Spartipps

Niedrige Rente? – Spartipps für Senioren

Die Rentensituation in der Bundesrepublik hat sich deutlich verschlechtert. Rentenbeiträge werden im Alter gesenkt, selbst normale Verdiener kommen im Rentenalter in Bedrängnis. Nicht selten bleibt nur das Sozialamt, an das sich der Rentner in seiner finanziellen Not wenden kann. Gar von Altersarmut wird für Normalverdiener gesprochen, die nach 2030 in die Rente gehen.

Heute leben ungefähr 20 Millionen Rentner in der Bundesrepublik. Die durchschnittliche deutsche Rente liegt für Männer bei 1.050 Euro, für Frauen bei 750 Euro. Die Lebenserhaltungskosten, speziell Mietpreise und Energiekosten sind stetig angestiegen, während die Renten beinahe gleich geblieben sind. Sparkurs ist angesagt, will ein alleinstehender Rentner über die Runden kommen. Private Altersversorgung oder Zusatzrente verbessern die Situation für viele, doch nicht für alle.

Verkehr, Rundfunk, Fernsehen

RentnerinErmäßigungen werden von verschiedenen Einrichtungen gewährt. Entweder für Rentner einheitlich oder auf ihr Einkommen bezogen. Eine derartige Ermäßigung stellen die Senioren-Tarife der Deutschen Bahn dar. Die ermäßigte Senioren-BahnCard 25 ist für die zweite Klasse um 41 Euro erhältlich und erlaubt den Erwerb von Fahrkarten um 25% ermäßigt, auch in weiteren 28 europäische Länder. Die Senioren-BahnCard 50 kostet 258 Euro und erlaubt die Fahrt um die Hälfte des Preises. Je nach Häufigkeit von Bahnreisen kann der Rentner sich für die entsprechende Karte entscheiden.

Auch im Nah- und innerstädtischen Verkehr werden Seniorenrabatte angeboten. Sie sind in den einzelnen Städten und Bundesländern unterschiedlich geregelt. Rentner, die die Grundsicherung beziehen, haben die Möglichkeit, bei der Gebühreneinzugszentrale den Nachweis zu erbringen und um Gebührenbefreiung zu ersuchen. Kein unwesentlicher Betrag, der eingespart werden kann.

Kultur und Freizeit

Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Galerien, Theater und Opernhäuser gewähren Seniorenrabatte. An der Kasse oder über das Internet können darüber Informationen eingeholt werden. Besonders Museen bieten hohe Nachlässe zu Zeiten mit weniger Besucherandrang. Oft sind einzelne Seniorentage vorgesehen.

Ähnliche Möglichkeiten bieten Freizeiteinrichtungen wie Hallenbäder. Zu gewissen Zeiten wird häufig ermäßigtes Seniorenschwimmen angeboten oder es bestehen generell Ermäßigungen für diese Altersgruppe. Bei Sportvereinen und Veranstaltern von Sportkursen wird ebenfalls bei den Tarifen differenziert. Aktiv zu sein im Alter muss also nicht einen Gutteil der ohnehin niederen Rente verschlingen.

Ebenso fördern Bildungseinrichtungen die Teilnahme an Workshops und verschiedenen Kursen durch günstige Seniorenpreise, nicht nur bei Senioren orientierten Lehrveranstaltungen. Die Gesellschaft von heute ist auf aktive und vitale Rentner eingestellt. Die Rentensituation ist allgemein bekannt, so wird auf die Zielgruppe bewusst eingegangen.

Haushaltskasse

Die Haushaltskasse zu entlasten ist anfangs ein wenig mühsam, aber bald weiß der Senior, wo und wie eingespart werden kann. Bei den Gebühren für das Handy werden häufig zu hohe Beträge bezahlt. Ein Handytarifevergleich kann bares Geld bringen. Unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen betreiben Wettbewerb, davon kann profitiert werden. Über den Vergleich kann die günstigste Vertragsform ermittelt und Geld gespart werden.

Auch ein Online-Versicherungsvergleich für bestehende Versicherungen und der online Strompreisrechner können die finanzielle Situation entschärfen helfen. Oft sind die bestehenden Versicherungsverträge längst nicht mehr die besten und günstigsten. Über einen kostenlosen Vergleichstest lässt sich das rasch herausfinden. Die Versicherung termingerecht zu wechseln, stellt kein Problem dar, kann jedoch viel Geld einsparen. Für Stromanbieter gilt dasselbe Prinzip. Wenn auch nur überall ein wenig gespart werden kann, lässt dennoch die Gesamtsumme oft erstaunen.

Sich die Zeit zu nehmen und die Schnäppchen-Angebote zu studieren, macht sich ebenfalls bezahlt. Die Informationen können bequem von zu Hause eingeholt werden, durch den Prospekt im Briefkasten oder über das Internet. Sie werden regelmäßig ausgeschrieben und beinahe täglich finden sich Neue. Die großen Lebensmittelketten warten dabei ebenso mit Sonderangeboten auf wie der kleine Metzger an der Ecke.

In vielen Wirtshäusern und Restaurants stehen sogenannte Seniorenmenüs auf der Speisekarte. Sie sind in der Regel etwas kleiner portioniert. Ein dreigängiges Menü ist oft zu einem Preis erhältlich, der ein Selbstkochen nicht mehr rechtfertigt. Arbeit und Zeit können im Wirtshaus gespart werden. Nicht selten sind so die Seniorenmenüs auch auf die Bedürfnisse eines älteren Menschen abgestimmt.

Schwere Umstellung

Während der aktiven Zeit im Berufsleben hat das monatliche Einkommen gereicht, der Normalverdiener konnte sich Dinge leisten, ohne den Euro zweimal umdrehen zu müssen. Plötzlich kommt der Ruhestand und damit die große Umstellung. Viele Rentner suchen sich zu Beginn des Ruhestands einen kleinen Nebenverdienst oder beginnen einige Jahre vor dem Eintritt ins Rentenalter noch eine neue Ausbildung. Das ist gar nicht mehr so unüblich. Nicht nur, dass durch ein wenig Zuverdienst die finanzielle Umstellung leichter wird, sondern auch die Umstellung auf die neue Freizeit.

Nach und nach findet der Senior in die neuen Lebensumstände, lernt die Freizeit zu genießen und auch mit dem geringeren Einkommen zurecht zu kommen. Wer dennoch weiter ein wenig arbeiten und verdienen möchte, hat einen gewissen Freibetrag, den er als Einnahme zur Rente verzeichnen darf.

War es in der aktiven Zeit nicht notwendig, kann nun in der Zeit der finanziellen Enge die Führung eines Haushaltsbuches, gerade zu Beginn des Ruhestands, helfen. Nicht nur ein Überblick wird gewonnen, sondern am Ende des Monats kann anhand der eingetragenen Ausgaben darüber nachgedacht werden, welche noch eingespart werden können. Anfangs vielleicht mühsam, aber lohnend.

Bildquelle: pixabay.com

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