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Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages:

Der Tag: 11.04.2010

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Wortschleim

Umgehen und nachvollziehen sind die landläufigen Verbalformen von Dingsbums; weil doch die unmittelbare Verzeitwörtlichung von Dingsbums so schlecht klänge. Dingsbums selbst klingt gerade schlecht genug. Darum heißt man es meistens Problem. Und so weiter: ab/aufarbeiten [ew.] abbauen [ein Thema] abdecken [ew.] abfragen [was da]  abgeht [auf ew.] abheben abschotten Adressat

Jochen Ebmeier | 11. April 2010, 11:48 Uhr | 1 Kommentar

Denken heißt vereinfachen.

Was uns “erscheint”, ist nicht einfach, sondern ungeordnet chaotisch. Wir nehmen nicht die einzelnen Sinnesreize wahr, sondern immer schon das, was unser Sensorium daraus gemacht hat. Ein vorsorglicher Filter, in dem die Erinnerung an Millionen Jahre Gattungserfahrungen operationalisiert ist, hat schon das (ihm) Bedeutende von dem Unbedeutenden geschieden. Was uns

Jochen Ebmeier | 2. April 2010, 18:01 Uhr | 1 Kommentar

So ist der Mensch.

Der Mensch kann sich selber fraglich werden Die Bedeutungen tierischer Umwelten haben alle einen gemeinsamen Nenner: Sie sind Funktionen der Erhaltung – der Individuen wie der Art. Was keinen Erhaltungswert hat, kommt in ihnen, wenn es auch ‘da’ ist, buchstäblich nicht vor. Der Mensch hat aber vor Jahrmillionen seine Urwaldnische

Jochen Ebmeier | 30. März 2010, 10:01 Uhr | 1 Kommentar

Wie und Was, oder Qualität und Relation.

Der Verstand sucht Relationen auf, die Vernunft erkennt Qualitäten. Die Vernunft operiert, der Verstand schaut an. Dem Verstand erscheinen die Qualitäten als gegeben, er setzt sie nur zu einander ins Verhältnis. Die Vernunft nimmt sie wahr, d. h. ‚wert’. Die Vernunft wertet, der Verstand misst.* Beide sind nicht unterschiedliche Vermögen

Jochen Ebmeier | 21. März 2010, 14:43 Uhr | 1 Kommentar

Jagen – der spezifisch männliche Beitrag zur Menschwerdung.

Der Mensch ist das einzige Tier, das aufrecht geht. Das einzige Tier, das Städte baut. Das einzige Tier, das nach seinem Dasein fragt… Und Homo sapiens ist die einzige Spezies, in der der männliche Teil der Population eine eigene, geschlechtsspezifische Rolle in der Reproduktionsweise der Gattung spielt. Nämlich als Jäger.

Jochen Ebmeier | 13. März 2010, 14:05 Uhr | 1 Kommentar

Die Naturgeschichte des Kausalitätsprinzips.

Der Entschluss, Naturwissenschaft zu betreiben, und der Entschluss, alles, was erscheint, als Einzelfall eines Gesetzes anzusehen, sind ein und dasselbe. Denn durch diesen Entschluss Galileo Galileis wurden die Naturwissenschaften begründet. Die Grundform des Naturgesetzes ist das Kausalprinzip. Es bedeutet, alles, was ist, als ein Ereignis aufzufassen, das mit Notwendigkeit aus

Jochen Ebmeier | 3. März 2010, 22:32 Uhr | 1 Kommentar

Wendeltreppe abwärts: Terminus ad quem

Mit der Vernunft ist es wie mit ihrer Patin, der Wahrheit: Sie ‘sind’ beide nur actu, als Richtschnur eines freiwilligen Handelns. Und zwar nicht als sein bewährter Grund, von dem es ausgeht: terminus a quo; sondern als sein Zweck, auf den es hinauswill : terminus ad quem. Metaphorisch wird ihr

Jochen Ebmeier | 7. Februar 2010, 18:23 Uhr

Vernunft und Öffentlichkeit bedeuten dasselbe.

Vernunft nennen wir die Annahme, dass es ein Urteilsvermögen gibt, welches als einem Jeden (“der menschliches Antlitz trägt”, sagt Fichte) in gleichem Maße gegeben vorausgesetzt, und dessen Betätigung einem Jeden in gleichen Maße zuzumuten ist. Vernunft ist ein Postulat, das sich selbst setzt und voraussetzt. Es ist eo ipso das

Jochen Ebmeier | 6. Februar 2010, 23:11 Uhr | 1 Kommentar

“Ich weiß”

Das allgemeine Ergebnis der Kritischen Philosophie lässt sich in diesem Satz zusammenfassen: Es gibt kein Wissen ohne Prämissen. In unserem wirklichen tagtäglichen Normalwissen gibt es tausendundeine Annahme über Tatsächliches. Diese lassen sich (prinzipiell) auf wissenschaftlichem (experimentellem + logisch spekulativen) Weg überprüfen. Ziehe ich alle diese faktologischen Wissenspartikel von meinem Wissen

Jochen Ebmeier | 21. Januar 2010, 21:40 Uhr | 1 Kommentar

Geist und Materie, oder: Natur und Geschichte.

Ich kann das Gewicht einer Kartoffel nicht erfahren, wenn ich ein Metermaß anlege, und ihren Umfang nicht mit der Waage messen. Ich kann das eine nicht aus dem andern ableiten, noch das eine ins andere umrechnen. Es sind zwei verschiedene Dimensionen, die aber nicht in der Kartoffel stecken – die

Jochen Ebmeier | 21. Januar 2010, 10:54 Uhr | 1 Kommentar

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27.05.2012

Europa – ein schlecht gebautes Haus

(Foto: Niccolò Caranti/flickr)

Es kann lächerlich wirken, sich bei den vielen praktischen Problemen der europäischen Gegenwart auf Gott zu berufen, aber ich probiere es: Die Menschen sollen nicht dem Geld dienen! Weil das Geld den Menschen dienen soll! Die Wirklichkeit ist aber oft viel unübersichtlicher. Wir dienen für das Geld denjenigen Menschen, die das Geld und damit auch das Eigentum besitzen. Auf dieser Grundlage funktionierte bereits sehr gut der Feudalismus. Und dazu auch noch ziemlich lange.


Albert Albern | 26. Mai 2012, 14:24 Uhr

Entzug des Vertrauens in Ross bedeutet kaum eine Übertretung der Resolutionen des Sicherheitsrats

Die informellen Verhandlungen sind von Details dominiert, während Marokko vorgeschlagen hatte, nur eine oder zwei Sitzungen abzuhalten


tseidemann | 26. Mai 2012, 10:32 Uhr | 1 Kommentar

Der Gutmensch

Die angeblich bösen Zungen sagen: Sie, die Gutmenschen, wollen Gutes und schaffen Böses, also die links-liberal-feministisch-schwul-lesbische Schickeria, die Grünen, die Klimahysteriker, die Multikulturalisten, die Mutigen Bürger gegen Rechts Aktivisten, und all jene Biedermänner und Biederfrauen, die das Denken durch die Moral ersetzen, nichts können, aber eine edle Gesinnung haben, nichts wissen, aber allerhand glauben und meinen und vor dem Islam in die Knie gehen.


Godo | 26. Mai 2012, 10:30 Uhr | 8 Kommentare

Internationale Experten diskutieren über die Zukunft der Elektronik im Automobil

Rettung naht: Merkels Sonderwirtschafts-Zonen

Russland: Die 10 wichtigsten Wörter des Runet-Jargons

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