Kaffee und bin um 09:30 auf dem Bahnsteig. Der Schalter Potsdamer Platz ist am Sonntag geschlossen. So muß ich mir morgen die neue Radkarte holen. Berlin ist ein absolutes Dorf!… Eine brütende Hitze, nichts tut sich. Ich  bin schon um 14:10 auf dem Bahnsteig und 14:50 zu Hause… Nachts lese ich im Weltnetz:

http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008112625230/1/KammlerKasselerSoldaten.pdf

http://www.heinrich-schwenker.italodito.it/dateien/pdf1006.pdf

Mo., 20.08.12:

Im Fernsehen wird die Seeschlacht im Atlantik wiederholt – alles langweilig, weil schon oft gesehen… So trinke ich um 07:30 Kaffee und bin um 09:15 auf dem Bahnsteig… Am Potsdamer Platz hole ich mir die Radkarte… Die Hitze nimmt kein Ende. Ich räume einen Teil der vertrockneten Kränze weg, den Rest beseitigt später der Chinese… Einige Pläne gehen weg… Ein junges Pärchen aus der Oberpfalz kauft die Sondernummer der DMZ „Die Waffen-SS“, eine Familie aus Frankfurt/ Main läßt sich meine Biographie signieren… Schon um 14:25 auf dem Bahnsteig und um 14:50 zu Hause. Einnahme: 46,50 EUR.

Di., 21.08.12:

Um 08:30 Kaffee, dann jage ich zur Bank, muß Büchergeld einzahlen, Wirtschaftsgeld abheben und die Rechnung von „Pharus-Plan“ bezahlen… In der „Märkischen Allgemeinen“ entdecke ich den Leserbrief einer Frau, die auch im Kinderheim Schönhagen war:

21.08.2012 Pioniertücher und Lieblingskleid – Inge Behnert bereichert Fundus des Museums

LUCKENWALDE – Die Liste ist lang. Inge Behnert hat alles notiert, was sie dem Luckenwalder Heimatmuseum geschenkt hat. „Bei der Haushaltsauflösung meiner Tante kam etliches zusammen. Zum Wegwerfen waren mir die Sachen zu schade“, sagt sie. Die 74-Jährige hatte aber auch vorher schon etliche Dinge ins Museum gebracht. Dazu gehörten, ein besticktes Überhandtuch mit Spruch, ein Emaillebehälter mit der Aufschrift Sand, Soda und Seife fürs Bad, sowie karierte Bettwäsche.

Durch einen Museumsbesuch kam die gebürtige Luckenwalderin darauf, nichts zu entsorgen, bevor sie es dort nicht angeboten hat. Sie wollte sich damals eigentlich nur den Webstuhl anschauen. Denn sie hat von 1952 bis 1954 den Beruf der Weberin im damaligen VEB Volltuch gelernt und 14 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Als sie erfuhr, dass auch Gegenstände aus DDR-Zeiten gern gesehen sind, fing sie erneut an zu stöbern, entdeckte noch Pioniertücher, Abzeichen und anderes mehr.

Vor kurzem hat sie wieder einen Packen im Museum abgegeben. Dazu gehörte eine ungetragene braune Präsent-20-Hose aus DDR-Zeiten. „Die lag all die Jahre im Schrank. Die hatte ich mal für meinen Sohn gekauft“, sagt Inge Behnert. Auch von ihrem Lieblingskleid trennte sie sich. Das hatte sie sich 1952 in Westberlin gekauft und trug es, wenn sie ins Luckenwalder Bergschlösschen tanzen ging. „Das war damals ein Risiko, im Westen einzukaufen, denn spätestens in Teltow wurde man von den Kontrollposten gefilzt. Deshalb habe ich mir die Sachen auch immer drübergezogen“, berichtet die Mutter dreier Söhne.

Es gibt einige Stücke, die mit besonderen Erinnerungen verbunden sind. Dazu gehört auch ein Lesebuch der 3. Klasse von 1946. Das hatte sie all die Jahre aufgehoben und immer wieder darin gelesen. „Im Kinderheim habe ich das überall mit mir herumgeschleppt“, erzählt sie. Im Kinderheim in Schönhagen verbrachte sie einige Jahre, nachdem ihr Vater im Zweiten Weltkrieg das Leben verloren hatte und die Mutter 1949 in eine Nervenheilanstalt eingewiesen worden war.

Als Dankeschön, dass sie dem Heimtmuseum schon so viele schöne Stücke überlassen hat, wurde sie vor einigen Jahren von Museumsleiter Roman Schmidt zur Besichtigung auf den Luckenwalder Marktturm eingeladen. (Von Margrit Hahn)

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Um 09:35 Bahnsteig Feuerbachstraße… Der Chinese harkt und holt Flugblätter… Als ich gepackt habe, kommt eine große Schülergruppe, vorneweg ein Bierbauch mit zwei Intelligenzverstärkern: Bart und Brille. Ich stehe gerade in der Mitte, als ich sehe, wie er beim Anblick des noch hängenden Schirmer-Plakats wegwerfend abwinkt. Ich explodiere: „Haste wat jejen den!? Du siehst ne deutsche Uniform und winkst ab, statt zu lesen! Der Terror hat nich erst Eenunsechzich anjefangen!“ Endlich marschiert er weiter. Einer der größeren Schüler, etwa 15, brabbelt etwas auf russisch, ich brülle ihm hinterher „Stalin!“ und halte den Daumen hoch „Hau ab uffen Roten Platz!“. Bei mir auf der Bank hat ein ausländisches Ehepaar Platz genommen. Sie spricht etwas deutsch, ich zeige ihr das Plakat mit der nachgestellten Folterszene in Hohenschönhausen… Um 16:10 auf dem Bahnsteig. In der Bahn lese ich die letzte „Freiheitsglocke“ aus. Viel Interessantes steht nicht drin. Ein Interview mit Kamerad Wolfgang Stiehl ist drin, worin kaum Namen genannt werden. Wir sollen wohl nicht einmal im Nachhinein irgendwelche Hintergründe erfahren. Über die Akten in Bonn wird geschrieben, aber nicht über den damaligen Einbruch in das Büro der dortigen Bundesgeschäftsstelle. Auch ist nicht die Rede von Frau Dreher, die Post von betagten Kameraden, statt sie zu beantworten, einfach in den Papierkorb warf! Gleich auf der Titelseite geht es um pünktliche Beitragszahlung und Spenden. Ich denke, daß sie sich die Knete malen können. Sie sind zu feige meine Biographie zu besprechen, ja, Hugo Diederich behauptete sogar vor einigen Monaten, er hätte von mir kein Bild des Buches in 300er Auflösung und keinerlei Text erhalten! Noch falscher und feiger geht es nicht! Statt mir mitzuteilen, wer die Rezension verweigerte, wird gelogen. Das ist der VEB Aufarbeitung!… Nachdem ich eine Weile das Bein hochlegte, rufe ich Kamerad Bernd Stichler an. U.a. bringe ich das Gespräch auf das Thema Musikboxen in „DDR“-Kneipen in Dr. Mayers Forum. Dann  rufe ich Hartmut Langer an, der Dienst in Lübben hat. Er sagt mir, in der Musik-Box bei Ingrid Stegert, Baruth, in meiner Stammkneipe, seien nur ostzonale Platten gewesen. Bernd Stichler hat also recht, wenn er meinte, daß ab 1961 auf keinen Fall westzonale Musik in den Boxen gewesen wäre… Den Dokumentarfilm über die deutschen U-Boote im Golf von Mexiko sehe ich mir noch an, klimpere noch etwas auf der Fernbedienung, will mir den Dokumentarfilm über den Tod Peter Fechters ansehen, als es endlich gewittert. Allerdings spielt die Blechkiste wieder verrückt. Ich frage mich, ob da etwas falsch programmiert ist oder ob es am Gewitter liegt, daß bei Kabelempfang plötzlich Bildstörungen auftreten. Bisher funktionierte plötzlich die Fernbedienung nicht mehr, jetzt, bei Blitz und Donner, zuckt es nur bunt durcheinander, der Ton fällt aus u.s.w. Alle übrigen Programme aber funktionieren einwandfrei! Wieder muß ich aufstehen, aus- und wieder einschalten, dann ist das Bild in Ordnung! Der ganze Rotfunk bringt mich „auf Achtzig“. Tadeuz interviewt Hartmut Mehdorn, dann wünscht er alles Gute zum Empfang des Fechter–Films. Ich traue meinen Ohren nicht, als ich sogar von solchen hochbezahlten und politisch gepäppelten Leuten höre, Peter Fechter sei das erste Opfer der Schandmauer gewesen! Blödheit pur herrscht fast überall vor. Wenn ich die Lokal-Nachrichten Teltow-Fläming in der „MAZ“ lese, wird mir der Samen flockig, wie wir es im Knast nannten. Fast nur noch Kitsch in höchster Potenz. Und ausgerechnet diese Typen nennen die Mauer-Republik spießig! Es sind eben immer die anderen…

Mi., 22.08.12:

Erst gegen 02:30 eingeschlafen, um 06:30 aufgestanden… Um 08:00 rufe ich die Anwaltskammer an, weil ich endlich klären muß, warum laufend zwei Daueraufträge erledigt, dann aber die Beträge wieder zu mir zurückgebucht werden. Die Bank teilt nur immer routinemäßig mit, die Verbindung stimme nicht. Warum aber funktionierte es jahrelang? Warum steht Ingo, mein Anwalt, überall im Weltnetz, aber über die angegebene (alte) Nummer ist er nicht zu erreichen? Was ich befürchtete ist eingetreten, Ingo Bloedorn ist verstorben. Jetzt die Abwicklerin anrufen, die erst ab 09:00 zu erreichen ist, also tippe ich. Die können einem nur alle die kostbare Zeit stehlen werde ich langsam sauer. Der
Sicherheitscode spielt nicht mit. Wozu gibt es solchen Quatsch, wenn man all und jeden am besten persönlich kennenlernen muß!? Soll ich mit dickem Bein und Bandscheibenschaden bis zum Kurfürstendamm jagen!? Es ist 08:45, ich muß noch 15 min. warten und versuche es auch noch telefonisch! Hier meine Mail, die nicht rausgeht:

Verehrteste,

wie ich gerade
durch die Kammer erfahre, ist “mein” Anwalt Ingo Bloedorn, leider
verstorben…

Auf eine Mail
erhielt ich schon vor mindestens einem halben Jahr keine Antwort, nun auch
keine telefonische Verbindung, obwohl das Weltnetz voll von seiner Kanzlei ist.
Warum wird, nach Todesfällen, das ganze Zeug nicht gelöscht?…

Der Gegenstand
sind zwei verschiedene Daueraufträge, von denen ich gern wüßte, ob alles voll
bezahlt ist, oder ein anderer Grund dafür besteht, daß die Beträge laufend
abgebucht und dann wieder zurückgebucht werden.

Buchungsdaten:

1.8.2012, Gebühr 193 B 1-01 sowie

135/98

Jetzt lese ich
beim Rückbuchungsvermerk wieder:

“Konto/BLZ falsch” und stelle fest, daß die
Commerzbank ihre neue BLZ angibt: 10020000 statt die alte BLZ, unter der
die  Daueraufträge liefen: 10080000
(Dresdener Bank Berlin).

Ich befürchte, daß
also die Bank den Mist verzapfte, daß vielleicht die neue BLZ automatisch
verzeichnet wurde oder, daß dort jemand bei der Arbeit der Umstellung
“schlief”.

Sie tun mir also
bitte den Gefallen und teilen mir mit, ob die Aufträge ordnungsgemäß beendet
wurden oder, ob ich noch Schulden habe. Nach Ihrer Nachricht wende ich mich
dann wieder an die Commerzbank-Filiale.

Telefonisch bin
ich nur bis etwa 09:30 und dann ab etwa 16:00 erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen, Gustav Rust

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Ein Kamerad hängte den „Beweis“ für die dauerhaft
beschworene Demokratie an, eine Strafandrohung an Günter Deckert, der nicht
einmal auf eigenem Grundstück eine fast private Feier abziehen darf. Die
Richterin des Staates, der nur noch auf dem Papier steht, verlangt für den
Bescheid mehr als 180,- Teuro! Für drei Stunden „Arbeit“ wie sie es
frecherweise nennt! Ich grüble, daß sie bestimmt zweimal Kaffee aufsetzte und
sich dies auch bezahlen lassen will… Armer „Rechtsstaat“, armes Vaterland…
Ich antworte ihm:

So ernst die Sache
ist, mußte ich doch desöfteren grinsen…

Sie haben eine
Scheiß-Angst! Wenn sie nur nicht 24 Stunden/Tag ihr Lied von der
“Freiheitlichen Grundordnung”, “Zivilgesellschaft” etc.,
anstimmen würden! Nur müßten sie dann ehrlich sein, diese Polit-Halunken!

Solche Typen wie
der aus dem Vogtland dürfen unbegrenzt feiern, ob für sich allein oder mit
Gesinnungskumpels, ist egal.

Hauptsache die Weltrevolution marschiert, ähh: schleicht,
damit es keiner merkt…

Was heißt
überhaupt ” MPD “? Bei Googl ist alles voll von Techno-Chinesisch,
also Denglisch. Du schreibst aber doch etwas von Partei! Schreibe also bitte
das Zeug aus, ich habe weder Lust noch Zeit, mich im Weltnetz über alles zu
informieren…

Mit Dank und kameradschaftlichen Grüßen, Gustav

———-

Eine Weile quatsche ich mit der Abwicklerin RA Betina
Herbst. Sie ist humorvoll u.s.w. Ich soll die Rechungen von Ingo Bloedorn
suchen! Dann rufe ich meinen Haftkamerad Helmut R. an, rede mit ihm, lese und
lösche Mails, antworte auf eine Einladung von Kamerad Mario Röllig zu einer
Protest-Aktion vor der Redaktion der „Jungen Welt“, dann ist es 21:00 !

Aussenstehenden
zur Information

Das angehaengte
Flugblatt ist frei… (NKWD-Potsdam-Flugblatt – Rust)

Danke fuer die Einladung, Kamerad Mario Roellig.

Ob ich komme, kann
ich noch nicht mit Gewissheit sagen (dickes Bein, vor allem aber Stuckerei auf
dem langen Weg vom Mahnmal am Reichstag bis zum bolschewistischen Kampfblatt
“Junge Welt” – Bandscheibe).

Ich frage erst garnicht,
ob mich jemand mit dem Auto mitnimmt, jedenfalls keine Kameraden, die zu feige
waren/sind, die erweiterte Neuauflage meiner Biographie zu rezensieren.
Vielleicht hat der eine oder andere Kamerad auch Angst vor Medienschelte der

freiwillig (!) gleichgeschalteten Presse? Wer weiss? Oder,
weil ich als Nazi verschrien bin, schlottern vielleicht einige Kameraden wegen
Zuwendungen der Eppelmann/Meckel-Stiftung? Eine sonderbare Haltung, singen doch
(fast) alle Funktionaere das Lied von

der sog. ” Freiheitlich-demokratischen Grundordnung
“, von der ” Zivilgesellschaft “, was immer das heissen soll und
andere vorgesungene ” Lieder “. Danke fuer die Bananen!

Am Di., 4.9.2012,
bin ich per RE in Cottbus, will dort noch einige Fotos von Wolf Biermann
machen. Er liegt mir mit seinen Läster-
Songs besonders am Herzen (” Chaussestraße 131 “, Kacheln von
den Fassaden der Stalinallee, die uns auf die Koepfe fallen etc.)

Wenn jemand mit
dem Auto hinfaehrt, bitte einen Strauß mitnehmen für den VOS-Gedenkstein plus
Friedhofsvase, Quittung mitbringen – er/sie bekommt das Geld sofort zurück.

Carl-Wolfgang
Holzapfel fragte ich per Mail, bekam aber wegen Mitfahrmoeglichkeit nach
Cottbus noch keine Rueckmeldung.

Kameradschaftliche Gruesse, Gustav Rust

———–

Unser, in seiner Ironie unübertroffene Kamerad Bodo Walther,
lästert im Forum von Dr. Mayer wieder über die (kirchlichen) Polit-Heuchler:

„Thüringer
Allgemeine“:

Noch
bis zum 5. September können sich Interessierte an der wissenschaftlichen Tagung
“Vom Arendsee zur Werra: Kirchliches Leben im Sperrgebiet
(1952-1989)” am 14. und 15. September in Heiligenstadt anmelden. Laut
einer Pressemitteilung der Sankt-Martin-Gemeinde gehts zu Beginn der Tagung im
Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Heiligenstadt in einem Referat
von Rainer Potratz aus Potsdam um das DDR-Grenzregime an der innerdeutschen
Grenze.

Zudem spricht unter anderem die
Thüringer Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Hildigund NeubertQuelle

Bodos
Kommentar:

Das könnte
spannend werden.

Vermutlich gehts aber leider doch nicht um die Rolle der Kirche bei der
Aufrechterhaltung der Mauer.

Und vermutlich auch nicht um Ehrhart Neubert, der da rief: Bleiben Sie hier!

“Wir bitten Sie, bleiben Sie
doch in Ihrer Heimat, bleiben Sie bei uns! … Helfen Sie uns, eine wahrhaft
demokratische Gesellschaft zu gestalten, die auch die Vision eines
demokratischen Sozialismus bewahrt.”

vermutet der BoWa

—————

Nachdem ich lange bei Dr. Mayer las, ist es schon 23:20, ich
haue mich hin…

Do., 23.08.12:

Hättste bloß nich wieda de lange Serie aus Knopp seine
Jiftküche üba de Wehrmacht anjekiekt, geht es mir beim Kaffee um 09:00 durch
den Kopf… Als im letzten Teil der jüngere Historiker Sönke Neitzel seine
Kommentare über die Judenverfolgung im Hinterland der Ostfront absonderte,
bekam ich den Eindruck, er wäre geschmiert worden. Die ewigen Wiederholungen!
Es glich dem uns aus der Schulzeit bekannten Nürnberger Trichter. Nur, daß wir
darüber feixen konnten und uns als 14-15-jährige Schüler den Alten aus grauer
Vorzeit überlegen fühlten… Brauchte Neitzel Geld? Wer braucht es nicht? Ich
sehe bei Googl nach, mal sehen, woher er stammt, wodurch er hauptsächlich
geprägt wurde. Er ist sogar Professor. Da muß er ja wirklich angepaßt sein, um
hier auf die Studenten losgelassen zu werden…

http://www.soenke-neitzel.de/de/dissertationen/

(hier ist unter „Vita“ nur Spärliches zu finden, mehr bei
Wikipedia)

Morgen regnet es, also erledige ich morgen das Zeug mit den
Daueraufträgen, es ist schon 09:50…

„John Smoker“ schreibt:

Betreff: AW: [Die
Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus] GEDENKSTÄTTE PROTESTIERT
GEGEN VERANSTALTUNG… (heute, vor der Redaktion der „Jungen Welt“)

Es wäre ja
großartig, wenn Herr Knabe auch vor der Wende schon so aktiv gewesen wäre und
uns Westberliner Ex – DDR – Bürgerrechtler im Kampf gegen die damals mächtigen
und reichen Stasiseilschaften ( die in Westberlin aus und ein gingen, uns in
unseren Wohnungen „besuchten“ und unsere Autos kontaminierten)  unterstützt hätte, als er noch kein
hochbezahlter und prominenter Gedenkstätten – Direktor war.

Aus dieser
Position heraus, und mit der Nachwende – CDU im Rücken -  ist es jetzt leicht, den Rächer der
Enterbten zu spielen.

Meine Antwort:

Ja, ja – wenn man
vorher wüßte, was die (politische) Zukunft bringt.

Ich nehme an, er
wird sich in stillen Stunden schon einmal alles halbwegs durchdacht haben. Dann
aber kommt die Partei, ob Mitglied oder nicht, dann wird man diskret beiseite
genommen und einem etwas ins Ohr geraunt. Und dann entscheidet man sich oder
zögert, was alles aufmerksam registriert wird… Und nun läßt er sich als
konservatives Aushängeschild für die Gedenkstätte mißbrauchen… Manchmal
scheint es mir, als wäre nicht nur der Einzelne dort ein Quasi-Radischen,
sondern die gesamte (parteipolitische) Gedenkstätte…

Was dann als
Geistiger Horizont in den Hirnen der oft jungen Besucher hängenbleibt, wäre
interessant und Untersuchungen wert. Aber, umsonst tut ja hier niemand etwas,
wo alles über Daumen und Zeigefinger läuft…

Ich muß endlich raus… MkG, Gustav

————

Kamerad Kuhlmann ist etwas angesäuert und will mir
vorschreiben mit wem ich in Sachen Aufarbeitung manchmal kooperiere. Ich soll
meine Zeit verplempern mit Eintragungen im „Kalei“-Forum? Was dort abläuft,
darüber darf sich jeder selbst ein Bild machen: eine riesige
Blödelei-Zeitverschwendung, weiter nichts. Nur geistig schwacher Schrott, eben
der ganz gewöhnliche, westzonale Sumpf… :

Hallo Gustav,

Du brauchst mich
zukünftig nicht mehr zu kontaktieren, weder um mir Kopien von irgendwelchen
Einladungen zu schicken noch um mir Deine Kommentare dazu zukommen zu lassen.

Ich informierte
Dich zweimal, zuletzt während unseres letzten Telefonates, darüber, daß unter
Bezugnahme auf Dich als Quelle seit Monaten üble Lügen und Verleumdungen gegen
mich im Forum “Kaleidoskop” verbreitet werden. Es wäre Ehrensache für
jeden anständigen Kameraden gewesen, diesen Lügen umgehend entgegenzutreten,
vor Allem, weil Du damit namentlich in die Sache

hineingezogen wurdest und damit diesen Lügen Gewicht zukam.
Du hättest nur einen einzigen klarstellenden Text dafür ins Kalei setzen
müssen. Du tatest es nicht. Im Gegenteil, Du pflegtest weiterhin Umgang mit einem
der Hauptübeltäter bei diesen Lügen und Verleumdungen, dem Sauhund Reinhard
Binder! Du schriebst in dessen Forum, telefoniertest mit ihm, wohl wissend, was
Du damit tatest.

Die Art und Weise
der nun schon jahrelangen Zersetzungskampagne gegen mich ist absolut identisch
mit dem Vorgehen der Stasi in deren Machtzeit in der DDR. Damals wurden die
Zuträger angeworben und entlohnt, die Mitläufer machten mit, um nicht
unterzugehen, diejenigen, die aufmuckten, wurden bestraft. Heute hat sich daran
nichts Grundlegendes geändert. Leute, die sich mit Schweinen gemein machen -
und das auch noch ungezwungen, freiwillig! – werden selbst zu Schweinen.

Laß mich also
zukünftig aus Deinem Verteiler raus, ich will mit diesem Gustav Rust nichts
mehr zu tun haben.

Klaus Dietrich Kuhlmann.

Hinweis: Diese Mail geht ausschließlich an Dich, ohne
Kopien.

————

Meine halbwegs kurze Antwort:

Danke für Deinen
Klartext.

Leider habe ich weder Zeit noch Lust, mit so einem
(geistigen) Schrott, der dort verzapft wird, meine restliche Lebenszeit zu
verplempern.

Ich las dort, suchte vergebens nach Hinweisen, wer hier
wieder gegen wen hetzt und bin der ewigen Rätselraterei überdrüssig!
Bekanntlich steht es um Volk und Vaterland nicht zum Besten – DAS IST FÜR MICH
WICHTIGER.

Alles Gute, Gustav

————

„CWH“ fährt aus Zeitgründen nicht zum Biermann-Auftritt nach
Cottbus… Erst um 11:30 auf dem Bahnsteig. Der Tag ist so schön wie gestern,
aber wieder keinen Lesestoff mitgenommen… Zwei Pläne gehen weg… Der Konservative
Lockenkopf studiert an der roten Kaderschmiede Humboldt-Uni Politologie und
BWL… Ich freue mich natürlich über seinen Besuch. Er fragt nach Manfred
Lerch, nee, lange nich jesehn. Kennste Dr. Wolfjang Maya? Katholisch, det muß
man wissen, und beede beharkten sich vor Jahren. Der Obafeldwebel der Reserve
und Held der Besetzung der Könichlich-Dänischen Botschaft. Der kurbelte mit
andan de Bellewügruppe an, weil Rau raus mußte. Aba wer kam denn rin? Herzoch,
dem vor so ville Ehre de Oogen feucht wurden und der vorher een Riejel vor de
villen Restitutionsansprüche schob… Und denn jibtet da noch een Wolfjang
Doppel. Damals hatten wa ja mehr Foren… Aba, weeßte ja, de Langeweile, das
schaukelt sich een Streit uff, bisset vor Jericht landet. Nu haben wa ja bloß
noch wenije Foren… Plötzlich steht er auf und geht… Immahin haste Dich mal
sehn lassen denke ich und hatte ihn scherzhaft gefragt, ob er nun einen auf
Nazi macht, weil die Locken weg sind und dafür die Glatze pflegeleicht ist.
Flaschensammler Andreas war gerade bei mir, da fiel mir wieder nur die Tarnung,
seine Glatze ein… Miriam füllt meine Flasche mit Kaffee auf, dann bin ich
schon gegen 17:00 am anderen Ende der Torstraße, Höhe U-Bahnhof „Rosenthaler
Platz“ am Rande des Scheunenviertels. Die Genossen Kierstein und sein Kumpel
bereiten gerade mit Helfern das technische Zeug vor. Ich grüße mit „Tach
allaseits“ und grinse. Det Jesicht kennste doch? Und det ooch. Wir kennen Sie
auch (oder Dich)… Is ja schön, daß wa uns kenn, wa, Jenossen? Uns wurden am
Alex de Oogen vor Rührung feucht, als der Film „Alltach eena Behörde“
uruffjeführt wurde und det Euch so schlecht jing, dassa de Briefkästen voll
Papier stoppen mußtet um nich zu vahungan… Dann wieselt eine schlanke, ranke
Germania von etwa 26/27 herum. Ich feixe sie auch an. Biste ooch von hier? Ja,
lächelt sie. Machta hier heute ne FDJ-Vasammlung? Sie versteht und feixt, zeigt
ihre Zähne. Sogar die Sommersprossen hielten sich… Ich kaufe ein Heft zu
Joachim Gauck: „Wir sagen an dieser Stelle einfach mal Nein danke – Der
Gauck´ler wird entlarvt“… Dann qualme ich draußen, grüble über die zwei
Stunden, die ich warten muß. Langsam trudeln die Kameraden ein. Es wird
„abgespult“ mit Erich Weinberg, dann kommt noch ein Kamerad, der, wie ersterer
in Bautzen II saß. Sie quatschen über die Sauerei des „Sozialstaats“ samt Stasi
mit Kamerad Werner Krüger, um den sich Adam Lauks und Petra kümmern:

http://www.ahnenforschung-ellguth.de/wordpress/?attachment_id=1407

Die Augen sind
noch einigermaßen gut, von weitem erkenne ich Kamerad Fluchthelfer Hartmut
Richter, der mir zuraunt, Kierstein
würde mich in dem Buch erwähnen. Natürlich hochinteressant für mich,
aber drinnen ist schon ein ziemliches Gedränge. Einige Flugblätter verteile
ich, dann bedienen sich manche Genossen und Außenstehende selbst. Ich kann mich
setzen. Dr. Kittan kommt und einige Journalistinnen oder andere jüngere Damen
in bestem Alter. Eine Dame vom Deutschlandfunk müht sich ab. Es dreht sich um
den Geburtstag von ausgerechnet (!) Margot Honecker – das ist für die Spiel-
und Spaßgesellschaft wichtig. Fast so wichtig wie „Traumschiff“ und Dr. Wussow
aus der Schwarzwaldklinik! Da fehlen nur noch jede Menge Gartenzwerge und an
den Wänden Elfenreigen oder röhrende Hirsche! Genau der „Muff aus tausend
Jahren“ der Achtundsechziger! Der Dame gebe ich trotzdem das Flugblatt mit den
Pressestimmen: „Für zu Hause, janz in Ruhe…“ und sage ihr, mich würde sie am
Mahnmal am Reichstag finden… Kameradin Kerstin Kuzia kommt, aber nach der
Begrüßung ist kaum noch Zeit, sie auf ihr absolut wichtiges und erstklassiges
„Torgau-Lied“ anzusprechen. Ich kann nur schnell an den Haaren riechen, dann
spulen sie unter sich ab, wobei Männer (fast) nur stören. Die Kameraden Hugo
Diederich und Rainer Buchwald sind da. Hugo hat jede Menge Termine, Rainer weiß
schon, daß er nicht nach Cottbus fährt… Aus Hohenschönhausen erscheint auch
Kamerad Mike Fröhnel… Um 19:40 wieder am Mahnmal. Weil „Neuland“ jetzt länger
geöffnet ist und ich etwas aufgewühlt bin, brenne ich zwei halbe Fackeln ab.
Miriam füllt noch einmal Kaffee nach, der auf Kosten des Hauses geht… Denis
gibt mir 6 westzonale Pappbrötchen, sonst müßte ich das harte Brot mit der
Keissäge schneiden… Ein Ehepaar meiner Generation kommt und bleibt bei Schirmer
und Benno Prieß stehen. Sie kriegen beide Flugblätter (Spurenbeseitigung und
Pressestimmen). Er macht einen auf beleidigt, weil ich seinen Akzent nicht
definieren kann. Dann stecke ich die zweite halbe Fackel an, worauf der
glatzköpfige Tscheche, der sich gerade den oberen Text reinzieht, lächelt und
mir spontan die Hand reicht. So schnell es geht, reiche ich auch ihm beide
Flugblätter, einige Sätze wechseln wir, er war werweißwann Grenzsoldat! Ich
sehe ihn noch Richtung Passage verschwinden und rufe, aber er geht seines
Weges. So kann ich ihm nicht auch noch das Stasi-Stolpe-Flugblatt mit Schröders
schleimigen Brief an den „Lieben Genossen Egon Krenz“ aus meinem Beutel zerren.
Es ist ja anzunehmen, daß er eine Frau hat und sich regelmäßig am Stammtisch
treffen „darf“… Um 21:40 erwische ich „meinen“ Zug und kann mich endlich
abseifen und Tippen… Um 02:20 sind neun Nachrichten zu lesen oder
wegzuklicken!

„John Smoker“ meint zu Dr. Knabe (siehe weiter oben zu Dr.
Hubertus Knabe):

Er hat stillschweigend
zugesehen, wie Reiprich drei ihm unbequeme Besucherreferenten, von denen zweie
langjährige Haftzeiten beim Stasi und langjährige Widerstandbiografien hatten,
mit sogar kriminellen Methoden ( vorsätzliche Verleumdungen, die Strafanzeigen
nach sich zogen) rausschmeißen konnte.

Vorher war er bei
den Grünen.

Die Grünen sind
seit langem eine antideutsche Kaderbewegung, in der sich maoistische,
stalinistische und trotzkistische Strategielemente mischen.

In der
Gedenkstätte Hohenschönhausen promotete und promotet er vor allem die
kommunistische DDR – Opposition, die “antistalinistisch” war.

Das läßt auf einen
trotzkistischen klammheimlichen Gesinnungsbackground schließen, da ja die
Trotzkisten und Stalinisten verfeindet waren und sich seit Jahrzehnten schwere
Kämpfe lieferten.

Die Trotzkisten
sind mittlerweile – gemäß ihrer Ideologie – überall in Europa und auch in
etliche Bereiche der USA eingesickert und haben es wie Barroso ( zweitweiliger
EU – Boß ) zu Spitzenpositionen gebracht.

Es ist deshalb
auch keineswegs auszuschließen, daß die Grünen ihn in die CDU delegiert haben,
er sich sofort als großer Antistalinist positionierte, Sondervergünstigungen
bei der Gauckbehörde bei der Akteneinsicht reklamierte, und gut bestückt mit
Material zum Entzücken der Berliner CDU dann wissenschaftlicher Direktor wurde.

Ein
repräsentativer Posten, wo er weiter reisen, schreiben und Vorträge halten
kann, während andere die Arbeit machen.

Wenn mich nicht
alles täuscht, mein lieber Gustav, hattest du / oder hast noch – dort auch (
wegen nichtkonformer Reden und Veröffentlichungen) “Hausverbot”.

Hättest du den
stalinfeindlichen linken Trotzkisten gespielt, wärst du vermutlich
stellvertretender Gedenkstättendirektor gewordenJ))))))))))

Heute ist in der
Obersten Riege der Hohenschönhausener ( Kockisch, Fraunhofer, Knabe ) überhaupt
niemand mehr zu sehen, der “Im Kampf“ gestanden hätte, und die einstigen
Häftlinge, die dort als “Zeitzeugen” den Besuchern die Einführungen
halten können, haben sich genau an die „Schulbuch“ – Vorgaben zu halten.

Wehe, wenn sie
sich über die bundesdeutschen Politiker beschweren, die mit der SED und ihren
Beauftragten ( Schalck – Golodkowski und Konsorten) dicke Freundschaften
pflegten !

So erfahren die
Besucher wieder nur die halbe Wahrheit, aber wer nicht spurt, den schmeißt
Knabe ( ob auf Befehl / Empfehlung oder eigenen Antriebe ) raus.

————

Ich antworte noch so schnell es geht:

Riesengroßen Dank!
Habe ich ihn doch richtig eingeschätzt.

Ich darf Dich
daran erinnern, daß vor Jahren ein junger Mann als musikalische
Untermahlung/Einstimmung sein Können als damals 16-Jähriger zeigen durfte. Es
war sein Sohn. Zeige mir den Vater, der nicht stolz auf seinen Stammhalter ist
- Sofort hatten die Verblödungsmedien ein völlig unwichtiges (Kitsch-)Thema -
um abzulenken vom Elend von Volk und Vaterland!

Dazu fehlt nur
noch, gewissermaßen als “Krönung”, die “Heilige Familie”
beim Kaffeeklatsch mit Bibel und Gesangbuch. Weil die Medien routinemäßig gern
auf sog. Prominente zurückgreifen, würde dazu “unserer”
Dipl.-Religionspädagoge Rainer Wagner von der UOKG gut passen… Einer muß ja
für Ordnung/Moderation sorgen, damit der Kaffee oder Tee nicht verkleckert
wird… Die versoffene Bischöfin dürfte einige Papierflugzeuge basteln für die
krabbelnden Kinder oder Hündchen oder Katzen oder, oder, bla, bla… Ähhh – die
Gartenzwerge dürfen im Geiste mitbeten wie in “Gottes eigenem
Land”…

Jetzt muß ich noch
nach dem neuen Titel von Stasi-Vernehmer Kierstein suchen. Hätte ich doch nur
an Ort und Stelle eines signieren lassen. Aber ersteinmal ziehe ich mir, soweit
schon zu finden, Rezensionen rein (heute bei Junge-Welt, Torstraße, am
Scheunenviertel). Hartmut Richter raunte mir zu, Kierstein hätte mich
erwähnt…

Für Dich reicht
es, Du denkst ja mit, und ich muß mich hinhauen.  MkG, Gustav

————-

17. Juni 1953 e.V. sendete:

Verlotterte
Erinnerung: Vor 50 Jahren
starb  Hans-Dieter Wesa

Berlin, 23.08.2012/cw – „Denn die einen stehn im Dunkeln und
die andern stehn im Licht. Und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln
sieht man nicht.“ [Bertold Brecht]

Peter Fechter
stand mit seinem grauenhaften Tod im
Licht der Weltöffentlichkeit. Dank des Kameramannes Herbert Ernst und
des  Fotografen Wolfgang Bera. Ernst
hielt den Transport des sterbenden Peter Fechter unvergesslich fest, Bera
fotografierte den sterbenden jungen Deutschen unmittelbar hinter der Mauer
liegend; sein  Foto von der Hebung
Fechters über den Stacheldraht

wurde zur fast heiligen Ikone der Erinnerung an die
Mord-Mauer.

Kein  Wunder, dass seither seiner Ermordung
gedacht wurde. Zum 50.Todestag holte man gar einen Vorschlag von 1962 hervor
und forderte lautstark und medienwirksam eine Peter-Fechter-Straße.
Immerhin.  (…)

Hans-Dieter Wesa
starb nur sechs Tage nach Peter Fechter. Der achtzehnjährige Transportpolizist
(DDR-Bahnpolizei) war am Bahnhof Bornholmer Straße mit einem Kollegen zur
Grenzsicherung eingesetzt. Warum Wesa, der bereits wegen der Vereitelung einer
Flucht belobigt worden war, nun selbst zum Flüchtling wurde, wird sich nie mehr
klären lassen. Jedenfalls hatte er Glück, war bereits im Französischen Sektor
angelangt, als ihn die Kugeln seines Kameraden tödlich  trafen. (…)

Lesen Sie bitte weiter: _www.17juni1953.de_
(http://www.17juni1953.de)

————

Es ist 04:00, jetzt suche ich nach dem Buch und gebe
auf.

Fr., 24.08.12:

Absoluten Tiefschlaf gefunden, es ist schon 10:50… „CWH“
kostet Zeit, jedenfalls herrscht Ordnung und man erreicht die beiden. Tatjana
kann mithören. Er liest mir etwas gut formuliertes, Christliches vom
Dipl.-Religionspädagogen Rainer Wagner vor. Diese Sorte Mensch kann einen guten
„Eintopf“ kochen – auf dem Papier. Auf der Straße sieht man sie kaum. Der
Sonntagsanzug könne einen Fleck bekommen… „Dorchen“, meine Großcousine, nimmt
ab. Mit 84 geht es ihr im Moment einigermaßen gut. Dorchen, für Dich quäle ich
mich in Zossen de Weinberje hoch. Denn jehtet unten rechts hinta Benno Fundas
Chausseehaus um de Ecke… Sie lacht (noch). Mit dem Radrennfahrer weiß sie
vielleicht nichts mehr anzufangen. In Schöneiche wurde zur damaligen Zeit
(noch) richtig gearbeitet, man hörte es klappern… Heidi nimmt nicht ab, ist
vielleicht bei Nachbarn. Ich bestelle Grüße an „Netti“, unser Töchterchen…
Dann suche ich die Tel.-Nr. von Kamerad Hartmut Richter oder frage Hugo
Diederich. Letzterer gibt mir die Nummer, aber es ist besetzt… Es bleibt mir
nichts anderes übrig als doch das Weltnetz abzugrasen… Bei „Zeit“ und „Junger
Freiheit“ ist nichts zu finden. Reinhard Frickes (+) Gabi pennt noch… Weiter
mit Post („Smoker“):

Ja, Gustav, wenn
wir etwa 500 von deinem Charakter hätten, von Anfang der Wende her, dann hätten
wir die dicken Renten und die Stasi Hartz IV!

Wir hätten die
Parteibonzen mit Aktionen plattgemacht.

Reiprich hätte auf
die Fresse gekriegt, und den Knabenarsch hätten wir in Rührei gebadet. Aber das
kannste nicht mit diesen kranken Waschlappen und Weicheiern machen.

Aber mit nur
Fünfen bis Fünfzehn werden sie fertig. Die heißen dann Radikale und kriegen
überall Hausverbote.

Nun hat die Stasi
die dicken Renten und wir Hartz IV.

Weil sie eine
Armee von Anwälten haben, und haben kein Geld um uns auch nur einen leisten zu
können. Außerdem ist sofort die Evangelische Kirche da, und fordert daß wir uns
versöhnen und keinen Sozialneid aufkommen lassen.

Seit 20 Jahren
frage ich mich , warum haben wie keine „Hausantifa“ ( wir könnten diese ja die
„Geierfänger“ nennen, die könnte ja die Stiftung Aufarbeitung finanzieren !! J)
) die denen dafür sofort die Autos und Frackschöße ansengt?????

Das ist billiger
als eine Truppe Anwaltsabzocker und wirkt auch schneller !

Nun sage nur , wir
sind nicht auch selbst dran schuld.

————-

Antwort:

Danke! Ich muß
noch bei Dr. Mayer nachsehen, um auf dem Laufenden zu bleiben, dann muß ich
endlich raus. Gestern wollte ich nicht weiter stören (Bein und Kreuz), mußte
nach Hause. Kierstein soll mich auch erwähnt haben, wie mir Hartmut Richter
zuraunte, dann war allgemeines Gequatsche, Händeschütteln etc. angesagt… Die
neue “Große Vorsitzende” der VOS, Vera Lengsfeld, kam als
allerletzte, stand scheinbar zu lange vor dem Spiegel. Ich konnte ihr nur noch
zunicken, saß schon auf dem Rad und mußte “Gas geben”. Die Tür war
noch offen, weil drinnen alles voll war. Draußen machten noch einige „Lange
Hälse“…

Machs gut aber nicht so oft, Gustav

————

Erst um 15:00 auf dem Bahnsteig! Ich lege nicht einmal etwas
aus, weil ich die Folie nicht mitnahm. Aber es bleibt trocken… Qualmerei,
Kaffee… Heute kann ich mir wieder nur die Touristen ansehen und nehme morgen
das „Gauckler“- Heft mit… „Mista Tschao“ harkt und verschwindet bald… Zu
meiner riesigen Freude besucht mich das Kameraden-Ehepaar Freya und Christian aus
Neustadt bei Coburg. Vielleicht kommen sie morgen noch einmal. Wir „spulen ab“.
Mittendrin gibt mir eine Kanadierin 5,- EUR Spende, die erst einmal ins
Spendenfach müssen… Ich erfahre dann etwas regionales aus der VOS. Ein Peter
Heubach, in der Schule nicht allzu gut gewesen, dann freiwillig zum
Wach-Regiment… Als Alias-Namen wählte er, wegen nicht allzugroßer Phantasie,
seinen Vornamen „Paul“. Er wandelte sich also zum Knecht und sickerte in die
VOS ein. Kinder/Jugend-Traum: Schwimm-Meister. Will er nun noch immer „nur
unser Bestes“? Nein, er will auch einmal im Mittelpunkt stehen. Wer will es
nicht? Ich bekomme eine Mail dazu… Zwei schlanken Mädchen aus der Ostmark
erkläre ich die Plakate… Holländern gebe ich die Flugblätter mit… Dann noch
einmal einer Mutter und großer Tochter. Mutters Eltern flüchteten zeitig genug
zu Verwandten in Düsseldorf und anderswo. Vater war Soldat, wollte Lametta,
wollte zeigen was er kann, stammte aus Oberschlesien. Er hörte aber auf seinen
Vater und ging nicht zur Waffen-SS. Die Frau Mama wuchs in Leipzig auf… Das
Brot darf ich morgen beim Vietcong nicht vergessen… Schön, daß die
„Neuland“-Bude länger öffnet. Ich kaufe mir für 1,70 einen „Bremsklotz“ mit
Pappbrötchen… Die verflucht schwere Spendenbüchse muß ich mitnehmen, weil das
Bistro schloß… Um 20:15 erwische ich „meine“ Bahn und bin endlich in meiner
„Höhle“… Um 22:50 sehe ich nach Post, nein muß nachsehen ob ich Oberfeldwebel
und Ritterkreuzträger Dr. Uhlig scannte. Dann kommen beide Seiten der Einladung
Lager Marienfelde dran, weil sie zu wichtig sind. Ein Symposium zum Freikauf
„DDR“ und Südosteuropa (Geschichte des Freikaufs, ein Journalist Ernst
Meinhardt, Berlin; dann Podiumsdiskussion – das Übliche)… Langsam falle ich
fast vom Stuhl, Einladung gescannt…

Kameradin Kerstin Kuzia sendete ein völlig wertloses
Filmchen. Alles quatscht durcheinander, nichts versteht man… Das neueste
VOS-„Aushängeschild“ Vera Lengsfeld stellt zwar Fragen und gibt Antworten,
aber, der Terror beginnt wieder einmal und auch bei ihr mit der Schandmauer,
worauf namentlich Frauen lachen: Es sind ja nicht ihre Toten! Nicht einmal der
Begriff taucht bei ihr auf, obwohl von Willy Brandt benutzt, der deutschen
Boden in norwegischer Uniform betrat! Rausgeschmissene Zeit! Trotzdem brauchen
wir Kerstin. Eine Frau und westzonale Technik… Wie wäre es, wenn iwanische
Frauen kämen? In den stalinschen Steppen schufteten auch Frauen, auch als
Schweißerinnen: Die Steppenschwestern haben eine ruhige Hand. Alles gut
gemeint, aber, wenn der Kommentarmodus deaktiviert ist – alles Ami-Kinderei,
eben Facebook… Es ist 01:50…

Sa., 25.08.12:

Zweimal bücken, etwas Musik gehört (zuletzt Meyerbeers
Fackeltanz), rasiert, Kaffee ist durchgelaufen, 08:30… Kamerad H.-J. Kowalke
ist schon wach… Kamerad Rüdiger Schirner treibt sich in Rheinsberg herum…
Kam. Hartmut Richter schrieb gestern die versprochene Mail:

Lieber Gustav,

   man sollte
prüfen, ob diese unverschämte Relativierung und Verdrehung nicht juristisch
geahndet werden sollte. Gut, dass auch viele Mitarbeiter der Gedenkstätte,
Zeitzeugen hier waren. Kierstein und Genossen bedienen sich hierbei eines
Instrumentariums, das einen Karl-Eduard von Schnitzler noch übertrifft. Gelernt
ist eben gelernt. So habe ich es in meinem Redebeitrag bei der Veranstaltung
auch ausgedrückt. Seit gestern früh übrigens ist meine erste Reaktion, bevor
ich dieses Machwerk “Drachentöter” gekauft habe, nun doch zu lesen.

Vielleicht sollten
auf der Verlagsseite sich mehr von uns ehemals Verfolgten äußern. Wir waren zu
liquidierende feindlich-negative Objekte (also nicht einmal Subjekte) in der
verquasten Vorstellungswelt und Terminologie der alten Genossen. Dabei konnte
hier der Sache wegen durchaus auch die physische Vernichtung in Betracht
gezogen werden, wie wir inzwischen wissen.

Das Machwerk zeigt
uns nun, wie wichtig unsere Arbeit besonders in der Gedenkstätte
Hohenschönhausen ist. Getroffene bellen besonders laut. Mit entsprechenden
Erklärungen (Beria-Befehl) sollten auch die Folterzellen weiterhin gezeigt
werden, jetzt erst recht! Da man nun auch mehr als 1994 mehr darüber weiss,
sollten mit Restaurierung des U-Boots diese Zellen vielleicht an Originalorten
restauriert werden. Keinesfalls sollten wir uns von Demagogen wie dem
Vernehmungsführer Kierstein davon abhalten lassen, diese Nachkriegsmethoden der
Geständnisgewinnung zu beschreiben bei Führungen.

Mein Wunsch wäre
es, auch den Denkort, den restaurierten Friedhof Rhin/Gärtnerstr. in
einführenden Vorträgen mit ein paar Sätzen einzubeziehen. Als zu DDR-Zeiten
sterbliche Überreste ehemals Internierter, auch in Nachkriegsjahren
verstorbener U-Bootinsassen, gefunden wurden, ließ man diese als vermeintliche
Kriegstote auf Müllkippen entsorgen.

Als man ähnlich
wie auch in Sachsenhausen, Buchenwald, Fünfeichen, Ketschendorf, Weesow usw.
menschliche Gebeine im ehemaligen Sperrbezirk fand, hörte man von der alten
“Genossenschaft”, dass das eventuell ja Menschen waren, die von
“Faschisten” erschossen wurden. In den 11 Lagern waren ja auch angeblich
nur “Faschisten”. Erst unsere Aufklärungsarbeit, Rehabilitierungen
russischer Juristen brachten die Verantwortlichen dazu, Realitäten zur Kenntnis
zu nehmen und schlussfolgernd dann auch die bisherige Weltsicht zu prüfen.
Kierstein und Genossen sollten dies eigentlich auch inzwischen begriffen haben.
Ihnen geht es wohl darum, sich vor ihren fragenden Kindern und Enkelkindern zu
rechtfertigen.

Vergessen werden
sollte auch nicht, dass in der alten Bundesrepublik beginnend 1963 mit der
Entspannungspolitik die DDR weich, sehr weich gezeichnet wurde. Es gibt wohl
also gesamtdeutsch Aufklärungsbedarf.

in kameradschaftlicher Verbundenheit, Hartmut Richter

http://www.buchredaktion.de/kierstein-drachentoeter.html

—————

Um 09:30 qualmt die vorerst letzte Zigarette, dann rufe ich
Fotograf Georg an, er ist schon in „Papestraße“… Er muß aber noch einmal
zurück, ich kann mir in Ruhe den „Roten Mohn am Monte Cassino“ anhören.

13:00 Bahnsteig Potsdamer Platz… Eine zierliche
Chinesin fragt etwas, man weiß, daß es alle eilig haben. Die Brille bleibt
liegen, ich  hänge erst schnell die
„Acht“ ans Gelenk. Dann grinse ich und will sie zur Bude schicken, aber sie
flüchtet fast… Ein deutsch sprechendes Polnisches Ehepaar aus Danzig mit
großem Sohn… „Mister Tschao“ ist da, Dirk, Inge und viele andere
Flaschensammler… Einer Kleingruppe Australier gebe ich Flugblätter mit, ihr
Führer ist aus Mainz und studiert Sonderpädagogik… Einer irakischen Familie
mit Töchterchen von 10/12 Jahren gebe ich das Flugblatt mit, weil Papa fließend
deutsch spricht, dann starte ich… Nach dem schönen Tag am Mahnmal kommt es am
Aufzug doch zum „Krach“. Ein Pärchen von um die 22/24 wartet. Mama schiebt den
Wagen des Säuglings. Der Aufzug kommt ewig nicht. Er drückt mehrmals aber nicht
hektisch den Knopf. Ich kann wieder das Maul nicht halten, bin sauer, sehe ihn
an: „…weil hier allet außen Urwald kommt…“. Er, selbstbewußt, steht
flapsig, jedenfalls schaukelt es sich auf wie in der Eckkneipe. Er ist nur
Flüstertöne gewohnt, in mir kocht die Wut. Wieder das Übliche. Bis die Rangelei
beginnt. Mama ist drin, er auch, ich Ochse trete mit rechts, als die Tür sich
endlich schließt. Der Mainzer aber, ganz Mann und genauso auf Achtzig, stürzt
noch schnell raus. Ich weiche zurück, falle natürlich wieder mit dem Rad
zwischen den Beinen, bekomme aber sein Hemd zu fassen. Jetzt habe ich ihn
direkt über mir… Er läßt von mir ab und fährt, ich kann, mit oder ohne Hilfe,
aufstehen. Alle Tische sind voll, einige Stimmen hört man noch. Dann stehe ich
wieder. Der Mainzer ordnet sein zerrissenen Hemd, ich denke, daß er nun von
seiner besseren Hälfte Feuer kriegt – natürlich diskret, nur kein (politisches)
Aufsehen erregen. Vom Bürgersteig her keift mich eine (noch) schlanke Frau von
um die 33/35 an, wollte wohl helfen, steht schon an den Taxis: „Uff dich würde
ick hörn, tschüß!“… Es ist 17:30, bald zu Hause, Kunst und Krempel verpasse
ich nicht auf Bayern 3… Anja erreiche ich, sie kommt morgen…

So., 26.08.12:

Nun muß ich warten… Anja kommt, wischt Bad und Küche,
räumt vor allem die Arbeitsplatte auf… Dann sitzen wir vor der Röhre, ich
suche den „Roten Mohn von Monte Cassino“… Lieber wäre ich gleich mit ihr nach
unten gegangen… Bei uns Aufzug noch nicht in Ordnung… Drei Stück Käsekuchen
von „Neuland“, Kaffee (Kanne zu Hause). Ein ruhiger Tag…

Mo., 27.08.12:

Gegen 08:30 aufgestanden, jetzt schon 12:50!… Kerstin
Kuzia sende ich:

Liebe Kameradin
Kerstin,

sende mir bitte
Deine Tel.-Nr., das geht schneller.

Es gibt zu viel zu Besprechen. Schließe Dich mit dem 17.
Juni 53 kurz (CWH und Tatjana Sterneberg). Dann können wir uns am Mahnmal
treffen… Weil Du zum ” Schönen Geschlecht ” gehörst:

” Das Brüllen
der Kanonen hat für den Philosophen die gleiche Bedeutung wie der erste Schrei
des Neugeborenen für das ängstlich lauschende Ohr der Mutter ”
(Marx/Engels)

Aber hier ist der Eindruck wichtig. Soll ich mir für die mit
Gartenzwerg auch noch extra Filzlatschen kaufen?

In kameradschaftlicher Verbundenheit, Gustav

———-

Eine elendig lange
Diskussion läuft unter dem Titel „Wie man eine förderungs – und antragswürdige
Institution entsprechend den Förderregularien aufbaut“. Alles schön und gut…
Wenn nur nicht immer wieder (nur) einige Adressaten im Verteiler wären! :

Wie man eine
förderungs – und antragswürdige Institution entsprechend den Förderregularien
aufbaut. Kostproben:

Bevor es überhaupt
irgendeine Satzung gab, wurde schon in den ersten Tagen der Gründung des
ASUM-Forum e.V. ein Mitgliedsbeitrag von 36 € angekündigt. Das war wohl das
Wichtigste, denn eine Satzung gibt es meines Wissen immer noch nicht. Für was
sollen denn eigentlich die 36 € gezahlt werden? Es paßt auch nicht zu einem
Forum für SED-Opfer, wenn da vom Admin dauernd für irgendwelche Gesundheitswässerchen
geworben wird. Nach den negativen Erfahrungen mit der VOS, die keine richtige
Kontrolle zuläßt, wie die Mitgliedsbeiträge und Spenden verwendet werden, kann
man sowieso nicht darauf vertrauen, daß nicht mindestens ein Teil der Zahlungen
in irgendwelche Taschen landen. So wie das nachweisbar bei der VOS schon
geschehen ist. Geld kann man immer gebrauchen aber man darf niemals Gelder, die
für die Durchsetzung der Interessen der SED-Opfer gezahlt und dringend
gebraucht werden, für eigene Interessen mißbrauchen

———–

Die “Lahrmann
GbR” wird wohl m.M.n. nicht viele Interessenten anlocken;-)

Gobsch und Trawiel haben ja auch schon eine solche
Gesellschaft, ist auf Gobsch’s ASUM Forum mit jaehrlich wohl 30 EUR  Mitgliedsbeitrag ausgeschrieben:-) Kenne
aber niemend der da Mitglied ist (und wenn es jemand gibt, zahlt der bestimmt
KEINEN Beitrag, was nicht notwendig damit zu tun haben muss, dass er kein Geld
hat).

Solche Sachen
muessen so von Anbeginn behandelt werden, dass jeder Zweifel an persoenlichen
Interessen, ob finanziell oder private Anliegen, ausgeschlossen ist!

Um es so zu sagen,
auch wenn ich Multimillionaer waere, wuerde ich mir SCHWER ueberlegen, ob ich
Mitglied wuerde, denn es koennte leicht sein, dass mein Geld auf einmal Beine
bekommt und auf einmal der ” Stiftung ” gehoert!  W

————

„ Smoker “ meint:

2012/8/26 John
Smoker <…>

Dann wäre ein
Verein oder ein registrierter „Arbeitskreis“, oder eine „Gesellschaft“ – wie
die “Robert – Havemann – Gesellschaft“ (natürlich auch eine Stiftung aber die
kostet erstmal Geld) die bessere Lösung.

Aus deshalb weil
es besser aussieht, wenn das ganze Ding nicht unter dem Namen einer
Einzelperson der Truppe läuft, weil das immer Anlaß zu Vermutungen gibt, diese
wolle sich unter dem Vorwand einer juristischen Person eine Geldquelle auf
anderer Leute Kosten erschließen.

Bei einem Verein
würden relativ geringe Kosten, nämlich nur die Nettokosten anfallen und dann
wäre das mit etwas Bürokratie verbunden (vor allem, wenn man Gemeinnützigkeit
anstrebt).

Ebenso gut wäre ein
„Arbeitskreis“, den man auch eintragen lassen kann, oder eine
„Forschungsgesellschaft“ – beide kann man eintragen lassen.

Es ist jetzt schon
ein bißchen spät für solch eine Gründung, weil leider viele gut sortierte „Top
- Informationsträger“ , wie Siegfried Heinrichs, Peter Fischer, Sieghard Pohl,
gestorbene sind.

Zum anderen sind
wohl noch einige da, denen man nicht erst das ABC beibringen muß.

Das Problem wäre
natürlich, diese zu sammeln. Würden Sie das denn auf sich nehmen?

Es sollte ja
möglichst Leute sein, die zu strukturierter und investigativer Recherche und zu
Veröffentlichungen auf einem dementsprechenden Niveau befähigt sind, am besten
solche, die bereits Veröffentlichungen vorzuweisen haben, die man sich ansehen
kann.

Wenn also
beabsichtigt ist, bei der Stiftung Aufarbeitung einen Antrag zu stellen, dann
wäre unbedingt erforderlich, vorher, die Stiftungsmitglieder zu recherchieren,
und sich in den Jahresberichten die Verteilung der Mittel anzusehen. Wenn mich
nicht alles täuscht, geht der Löwenanteil an die „Robert – Havemann –
Gesellschaft“, die sogar ein paar Vollzeitstellen bewilligt bekommen hat – und
es gibt nicht den geringsten Grund, diesen Löwenanteil gutzuheißen, da Robert Havemann
und sein kleiner Kreis von Reformkommunisten keineswegs dem Mehrheitsanteil der
DDR – Opposition entsprach.

Warum dies noch
niemand festgestellt hat, wundert mich zwar bis heute, aber es scheint ja so,
daß die meisten Ossis seit 1990 von Monat zu Monat blinder gegenüber der
Realpolitik werden.

Denken Sie einmal
darüber nach – Sie ersehen daraus auch, daß durch die durch nichts zu
rechtfertigende Vergabe des Löwenanteils an die „Havemänner“ der Rest der
Antragsteller zu kurz kommen muß und relativ geringe Mittel des überhaupt
kleinen Budgets (schon die Rosa – Luxemburg – Stiftung alleine hat mehr Geld
als die Aufarbeitungs – Stiftung !) für den Rest zur Verfügung bestehen, wobei
hier zu beachten ist, daß die gesamte Personaldecke der Aufarbeitungsstiftung
aus ausgelesenen Kadern der SPD besteht !!!!

(Ich habe längst aufgehört mich über die parteipolitischen
antidemokratischen machtspiele zu wundern).

Die Chancen, dort
etwas zu bekommen, sind also keineswegs rosig, und nur bei außerordentlichem
Aufwand und zahmer Themengestaltung in nur bescheidenem Maße möglich.

Hier hätte man
schon vor 15 Jahren einhaken müssen, aber wie schon gesagt, die kritischen
Ossis, die nicht nur zwei linke, sondern wenigstens eine, wenn nicht sogar zwei
rechte Hände haben, sind unter den SED- Verfolgten ja dünn gesät ( Bei den
Kommunisten- und Blöckflötenkadern hatte offensichtlich jeder nicht nur zwei,
sondern vier rechte Hände, die er aufhalten konnte !).

Ich höre von Ihnen, Beste Grüße !

——————-

„ Quadriga “ weiter unten:

Hallo Herr
Deinert,

> die Frage ist, kann ich Sie mit einen 10% Anteil ? als
freiberuflicher Autor der Lahrmann GbR mit anführen.

> Eine Genehmigung des Antrages durch die Stiftung ist so
gut wie ausgeschlossen.

> Das wir uns immer als Opfer bezeichnen gefällt mir auch
nicht, aber auch mir ist bis jetzt noch kein besserer Name eingefallen.

> Widerständler vielleicht noch, wir sind in der
orwellschen Neusprechfalle gefangen.

> Der Begriff Holocaust ist eine Neukreation, aber dafür
benötigt man Hollywood, um den Begriff bekannt zu machen.

> Zentralrat der Muslime klingt gut, aber Zentralrat der
DDR-Opfer hört sich Sch… an.

> Eine geheime Gegenlobby zu gründen ist aus meiner Sicht
kaum möglich, dazu sind die Stasi-Seilschaften viel zu gut aufgestellt.

> Schon bei meinen ersten Beschwerdebriefen 2009, wegen
der damals verweigerten SED-Opferrente, stieß ich auf freundliche und sehr
neugierige Beamte. Nebenbei bemerkt, die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in
Greifswald wollen sie jetzt auch Umbenennen. Nicht weil Arndt die Franzosen
hasste sondern, weil er Antisemit war. Antisemit geht immer, nur nicht bei
Luther.

Viele Grüße, Dirk Lahrmann

Am 22.08.2012
schrieb Quadriga:

Meine Prognose ist,
daß Sie – ALLEINE ! – scheitern werden.

Die ganze
Aufarbeitungsstiftung ist eine klandestine Zweigstelle der SPD –(LINKEN) J)

Meine Antwort war:
der Aufbau einer „klandestinen“ (es kommt kein U – Boot rein ! ) Gegenlobby,
die sich einen harmlosen Namen gibt: „Arbeitskreis Bürgerrechtler für Recht und
Gerechtigkeit“ oder sowas. Stasiopfer klingt immer so passiv . Mich hat das
Saupack verfolgt, weil ich gegen die dämliche „Planwirtschafts –Diktatur“ mit
einer Partei, „die immer recht hat“ (und so viel Scheiße baut ( !) anschrieb.
Ich habe mich auch geweigert , deshalb in die SED einzutreten. Hätte ich ja
anders haben können, dann wäre ich auch nicht verfolgt worden,  hätte studieren können was ich wollte und
wäre heute vielleicht „Geschäftsführer der Stiftung Aufarbeitung“ J))))

Ich habe mich
deshalb auch nie so richtig als Opfer gefühlt, sondern eher als „Partisan“ im
Kalten Krieg der SED gegen das eigene Volk ( So etwas haben wir ja jetzt schon
wieder, und es ist bezeichnend, daß die neue „Staatsratsvorsitzende“ oder
Bunsekanzlerin aus den alten Stasiseilschaften kommt und da weitermacht, wo die
SED aufgehört hat.)

Wunderbarer Satz:
Die Deutschen haben kein Recht auf Demokratie, das hätte sich nicht mal ihr
einstiger Boss Erich Honecker zu sagen getraut !

Zum anderen sind
wir sicher auch „Opfer“ antidemokratischer Strukturen, die nach Weisungen der
Siegermächte (früher in der DDR nach Moskauer und heute nach usraelischen,
französischen und britischen Anweisungen) handeln.

Dumme Sache.

Aber das muß man ja
nicht so laut ausposaunen.

Es mag ja schon
erstmal reichen, wenn wir wenigstens so viel „Gerechtigkeit“ wie Naziverfolgte
bekommen.

(Natürlich wird das nix mit VOS und UOKG und diesen kleinen
Schranzen)

Aber sowas kann man am besten als Struktur, als
Arbeitskreis, als Gruppe durchsetzen – deshalb hatte die SED ja so viel Angst
vor uns um 04:00 lege ich mich hin…

 

H. funkte dazwischen

Weiter: 

 

die im Bundestag vertretenen haben alle in den Programmen
demokratische Farben und den Strategien antidemokratische Absichten. (
Freimaurerunterwanderung – Freimaurer sind paramilitärische antidemokratsiche
Konstruktionen, die ihre Führungsspitzen alle, ausnahmslos in den USA haben ).

Die USA waren der erste Freimaurerstaat der Welt , mit
durchaus ehrenhaften Absichten – bis die an sich freiheitlich gesinnten Logen
von den Zionisten vollkommen unterwandert wurden.

—————

Der Anfang:

Guten Tag Herr X

> Was tun?

> Sie kennen ja meinen Ärger mit der Ver-Eppelmann
Stiftung.

> Aber ich will trotzdem noch einen dritten
Projekt-Antrag stellen,

> um den jetzigen Beschwerde-Druck aufrecht zu erhalten.

> Thema: Die gescheiterte Aufarbeitung der DDR-Diktatur

> Dabei soll aufgezeigt werden mit welchen politischen
Mitteln das BRD-System die Opfer zur Erfolglosigkeit verbannt.

> Es ist eine Kritik an der Aufarbeitungs-Industrie, die
zudem aufzeigt, wie Politik funktioniert.

> Meine Idee ist, dass eine Autorengruppe das Thema
behandelt.

> Ein Entwurf befindet sich im Anhang:
Vortrag-30-01-12.pdf

> Abgabetermin ist der 31-08-2012 Genehmigt wird es mit
Sicherheit nicht, aber wir könnten es doch selber machen. Was halten Sie von
der Idee. Herr H. befürchtet die große Diktatur, ich auch.

> Wir müssen versuchen die Wende-Lüge zu enttarnen.

> Ohne eine gemeinsame theoretische Basis ist auch ein
Vereinsgründung sinnlos.

Mit freundlichen
Grüßen, Dirk Lahrmann
Dirk.Lahrmann@t-online.de

———————

> Am 22.08.2012
schrieb X:

> Lässig und Konsorten

> Diese Schmarotzer haben sich gegenseitig in die
Pfründen gehoben.

Lässig war einfach
nur die Spitze vom Eisberg. Er wäre nicht möglich ohne die Pyramide darunter.

> Diese ist nicht mehr reformierbar.

> Es zeigt aber auch die Verarmung der Stasiverfolgten,
daß sie sich so gierig um die doch recht mies bezahlten Funktionärsposten  drängen.

> Schaut euch dagegen die erfolgreichen Gauckler an !

> Die richtigen Stufen sind:

> Mitgliedschaft in der Atlantikbrücke

> Jeden Kommentar abschließen mit: Alles für Israel !

> Zuallererst kommt immer : Kampf gegen rechts !

> Stalinismusverbrechen herunterreden : Die Nazis waren
immer schlimmer.

> Öfter mal im Nebensatz feststellen: Kommunisten sind
jetzt Demokraten

> Wichtig: Politiker zitieren : Schalck und seine
Genossen sind nun Patrioten.

> Mehrklassenopfersystem akzeptieren: Naziverfolgte
kommen vor Stalinismusverfolgten

> Immer gemeinsam mit Grünen , Linken , SPD und CDU gegen
Rechts

> Bescheidenheit ausstrahlen: Stalinismus -  Verfolgte überlassen gerne alle gutbezahlten
Jobs in der Aufarbeitungsindustrie den qualifizierten Parteikadern, und ihren
Vertrauenspersonen und Akademikern !

> Die Kirche vertritt stets Gottes Wille : Nicht die
Versöhnung mit der von den Parlamentariern mit Reichtum und Luxusrenten
bedachten SED – Nomenklatura durch Sozialneid stören !

> Wer diese 10 Gebote beherzigt, hat vielleicht noch eine
Chance für einen Platz am Freßnapf !

————-

Gehört noch zum Anfang des Diskussionsfadens und ist
wichtig, habe gerade nachgeguckt:

http://www.razyboard.com/system/user_asum.mitglieder.html

mit Gobsch und Trawiel sind es wohl 19 Mitglieder!

Und auch der Lauks
ist dabei, das waere fuer mich schon ein Grund wegzubleiben! Bezweifle aber das
irgendeiner Mitgliedsbeitraege zahlt:-)

(für außenstehende Leser: Unser Doppeldoktor kennt Kamerad
Adam Lauks garnicht – die üblichen Vorurteile – Rust)

—————

Schon 15:30! Ich muß raus, spreche aber erst mit CWH, dann
mit der VOS (Hugo Diederich), nun wieder mit CWH !  Letzterer hat wenig Platz, der Keller ist nur ein Verschlag. Ich
sende ihm eine Bezugsquelle aus meinem Ordner „ Andreas “…

Weil ich endlich zum Reichstag will, tippe ich noch eine
wichtige Mail:

www.gustav-rust.de Tel. 030-796 29 94

Andreas, melde Dich bitte wieder einmal…

Kameradin
Elisabeth mit Beschützer-Hälfte Christian, riesigen Dank, daß Ihr Euch mal habt
sehen lassen.

Carl-Wolfgang
(CWH), Du machst Dir bitte die Mühe und suchst: http://www.google.de/search?

Ich habe jetzt
keine Zeit mehr im Explorer zu suchen.

Andreas, Du sendest CWH und seiner Lebensgefährtin bitte den
Laden – wenn Du ihn noch findest.

CWH wohnt in der Kantstraße, damit Du ihm eine dortige
Adresse geben kannst…

Ich denke an das Modell, das Du mir damals empfohlen hast -
robust, also transportabel etc…

Mit Dank im Voraus, Dein wartender Vater.

——————-

Erst um 17:30 auf dem Bahnsteig (noch mit „Copy Clara“
gesprochen, Post gelesen und hierher kopiert, siehe oben)… An der Ecke
überlege ich, ob ich Blumen mitnehme. Einige gelbe sehe ich vom Rad aus, lasse
es aber)… Nicht nur vom Wetter her ist es ein schöner Tag, sondern, ich werde
durch niemanden provoziert. Allerdings interessiert sich heute auch wieder kaum
jemand für die wenigen Auslagen, weil es auch staubig ist und die Füße wehtun
und der Magen Knurrt etc… Immerhin sehen viele die Plakate an oder wenigtens
den Text am Hochkreuz… Weil die Mail an Andreas zurückkam, er sich schon
lange nicht meldete und ich mir nun wieder Sorgen mache, rief ich die Polizei
an. Von dort bekam ich die Tel.-Nr. 3906300… Erst nimmt dort der Stimme nach
ein reifer Herr von ca. 48/50 ab. Einige Minuten später ist wieder ein anderer
dran, von etwa gleichem Alter. Ich soll den ganzen Salm erneut erzählen! Es
spielt hier absolut keine Rolle ob sich jemand vergiftet, erhängt oder
werweißwas – Futter für Asphaltpresse und Verblödungsfernsehen… Es ist schon
01:40, zu Hause war ich erst gegen 22:40, weil „Neuland“ jetzt lange öffnet…
Die schwere Büchse sowie das Spendengeld der letzten Tage liegen auch noch
ungezählt auf dem Tisch… Ich besprach bei Anja die Box, versuche es jetzt nochmal.
Sie könnte ja bei Peter sein… Einen Film über die Flucht mit Lok Baureihe 38
über Albrechtshof gesehen, dann haue ich mich um 04:50 hin…

Di., 28.08.12:

Kaffee… Punkt
09:00 klingelt es, Anja hängt an der Strippe… Frau Schulz, Mutter seines besten
Schulkameraden Armin, nimmt ab, ich sage Anja um 09:50 Bescheid, dann lese ich
noch bei Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Golem

Erst um 11:25
Bahnsteig. Es wird ein schöner Tag… Erst halte ich beim Vietcong, überlege,
ob ich den einen gelben Strauß nehme, der schon vorgestern zu sehen war, steige
aber nicht ab. Er sollte den dunklen nur aufhellen, würde aber auch bald
verstauben… Bei „Copy Clara“ spreche ich einige Sätze mit „ Hildchen “… Der
Chinese aus dem Vietnamkrieg (Mista Tschao) harkt, bringt mir eine Isoliermatte
mit. Wofür, wo er um meine Wehwehchen weiß? Marco feixte und bot mir zwei
Stücken Käsekuchen für 1,- EUR an. Auf der Bank steht noch die Pappe mit Wurst
und Schrippe vom Bistro, die mir Waltraud und Tanja schenkten. So ißt der
Panzerfahrer, bevor er harkt… Nur wieder Weniges lege ich aus. Manche
Touristen bedienen sich am Flugblatt selbst, namentlich Kinder zögern oft. Man
muß erst von der Bank aus mit den Eltern Blickkontakt aufnehmen oder das dicke
Bein hochheben oder, blabla … Um 17:40 spreche ich mit einem Deutsch
beherrschenden Russen von etwa 50/54. Er bedankt sich mit Handschlag für die
Flugblätter. Der einen auf zertreut machende Kamerad Dr. Horst X
(Nerven-Gutachter, Klinik in Wannsee) setzt sich zu mir und will noch in den
Reichstag um eine wichtige Debatte zu verfolgen. Es sprudelt aus ihm heraus,
weißes Hemd zerknittert, linke Hand hält Papierkram, dunkle Jacke hängt
praktischerweise über der rechten Schulter. Er ist klein, macht einen auf
zurückhaltend, fällt durch sein Äußeres schon genug auf. Horst verabschiedet
sich, ich krame die kleine „Braun“-Kamera heraus, fahre ihm hinterher, dann
wieder zurück, um die Fackel zu löschen. Erst sah er sich die drei riesigen
Plakate in Höhe des Zigeuner-Mahnmals an, jetzt muß ich auf die andere
Straßenseite und einen langen Hals machen. Dann muß ich nur noch rufen… Es
konnte garnicht anders sein, die „Braun“ versagt! Aufgrund des Feinstaubes
öffnet sich die Schutzlamelle vor dem Objektiv nicht. Horst fummelt sein I-Pad
heraus, stellt sich in Positur. Eine biegsame, elegante Dame löst mit zartem
Finger aus – nun warte ich auf das Bild… Weil die Wut über die Zustände in
Volk und Staat (? – ähh: Bevölkerung) in meiner schmalen Brust kochen, bricht
das Notwendigste aus mir heraus. Jedenfalls gelang das Bild… Zurück am
Mahnmal lerne ich eine Dame aus Oberschlesien kennen. Weiße Jeans u.s.w., eben
gepflegt, wie man es von einer Frau garnicht anders erwartet. Zweisprachig
funktioniert der Wortwechsel jedenfalls. Sie Macht Aufnahmen vom Literaturpapst
Reich-Ranicki-Plakat, das ich in der Hektik mitschleppte und in das ich damals
den Kasten aus der „UN“ einbaute über den Massenmörder Schlomo Morel im
polnischen Nachkriegs-KZ Schwientochlowitz. Ich stelle mich am Hochkreuz in Positur,
balle die Linke zur Faust, stecke sie durch den Stacheldrahtring – Aufnahme
gelungen… „Der is lange doot, Israel liefat keen Massenmörda aus“ gebe ich
ihr mit auf den Weg, dann nur noch Lächeln, Grüß de Heimat und Winke-Winke…
20:35 auf dem Bahnsteig, gegen 00:10 ins Bett…

Mi., 29.08.12:

Früh aufgestanden, Kamerad Binder angerufen wegen des
zerstreuten Doktors, den gestrigen Tag weiter getippt, versucht, Kamerad KDK zu
erreichen, mit Monika gesprochen, die ihn seelisch-moralisch auf das
Häftlingstreffen in Bützow vorbereiten soll… Kopie Dr. W. und Günther
Lachrmann für den bayerischen Hans, der mich gestern besuchte… Mit Kamerad
Walter Jürß spreche ich, des Treffens in Bützow wegen, dann meldet sich Karsten
kurz… Mir reicht es, ich muß raus… Mit Blumen 13:50 Bahnhof… Kamerad Dr.
med. Horst Bürke, Gutachter für Folteropfer, hält sein Versprechen von gestern.
Wir sitzen auf des Großen Kurfürsten Bank. Es ist zu warm und staubig. Die
Schulklassen trotten meist auf dem gepflasterten Bereich. Niemand will stören,
nur ein Mädchen fragt einmal. Wenige Flugblätter kann ich mitgeben und dies
auch nur wenn ich selten genug aufstehe. Kaum ist er bei mir, schiebt ein
Niederländer seine Frau, hält, schaut auf die Auslagen und setzt sich. Da
erhebe ich mich schwerfällig und drückte ihm auch das Stolpe/Schröder-Blatt in
die Hand… Kaum bringe ich das Gespräch auf Heinrich Zille, wird mit einem
Witz gekontert. Weil aber alles klebt u.s.w. Horst ist eine absolute
Quasselstrippe. Er bietet mir ein gelbes, ziemlich schwaches Becks an, das ich
sofort annehme und unten zum Kaffeebecher stelle. Horst rückte selbst dichter
heran, weil die Sonne zu sehr brennt
schade nur, daß er kam, als schon alles (umsonst) ausgelegt war und nur
wieder verstaubt. Er will die „Hilferufe von drüben“, ich vergesse auch nicht
die Nr. von 2005 (Montage Putin und Tillich auf Titelseite der „Hilferufe“)…
Dann zeigt er mir die neuere HP von Kamerad Lothar Tiedke von Koß:

http://ddr-psychiatrie-mfs.blogspot.de/

Um 19:10 Bahnsteig. Der Karton mit Lebensmitteln steht vor
der Tür. Karsten raucht jetzt weniger… Im Keller hilft er mir eine Halterung
für Cottbus zu basteln. Der 1997 aufgestellte VOS-Findling für die Opfer BEIDER
Diktaturen wird ständig versetzt und nun optisch erdrückt von Kamerad Gino
Kuhns Schandmauer-Opfer-Mahnmal… Karsten zählt noch das Spendengeld der
letzten Tage, die schwere Büchse bleibt liegen. Eine nagelneue liegt noch im
Keller. Summe: 40,03  EUR. Nach der
Tipperei ist es 04:30. Noch etwas Post löschen…

Do., 30.08.12:

Etwa 07:30 aufgestanden, Tante Ellas (+) Kompaktanlage
angeschmissen, die Stühle von Küche und Balkon ausgewechselt. Jetzt sind die
Primeln verdorrt… Bei Auto-Schulze nimmt niemand ab, bei Oedes muß ich auch
den AB bequatschen. Bei Olaf kann ich mich kurz fassen… Halb Zwölf.

Zettel verloren
oder verlegt…

Schade, daß ich solange getrödelt habe. Gegen 17:00 im
Bistro. Ist heute ein lauer Tag, große Tropfen hängen an den Blättern… Die
zweite halbe Fackel brennt. Weil es fast windstill ist, fahre ich zur kleinen,
gehbehinderten Toilettenfrau, hole meinen Bücherkarton und den Beutel…
Waltraud, Tanja und eine Biegsame wollen ausgehen, als ich aus Langerweile zum
Bistro fahre… Wir quatschen etwas dämlich, wie es im Zonenknast hieß. Wieder
zurück, packe ich bald… Einige Flugblätter verteile ich… Wenn das Bein
hochliegt, sehe ich mir das „Kalbfleisch“ an, wie es in der Zone/“DDR“ hieß…
Wozu mache ich mir überhaupt die ganze Schinderei? … Zuletzt sitzt ein Paar,
einige Jahre jünger als ich, auf der einen Bank neben dem Balg. Das Rad steht
sicher. Gegenüber eine große Biegsame um die 36/38 mit 28er Rad. Unsere Blicke
trafen sich, sie lachte gleich auf, zeigt ihre schneeweißen Zähne. Yorckstraße
steigt die Jüngere aus, ein schlanker Mann setzt sich, ich klemme mich
dazwischen und suche beim Heft über Joachim Gauck… 22:00 Bahnsteig Südende.
Das ganze Zeug abgeladen, hole ich mir noch aus der Videothek zwei Warsteiner -
immer der elend gleiche Geschmack auf der Zunge. Um 01:50 schmiere ich mich mit
Pferdebalsam ein und haue mich ins Bett…

Fr., 31.08.12:              

Hugo Diederich fährt heute über Leipzig ins Eichsfeld,
seine Heimat. Kamerad Fotograf Georg… Hin-und hergerannt, Bein zu dick, Zeit
läuft wie Wasser. Buntwäsche… Unter dem Titel:

Re:
“Drachentöter”. Halbwegs Sachkundige können es als Satire konsumieren
+ Was machte die Stasi an bundesdeutschen Universitäten? + Bautzener
Gedenkstätte begrüßt Millionsten Besucher +++++

Wird seit einiger Zeit diskutiert. Wer mitdenkt, etwas in
unsere Geschichte eintaucht bzw. etwas über meine Mutter in „ Ich war auch
dabei “ (Putzmacherin) las, muß dies nur mit dem Diktat von Versailles
verknüpfen und weiß mehr über ihre Jugend als. Sie lernte bei Wertheim,
Leipziger Platz. Beim (Raub-)Diktat/ Vertrag (Wiki) war sie 9 Jahre alt… Ich
fahre zwar mit dem Rad, sehe aber die blinden Scheiben, viel ist zu vermieten.
Da muß Kamerad Dr. med X (Nervenarzt + geflüchtet) nicht den ganzen Tag mit
Laptop bei mir sitzen und mir ein gelbes Bier anbieten… Alles klebte am
Rücken…

Den Verteiler
erweiterte ich um vertrauenswürdige Kameraden bzw. Interessenten an jüngster
Zeitgeschichte… Meine Antwort an Kamerad Dr. Hartmann:

Dann bitte
rechtzeitig Bescheid geben. Ich würde hinkommen, je nach Gesundheitszustand…

————————

An Dr. H.

Deine ewigen
Vorurteile! Für die ” FG ” schreibt auch Rainer Buchwald (VOS)… Wir
hatten in der Besenkammer ” DDR ” eben für bestimmte Leute nur die 8.
Klasse als Abschluß – LEIDER auch noch zu SEINER ZEIT!…

Jugend muckt von Natur aus auf. Was meinst Du, warum die
Partei 1973 die Spiele wieder aufwärmte?

Jetzt höre ich
mir das Torgau-Lied von VOS-Kerstin Kuzia an, gleich darauf folgt hinter der
“SZ” bei Googl der Torgauer Marsch!    Wenn Dir Dein ” Geheimdienst ” (nicht Deine Frau,
sondern irgendein , Politknaster oder sonstwer) etwas ” ins Ohr flüstert ”
mußt Du nicht gleich anspringen…

Grüße ”
unseren ” Held der Botschaftsbesetzer bitte über Bodo Walther… Bodos
Schrift zu Hans Schwenke war für mich sein Meisterstück! Gut, daß ich sie als
PDF-Datei speicherte.

Dr. Kittan, Sie
nehmen sich in Cottbus bitte etwas Zeit für mich, weil der 4. Sept. ein
Dienstag ist – danke,

und kameradschaftliche Grüße allerseits, Rust

——————

Für den Marsch
ist keine Zeit mehr; erst 14:20 auf dem Bahnsteig…   Morgen weiter! 

 

Kamerad Juretzko vom Förderverein Hohenschönhausen schickte eine
Mail, ich antworte:

Kamerad Juretzko,

den Abschuß zeigen sie fast alle
vier Monate…

Viel interessanter wäre für mich, ob ich in Deiner Linkliste
bin, Du hast diesbezueglich noch nichts von Dir hören lassen…

Ich war lange mit einer Polin verheiratet, allerdings viel
delegazia (deutsch: Montageeinsatz)…

Sprechen kann ich also am
Reichstag manchmal auch nur mit Händen und Füßen, je nachdem aus welcher Gegend
sie kommen. Schreiben noch weniger…

Bei Gruppen ist ja ein Führer dabei, und viele Polen sprechen
deutsch wie Du weißt…

Diese abgedroschenen PR-Sprüche hängen einem schon zum Halse
heraus, jedenfalls mir…

Dann mußt Du, eingedenk der jetzigen Generation, auch erwähnen,
daß sie ohne die Hilfe der West-Alliierten VIELLEICHT verloren hätten. Von
ihren Spionen ganz zu schweigen (Rote Kapelle, Sorge in Japan u.s.w.)…

Ich fand vor Jahren auf einem Flohmarkt ein Buch, verlegt 1946
und gedruckt in Oesterreich mit vielen tabellarischen Angaben . Alles war
pingelig zu Papier gebracht worden… Das ist auch alles in einschlägigen Foren
zu finden… Im Internet-Zeitalter muß ja niemand  doof sterben… Mit kameradschaftlichen Grüßen,
www.gustav-rust.de

(meine Linkliste wird demnächst
bereinigt, was aber ein berliner Haftkamerad macht, den ich 1964 in Magdeburg
kennenlernte…)

From: “Werner Juretzko” <…>

Sent: Friday, August 31,… To:
“Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen”

<foerdervereinhsh@groups.facebook.com>

Subject: [Förderverein
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen] HELDEN DER SOVJETUNION -von der
Sovjetunion…

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