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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:45:22 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Kostenloses eBook: Zukunftstrend Empfehlungsmarketing</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Readers Edition</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Empfehlungsmarketing schl&#228;gt klassisches Marketing. Und Empfehler sind die besten Verk&#228;ufer. Deshalb m&#252;ssen Unternehmen sich immer st&#228;rker folgende Fragen stellen: Wie bringen wir Menschen dazu, gut &#252;ber uns und unsere Marken zu reden? Und wie machen wir unsere Kunden und Kontakte gezielt und systematisch zu Topp-Verk&#228;ufern unserer Angebote, Produkte und Services?
Antworten gibt das kostenlose eBook &#8220;Zukunftstrend Empfehlungsmarketing&#8221; von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Empfehlungsmarketing schl&#228;gt klassisches Marketing. Und Empfehler sind die besten Verk&#228;ufer. Deshalb m&#252;ssen Unternehmen sich immer st&#228;rker folgende Fragen stellen: Wie bringen wir Menschen dazu, gut &#252;ber uns und unsere Marken zu reden? Und wie machen wir unsere Kunden und Kontakte gezielt und systematisch zu Topp-Verk&#228;ufern unserer Angebote, Produkte und Services?</p>
<p>Antworten gibt das kostenlose eBook &#8220;Zukunftstrend Empfehlungsmarketing&#8221; von Anne M. Sch&#252;ller, Expertin f&#252;r Loyalit&#228;tsmarketing. Sie finden es hier:</p>
<p><a href="http://www.empfehlungsmarketing.cc/rw_e13v/schueller2_em/usr_documents/ebook_Empfehlungsmarketing.pdf">http://www.empfehlungsmarketing.cc/rw_e13v/schueller2_em/usr_documents/ebook_Empfehlungsmarketing.pdf</a>
</p>
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		<title>Regieren auf der Notruffrequenz</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/02/regieren-auf-der-notruffrequenz/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Mit dem lockeren Spruch &#8220;das tritt nach meiner Kenntnis&#8230;, ist das sofort, unverz&#252;glich&#8221;, &#246;ffnete G&#252;nter Schabowski seinerzeit die Mauer, mit den Worten &#8220;findet die Steuer auf Rechtsvorg&#228;nge ab dem Tag des heutigen Kabinettbeschlusses Anwendung&#8221; f&#252;hrte Wolfgang Sch&#228;uble eben die Flugverkehrssteuer ein. Einmal Amerika ist damit schlagartig 90 Euro teurer, einmal Vietnam kostet f&#252;r vier Personen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/Yogisc.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Mit dem lockeren Spruch <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/G%C3%BCnter_Schabowski#Zitate_mit_Quellenangabe">&#8220;das tritt nach meiner Kenntnis&#8230;, ist das sofort, unverz&#252;glich&#8221;,</a> &#246;ffnete G&#252;nter Schabowski seinerzeit die Mauer, mit den Worten &#8220;findet die Steuer auf Rechtsvorg&#228;nge ab dem Tag des heutigen Kabinettbeschlusses Anwendung&#8221; f&#252;hrte <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,715126,00.html">Wolfgang Sch&#228;uble</a> eben die Flugverkehrssteuer ein. Einmal Amerika ist damit schlagartig 90 Euro teurer, einmal Vietnam kostet f&#252;r vier Personen 360 Euro mehr.</p>
<p>Damit habe die Regierung ihr Versprechen eingel&#246;st, den Menschen im Lande mehr netto vom brutto zu lassen und ihnen das dann anschlie&#223;end wegzunehmen, verlautete aus dem politischen Berlin. Wie die Fluggesellschaften ihre Kunden mit der Steuer belasteten, sei deren Entscheidung, versichert eine Sprecherin des Finanzministers dem &#8220;Spiegel&#8221;. Man werde da nicht hineinregieren, so lange die geplanten Einnahmen stimmten. Die Gesellschaften k&#246;nnten ja bereits jetzt anfangen, ihre Preise zu erh&#246;hen, damit sie die Steuern entrichten k&#246;nnten, wenn sie per Gesetzblatt in Kraft gesetzt und damit rechtsg&#252;ltig seien.</p>
<p>Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&#228;uble verteidigte die neue Belastung. &#8220;Das wird die Luftverkehrsgesellschaften nicht in einer nicht zumutbaren Weise belasten&#8221;, glaubt er. Die Regierung gehe davon aus, dass Fluggesellschaften ihre Kosten ohnehin auf die Flugg&#228;ste abw&#228;lzen. So gesehen entstehe niemandem ein Schaden, denn wer sich die kleine Mehraufwendung nicht leisten k&#246;nne oder wolle, bleibe eben einfach zu Hause. &#8220;Hier ist es doch auch sch&#246;n&#8221;, hie&#223; es bestimmt im Finanzministerium. Eine Alternative sei es, sich den Yogischen Fliegern (Bild oben) anzuschlie&#223;en, die im Dienst der V&#246;lkerverst&#228;ndigung auf der Stelle segeln. Das werde auch weiter steuerfrei bleiben, sicherte ein Sprecher zu.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/09/regieren-auf-der-notruffrequenz.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		<item>
		<title>Mit viel Schwung ins zweite Jahr</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/01/mit-viel-schwung-ins-zweite-jahr/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 11:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elias schlereth</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Das Weinforum Franken startet mit spannenden Mixturen aus Kunst &#038; Genuss in die n&#228;chste Herbst-Saison
Zeit, das ist ein immens fl&#252;chtiges Gut, wei&#223; der Volksmund. Diese Erfahrung durften in den letzten Tagen nun auch Beate Osterheider-Haas und Miriam Roth machen. Tag aus, Tag ein geh&#246;rt ihre gesamte Aufmerksamkeit den G&#228;sten in ihrem Weinforum Franken. “Vor lauter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/app1.jpg" /></dt>
<dd>Beschwingter Herbstausklang in malerischer Kulisse. Weingenuss und Tanzvergn&#252;gen mit „Hang loose“ entf&#252;hrt die G&#228;ste am 29. Oktober abermals in die Welt von Kunst und Genuss.</dd>
</dl>
<p><strong>Das Weinforum Franken startet mit spannenden Mixturen aus Kunst &#038; Genuss in die n&#228;chste Herbst-Saison</strong></p>
<p>Zeit, das ist ein immens fl&#252;chtiges Gut, wei&#223; der Volksmund. Diese Erfahrung durften in den letzten Tagen nun auch Beate Osterheider-Haas und Miriam Roth machen. Tag aus, Tag ein geh&#246;rt ihre gesamte Aufmerksamkeit den G&#228;sten in ihrem Weinforum Franken. “Vor lauter Trubel haben wir kaum wahrgenommen, dass wir am 1. September vor genau einem Jahr ge&#246;ffnet haben“, sind die beiden Gesch&#228;ftsf&#252;hrerinnen sichtlich &#252;berrascht &#252;ber zw&#246;lf dahingeflogene Monate. Es scheint, als sei es gestern gewesen, dass sie ihre G&#228;ste aus Nah und Fern zum ersten Mal in ihr liebevoll und aufw&#228;ndig restauriertes Anwesen an der Hauptstra&#223;e 37 in Eibelstadt gebeten h&#228;tten.</p>
<p>Das ehemalige Gasthaus „Zum Schwan“ war von den Architekten Heiner Roth sowie Edmund und Stephan Haas in gut einem halben Jahr Umbauphase aus dem Dornr&#246;schenschlaf geholt und Dank einer gelungenen Verbindung von Historie und Gegenwart mit Leben erf&#252;llt worden. Seit dem Sp&#228;tsommer 2009 lautet das Ziel: „Weinliebhabern einen Ort der Geselligkeit, des Lernens und der Kommunikation bieten“. 365 Tage sp&#228;ter gilt es Bilanz zu ziehen: „Hinter uns liegt ein abwechslungsreiches Jahr“, fasst Frau Osterheider-Haas die ersten zw&#246;lf Monate im 1200 Quadratmeter gro&#223;en Familienbetrieb zusammen. Ein gelungener Wechsel in der K&#252;che im vergangenen April liegt ebenso hinter ihnen wie das erste Ernten der hart erarbeiteten Fr&#252;chte. „Wir haben etliche Hotelstammg&#228;ste gewinnen k&#246;nnen und auch der Weinverkauf in der Vinothek ist ins Rollen gekommen“, freut sie sich &#252;ber den gro&#223;en Zuspruch, den das Weinforum Franken bisher erfahren durfte. Der idyllisch gestalte Terrassenbereich sei in diesem Sommer schon sehr gut angenommen worden und auch die zahlreichen Veranstaltungen in und um den neuen/alten Treffpunkt am Markt f&#228;nden langsam aber sicher ihre Liebhaber.</p>
<p><strong>Wein, Musik und viel Wissenswertes</strong></p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/jamj.jpg" /></dt>
<dd>Ein Abend f&#252;r Naschkatzen. Freunde der s&#252;&#223;en Verf&#252;hrung k&#246;nnen sich auf den 20. November ganz besonders freuen. Ein Zartbitter-Vier-G&#228;nge-Men&#252; mit einem Secco-Tr&#252;ffel-Aperitif l&#228;sst die Herzen h&#246;her schlagen. Dazu gibt es nat&#252;rlich Unterhaltsames rund um die Schokolade.</dd>
</dl>
<p>Spannende Mixturen aus Kunst &#038; Genuss sind da zuweilen entstanden. Und genau in diesem Stil soll es in der n&#228;chsten Herbst-Saison weitergehen. Bereits am 17. September gibt es mit Andreas Breunig eine weitere R&#252;ckschau. Ab 19 Uhr hei&#223;t es dann „30 Jahre Weine – aktuell und spannend“. An f&#252;nf Proben aktueller Weine der hauseigenen Vinothek wird er Wissenswertes zu den Rebsorten, den Etikettdaten, zu Analysen und ihrer Bedeutung vermitteln. „Spannend wird es, wenn Weine aus dem Keller des ehemaligen Gasthauses ge&#246;ffnet werden“, so die beiden Damen. Denn so erhalten die Teilnehmer auch einen Einblick in Lagerung und Lagerf&#228;higkeit der edlen Weine, die sie bei einem fr&#228;nkischen Brotzeitteller genie&#223;en d&#252;rfen. Mit dem Geiger Florian Meierott findet sich am 26. September ebenfalls ein guter Bekannter des Hauses ein. Nach einem guten Schoppen er&#246;ffnet er ab 17 Uhr den „Goldenen Herbst“. Die Liaison von Wein und Musik setzt sich auch im Wein-Rendezvous am 3. Oktober fort. Von 13 bis 20 Uhr l&#228;dt der Weinbauverein Eibelstadt in das historische Rathaus und ins nahe gelegene Weinforum Franken ein, wo einheimische Winzer das Beste aus ihren Kellern bieten und Ch&#246;re Ausschnitte ihres musikalischem Programms pr&#228;sentieren werden.</p>
<p>In einem solchen Reigen darf dann nat&#252;rlich auch ein Wirtshaussingen nicht fehlen. Am 8. Oktober findet ein solches zum ersten Mal im Weinforum in Form einer Benefiz-Veranstaltung statt. Und es bleibt musikalisch. W&#228;hrend drau&#223;en die ersten Bl&#228;tter fallen, freut sich das Team in der wohlig warmen Stube auf einen abwechslungsreichen Konzertabend mit dem „Duo Califragilis“. Am 15. Oktober geben sich dann die Harfenistin Rosemarie Seitz und der Volksmusik-Fachmann Franz Josef Schramm im Veranstaltungssaal des Hauses die Ehre – und das ganz ohne Verst&#228;rker. Mit viel Schwung geht es in Eibelstadt also nun ins zweite Jahr. „Appetit auf Zukunft“ versp&#252;rte im September 2009 das gesamte Team. Und schnell wird deutlich: Die Flammen der Leidenschaft sind noch lange nicht erloschen.</p>
<p>Photo: housymomo, via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=326393&#038;mode=search">pixelio.de</a>
</p>
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		</item>
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		<title>Lobbyisten in der EU-Junta</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/01/lobbyisten-in-der-eu-junta/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 08:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl Fischer</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Unverholen gibt die st&#228;ndige Vertretung Deutschlands in Br&#252;ssel in einem Schreiben zu, welche Interessengruppen in der EU-Junta den Ton angeben.
Da findet man Interessengruppen von Zeitarbeitsfirmen, Pharma, Elektronikriesen und was wei&#223; ich nicht alles. Wem jetzt noch nicht d&#228;mmert, warum alle Gesetze und Verbote ausgehend von der EU-Komission in keinster Weise den B&#252;rgern in der EU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unverholen gibt die st&#228;ndige Vertretung Deutschlands in Br&#252;ssel in einem Schreiben zu, welche Interessengruppen in der EU-Junta den Ton angeben.</p>
<p>Da findet man Interessengruppen von Zeitarbeitsfirmen, Pharma, Elektronikriesen und was wei&#223; ich nicht alles. Wem jetzt noch nicht d&#228;mmert, warum alle Gesetze und Verbote ausgehend von der EU-Komission in keinster Weise den B&#252;rgern in der EU n&#252;tzen, der ist entweder verbl&#246;det oder ignorant.</p>
<p>Man muss sich nur durchscrollen, um sp&#228;testens jetzt zu begreifen welche Interessen in Br&#252;ssel und Stra&#223;bourg vertreten werden. Da geht es einzig und allein um milliardenschwere Gesch&#228;fte. Da wird eiskalt an den Bed&#252;rfnissen der EU-B&#252;rger vorbeiregiert und die Verschmelzung von Wirtschafts-Interessen mit politischer Macht tritt offen zu Tage. F&#252;r diese Symbiose hatte schon der Diktator Benito Mussolini einen Begriff: Faschismus, oder wie er sich ausdr&#252;ckte, Corporatismus, was dasselbe bedeutet.</p>
<p><a href="http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/100831_Hinweise_Vertreter_deutsche_FirmenpropertyDaten.pdf">Hier der Link zum PDF-File </a></p>
<p>(K. Fischer ist Co-Betreiber auf <a href="http://www.schnakenhascher.de">www.schnakenhascher.de</a>)
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarz-Gelb weiter auf Sinkflug</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/08/31/schwarz-gelb-weiter-auf-sinkflug/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:51:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Angela Merkel wollte, nachdem sie frisch erholt aus dem Sommerurlaub zur&#252;ckgekehrt ist, alles anders, d.h. besser machen. Die F&#252;hrungskrise der Koalition, die sich als Chaostruppe immer wieder der &#214;ffentlichkeit vorstellt, sollte nun endlich nach fast einem Jahr in der Regierung beendet werden. Daraus wird wohl nichts. Sp&#228;testens seit der Debatte um die Laufzeitverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/08/3564034003_2cfc9c9e15.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Angela Merkel wollte, nachdem sie frisch erholt aus dem Sommerurlaub zur&#252;ckgekehrt ist, alles anders, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712086,00.html">d.h. besser machen</a>. Die F&#252;hrungskrise der Koalition, die sich als Chaostruppe immer wieder der &#214;ffentlichkeit vorstellt, sollte nun endlich nach fast einem Jahr in der Regierung beendet werden. Daraus wird wohl nichts. Sp&#228;testens seit der Debatte um die <a href="http://www.readers-edition.de/2010/08/09/laufzeitverlaengerung-schwarz-gelb-geht-aufs-ganze">Laufzeitverl&#228;ngerung der Kernkraftwerke</a> wurde gestern erneut &#252;berdeutlich, dass es alles andere als einen Konsens innerhalb der Koalition gibt. Merkels Versuch, mit einem Vorschlag von zehn bis 15 Jahren einen Rahmen zu setzen, wurde einen Tag nach seiner Verk&#252;ndigung von ihrem neuen Pressesprecher dementiert. War alles nicht so gemeint.</p>
<p><strong>Stuttgart 21</strong></p>
<p>Das Milliardenprojekt, das jetzt aus Sicht der Bahn und der Schwarz-Gelben Koalition im L&#228;ndle nun endlich in Gang gesetzt werden sollte, ist auf unerwartet heftigen Widerstand der B&#252;rger gesto&#223;en. Jetzt rudert Mappus zur&#252;ck und bietet einen <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article9303254/CDU-und-Gruene-laden-zum-Runden-Tisch-ueber-Stuttgart-21.html">Runden Tisch mit den protestierenden B&#252;rgern an</a>.</p>
<p><strong>Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttenberg</strong></p>
<p>Da im kommenden Jahr Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg anstehen, m&#246;chte man eine Pleite wie in Nordrhein-Westfalen verhindern. Schlie&#223;lich ist Baden-W&#252;rttemberg ein Stammland sowohl der CDU wie auch der Liberalen. W&#252;rde beispielsweise die FDP die 5%-H&#252;rde nicht schaffen, dann k&#228;me dies einem politischen GAU gleich. Da das traditionell calvinistisch gepr&#228;gte Bundesland auch eine lange Tradition bei der Anti-Atombewegung aufzuweisen hat, d&#252;rfte ein Koalitionsbeschluss zur Laufzeitverl&#228;ngerung von mehr als 20 Jahren - wie sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Br%C3%BCderle">Rainer Br&#252;derle</a> derzeit vehement verficht – kein Wahlkampschlager f&#252;r die FDP sein.</p>
<p><strong>Schleswig-Holstein: Pleite beim Landesverfassungsgericht</strong></p>
<p>Das gestrige <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article9303255/Neuwahlen-in-Schleswig-Holstein-spaetestens-im-Herbst-2012.html">Urteil des Landesverfassungsgerichts</a> &#252;ber die Verfassungswidrigkeit des derzeitigen Wahlgesetzes kommt auch f&#252;r Schwarz-Geld zur Unzeit. Nach dem der Skandal um die <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hM_4GaQ1v8HjjAp2GbG8R1ErrVLA">HSH-Nordbank,</a> in die der amtierende Ministerpr&#228;sident <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/rettungspaket-beschlossen-hsh-nordbank-erhaelt-weitere-milliarden-655807.html">Carstensen</a> tief <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/hsh-nordbank-carstensen-soll-landtag-falsch-informiert-haben-1.170102">verstrickt</a> ist, hat die Stimmung in diesem Bundesland zu Lasten der Schwarz-Gelben Koalition umschlagen lassen. Mit nur einer Stimme Mehrheit, die obendrein durch ein verfassungswidriges Wahlgesetz zustande gekommen ist, kann man in schwierigen Zeiten kaum erfolgreich regieren. Bei Neuwahlen im kommenden Jahr k&#246;nnte auch hier Schwarz-Geld abgew&#228;hlt werden.</p>
<p><strong>Hamburg </strong></p>
<p>Schwarz-Gr&#252;n muss die Schlappe des Volksbegehrens und des R&#252;cktritts von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ole_von_Beust">Ole van Beust</a> als B&#252;rgermeister verkraften. Merkels Option auf einen Koalitionswechsel von Schwarz-Geld, der insbesondere Guido Westerwelle die Schwei&#223;perlen auf die Stirne treibt, wird jetzt immer weniger realistisch. Nachdem in NRW Rot-Gr&#252;n eine Minderheitsregierung gebildet hat und es auch in Hamburg nicht mehr zum besten mit Schwarz-Gr&#252;n steht, ist ein bundesweiter Trend in diese Richtung alles andere als wahrscheinlich. Man wird sich in Hamburg eher bis zum Ende der Wahlperiode durchschleppen.  Es drohen zugleich weitere Skandale.</p>
<p><strong>Hessen vorn?</strong></p>
<p>Der R&#252;cktritt des rechtskonservativen Roland Koch als Ministerpr&#228;sident in Hessen schw&#228;cht auch hier die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714719,00.html">Stellung von Schwarz-Gelb</a>. Nachdem sich Koch nur durch die Selbstzerfleischung der SPD nach den Landtagswahlen gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Ypsilanti">Ysilanti</a> als Ministerpr&#228;sident im Amt halten konnte, ist sein fr&#252;hzeitiger Abgang in die Wirtschaft auch ein Zeichen daf&#252;r, dass er sich keinerlei Chancen mehr ausrechnet weiter Karriere in der Politik zu machen.</p>
<p><strong>Niedersachsen</strong></p>
<p>Mit dem Abgang von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff">Christian Wulff</a> als Ministerpr&#228;sident auf den Posten des Bundespr&#228;sidenten im Rahmen eines <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/bundespraesident/tid-18877/-wahl-des-bundespraesidenten-die-wahlschlacht-ist-geschlagen_aid_525132.html">&#228;u&#223;erst knappen Wahlergebnisses bei der Bundesversammlung</a>, ist auch hier die Frage offen, ob sich sein Nachfolger McAllister als Ministerpr&#228;sident erfolgreich behaupten kann. Zwar ist die n&#228;chste Wahl erst im Jahr 2012, aber sie findet noch vor der turnusm&#228;&#223;igen Bundestagswahl im Jahr 2013 statt. Mithin k&#246;nnte es auch hier einen Machtwechsel geben.</p>
<p><strong>Au&#223;erparlamentarische B&#252;rgerproteste nehmen zu</strong></p>
<p>Dabei sind es weniger die Oppositionsparteien, die bisher die jetzige Regierungskoalition in Schwierigkeiten bringen, sondern es ist ein zunehmender B&#252;rgerprotest, der sich gegen die jeweils Regierenden richtet. Wurde zuletzt insbesondere die SPD f&#252;r ihre Arbeit unter Schwarz-Rot abgestraft, so ist jetzt sowohl die FDP als auch die CDU/CSU rapide in der W&#228;hlergunst gefallen. Klientelpolitik, &#196;mterpatronage und G&#252;nstlingspolitik haben das Ansehen der Berufpolitiker insgesamt <a href="http://www.readers-edition.de/2010/03/14/die-deutsche-staatskrise-guenstlingswirtschaft-aemterpatronage-klientelpolitik">schwer gesch&#228;digt</a>. Der Spiegel hat sich daher in seiner Titelstory &#8220;Die Dagegen-Republik&#8221; in dieser Woche dieser Politikverdrossenheit insbesondere des B&#252;rgertums gewidmet. Seine Redakteure f&#252;rchten sich vor dem B&#252;rgerwillen, der sich immer mehr in Entscheidungen der Politik durch B&#252;rgerproteste und Volksbegehren einmischt.</p>
<p>Das Spiel der Parteien, sich alle Jahre wieder nur die Stimme f&#252;r ihre Partei vom B&#252;rger bei den Wahlen geben zu lassen, um dann daran anschlie&#223;end sich durch eine Lobbykratie bei den konkreten Politikentscheidungen Partikularinteressen und nicht dem Gemeinwohl zu dienen, findet immer weniger Unterst&#252;tzung beim Bildungsb&#252;rgertum, das letztendlich die Lastentr&#228;ger der Nation darstellt. Der sich von der Politik bedroht f&#252;hlende Mittelstand will sich nicht l&#228;nger stillschweigend alles von diesem Parteienstaat gefallen lassen. Man f&#252;hlt sich durch die Koalitionen aus Geldadel, Managereliten und Versorgung von Unterschichten in einem ansonsten schrumpfenden Sozialstaat nicht mehr entsprechend den eigenen Interessen repr&#228;sentiert. Die ehrlichen Leistungstr&#228;ger der Gesellschaft sind am Ende die Dummen. Dies ist eine gef&#228;hrliche Mischung. Der Zulauf, den die Gr&#252;nen derzeit erfahren, zeigt, dass es einen starken B&#252;rgerwillen in der Mittelschicht gibt, ihre Interessen gegen&#252;ber den anderen gesellschaftlichen Schichten geltend zu machen. Die schweigende Mehrheit h&#246;rt auf, sich alles bieten zu lassen. Das ist f&#252;r die derzeitige Lage der politischen und wirtschaftlichen F&#252;hrungseliten ein gef&#228;hrlicher Cocktail.</p>
<p><strong>Die Schweiz macht es vor</strong></p>
<p>Das Schweizer Modell einer direkteren Demokratie mit umfassenderer B&#252;rgerbeteiligung gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Attraktivit&#228;t. Da m&#246;gen Bedenkentr&#228;ger wegen der <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/schweiz144.html">Volksentscheide beim Minarettverbot</a> oder dem Versuch, ein <a href="http://www.welt.de/aktuell/article9185953/Initiative-fuer-Todesstrafe-in-der-Schweiz-zurueckgezogen.html">Volksbegehren zur Wiedereinf&#252;hrung der Todesstrafe</a> zu erwirken, gef&#228;hrliche Tendenzen eines Populismus erkennen, aber es f&#252;hrt kein Weg daran vorbei, dass wir eine st&#228;rkere B&#252;rgerbeteiligung und Kontrolle der Politik vor der Lobbykratie ben&#246;tigen. Die Krise der repr&#228;sentativen Parteiendemokratie, die den B&#252;rger als W&#228;hler von den Sachentscheidungen ausschlie&#223;t, f&#252;hrt – wir sehen dies an der sinkenden Wahlbeteiligung – zur Politikverdrossenheit. <a href="http://www.mehr-demokratie-wagen.de/">Mehr Demokratie wagen</a>, ist daher der einzige Weg, um hier die demokratischen Traditionen wiederzubeleben. Durch die neuen Kommunikationsm&#246;glichkeiten einschlie&#223;lich sozialer Netzwerke bieten sich neue Formen einer direkteren Demokratie. Wer dies nicht begreift, den bestraft – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow">Gobatschow</a> musste dies selbst schmerzlich erfahren – das Leben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_(Thomas_Hobbes)">Leviathan</a> ist tot, es lebe die direkte Demokratie.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: s_zeimke, cc creative commons, bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/zeimke/3564034003/sizes/m/">flickr</a>
</p>
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		<title>Ab morgen aus f&#252;r 75-Watt-Gl&#252;hbirne</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 08:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl Fischer</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Nachhaltigkeit</category>
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		<description><![CDATA[Ab morgen, den 1. September 2010 d&#252;rfen keine 75-Watt-Gl&#252;hbirnen mehr in den Handel gebracht werden. Herk&#246;mmliche Gl&#252;hbirnen gelten als Stromfresser und angeblich w&#252;rden nur f&#252;nf Prozent der aufgenommenen Energie tats&#228;chlich in Licht umgewandelt. Der Rest als unerw&#252;nschte W&#228;rme verpuffen. Deshalb hatte die EU im Dezember 2008 beschlossen, die Gl&#252;hbirne Schritt f&#252;r Schritt zu verbieten.
Ich kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab morgen, den <a href="http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/Licht-aus-fuer-75-Watt-Gluehbirne_aid_900551.html">1. September 2010</a> d&#252;rfen keine 75-Watt-Gl&#252;hbirnen mehr in den Handel gebracht werden. Herk&#246;mmliche Gl&#252;hbirnen gelten als Stromfresser und angeblich w&#252;rden nur f&#252;nf Prozent der aufgenommenen Energie tats&#228;chlich in Licht umgewandelt. Der Rest als unerw&#252;nschte W&#228;rme verpuffen. Deshalb hatte die EU im Dezember 2008 beschlossen, die Gl&#252;hbirne Schritt f&#252;r Schritt zu verbieten.</p>
<p>Ich kann mich nicht erinnern, dass die abgegebene W&#228;rme von Gl&#252;hlampen jemals von mir als unerw&#252;nscht empfunden wurde. Ich habe diese W&#228;rme sowieso nicht wahrgenommen und mit welchem Recht wird den Menschen die Gl&#252;hlampe verboten? Was soll denn dieser Unsinn &#252;berhaupt? Ich frage mich die ganze Zeit schon, warum auch nicht von Seiten der Stromversorger ein Aufschrei losgeht. Wenn nun jetzt jeder durch den Gebrauch von Energiesparlampen Strom einspart, m&#252;sste doch jeder Stromanbieter an die Decke gehen. Doch nichts passiert. Da muss also was anderes dahinter stecken als die blo&#223;e Einsparung von Energie.</p>
<p>Mal ein einfaches Beispiel: Nehmen wir einmal an, die EU kommt auf den Trichter, dass Fleischessen demn&#228;chst eingeschr&#228;nkt werden soll und l&#228;&#223;t ins Trinkwasser einen Stoff sch&#252;tten, bei dem nun jedem der Appetit auf Fleisch vergeht. Jeder Fleischer, Schlachthofbetrieb w&#252;rde doch sofort Sturm laufen, weil er nun nichts mehr verkaufen kann.</p>
<p>Genau dieselbe Reaktion m&#252;sste doch nun jetzt von den Stromanbietern zu erwarten sein, weil sie nun weniger Strom verkaufen.</p>
<p>Entweder macht die Energiesparlampe krank und treibt uns so in die F&#228;nge der Pharma-Mafia oder aber die Energiesparlampe spart in Wahrheit gar keinen Strom. Wie dem auch sei, ich habe mich schon mal mit Gl&#252;hbirnen eingedeckt.</p>
<p><a href="http://blog.reduxo.de/media/2008/02/fenbid_gluehbirne.jpg">http://blog.reduxo.de/media/2008/02/fenbid_gluehbirne.jpg</a> [:-)]<br />
(K. Fischer ist Co-Autor auf www.schnakenhascher.de)
</p>
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		<title>Zweifel am Greenspan-Put</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/08/30/zweifel-am-greenspan-put/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 14:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus G. Singer</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Die Akteure an den Finanzm&#228;rkten sind verunsichert. Und diese Gem&#252;tsverfassung bezieht sich nicht nur auf die Einsch&#228;tzung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch auf die Fed selbst.
Der FOMC-Beschluss von Anfang August, im Umfang f&#228;llig werdender Hypothekenpapiere Treasuries zu kaufen, die Fed-Bilanz also nicht zu verk&#252;rzen, schafft bis Ende 2011 ein Kaufpotenzial von rund 400 Mrd. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Akteure an den Finanzm&#228;rkten sind verunsichert. Und diese Gem&#252;tsverfassung bezieht sich nicht nur auf die Einsch&#228;tzung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch auf die Fed selbst.</p>
<p>Der FOMC-Beschluss von Anfang August, im Umfang f&#228;llig werdender Hypothekenpapiere Treasuries zu kaufen, die Fed-Bilanz also nicht zu verk&#252;rzen, schafft bis Ende 2011 ein Kaufpotenzial von rund 400 Mrd. Dollar. Das ist dem einen viel zu wenig, dem anderen ist es ein Zeichen, dass die Fed nachhaltige wirtschaftliche Schw&#228;che sieht. Dieser Beschluss war kontrovers diskutiert worden, sieben FOMC-Mitglieder hatten Bedenken. Da hiervon sechs nicht stimmberechtigt waren, gab es bei der Beschlussfassung formal nur eine Gegenstimme.</p>
<p>Der Dissens zeigt, dass sich die Notenbanken weltweit vor einer schwierigen Aufgabe sehen. Einerseits d&#252;rfen sie nicht zu fr&#252;h aus einer lockeren Geldpolitik aussteigen um sicherstellen, dass sich die Wirtschaft weiter erholt. Andererseits kann durch eine zu lange fortgef&#252;hrte lockere Geldpolitik die Grundlage f&#252;r eine k&#252;nftig zu hohe Inflation oder neue Finanzexzesse, sprich Blasen, gelegt werden.</p>
<p><strong>Fr&#252;her sprang die Fed in schwierigen Situationen jedes Mal den M&#228;rkten mit Zinssenkungen zur Seite. </strong></p>
<p>Dieses auch als „<a href="http://www.investopedia.com/terms/g/greenspanput.asp">Greenspan-Put</a>“ bezeichnete Mittel ist angesichts der Leitzinsen nahe Null Prozent verbraucht. Mancher Beobachter wertet den Dissens auf der j&#252;ngsten FOMC-Sitzung daher auch als Hinweis darauf, dass die Fed nur noch wenig M&#246;glichkeiten hat, k&#252;nftig im Falle einer wirtschaftlichen Schw&#228;che gegenzusteuern.</p>
<p>Solcher Zweifel an der Wirksamkeit noch expansiverer Geldpolitik, k&#246;nnte weitreichende Auswirkungen auf das Verhalten von Aktienanlegern haben. Wenn sie erst einmal nicht mehr an &#8220;die Fed wird es schon richten&#8221; glauben, werden sie sich viel genauer &#252;berlegen, ob, bzw. wann (auf welchem Kursniveau) der Spruch &#8220;kaufe, wenn die Kanonen donnern&#8221; anzuwenden ist.</p>
<p>Kontroverse Debatten wie bei der Fed gibt es auch in der Europ&#228;ischen Zentralbank oder bei der Bank of England. BuBa-Pr&#228;sident Weber, eher als Vertreter einer restriktiveren Linie bekannt, forderte k&#252;rzlich, die Notkredite der EZB f&#252;r die europ&#228;ischen Banken bis in das kommende Jahr zu verl&#228;ngern. Das wird auch gar nicht anders m&#246;glich sein: Im k&#252;rzlich ver&#246;ffentlichten Stress-Test der europ&#228;ischen Banken waren die Notkredite schon als dauerhafter Zufluss gerechnet worden. W&#252;rde das in der Finanzkrise reichlich bereit gestellte Geld jetzt schnell wieder eingesammelt werden, w&#228;re das Ergebnis dieser Stress-Tests hinf&#228;llig.</p>
<p>Der Vorsto&#223; von Weber, wie auch der FOMC-Beschluss m&#252;ssen als Beleg genommen werden daf&#252;r, dass im Finanzsektor und in der Realwirtschaft die &#8220;Kuh noch lange nicht vom Eis ist&#8221;.</p>
<p>Ein weiterer Mosaikstein im gegenw&#228;rtig schwachen makro&#246;konomischen Bild: Die US-Regierungshilfen in der Wirtschaftskrise haben einem Bericht des Haushaltsb&#252;ros des Kongresses zufolge bis zu 3,3 Millionen Menschen in Arbeit gebracht. Im zweiten Quartal sei das BIP durch die Eingriffe um bis zu 4,5% gestiegen. Die zweite Vorabsch&#228;tzung des BIP vom vergangenen Freitag kam auf plus 1,6% annualisiert (nach plus 3,7% im Vorquartal). Damit w&#228;re die US-Wirtschaft im zweiten Quartal ohne Staatshilfen deutlich geschrumpft. 18 Monate nach dem Start der staatlichen Anreizprogramme sieht ein sich selbst tragender Aufschwung doch ein wenig anders aus&#8230;</p>
<p>Geht man etwas in die Details der BIP-Entwicklung, so zeigt sich, dass im zweiten Quartal 0,9% des Zuwachses auf Staatsauftr&#228;ge zur&#252;ckgehen, 0,7% auf zunehmende Lagerbest&#228;nde. Die &#8220;Final sales of domestic product&#8221; (BIP minus Lagersaldo plus Netto-Exporte) stiegen lediglich um 1%, das deutlich ausgeweitete Handelbilanzdefizit belastete. Der Preisindex stieg um annualisiert 1,9%. Im Jahresvergleich stieg das reale BIP um 3,0% nach plus 2,4% im Vorquartal. Damit sieht es gegenw&#228;rtig nicht danach aus, dass ein unmittelbarer R&#252;ckfall der US-Wirtschaft in einen „double-dip“ bevorsteht.</p>
<p>Fed-Chef Bernanke hat auf der Zentralbanker-Tagung am vergangenen Freitag in <a href="http://www.readers-edition.de/2010/08/29/jackson-hole-und-das-loch-in-der-weltwirtschaft/">Jackson Hole</a>, USA, die vier Optionen der Fed genannt, die Wirtschaft vor einem Abgleiten in Stagnation, bzw einem „double-dip“ zu bewahren:</p>
<p>Sie kann lang laufende Treasuries kaufen, um die langen Zinsen niedrig zu halten. Sie kann die Zinsen am langen Ende niedrig halten durch die Ank&#252;ndigung ihrer Absicht, die kurzfristigen Zinsen l&#228;nger extrem niedrig zu halten, als die M&#228;rkte das erwarten. Sie kann die Guthabenzinsen f&#252;r Einlagen bei der Zentralbank senken. Sie kann ihr mittelfristiges Inflationsziel anheben, um die Cash-Pr&#228;ferenz der Banken zu reduzieren.</p>
<p>Das alles sind – nachdem die Leitzinsen seit l&#228;ngerem ein extrem niedriges Niveaus erreicht haben – eher weiche M&#246;glichkeiten, die Wirtschaft zu st&#252;tzen. Und damit ist deren Wirkung ebenfalls eher weniger berechenbar und verl&#228;sslich.</p>
<p>Bernanke wies ebenfalls in ungewohnter Deutlichkeit darauf hin, dass die Zentralbanken alleine das Ruder nicht herumrei&#223;en k&#246;nnten. Die Politik sei ebenso gefordert, etwa in Form der Reduzierung von Staatsschulden oder in Form des Abbaus von externen Ungleichgewichten.</p>
<p>Das Kickoff-Paper des diesj&#228;hrigen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole mit dem Titel „<a href="http://www.scribd.com/doc/36534784/Carmen-Reinhart-After-the-Fall-NBER-082710">After The Fall</a>”, verfasst von den &#214;konomen Carmen und Vincent Reinhart, untermauert die Annahme, dass schwierige Zeiten vor uns liegen. Die beiden Autoren stellen eine durchaus noch sieben Jahre anhaltende Konsolidierung mit niedrigem Wirtschaftswachstum, hoher Arbeitslosigkeit und niedriger Inflation in Aussicht.</p>
<p>Wenn man dann noch das Szenario des amerikanischen Congressional Budget Office (CBO) ins Kalk&#252;l zieht, das f&#252;r den Zeitraum nach 2035 einen Anstieg der Schulden der USA auf &#252;ber 200% des BIP sieht, kommt man nicht umhin, aus der „verlorenen Dekade“ im Japan der 1990er Jahre zwei Dekaden in den USA (und anderswo) zu machen. Wer soll die Schulden finanzieren? In Japan war (und ist noch) die Sparquote hoch genug, so dass diese im Land finanziert werden. Die USA sind darauf angewiesen, dass das Ausland amerikanische Treasuries kauft.</p>
<p>Insgesamt d&#252;rften damit die Unsicherheiten &#252;ber die M&#246;glichkeiten einer noch expansiveren Geldpolitik nach „Jackson Hole“ weiter zunehmen. Greenspan-Put - adé?
</p>
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		<title>Jackson Hole und das Loch in der Weltwirtschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 20:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[In Jackson Hole trifft sich allj&#228;hrlich die weltweite Geld- und Finanzelite, um miteinander &#252;ber den Zustand der globalen Wirtschaft vor einem wundersch&#246;nen Gebirgspanorama der Rocky Mountains zu diskutieren. Es ist quasi die Sommerveranstaltung des World Economic Forum (WEF) in Davos, die im Winter zum Skilaufen und zwanglosen Gespr&#228;chen miteinander dient. Es ist sogar noch exklusiver, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/08/2960675738_50952cbb1c.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jackson_Hole">Jackson Hole</a> trifft sich allj&#228;hrlich die weltweite Geld- und Finanzelite, um miteinander &#252;ber den Zustand der globalen Wirtschaft vor einem wundersch&#246;nen Gebirgspanorama der Rocky Mountains zu diskutieren. Es ist quasi die Sommerveranstaltung des World Economic Forum (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jackson_Hole">WEF</a>) in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Davos">Davos</a>, die im Winter zum Skilaufen und zwanglosen Gespr&#228;chen miteinander dient. Es ist sogar noch exklusiver, da es weniger Berichterstattung als beim WEF gibt. In diesem Jahr d&#252;rfte die Stimmung gedr&#252;ckt sein, da der Aufschwung der Weltwirtschaft ins Stocken gekommen ist. Alles Geld was von den Regierungen und Zentralbanken der L&#228;nder weltweit in die Finanzm&#228;rkte gepumpt worden ist, hat zu keinem erkennbaren nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung gef&#252;hrt. Was nun?</p>
<p><strong>Bernanke der Hartn&#228;ckige</strong></p>
<p>Ben Bernanke, der Pr&#228;sident der US-Fed, musste jetzt nach heftigen Dementis zuvor einr&#228;umen, dass es mit dem Aufschwung der US-Wirtschaft nicht zum Besten steht. Der Optimismus des Fr&#252;hjahrs ist verschwunden. Die Wirtschaft w&#228;chst bereits seit Beginn des zweiten Quartals deutlich langsamer als zun&#228;chst erhofft. Das <a href="http://www.bea.gov/newsreleases/national/gdp/gdpnewsrelease.htm">Bureau of Economic Analysis</a> musste seine Sch&#228;tzung des BIP von 2,4% auf 1,6% reduzieren. F&#252;r das dritte Quartal wird mit einem weiteren R&#252;ckgang gerechnet. Mithin hat das gewaltige Defizitprogramm der US-Regierung plus der einmalig expansiven Geldpolitik, die die Geldmenge nach der Lehmann-Pleite am 15. September 2008 von rund 700 Mrd. US-Dollar auf zwei Billionen US-Dollar <a href="http://research.stlouisfed.org/fred2/series/BOGUMBNS?cid=124">ausweitete</a>, nicht die US-Wirtschaft in einen stabilen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung katapultieren k&#246;nnen.</p>
<p>Jetzt ist guter Rat teuer. Zwar verk&#252;ndete Bernanke in Jackson Hole, dass er weiterhin auf unorthodoxe geldpolitische Mittel setzen wird, sollte die Wirtschaft weiter lahmen, aber dies schafft eben Risiken hinsichtlich der Stabilit&#228;t der Staatsfinanzen.</p>
<p><strong>Same, same but different</strong></p>
<p>Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass man dem maroden Immobilienmarkt gerade jetzt wieder nach dem Auslaufen der staatlichen Finanzhilfen beim Hauskauf durch weitere Liquidit&#228;tshilfen auf die eine oder andere Art Hilfe gew&#228;hren will. Derzeit sind rund ein F&#252;nftel aller Immobilienbesitzer in der prek&#228;ren Lage, dass ihre Immobilie weniger wert ist, als sie den Hypothekenfinanzierern <a href="http://www.businessweek.com/news/2010-02-10/one-fifth-of-u-s-homeowners-owe-more-than-properties-are-worth.html">schulden.</a> Da die beiden gr&#246;&#223;ten Hypothekenfinanzierer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Freddie_Mac">Freddie Mac</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fannie_Mae">Fannie Mae</a> bereits verstaatlicht worden sind, ist das gr&#246;&#223;te Problem bei privaten Wohnimmobilien, sicherzustellen, dass die Refinanzierung von auslaufenden Hypothekendarlehen klappt, da sonst die Zahl der Insolvenzen, wie bereits beim Ausbruch der Krise im Jahr 2007, die Immobilienm&#228;rkte erneut in eine rasche Talfahrt schicken k&#246;nnte. Man wei&#223; also recht genau, was f&#252;r ein Mechanismus die Wirtschaft wieder nach unten ziehen wird.</p>
<p>Wenn man also ohne Werthaltigkeitspr&#252;fung Immobilienkredite verl&#228;ngert und damit die Insolvenz verhindert, bleibt die vage Hoffnung, dass die Immobilienpreise irgendwann anziehen und damit die drohende Insolvenz der Hausbesitzer verhindert wird. Allerdings ist nicht erkennbar, dass es gen&#252;gend K&#228;ufer am H&#228;usermarkt geben k&#246;nnte, die die Preise stabilisieren oder sogar deutlich nach oben treiben. Die staatlichen Finanzhilfen von 8.000,- US Dollar haben ja nur meist K&#228;ufe vorgezogen, d.h. beruhen auf Mitnahmeeffekten. Jetzt, wo das Programm ausgelaufen ist, kommt es eben zu einem deutlichen <a href="http://www.france24.com/en/20100825-new-home-sales-plunges-lowest-level-1963-real-estate-usa-crisis-economy-recession">Nachfrageeinbruch</a>. Bei wachsendem Zweifel am wirtschaftlichen Aufschwung wird es daher &#228;u&#223;erst schwierig, noch Leute dazu zu bewegen, das Risiko eines kreditfinanzierten Immobilienerwerbs einzugehen. Die Banken sitzen ja bereits auf Eigenheimhalden, die sie am Markt nicht absetzen k&#246;nnen. Vielleicht hilft ja der organisierte R&#252;ckbau, sprich Abriss. Sowas haben wir ja in Ostdeutschland vorgef&#252;hrt, um einen weiteren Verfall der Immobilienpreise und Leerstand bei Wohnimmobilien zu verhindern. Ansonsten d&#252;rfte der Anpassungsprozess Jahre in Anspruch nehmen.</p>
<p><strong>Die sieben mageren Jahre</strong></p>
<p>Schon in der Bibel steht die <a href="http://www.bibelcenter.de/bibel/studien/d-std063.php">Parabel</a> von den sieben fetten und sieben mageren Jahren. Jetzt hat Carmen und Vincent Reinhard ein &#228;hnlich d&#252;steres Szenario f&#252;r die US-Wirtschaft <a href="http://www.bloomberg.com/video/62492974/">vorgestellt</a>. In ihrem Beitrag <a href="http://www.scribd.com/doc/36534784/Carmen-Reinhart-After-the-Fall-NBER-082710">&#8220;After the Fall&#8221;</a> kommen sie anhand historischer Daten zum Ergebnis, dass es auch dieses Mal rund sieben Jahre dauern k&#246;nnte, bis die US-Wirtschaft das Tal der Tr&#228;nen hinter sich hat. Die Implikationen sind weitreichend. Sollte sich diese Einsch&#228;tzung realisieren, dann droht den USA eine Arbeitslosigkeit von historisch einmaligem Ausma&#223;. Die zehn Prozent w&#228;ren nur ein Anfang von einer weitaus dramatischeren Entwicklung. L&#228;nder wie Griechenland, Spanien, etc. haben ja bereits Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit in der N&#228;he von 20 Prozent. Die amerikanischen Ratingagenturen haben bereits mit einer Herabstufung der USA bei der Bonit&#228;t gedroht. Dies d&#252;rfte jedoch die Finanzlage der US-Staatsfinanzen weiter in Richtung einer Schuldenfalle treiben.</p>
<p>Das Congressional Budget Office (CBO) hat jetzt ein <a href="http://www.cbo.gov/doc.cfm?index=11659">Horrorszenario</a> ver&#246;ffentlicht, das langfristig einen Anstieg der Schulden der USA auf &#252;ber 200 Prozent des BIP f&#252;r den Zeitraum nach 2035 beinhaltet. Damit w&#252;rden in den USA japanische Verh&#228;ltnisse herrschen. Allerdings finanzieren bisher die Japaner ihr Staatsdefizit weitgehend selbst, d.h. die Sparquote war hoch genug, um zumindest das Ausland zu beruhigen. Die USA m&#252;ssten jedoch den Rest der Welt zur Finanzierung heranziehen, da die Sparquote viel zu niedrig ist, um diese Mittel im Inland aufzubringen. Dies ist aber mehr als unwahrscheinlich. Das Finanzloch, das in Jackson Hole derzeit betrachtet wird, ist bodenlos. Keine guten Aussichten f&#252;r die Weltwirtschaft. Denn so wie es ist, wird es nicht bleiben.</p>
<p>Unsere kommerziellen Medien &#252;ben sich in der Vogel-Strau&#223;-Politik und bejubeln den derzeitigen Exporterfolg der deutschen Wirtschaft. Die Zeit der Jubelpresse ist aber vorbei. It&#8217;s time of reckoning.</p>
<p><em>Photo Quelle/Copyright: woodlywonderworks, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/wwworks/2960675738/sizes/m/">flickr</a></em>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Thilo Sarrazin (Deutsche Bundesbank) ist ein Angsthase</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/08/27/thilo-sarrazin-deutsche-bundesbank-ist-ein-angsthase/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2010/08/27/thilo-sarrazin-deutsche-bundesbank-ist-ein-angsthase/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 17:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Peter Tjaden</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Als 13-j&#228;hriger Sch&#252;ler wollte ich schon gerne Latein lernen, ich wollte auch jeden Tag eine Seite Vokabeln in der Wortkunde &#252;ben, ich tat es nur nicht, trotz vieler Ermahnungen von Eltern und Lehrern. Am Ende blieb ich sitzen, unter anderem mit einer F&#252;nf in Latein, die ich zu Recht bekam. Das war mir eine Lehre&#8230;Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Als 13-j&#228;hriger Sch&#252;ler wollte ich schon gerne Latein lernen, ich wollte auch jeden Tag eine Seite Vokabeln in der Wortkunde &#252;ben, ich tat es nur nicht, trotz vieler Ermahnungen von Eltern und Lehrern. Am Ende blieb ich sitzen, unter anderem mit einer F&#252;nf in Latein, die ich zu Recht bekam. Das war mir eine Lehre&#8230;Bei mir hat die Sanktion und die Furcht, es nicht zu schaffen, gewirkt (sie wirkt &#252;brigens bis heute)&#8230;&#8221;</p>
<p>Schreibt Thilo Sarrazin in seinem Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab - Wie wir unser Land aufs Spiel setzen&#8221;, das am 30. August in die Buchhandlungen kommt. &#8220;Bild&#8221; hat mich per Vorabdruck schon einmal einen Blick hinein werfen lassen. In der zitierten Passage hat sich der 65-J&#228;hrige wohl im Wort vertan. Er meint Angst, nicht Furcht.</p>
<p>Ansonsten vertut sich Thilo Sarrazin in vielen Gedankeng&#228;ngen. Merke: Der Mann ist Vorstand der Bundesbank, also ein W&#228;hrungsh&#252;ter. Wie hart eine W&#228;hrung ist, h&#228;ngt von inneren und von &#228;u&#223;eren Faktoren ab. Das ist aber die einzige Gemeinsamkeit mit Sozial- und Gesellschaftspolitik. Eine W&#228;hrung sch&#252;tzt man anders als Menschen.</p>
<p><strong>Trauer um verlorenes Schuljahr</strong></p>
<p>Darum geht es dem 65-J&#228;hrigen aber gar nicht. Offenbar trauert er immer noch dem verlorenen Schuljahr nach und rechnet in Gedanken aus, dass eine Hartz-IV-Familie in dieser Zeit bis zu 16 800 Euro bekommt. Das muss Thilo Sarrazin weh tun. Weh tut ihm m&#246;glicherweise auch, dass er als Sitzenbleiber nur Vorstand der Bundesbank ist, w&#228;re er als 13-J&#228;hriger flei&#223;iger gewesen, h&#228;tte er es weitergebracht.</p>
<p>Solche Leute neigen zur Rumhackerei auf anderen Leuten. Thilo Sarrazin macht das in dem &#8220;Bild&#8221;-Auszug mit einer gewissen Carola G. Die lebt im Ruhrgebiet, ist 46 Jahre alt und hat in den vergangenen vier Jahren von der Agentur f&#252;r Arbeit sechs Jobs angeboten bekommen. Keinen hat sie genommen. Was f&#252;r Jobs das waren, verr&#228;t Thilo Sarrazin nicht. Interessiert ihn auch nicht. Er vertritt die These, dass Carola G. zu viel Hartz IV bekommt und deswegen keinen Job annimmt.</p>
<p>Anschlie&#223;end weist Thilo Sarrazin darauf hin, dass Aktivierungsprogramme nicht viel bringen. Und dann wird er wirtschaftspolitisch? Macht Vorschl&#228;ge f&#252;r den Arbeitsmarkt? Kann er nicht? Der Mann will nicht. Der setzt auf Druck, wie er als W&#228;hrungsh&#252;ter andere W&#228;hrungen unter Druck setzt, wenn die eigene W&#228;hrung gef&#228;hrdet ist. Sein Druckmittel bei Hartz-IV-Empf&#228;ngern: Gegenleistung erbringen oder kein Geld mehr bekommen.</p>
<p><strong>Hartz-IV-Empf&#228;nger als S&#252;ndenb&#246;cke</strong></p>
<p>F&#252;r Thilo Sarrazin ist Sozial- und Gesellschaftspolitik ein B&#246;rsenspiel. Zeigt die Kurve nach oben, ist alles gut. Sonst ist Kampf angesagt. Den immer mehr verlieren. Das schreibt der 65-J&#228;hrige sogar. Die Schuld daf&#252;r schiebt er Hartz-IV-Empf&#228;ngern in die Schuhe. So werden aus Opfern T&#228;ter. Die auch noch mehr Kinder bekommen als andere, klagt er. Fr&#252;her sind S&#252;ndenb&#246;cke in die W&#252;ste geschickt worden, ab 30. August werden sie auf 464 Buchseiten von Thilo Sarrazin verw&#252;stet.</p>
<p>Sollten gewisse Kreise die Thesen des 65-J&#228;hrigen in den falschen Hals bekommen, w&#228;scht dieser Bundesbanker seine H&#228;nde in Unschuld.
</p>
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		<title>Stimmung unter deutschen Verbrauchern verbessert?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 08:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl Fischer</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Lug und Trug wie zu DDR-Zeiten als der 5-Jahres-Plan immer &#252;bererf&#252;llt war und der rote Stern auf jedem Betrieb leuchtete. Alles war immer in Butter und jeder war angeblich zufrieden. Heute wie damals nur Lug und Trug.
Man k&#246;nnte zur Bombe werden und explodieren. Das &#8220;Zentralorgan der SED&#8221;, Verzeihung die &#8220;Bild&#8221; verk&#252;ndet, dass der GFK-Konsumklima-Index wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lug und Trug wie zu DDR-Zeiten als der 5-Jahres-Plan immer &#252;bererf&#252;llt war und der rote Stern auf jedem Betrieb leuchtete. Alles war immer in Butter und jeder war angeblich zufrieden. Heute wie damals nur Lug und Trug.</p>
<p>Man k&#246;nnte zur Bombe werden und explodieren. Das &#8220;Zentralorgan der SED&#8221;, Verzeihung die &#8220;Bild&#8221; verk&#252;ndet, dass der <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/08/26/gfk-konsumklima-index/deutsche-in-shopping-laune.html">GFK-Konsumklima-Index wieder gestiegen ist</a>. Soll hei&#223;en, die Deutschen geben wieder mehr Geld aus und sind in Shopping-Laune.</p>
<p><strong>So kann man Verteuerungen auch nennen. Nat&#252;rlich geben die Deutschen mehr Geld aus, wenn vieles teurer wird! Das kann doch jeder sehen!</strong></p>
<p>Wenn zum Beispiel eine Tube Zahnpasta bei einem gro&#223;en Supermarkt mit dem Anfangsbuchstaben &#8220;A&#8221; noch vor zwei Wochen 39 Cent kostete und nun auf einmal 59 Cent ist es doch logisch, dass die Kunden MEHR Geld ausgeben!</p>
<p>Wenn man Preise erh&#246;ht, bleibt einem ja nichts anders &#252;brig, als MEHR Geld auszugeben. Diese &#8220;Gesellschaft f&#252;r Konsumforschung&#8221; ist so notwendig wie eine Gesellschaft, die den Eiwei&#223;gehalt von Stra&#223;enbahnen untersucht!</p>
<p><strong>Wie lange noch l&#228;sst sich der deutsche Michel denn noch verarschen?</strong></p>
<p>Hurra! Die Deutschen geben wieder mehr Geld aus! Ich kann es nicht mehr h&#246;ren! Jeder, der Augen im Kopf hat und an der Kasse eines Supermarktes steht, sieht, dass nicht ein einziger MEHR im Korb kat. Mehr ausgeben ist schon richtig aber mehr HABEN ist was anderes! 1kg M&#246;hren 49 Cent - jetzt 69 Cent. Habe ich jetzt deswegen MEHR GEKAUFT?</p>
<p>All diesen Forschungsinstituten sollte man s&#228;mtliche Einkaufsbelege eines ganzen Jahres zusenden damit sie darin ersticken! Wozu gibt es &#252;berhaupt solche Institute, die von Steuergeldern finanziert werden? Jeder, der einkaufen geht, sieht doch die Preisentwicklung. Da f&#252;nf Cent mehr, dort zehn Cent mehr…  Also wozu diese Verarsche?</p>
<p>&#8220;Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten.&#8221; (Abraham Lincoln)</p>
<p>(K. Fischer ist Co-Autor auf www.schnakenhascher.de )
</p>
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