Heute Abend: Gegacker in Brüssel An diesem Mittwochabend ist wieder Gegacker in Brüssel angesagt – ein informeller EU-Gipfel steht an. Das wirft seine Schatten voraus.
USA: Rezession im zweiten Halbjahr? Das ECRI-Institut hat erneut die Erwartung bestätigt, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2012 zu einer Rezession der US-Wirtschaft kommt. Darauf weist u.a. der Weekly Leading Indicator des Instituts hin, der eine beachtliche Treffsicherheit aufzuweisen hat.
Fiskalpakt ade! Nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich mehren sich die Stimmen gegen den Merkelschen Fiskalpakt. Ich hatte ihn ja immer schon als „Lachnummer“ angesehen, weil er letztlich keine stringenten Mittel zur Haushaltssanierung in der Eurozone festgelegt hat. Es wurde lediglich politischer Druck verankert, eine verbindliche Verpflichtung mit Möglichkeiten, bei Zuwiderhandlungen effizient durchzugreifen, gab und gibt es nicht.
Sparen oder Schulden machen? Und plötzlich wird in der Eurozone entdeckt, dass Sparsamkeit nicht alles ist. Nachdem sich Merkel mit ihrem Spardiktat zunächst durchsetzen konnte, wachsen die Widerstände dagegen immer weiter.
Krisen-Modus: An! EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat Spanien als größtes Risiko im Euroraum bezeichnet. Das zuletzt (durch die LTROs) verbesserte Klima an den Finanzmärkten habe den Reform-Druck auf die spanische Regierung verringert, die habe daher in den vergangenen Monaten notwendige Maßnahmen schleifen lassen.
Neues Quartal – Pullback bei Aktien? Der S&P 500 bleibt zum Quartalsschluss einige Punkte unter seinem jüngsten Hoch bei 1417. Hinter ihm liegt das beste erste Quartal in 14 Jahren, der Index notiert fast 30% höher als im vergangenen Herbst. Der Nasdaq hatte sogar sein bestes erstes Quartal seit 1991. Zuletzt waren die Kursbewegungen vor allem von Window-Dressing zum Quartalsende geprägt.
Wo ein Weg ist, ist noch lange kein Wille EZB-Chef Draghi scharwenzelt um die Deutschen herum und bemüht selbst preußische Traditionen, um Ängste vor (zu viel) Inflation zu nehmen.
Europhorie Die europäische Schuldenkrise scheint überwunden, jedenfalls ist das das Signal der Finanzmärkte. Der S&P 500 notiert mittlerweile über seinem Jahreshoch aus 2011, der DAX hängt etwas nach und liegt noch 5% unter dem seinigen, hat aber seit Jahresbeginn beeindruckende fast 22% zugelegt.
Griechenland-Bailout – nicht mal Sterbehilfe für das Land Die FAZ schreibt zum Ergebnis der jüngsten Brüsseler Beratungen: Griechenland erhält neue Finanzhilfen über 130 Mrd. Euro, private Gläubiger verzichten im Wege eines Bond-Tauschs auf mehr als die Hälfte ihrer Forderungen. Damit sei Griechenlands Zukunft innerhalb der Eurozone und die finanzielle Stabilität des Währungsraums gesichert, sagte Eurogruppen-Vorsitzender Jean-Claude Juncker zum Abschluss der Beratungen der Finanzminister. „Juncker“? Das ist doch der, der sagte: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Dann schaun mer mal.
Miese Spiele am Olymp Da kommt Griechenland mit gefälschten Zahlen in die Eurozone. Tatkräftig mitgeholfen hat eine gewisse Investmentbank. Dann schüttet die EU ihr Füllhorn aus über dem Land. Von den für den Ausbau der Infrastruktur gedachten Mitteln kommt nur das allernötigste auch dort an.