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Altersarmut: Gefahr bei verheirateten Frauen höher

Da verheiratete Frauen im Schnitt über ein deutlich geringeres Vermögen als ihre Männer verfügen, besteht bei ihnen eine größere Gefahr, bei einer Trennung in die Altersarmut zu fallen. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Frauen sollten demnach besonders an ihre Altersvorsorge denken.

Große Vermögensunterschiede bei Eheleuten

Das DIW schlägt Alarm: Angesichts der wachsenden Scheidungsraten steigt die Gefahr, dass verheiratete Frauen im Alter in Armut leben müssen. Der Grund ist in den Vermögensunterschieden zwischen Mann und Frau zu finden. Laut einer Studie des DIW haben Männer im Schnitt 33.000 Euro mehr Geld als ihre Ehefrauen

Wert auf individuelle Altersvorsorge legen

Der DIW- Ökonom Markus Grabka kommt daher nur zu einer Schlussfolgerung. „Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Obwohl das Vermögen, das sich während der Ehe angesammelt hat, in der Regel bei einer Scheidung geteilt wird, haben Männer dennoch einen Vorteil, da sie häufiger mit einem finanziellen Polster in die Ehe gehen. Frauen sollten sich daher mit dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge frühzeitig beschäftigten.

Frauen haben durchschnittlich 33.000 Euro weniger

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung wertete für die Studie Antworten von insgesamt 7.200 Paaren aus. Während bei 29 Prozent der Befragten die Frau über ein größeres Vermögen verfügte, war es bei 52 Prozent der Studienteilnehmer der Mann. Bei den restlichen 19 Prozent waren die Vermögensverhältnisse ausgeglichen. Hatten die Männer ein größeres Vermögen, lag der Unterschied durchschnittlich bei 92.000 Euro. Bei den vermögenderen Frauen lag die Differenz im Schnitt bei nur 48.000 Euro.

Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge

Wenn die Altersversorgungsansprüche bei der Studie berücksichtigt wurden, fiel die Vermögenslücke noch größer aus. Es ist also nicht verwunderlich, dass das DIW verheirateten Frauen zum Aufbau einer individuellen, das heißt, privaten Altersvorsorge rät. Denn nur so können sie sich selbständig gegen Altersarmut schützen – unabhängig davon, ob die Ehe ein Leben lang hält.

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Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare.

  1. “Es ist also nicht verwunderlich, dass das DIW verheirateten Frauen zum Aufbau einer individuellen, das heißt, privaten Altersvorsorge rät.”

    .. die dann natürlich der Mann zahlen soll ..