(Foto: Phil and Pam/flickr)

Uli Hoeneß – Das arme Würstchen

Noch bevor die Justiz sich der Sache Uli Hoeneß so richtig annehmen konnte, wurde der Fall des Steuerhinterziehers und Präsidenten von Bayern München vor dem TV-Schnellgericht des Günther Jauch verhandelt. Neben einem zögerlichen Finanzminister aus Nordrhein-Westfalen saßen auch der Sportschau-Rentner Dieter Kürten, der Steuerbetrugs-Anwalt Kubicki und der Behelfs-Entertainer Oliver Pocher zu Gericht.

Der faule Atom-Kompromiss – Eine Karriere: Vom Friesen-Nerz zum Escada-Kostüm

Man trug Parka und Bart, den gelben Friesen-Nerz und Schlaghosen, man hörte “Ton Steine Scherben” und Helmut Schmidt war Kanzler. Damals. Im März 1979. Als die Hunderttausend aus dem Wendland nach Hannover zogen. Als man gegen das Atom-Lager in Gorleben protestierte. Es war die faktische Geburtsstunde der GRÜNEN. Nun scheint der Kampf gegen das Gorleben-Lager vorbei zu sein.

Nach Ansicht von Kubicki gibt es ein "Recht auf Verschleierung" (Foto: alle Rechte U. Gellermann)

Wolfgang Kubicki: Legal, illegal, scheissegal!

Es war eine dieser Günther-Jauch-Runden im Fernsehen, zahm und zahnlos: Schon die Besetzung der Runde garantierte jene “Ausgewogenheit”, die ganz sicher nicht zu Erkenntnissen führt. Das Thema: Steueroasen. Einer der Experten: Der FDP-Vorturner Wolfgang Kubicki. Und der hat wirklich Ahnung: Immer wieder warf sich seine Anwaltskanzlei in die Bresche, wenn Steuervermeider vom Staatsanwalt bedroht waren. Mandaten in Liechtenstein wussten es ihm zu danken. Diesmal also Kubicki zu “Offshore Leaks”, jener Datensammlung, die von den vielen Oasen berichtet und von den Briefkästen, die dort hängen, um Steuern zu hinterziehen.

Erwarten Sie von mir, dass ich mit der Krücke auf die englische Königin losgehe? (Foto: quinn.anya/flickr)

Einmarsch in die USA? – Ein Gespräch mit Wolfgang Schäuble über Steueroasen

Alle Nachrichten sind voll von “Offshore-Leaks”. Eine anonyme Quelle hat 250 Gigabytes über zehn Steueroasen einer Reihe internationaler Medien zur Verfügung gestellt: Auch Namen deutscher Steuerflüchtlinge sind im Datensatz enthalten. Es stellt sich die Frage, wie denn die deutschen Steuerbehörden auf die Billionen versteckter Euros reagieren sollten. Wir sprachen mit dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.