Ratgeber

Anleitung – Autoradio einbauen

In den meisten Fahrzeugen, die neu oder auch gebraucht gekauft werden, ist bereits ein Autoradio eingebaut. Viele KFZ-Hersteller betrachten dies als Standard. Bei Wagen im günstigeren Preissegment kann es allerdings vorkommen, dass nicht nur kein Radio existiert, sondern dass entsprechende Anschlussmöglichkeiten nur rudimentär vorliegen.

In solchen Fällen sollte man beim Auto-Kauf im Rahmen einer kostenfreien Service-Leistung darum bitten, das Fahrzeug mit entsprechenden Kabeln und gegebenenfalls Lautsprecherboxen aufzurüsten. Wer wenig Anspruch in Bezug auf die Funktionsvielfalt des Radios hegt, kann meist sogar darum bitten, dass ihm kostenlos ein gebrauchtes Gerät eingebaut wird. Aber auch in Auto-Modellen, die beim Kauf mehr bieten, so eben auch ein neuwertiges Autoradio, erachten es viele Autokäufer als notwendig, dieses auszubauen und zu ersetzen, da vom Werk aus eingebaute Geräte häufig nur über ein Mindestrepertoire an Funktionen verfügen.

Grundlagen zum Einbau eines Autoradios

Der Ausbau eines älteren Autoradios zugunsten eines neueren sollte sehr sorgsam erfolgen, so dass keine Schäden in der Elektronik des Fahrzeugs entstehen können. Wer sich dies nicht zutraut, kann das Radio kostengünstig auch in der Vertragswerkstatt ausbauen lassen. Üblicherweise sind Autoradios auf eine bestimmte Größe genormt, so dass ein Einbau in alle Fahrzeug-Modelle leicht möglich ist. So sind sie meist auf die Iso-Norm ISO 7736 eingestellt, wobei es jedoch auch vorkommen kann, dass Geräte über die doppelte Norm-Größe (“Doppel DIN”) verfügen. Auf diese größeren Autoradios trifft man vor allem dann, wenn das Gerät neben dem Abspielen von Radioprogrammen und Tonträgern zusätzlich als Navigationssystem dienen soll. Die Auswahl eines Radios, das den Ansprüchen des KFZ-Besitzers auch wirklich genügt, sollte sorgfältig und am besten unter Nutzung von Online-Plattformen, die getestete Geräte vergleichend einander gegenüberstellen, erfolgen. Ein solcher Online-Anbieter, der diesen Service sehr übersichtlich ausgearbeitet hat, ist zum Beispiel das Team vom Online Autoradio Test.

Bestandteile eines Autoradios

Man unterscheidet jeweils mehrere Anschlüsse, die zum Radio führen von solchen, die von dort ausgehen. Es wird in Fachkreisen in diesem Zusammenhang kurz von Aus- und Eingängen gesprochen. Neben dem Antenneneingang werden ein Minuspol sowie ein so genanntes Dauerplus als weitere Eingänge benötigt. Ein zusätzliches Zündplus verbindet das Radio mit der Autozündung, und ein weiterer Eingang moderner Geräte reguliert die geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeanpassung (“GALA”), die dafür sorgt, dass die Tachoanzeige mit der Lautstärkeregelung des Autoradios gekoppelt ist.

Vom Radio abgehende Ausgänge stellen sowohl die Verbindung zu den Lautsprechern her (4×15 W RMS) als auch zum Verstärker (“Clinch Audioausgänge”).
Bei Fahrzeugen, deren Kabel-Zugänge nicht den üblichen Normierungen entsprechen, können geeignete Adapterstecker zur Anwendung kommen.

Einbauen des Radios

Es ist darauf zu achten, dass alle Kabelverbindungen korrekt hergestellt werden. Da das Kabelgewirr beim ungeübten Amateur durchaus zu Verunsicherungen führen kann, sollte man sich mit praktischen Orientierungshilfen vertraut machen. Farbige Kabel liefern zum Beispiel Hinweise auf deren Funktion: während also rote Kabel Pluspole sind, die den Strom führen, müssen andersfarbige Verbindungen als Radioausgänge angesehen werden.

Üblicherweise verfügt das Radio über Verbindungsklemmen, welche den Einbaurahmen des Radios im dafür vorgesehenen Schubfach fixieren. Die Klemmen werden entweder einfach mit einem Schraubenzieher umgeknickt oder müssen verschraubt werden. Bei Nichtvorhandensein von Klemmen aller Art sollten Lüsterklemmen zum Einsatz kommen.
Mit Hilfe von KFZ-Quetschklemmen und Schrumpfschläuchen können die Kabelverbindungen schließlich hergestellt werden. Während des Einbauvorgangs ist die Batterie abzuklemmen, um sicherzustellen, dass keine Autosicherungen beschädigt werden.

Alles in allem ist der Einbau eines neuen Radios also ein recht einfaches Procedere, sofern vorsichtig und kontrolliert gearbeitet wird.

Bildquelle: Pixabay.com

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