Besonders perfide: Terror im Auftrag staatlicher Organe; Foto: Gerd Altmann via Pixelio.de

Gladio-Staatsterrorismus auch in der BRD?

In Zeiten des Kalten Krieges installierten westliche Geheimdienste sogenannte Stay-Behind-Netzwerke. Diese Geheimarmeen sollten bei einer eventuellen sowjetischen Invasion Sabotageakte, die wie die Taten einer “Volksbefreiungsbewegung” aussehen sollten, durchführen. Die Gladio-Netzwerke existierten von vn 1950 bis in die 1990er Jahre. Auch in der BRD. Der Prozess um die “Bommeleeär-Anschläge” in Luxemburg wirft auch ein trübes Licht auf den Oktoberfestanschlag 1980 in München. Ein deutscher Zeuge im Luxemburger Prozess hat ausgesagt, dass sein Vater für den Münchener Anschlag unmittelbar Verantwortung dafür trug.

Harry Rowohlt nach der Lesung beim Signieren eigner Werke; Foto: privat

Harry Rowohlt mit Ringelnatz in Recklinghausen: “Betonung ohne Schausaufen” – Extraordinär!

Joachim Ringelnatz’ VER-DICHTUNGEN des Lebens benötigen in Einzelfall Zeit zum Verstehen. Der großartige Harry Rowohlt las – lebte! – Ringelnatz gestern im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Ein Streichkonzert zwischen den Einzelnen Ringelnatz Kostproben bedurfte es nicht. Wie gewohnt steuerte Rowohlt eignen Pretiosen bei. Anekdoten und köstliche biografische Einsprengsel machten jedes Streichkonzert überflüssig.

Kollegen von DJV und dju in ver.di machen auf ihre Situation und der der Medien im Ruhrgebiet aufmerksam; Foto: privat

Die WAZ-Axt im Medienwalde

Nach der Schließung von Redaktionen der “Westfälischen Rundschau” Anfang dieses Jahres schloß zum 1. Mai 2013 die WAZ-Redaktion in Recklinghausen. Der bevölkerungsreichste Landkreis Deutschlands verkümmert in weiten Teilen der Region. Die publizistische Meinungsbildung wird nun von einem einzigen Verlagshaus dominiert. Kolleginnen und Kollegen deutscher Journalistengewerkschaften machten auf der 1.Mai-Kundgebung in Recklinghausen auf ihre Situation aufmerksam.

Frank Hoffmann (links) und Norbert Maus (rechts) eröffnen die 67. Ruhrfestspiele mit einem kräftigen "Glück auf!"; Fotos (2): privat

67. Ruhrfestspiele nach der Maikundgebung mit “Glück auf!” eröffnet

Die Ruhrfestspiele gründen auf dem Solidaritätsgedanken: “Kohle gegen Kunst – Kunst gegen Kohle”. Gestern wurden auf dem Grünen Hügel Recklinghausens die 67. Ruhrfestspiele eröffnet. Sie stehen unter dem Motto “Aufbruch und Utopie”. Das größte Theaterfestival Europas wartet 2013 mit 100 Produktionen auf. Festspielleiter Frank Hoffmann rief dazu auf, die Vorstellungen zahlreich zu besuchen.

Auf der Premierenfeier: Im Hintergrund links Emily Newton (Anna Nicole). In der Mitte des Bildes Komponist Mark-Anthony Turnage. Daneben Librettist Richard Thomas; Foto: privat

“Anna Nicole”: Standing Ovations für den “Amerikanischen Traum hin und zurück”

Das Leben des Playmates Anna Nicole Smith endete tragisch. Der britische Komponist Mark-Anthony Turnage hat die Biografie des texanischen Mädchens, das abgewrackt, an einer Medikamenten-Überdosis starb in Töne gefasst. Nach London feierte “Anna Nicole” nun auch am Dortmunder Opernhaus Kontinentalpremiere und deutsche Erstaufführung. Der Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog besorgte die Inszenierung. Publikum und Presse sind voll des Lobes.

“Anna Nicole” – Das veroperte Leben eines Playmates in Dortmund

Anna Nicole Smith wurde nur 39 Jahre alt. Die starb an einer Medikamenten-Überdosis. Das tragikomische Leben eines texanischen Mädchens. Sie träumte den amerikanischen Traum. Er zerplatzte wie eine Seifenblase. „Der Körper von Anna Nicole Smith wird zum Schlachtfeld einer neoliberalen Ökonomie”, meinte der Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog. Er sicherte sich die nach London zweite Aufführung der von Mark-Anthony Turnage komponierten Oper und inszenierte sie am Theater Dortmund. Heute Abend ist Kontinentalpremiere und Deutsche Erstaufführung von “Anna Nicole” in Dortmund.

Hartz IV stempelt die Menschen ab; Foto: Gerd Altmann via Pixelio.de

Inge Hannemann wird sanktioniert, weil sie von Hartz-IV-Sanktionen nichts hält

Von der Jobcentermitarbeiterin Inge Hannemann aus Hamburg-Altona erwartet man Bereitschaft auch zum Sanktionieren ihrer “Kunden”. Hannemann sah ihre Arbeit anders. Sie wollte die “Kunden” wie Menschen behandeln. Und erst einmal Vertrauen zu ihnen aufbauen. Inge Hannemann wurde zur harten Hartz-IV-Kritikerin. Nun hat sie ihr Arbeitgeber vorerst “freigestellt”.