Die Presse, die "Vierte Gewalt", muss kritisch unter die Lupe genomen werden; Foto: Rainer Sturm via Pixelio.de

KenFM: Löckt wider den Stachel

Ken Jebsen, der als Moustafa Kashefi geborene deutsch-iranische Fernseh- und Radiomoderator wurde gegangen. Der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) nahm im November 2011 dessen Sendung “KenFM” aus dem Programm. Zum Verhängnis war dem Moderator eine E-Mail geworden, die er einem Hörer als Antwort geschickt hatte. KenFM wurde daraufhin vorgeworfen er sei Antisemit. Obwohl das nicht bewiesen wurde, schaltete der RBB den Moderator 2011 ab. Inzwischen “sendet” Ken Jebsen im Internet.

Foto: Fabian Kurz, freigegeben unter Creative-Commons-Lizenz CC-BY (Namensnennung) Laudatoren: Rena Tangens und padeluun

BigBrotherAward an Google: “there is an elephant in the room”

Der Verein “digitalcourage” (früher Foebud.e.V) aus Bielefeld ermittelt alljährlich unter Mithilfe der Bevölkerung die schlimmsten Datenkraken. Am 12. April 2013 wurden die BigBrotherAwards genannten Negativpreise in Bielefeld vergeben. Datensauger Google erwischte einen dieser Preise. Und zwar in der Kategorie “Globales Datensammeln”. Zum Nachdenken soll auch der kritische Preis in der Kategorie “Behörden & Verwaltung” Anlass sein. Hier wurde das etwa bei der Polizei in Anwendung kommende “Racial Profiling” in kritisches Licht gerückt. Dabei werden Personen nur aufgrund ihres Aussehens bzw. ihrer Hautfarbe ohne konkret vorliegenden Verdacht polizeilich kontrolliert.

Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, bei einer UmFAIRteil-Aktion am 29. September 2012 in Bochum; Foto: privat

“Bündnis UmFAIRteilen”: Morgen Aktionstag in 80 Städten

Mögen Bundesregierung und die deutsche Mainstreampresse auch noch so großspurig tönen, Deutschland gehe es gut: Die Realität für Viele hierzulande sieht ganz anders aus. Für kommenden Samstag hat das Bündnis UmFAIRteilen zu Kundgebungen in zahlreichen deutschen Orten aufgerufen. Es geht darum der Forderung vielstimmig Ausdruck zu verleihen, dass das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich gestoppt werden möge. Eine gerechtere Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums wird gefordert.

“Roma” heißt Mensch

An diesem Montag feiern weltweit Angehörige der Minderheit der Roma den Internationalen Roma-Tag. Am 8. April 1971 fand der erste Welt-Roma-Kongress in London statt. Man einigte sich dort diskrimnierende Fremdbezeichungen durch die Selbstbezeichnung “Roma” zu ersetzen. Leider werden auch heute noch, nach nunmehr 40 Jahren, Roma diskriminiert und gar bedroht. Vor unser aller Augen. Alte Vorurteile leben weiter und abstruse Stereotype feiern traurige Urständ. In Deutschland finden heute in 30 Städten Veranstaltungen zum Roma-Tag statt.

Immer mehr Menschen könnten betreffs der sie Regierenden zur Ansicht kommen "Ihr Repräsentiert Uns Nicht" (iRUN); Foto: privat

Denk ich an Europa in der Nacht…

In der Zypern-Krise ging nicht nur das Vertrauen vieler Europäer in die Sicherheit ihrer Spareinlagen verloren. Europa könnte scheitern. Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker gibt sogar Folgendes zu denken: „Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur.“ Es wird deshalb Zeit ein neues Europa zu bauen, wie es der weltbekannte griechische Komponist Mikis Theodorakis vorgeschlagen hat.