“Anna Nicole”: Standing Ovations für den “Amerikanischen Traum hin und zurück”

Das Leben des Playmates Anna Nicole Smith endete tragisch. Der britische Komponist Mark-Anthony Turnage hat die Biografie des texanischen Mädchens, das abgewrackt, an einer Medikamenten-Überdosis starb in Töne gefasst. Nach London feierte “Anna Nicole” nun auch am Dortmunder Opernhaus Kontinentalpremiere und deutsche Erstaufführung. Der Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog besorgte die Inszenierung. Publikum und Presse sind voll des Lobes.

“Anna Nicole” – Das veroperte Leben eines Playmates in Dortmund

Anna Nicole Smith wurde nur 39 Jahre alt. Die starb an einer Medikamenten-Überdosis. Das tragikomische Leben eines texanischen Mädchens. Sie träumte den amerikanischen Traum. Er zerplatzte wie eine Seifenblase. „Der Körper von Anna Nicole Smith wird zum Schlachtfeld einer neoliberalen Ökonomie”, meinte der Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog. Er sicherte sich die nach London zweite Aufführung der von Mark-Anthony Turnage komponierten Oper und inszenierte sie am Theater Dortmund. Heute Abend ist Kontinentalpremiere und Deutsche Erstaufführung von “Anna Nicole” in Dortmund.

Inge Hannemann wird sanktioniert, weil sie von Hartz-IV-Sanktionen nichts hält

Von der Jobcentermitarbeiterin Inge Hannemann aus Hamburg-Altona erwartet man Bereitschaft auch zum Sanktionieren ihrer “Kunden”. Hannemann sah ihre Arbeit anders. Sie wollte die “Kunden” wie Menschen behandeln. Und erst einmal Vertrauen zu ihnen aufbauen. Inge Hannemann wurde zur harten Hartz-IV-Kritikerin. Nun hat sie ihr Arbeitgeber vorerst “freigestellt”.

“Ohrenkuss” trifft “Die Zeit” – Fazit: “Erfahrungsvoll”

Der “Ohrenkuss” hat längst einen Platz in der deutschen Presselandschaft gefunden. Die Redaktion ist vielfach ausgezeichnet worden. Im “Ohrenkuss”-Heft Nr. 29 war das Thema “Zeit” im Fokus der Autorinnen und Autoren gewesen. Nun fand ein Redaktionsaustausch des “Ohrenkuss” mit der Publikation statt, die den Begriff “Zeit” seit 1946 im Titel trägt: “Die Zeit”. Die Ohrenkussler reisten also zu einem Besuch vom Rhein an die Alster.

KenFM: Löckt wider den Stachel

Ken Jebsen, der als Moustafa Kashefi geborene deutsch-iranische Fernseh- und Radiomoderator wurde gegangen. Der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) nahm im November 2011 dessen Sendung “KenFM” aus dem Programm. Zum Verhängnis war dem Moderator eine E-Mail geworden, die er einem Hörer als Antwort geschickt hatte. KenFM wurde daraufhin vorgeworfen er sei Antisemit. Obwohl das nicht bewiesen wurde, schaltete der RBB den Moderator 2011 ab. Inzwischen “sendet” Ken Jebsen im Internet.

BigBrotherAward an Google: “there is an elephant in the room”

Der Verein “digitalcourage” (früher Foebud.e.V) aus Bielefeld ermittelt alljährlich unter Mithilfe der Bevölkerung die schlimmsten Datenkraken. Am 12. April 2013 wurden die BigBrotherAwards genannten Negativpreise in Bielefeld vergeben. Datensauger Google erwischte einen dieser Preise. Und zwar in der Kategorie “Globales Datensammeln”. Zum Nachdenken soll auch der kritische Preis in der Kategorie “Behörden & Verwaltung” Anlass sein. Hier wurde das etwa bei der Polizei in Anwendung kommende “Racial Profiling” in kritisches Licht gerückt. Dabei werden Personen nur aufgrund ihres Aussehens bzw. ihrer Hautfarbe ohne konkret vorliegenden Verdacht polizeilich kontrolliert.

“Bündnis UmFAIRteilen”: Morgen Aktionstag in 80 Städten

Mögen Bundesregierung und die deutsche Mainstreampresse auch noch so großspurig tönen, Deutschland gehe es gut: Die Realität für Viele hierzulande sieht ganz anders aus. Für kommenden Samstag hat das Bündnis UmFAIRteilen zu Kundgebungen in zahlreichen deutschen Orten aufgerufen. Es geht darum der Forderung vielstimmig Ausdruck zu verleihen, dass das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich gestoppt werden möge. Eine gerechtere Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums wird gefordert.

“Roma” heißt Mensch

An diesem Montag feiern weltweit Angehörige der Minderheit der Roma den Internationalen Roma-Tag. Am 8. April 1971 fand der erste Welt-Roma-Kongress in London statt. Man einigte sich dort diskrimnierende Fremdbezeichungen durch die Selbstbezeichnung “Roma” zu ersetzen. Leider werden auch heute noch, nach nunmehr 40 Jahren, Roma diskriminiert und gar bedroht. Vor unser aller Augen. Alte Vorurteile leben weiter und abstruse Stereotype feiern traurige Urständ. In Deutschland finden heute in 30 Städten Veranstaltungen zum Roma-Tag statt.