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Die private Krankenversicherung für Selbstständige im Test

Grundsätzlich haben Freiberufler und Selbstständige die freie Wahl in Sachen Krankenversicherung. Das Einkommen spielt bei der privaten Krankenversicherung keine Rolle, bei der gesetzlichen Krankenkasse allerdings schon. Die Grundlage bildet dabei der relevante Beitragssatz, der in diesem Jahr wieder angehoben worden ist. In der Regel sind die Beiträge bei Selbstständigkeit für die PKV wesentlich niedriger wie der Test zeigt.

Die Leistungen im Vergleich

Ausschlaggebend für die Wahl der privaten Krankenversicherung sind vor allem aber die Leistungen. Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei der PKV auch eine Erstattung für hochwertigen Zahnersatz in Form von Implantaten und sogenannten Inlays. Gute Tarife übernehmen hier Kosten von ab 65. Prozent pro Zahn. Weiterhin gibt es im Krankenhaus mit einer PKV mindestens ein Zweibettzimmer sowie eine garantierte Chefarztbehandlung. Die Beiträge unterscheiden sich trotz der höheren Leistungen nicht und sind in vielen Fällen sogar noch etwas günstiger.

Testsieger für selbstständige Männer Stiftung Warentest

Die Fachzeitschrift Finanztest untersucht in regelmäßigen Abständen die Leistungen und die Beiträge der PKV-Tarife. Ganz oben in der Untersuchung mit einer sehr guten Bewertung steht die Hallesche Versicherung. Hier gibt es das Finanztest-Qualitätsurteil von sehr gut. Ebenso gut abgeschnitten haben die Versicherer aus dem Hause Alte Oldenburger, Deutscher Ring und die Huk-Coburg. Alle genannten Anbieter erfüllen die von der Stiftung Warentest geforderten Mindestanforderungen. Weitere Informationen unter private Krankenversicherung Selbstständige Test hier.

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung im Test

Für einen Komfort-Schutz zahlen Selbstständige im Monat nicht mehr als 276,00 Euro. Bei einem Bruttoeinkommen in Höhe von 1500 Euro müsste bei der gesetzlichen Krankenversicherung ein Beitrag in selber Höhe entrichtet werden. Der Unterschied ist jedoch, dass bei der PKV das erzielte Einkommen keine Rolle spielt. Zudem erhalten die Versicherten hier einen Schutz auch im Ausland.

Krankentagegeldversicherung als notwendiger Schutz

Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt die Kasse erst ab dem 43. Tag. Bei der privaten Krankenversicherung können die Versicherten jedoch schon Zahlungen ab dem 8. oder ab dem 15.Tag der Krankschreibung erhalten. Denn gerade bei selbstständiger Tätigkeit sollten Selbstständige finanziell abgesichert sein. Eine Lohnfortzahlung wie etwa bei einem Arbeitnehmer gibt es in diesem Fall schließlich nicht. Weitere Informationen für Selbstständige gibt es auch hier.

Unisex Tarife Versicherung

Seit 2013 gelten auch im Bereich der privaten Krankenversicherung die sogenannten Unisex Tarife. Somit dürfen die Versicherer seit diesem Jahr keine Beitragsunterschiede mehr kalkulieren. Profitieren werden von dieser neuen Regelung vor allem Frauen, für Männer wird es hingegen ein wenig teurer als noch in den Jahren zuvor.

Weitere Testberichte

Die Assekurata zeichnet ebenfalls die Alte Oldenburger mit der bestmöglichen Bewertung von insgesamt A++ aus. Besonders gut bewertet wurden dabei die Sicherheit für Unternehmer, der Erfolg des Versicherers und die Beitragsstabilität der vergangenen Jahre. Zu einer ebenso guten Bewertung schafft es auch die private Krankenversicherung der Debeka.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar.

  1. Für Selbstständige gibt es auch einige Versicherer die sich auf die Zielgruppe spezialisiert haben wie z.B. http://www.markelinternational.de
    Gerade für Vermögensschäden etc. ist das wohl empfehlenswert. Ob diese Anbieter auch Krankenversicherungen anbieten weiß ich jedoch nicht.