Südkorea: Autoren und Verlage wehren sich gegen Leseverbot

In südkoreanischen Kasernen dürfen keine internationalen Bestseller gelesen werden, die “staatsfeindlich”, “antikapitalistisch”, “antiamerikanisch” oder “nordkoreafreundlich” sind. Gegen diese Zensur ihres Arbeitgebers haben sieben Offiziere eine entsprechende Verfassungsklage angestrengt. Das Verteidigungsministerium will die Soldaten dafür belangen. Unterdessen haben betroffene Verlage das Verteidigungsministerium auf Schadensersatz verklagt. Im Internetforum “Spielplatz der Menschen, die

Internationale Bestseller in südkoreanischen Kasernen verboten

Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat eine Schwarzliste veröffentlicht, die den Rekruten die Lektüre von insgesamt 23 Titeln verbietet. Die Liste umfasst nationale wie internationale Bestseller. Ein Sprecher des Ministeriums rechtfertigte das Leseverbot damit, dass die Ausbildung der Soldaten dadurch Schaden nehmen könne. Internetbuchhändler gehen mit der vom Militär verbotenen Bücherliste auf Kundenfang.

Südkorea: Verschärfte Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Bürgern

Rund 20.000 Menschen demonstrierten am gestrigen Sonnabend zum 51. Mal gegen die Regierungsentscheidung, den Rindfleischimport aus den USA unter den vereinbarten Bedingungen wieder aufzunehmen. Ungefähr 30 Polizisten und ca. 400 Demonstranten wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. 53 Personen wurden festgenommen. „Präsident Lee Myung-bak hat versprochen, den Rindfleischimport aus den USA

Streik bei Allianz SE in Südkorea – “Hoffentlich…?”

“Der multinationale Konzern Allianz kommt seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht nach und verhält sich falsch! Dagegen protestieren Bürgerinitiativen, Arbeiter und Wissenschaftler gemeinsam!” Das waren die einleitenden Worte von Professor Kang Su-dol (Korea Universität, Wirtschaftswissenschaften) auf der heutigen Pressekonferenz der “Initiative für die Lösung des Streiks bei Allianz Leben Südkorea” in der

Südkorea: Wachsende Proteste gegen die neue Regierung

Rund 100.000 Demonstranten marschierten am Samstagabend vom Rathaus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in Richtung Blaues Haus, dem Regierungssitz des neuen Präsidenten Lee Myung-bak, um gegen den Rindfleischimport aus den USA zu protestieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei, bei denen auch Wasserwerfer zum Einsatz kamen, wurden knapp 230 Demonstranten festgenommen.

Südkorea am 9. April: Man stelle sich vor, es sind Parlamentswahlen aber weniger als die Hälfte geht hin

“Wann gehst du eigentlich Wählen?” “Wie, wählen?”  “Na, heute sind doch Parlamentswahlen!”  ”Ja, na und?” So erzählte der deutsche Expat Sebastian Ratzer das Gespräch mit seiner (koreanischen) Frau wieder, das er am Wahltag mit ihr hatte. Andere hatten “an dem Tag einfach etwas anderes vor”, wie zum Beispiel die Mutter

Parlamentswahlen in Südkorea – “politischer Tsunami” erwartet

Am 9. April stehen die Parlamentswahlen in Südkorea an. Nach dem Erdrutschsieg des rechtskonservativen Präsidentschaftskandidaten Lee Myung-bak am 19. Dezember des vergangenen Jahres wird wahrscheinlich auch das Parlament einen ähnlich schwungvollen Machtwechsel erleben. Wird die zukünftige Regierungspartei Hannara die 200-Sitze-Grenze überschreiten, die für eine Verfassungsänderung nötig ist? Das Rennen hat

Rechtskonservativer Ruck in Südkorea – Lee Myung-bak wird (wahrscheinlich) neuer Präsident

Trotz vieler Turbulenzen während des Wahlkampfes konnte sich Spitzenkandidat Lee Myung-bak der rechtskonservativen Oppositionspartei GNP bis zum Schluss durchsetzen, und seinen Vorsprung auf den letzten Metern kurz vor Wahlschluss sogar noch ausbauen. Mit fast doppelt so viel Zuspruch (48,6 Prozent) als sein schärfster Konkurrent Chung Dong-young (UNDP, 26,2 Prozent) wurde