KLIMA

Energiewende: Altmaier redet Tacheles

Die Haushalte sollen bei den Kosten der Energiewende entlastet werden und Industrie und Ökostrombetreiber sollen zur Kasse gebeten werden.

Der Klimaschutz und Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) führt aufgrund der Ökostromumlage (EEG-Umlage) zu immer weiter steigenden Strompreisen. Denn den Ökostromproduzenten wird vom Staat, für den Ausbau der ansonsten unwirtschaftlichen EE, eine feste/ rentable Vergütung für den produzierten Ökostrom garantiert. Diese Vergütung wird letztendlich auf die Stromkunden umgelegt.

Mit den Ausbau der EE werden die Stromkunden also immer stärker zur Kasse gebeten. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) will nun mit einer Strompreissicherung Abhilfe schaffen: Die Ökostromumlage soll für zwei Jahre auf dem derzeitigen Stand von 5,28 Cent pro Kilowattstunde eingefroren werden. Die Umlage war erst zum 1. Januar 2013 um 1,7 Cent auf nun 5,28 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. In Zukunft bedeutet das: In diesem und im kommenden Jahr soll die Ökostromumlage auf dem heutigen Stand von 5,28 Cent pro Kilowattstunde eingefroren werden. Danach soll sie maximal noch 2,5 Prozent im Jahr steigen dürfen.

Um das zu finanzieren, schlägt Altmaier vor, die Industrie stärker zu belasten und gleichzeitig die Investoren und Betreiber von Ökostromanlagen stärker zur Kasse zu bitten. Zudem schlägt Altmaier einen einmaligen Energie-Soli vor. Betreiber von Ökostromanlagen, wie von Solar-, Biogasanlagen oder Windrädern, sollen damit an den EEG-Kosten beteiligt werden. Altmaier ist zuversichtlich, dass das Gesetz am 1. August in Kraft treten wird.

Kommentare

Dieser Artikel hat 4 Kommentare.

  1. Ja, tacheles heißt: Was interessiert mich mein blödes verlogenes gewäsch von Gestern oder gar das der Vorgänger – Regierung.

    Politik nach Kassenlage. Selbst laufend Mist bauen und der Michel darf es finanziell ausbaden. Alter Hut.

    Wird Zeit für eine Revolution aber diesmal eine richtige.

    The People of the revolution …