RATGEBER

Mit Sicherheit möglich: Fahrrad fahren im Winter

Sie ernten oft böse Blicke oder auch fassungsloses Kopfschütteln: Fahrradfahrer, die sich auch von Schnee und Eis nicht abhalten lassen und tagtäglich per Drahtesel unterwegs sind. Spätestens wenn Schneeberge die Straßen dramatisch einengen und das glatte Weiß aus dem Weg zur Arbeit eine Rutschpartie macht, wird es gefährlich.

„Bitte fahren Sie vorsichtig und planen Sie entsprechend mehr Zeit ein“, warnt der winterweiße Verkehrsfunk im Radio. Schritttempo, eingefrorene Scheiben und eine Sicht von kaum mehr als 20 Metern sind der Horror für jeden Autofahrer. Gibt es da tatsächlich noch jemanden, der sich auf zwei Räder fortbewegt? Gibt es. Vor allem in den Städten lassen sich viele Menschen von Kälte, Schnee und Eis nicht abschrecken und rollen jeden Tag mutig auf zwei Rädern zu ihrem Ziel.

Kein Problem, meint der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) e.V. Über frischen Schnee rolle es sich sogar noch relativ sicher. Bei einer festgefahrenen Schneedecke wird’s allerdings schnell gefährlich glatt. Dann sollte man möglichst weder treten noch bremsen, raten die Fahrradexperten. Wer anhalten möchte, sollte sich einfach langsam ausrollen lassen.

Mit Bodenhaftung zum Ziel

Die Winterreifenpflicht ist den meisten Autofahrern mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Und viele fragen sich:  Sind Radfahrer nicht auch gesetzlich verpflichtet, für die bestmöglichen Fahrbedingungen im Winter zu sorgen? Nein, sind sie nicht. Allerdings raten der ADFC und ähnliche Interessenvereinigungen immer wieder zu Winterreifen fürs Fahrrad, die mit speziellen Partikeln besetzt sind und den Reifen während des Fahrend rauer machen. Für eisige Fahrbahnen bietet eine Vielzahl von Herstellern ein breites Angebot an Spikereifen an, die durchaus schon vor der erwarteten „Eiszeit“ montiert werden sollten. Denn gerade beim Wetter gilt ja bekanntlich: Unverhofft kommt oft!

Miteinander statt gegeneinander

Fakt ist: Ein enges Miteinander von PKW, Motorrädern und Fahrrädern lässt sich auf winterlichen Straßen nicht umgehen. Denn wenn der ausgeschilderte Radweg nicht geräumt ist, müssen die Drahtesel wohl oder übel mit auf der Fahrbahn fahren. Der Weg zu einem winterfesten und –sicheren Fahrrad ist nicht weit: Winterreifen, die passende und gern auch ganz individuelle „Beleuchtung“ - beispielsweise in Form einer reflektierenden Warnweste – und die viel zitierte „ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme“ machen’s möglich.

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