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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:45:22 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Der Fall Sarrazin: Aufpassen, Ablenkungsman&#246;ver!</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/03/der-fall-sarrazin-aufpassen-ablenkungsmanoever/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 13:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Das Medienereignis um das Buch von Thilo Sarrazin dient einem speziellen Zweck der Ablenkung der &#214;ffentlichkeit von anderen aktuellen Ereignissen. Man kann jetzt die Schlagzeilen mit der Debatte um die &#196;u&#223;erungen von und um Thilo Sarrazin f&#252;llen. Die viel wichtigere Debatte um die Laufzeitverl&#228;ngerung der Atomkraftwerke, die bis Ende September entschieden werden soll, verschwindet gleichzeitig [...]]]></description>
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<dd></dd>
</dl>
<p>Das Medienereignis um das Buch von Thilo Sarrazin dient einem speziellen Zweck der Ablenkung der &#214;ffentlichkeit von anderen aktuellen Ereignissen. Man kann jetzt die Schlagzeilen mit der Debatte um die &#196;u&#223;erungen von und um Thilo Sarrazin f&#252;llen. Die viel wichtigere Debatte um die <a href="http://www.readers-edition.de/2010/08/09/laufzeitverlaengerung-schwarz-gelb-geht-aufs-ganze">Laufzeitverl&#228;ngerung der Atomkraftwerke</a>, die bis Ende September entschieden werden soll, verschwindet gleichzeitig aus dem &#246;ffentlichen Bewusstsein. Ebenfalls sinkt die &#246;ffentliche Aufmerksamkeit &#252;ber die Sparpl&#228;ne der Bundesregierung, die zunehmend aufgrund massiver Einflussnahme der Lobbyisten <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:neuerliche-kurskorrektur-schwarz-gelb-schnuert-sparpaket-schon-wieder-auf/50164776.html">nicht mehr in der bisher angek&#252;ndigten Form umgesetzt werden sollen</a>.</p>
<p><strong>Medien schlachten Sarrazin aus</strong></p>
<p>Es muss doch einen tieferen Grund haben, dass insbesondere die <a href="http://fact-fiction.net/?p=4862">Bild-Zeitung</a> und der <a href="http://fact-fiction.net/?p=4863">Spiegel</a> sich in trauter Einigkeit als Plattform f&#252;r Sarrazin zur Verf&#252;gung gestellt haben, um seine Thesen medienwirksam in die &#214;ffentlichkeit als Sensationsereignis zu transportieren. Die Parteien jedweder Couleur sind auch begeistert dabei. Haben wir nichts Wichtigeres zu tun als dem Geschw&#228;tz des Thilo Sarrazin und seiner Kritiker und Bef&#252;rworter unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken?</p>
<p><strong>Cui bono?</strong></p>
<p>Gewinner sind die Medien insgesamt, die sich jetzt als Moralapostel gegen&#252;ber dem Auss&#228;tzigen Sarrazin hervortun k&#246;nnen. Michel Friedman – der sich wegen Zwangsprostitution und einer Kokain-Affaire <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Friedman">&#246;ffentlich diskreditiert hat</a> - kann sich ebenso als lauterer Verteidiger gegen rassistische &#196;u&#223;erungen Sarrazins <a href="http://www.welt.de/fernsehen/article9332248/Bei-Plasberg-aetzt-Sarrazin-gegen-Michel-Friedman.html">in Szene setzen</a>.</p>
<p>Angela Merkel <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715462,00.html">verteidigt die t&#252;rkischen Mitbewohner</a>.<!--[if !supportFootnotes]--> Ohne Hintergedanken?</p>
<p>Axel Weber ist Thilo Sarrazin <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715317,00.html">endlich los</a>. Vorher war er sowieso schon von ihm <a href="http://www.morgenpost.de/politik/article1189799/Warum-Sarrazins-Entmachtung-richtig-war.html">kaltgestellt worden</a>. Man hatte ihn bereits vorher mehr oder minder zum Fr&#252;hst&#252;cksdirektor, sprich Vorstandsmitglied ohne Gesch&#228;ftsbereich, gemacht. Offenbar haben sich die Meinungen in der CDU und SPD &#252;ber Sarrazin grundlegend ge&#228;ndert. Vor einem Jahr erkl&#228;rte Otto Bernhardt, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, noch der <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/sarrazin134.html">&#8220;Bild&#8221;-Zeitung</a>:</p>
<p>&#8220;Die Entmachtung ist nicht transparent und nicht nachvollziehbar, weil man ihm Bereiche weggenommen hat, die nichts mit seinen Aussagen zu tun haben.&#8221;</p>
<p><strong>Wenn dies damals so war, so ist dies jetzt ebenfalls der Fall</strong></p>
<p>Die SPD m&#246;chte ebenfalls ihren Quertreiber schon seit langem <a href="http://www.spd.de/de/aktuell/nachrichten/2010/08/Parteiausschlussverfahren-gegen-Thilo-Sarrazin.html">loswerden</a>.</p>
<p>Die Gr&#252;nen wollten ihn ebenfalls schon immer <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1034719">loswerden</a>.</p>
<p>Die FDP kann dies f&#252;r die Propagierung einer liberalen Migrationspolitik, sprich mehr Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskr&#228;ften, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9212036/Was-die-FDP-von-Thilo-Sarrazin-lernen-koennte.html">nutzen</a>. Senkt die Einkommensgrenzen f&#252;r qualifizierte Zuwanderer!, lautet hier die Parole.</p>
<p>Es geht um billigere Arbeitskr&#228;fte aus dem Ausland, die bei absehbarem Arbeitskr&#228;ftemangel aufgrund des demographischen Wandels einen Lohn- und Gehaltskostendruck verhindern helfen sollen.</p>
<p>Die Links-Partei kann diesen Skandal um das SPD-Mitglied Sarrazin f&#252;r die eigene Profilierung gegen&#252;ber der SPD <a href="http://www.open-report.de/artikel/Linkspartei+fordert+Abberufung+Sarrazins+aus+Bundesbankvorstand/74577.html">nutzen</a>. Der Hartz-VI-Bef&#252;rworter Sarrazin war schon immer ein Lieblingsfeind in den vorangegangenen Debatten.</p>
<p>Alle hoffen auf W&#228;hlerstimmen von wahlberechtigten B&#252;rgern mit Migrationshintergrund.</p>
<p>Man k&#246;nnte mit Goethe sagen: Sarrazin ist die Kraft, die eine sch&#228;rfere Migrationskontrolle wollte, und das Gegenteil schafft.</p>
<p>Mithin bewirken die Provokationen von Thilo Sarrazin das Gegenteil dessen, was er intendiert hatte.</p>
<p>Das macht Sarrazin nicht zum M&#228;rtyrer, aber er dient als Projektionsfl&#228;che f&#252;r alle m&#246;glichen Interessenslagen, um sich von ihm abzugrenzen. Die einzige Sorge: Sarrazin ist in der Bev&#246;lkerung <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715155,00.html">popul&#228;r</a>. Mithin sind alle Sanktionen gegen ihn vergleichsweise <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9355381/Die-Popularitaet-Sarrazins-wird-jetzt-noch-steigen.html">wirkungslos</a>. Finanziell d&#252;rfte er sowieso ausgesorgt haben. Als ehemaliger Finanzsenator von Berlin und noch Vorstandmitglied der Bundesbank muss er sich um seine finanzielle Zukunft nicht sorgen. Das Buch k&#246;nnte ihn auch leicht zum Million&#228;r machen. Mithin d&#252;rfte ihm am Ende sowohl der Rausschmiss aus der Bundesbank und der SPD – sollten beide vollzogen werden – gleichg&#252;ltig sein. Der sich abzeichnende Rechtsstreit wird sowieso noch nach anderen Regeln erfolgen. Das <a href="http://www.artikel5.de/">Grundrecht auf Meinungsfreiheit</a> und das <a href="http://www.123recht.net/article.asp?a=580&#038;p=2&#038;ccheck=1">Recht auf Berufsfreiheit</a> sind hohe Rechtsg&#252;ter, die nicht ohne weiteres wegen provozierender &#196;u&#223;erungen <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715109,00.html">zur Disposition gestellt werden sollten</a>. Am Ende k&#246;nnte die ganze Angelegenheit ausgehen wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hornberger_Schie%C3%9Fen">Hornberger Schie&#223;en</a>. Sollte Sarrazin vor Gericht obsiegen, was dann, Herr Axel Weber?</p>
<p>Der Verleger von Sarrazins Buch, die Deutsche Verlagsanstalt (DVA) d&#252;rfte <a href="http://www.randomhouse.de/dva/index.jsp">sich die H&#228;nde reiben</a>. Besseres Marketing gibt’s nicht.</p>
<p><strong>Warum das Alles?</strong></p>
<p>Offenbar r&#252;hrt die Debatte, die Sarrazin angesto&#223;en hat, an Ur&#228;ngste &#252;ber die sich fortentwickelnde Krise unserer Gesellschaft. Zukunftsangst, Abstiegsangst, Xenophobie etc. grassieren in unserer Gesellschaft, da ihr eine positive Zukunftsvision fehlt. Die globalen Krisen von der Umwelt bis zu den Finanzm&#228;rkten haben zus&#228;tzlich eine tiefe Verunsicherung in der Bev&#246;lkerung ausgel&#246;st.</p>
<p>Das Staatsversagen und das der Politik, glaubw&#252;rdige Antworten daf&#252;r zu finden, macht die Lage noch schlimmer. Man f&#252;rchtet die Agonie eines Gesellschaftssystems, das die Kr&#228;fte zu einer Selbstheilung und Neuorientierung verloren hat.</p>
<p>Sarrazin hat mit seinen teilweise krausen Thesen nur einen kleinen Beitrag dazu geleistet, dass man sp&#252;rt, dass unserer gesellschaftliches und politisches System in einer tiefen Sinnkrise steckt. Der Kaiser ist nackt und tr&#228;gt keine Kleider. Wie schauerlich.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: oparazzi photos, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/rhebs/4941766262/sizes/m/">flickr </a>
</p>
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		<title>Blumenmann: Gekommen, um zu gehen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/03/blumenmann-gekommen-um-zu-gehen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 12:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Er war wie seine Stadt, arm, alt, wortkarg und langsam, und nun ist er nicht mehr.
Siegfried Pohl war einer der DDR-B&#252;rger, denen nie Integrationsangebote im neuen Deutschland gemacht worden waren. In der alten Arbeiterrepublik noch Teil der herrschenden Klasse, st&#252;rzte der kantige Charakterkopf, der fr&#252;her einmal, in jenem anderen Land, das ihm immer Heimat blieb, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/Blumwe.JPG" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p><strong>Er war wie seine Stadt, arm, alt, wortkarg und langsam, und nun ist er nicht mehr.</strong></p>
<p>Siegfried Pohl war einer der DDR-B&#252;rger, denen nie Integrationsangebote im neuen Deutschland gemacht worden waren. In der alten Arbeiterrepublik noch Teil der herrschenden Klasse, st&#252;rzte der kantige Charakterkopf, der fr&#252;her einmal, in jenem anderen Land, das ihm immer Heimat blieb, ein stolzer Staplerfahrer gewesen war, ab zu einem von den Saturierten bel&#228;chelten Original.</p>
<p>Pohl, ohne Sprachkurs, Sozialarbeiter und gesellschaftliche Gro&#223;debatte in sein Schicksal geworfen, diskutierte nicht, mit niemandem. Er er&#246;ffnete zwar auch keinen t&#252;rkischen Gem&#252;sehandler, weil der t&#252;rkisch Gem&#252;sehandel in seiner Heimatstadt durchweg von Kurden betrieben wird. Doch er wurde der &#8220;Blumenmann&#8221;, ein st&#228;dtisches Original, ein Zitterreinhold der Moderne, der jahrein, jahraus eisern auf dem eiskalten Boden hockte, w&#228;hrend anderswo Rasenfl&#228;chen beheizt wurden. Und Blumenstr&#228;u&#223;chen anbot, der Charme ausschlie&#223;lich in ihrer naturbelassenen N&#228;he zu reiner Grasmahd lag.</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/Blumee1.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Dieser Mensch, das konnte jeder sehen (Foto links: hoelle-saale.de), der einen seinen seiner Stammpl&#228;tze passierte, war angekommen im gemeinsamen Deutschland von Helmut Kohl und Angela Merkel. Er hatte verinnerlicht, dass sich jeder um sich selbst sorgen muss und Integration eine Bringeschuld derer ist, die dagelieben sind. Woher Siegfried Pohl seine Blumen hatte, wohin er verschwand, wenn er den Laden schloss, wovon er lebte, was er dachte, ob er jemals sprach - nur Ger&#252;chte kursierten dar&#252;ber. Er sei der Vater des Jungen, der im <a href="http://www.schwarzes-halle.de/index.php?page=Thread&#038;threadID=5269&#038;pageNo=2&#038;s=a1827be41764aefe2f102842f2e589cbd81cb02d">ber&#252;hmten Kreuzwortr&#228;tselfall </a>ermordet wurde, wisperte es. Er habe einstmals drei Flaschen Klaren am Tag zu sich genommen, um den Schmerz zu ers&#228;ufen, erinnerten sich Leute, die ihn fr&#252;her gekannt haben wollte, als er noch mehr als ein Wort hintereinander geredet hatte.</p>
<p>Lange her. Siegfried Pohl, keineswegs verwandt oder verschw&#228;gert mit dem Pr&#228;sidenten des Instituts f&#252;r Wirtschaftsforschung Halle, der R&#252;diger Pohl hei&#223;t, war nur noch ein verwittertes Gesicht, gezeichnet und gegerbt wie die Hauswand, vor der er scheinbar v&#246;llig empfindunglos hockte wie ein Apache in einem alten Defa-Film. Wer etwas bei ihm kaufte, kaufte nicht Blumen, sondern das sch&#246;ne Gef&#252;hl, Mitgef&#252;hl verschenkt zu haben. Sp&#228;ter zog Pohls Beispiel, durch stille Selbstkasteiung und symbolische Warenauslagen Umsatz zu machen, zahllose Nachahmer an: Englische Bettler und rum&#228;nische Ein-Saiten-Gitarristen, russische Zerrwanst-Quetscher und kosovarische Frauen, die Passanten eifrig vor K&#228;lte zitternde Neugeborene entgegenreckten. Siegfried Pohls Angebot war von anderer Qualit&#228;t, er war gekommen, um zu gehen, nur zwischendurch sa&#223; er hier, v&#246;llig abwesend und absolut unintegrierbar in eine Mehrheitsgesellschaft, die ihre Probleme so diskutiert: <a href="http://www.fr-online.de/wissenschaft/die-spur-der--juden--gene-/-/1472788/4612612/-/index.html">Schieb dem anderen unter, was er nie gesagt hat. Dann widerlegst du ihn. Fertig</a>. Pohl legte seine Blument&#246;pfchen abends unter einen Zaun. Niemand nahm sie fort. Morgens ganz fr&#252;h zog er sie hier wieder hervor, um ein neues Tagesgesch&#228;ft anzufangen, das wieder vier, sechs oder neun Euro Umsatz bringen w&#252;rde.</p>
<p><strong>Nicht auf die Menge kam es ihm an, sondern auf die Geste. </strong></p>
<p>Pohl wollte der Welt zeigen, dass er begriffen habe, dass er n&#252;tzlich sei, dass er das Leben aller sch&#246;ner machen helfen k&#246;nne. &#8220;Siggi&#8221;, nannten ihn die Menschen vertraulich, ein Original mit dem Charme eines Stadtstreichers, schlug sich sitzend durch, egal ob Regen, Schnee oder Sonnenbrand. Niemand schrieb B&#252;cher &#252;ber ihn, keiner sah in dem Gesicht unter der selbstgestrickten Pudelm&#252;tze ein gesellschaftliches Problem, auf das Heerscharen von Betreuern, Erziehern und Spezialistenrunden anzusetzen w&#228;ren.</p>
<p>Bis er eines Tages verschwand. <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/03/florist-vermisst.html">&#8220;Florist vermisst&#8221;</a> titelte PPQ, seit den ganz fr&#252;hen Tagen offizielles <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2007/11/der-blumenmann-bietet-keine-blumen-mehr.html">Blumenmann-Board </a>. Blumenmann-Fans riefen per Grafitto nach ihm: &#8220;Blumenmann, wo bist du?&#8221; Zu sp&#228;t. Monate sp&#228;ter erst tauchte Siegfried Pohl in einem eleganten Altenheim wieder auf, ohne Blumen, ohne seine handgeh&#228;kelten Topflappen. Doch es gehe ihm gut, berichtet die auf Integration spezialisierte Zeitung &#8220;Bild&#8221;, der arme Tropf habe sogar seinen Geburtstag ganz gro&#223; mit den anderen Insassen gefeiert.</p>
<p>Es sollte sein letzter gewesen sein. Vor einigen Tagen ist Siegfried Pohl, der Blumenmann, den alle Siggi nannten, als h&#228;tten sie mit ihm einst ganze G&#252;terwaggons Klaren ausgetrunken, seinen Lasten und der Leere inmitten der gro&#223;en Stadt entkommen. Er starb in einem Altenheim, nur ein paar hundert Meter entfernt vom letzten Sitz seines mobilen Blumenstandes.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/09/blumenmann-gekommen-um-zu-gehen.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		<title>Wahlen: Ist eine klammheimliche &#196;nderung der Verfassung geplant ?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/03/wahlen-ist-eine-klammheimliche-aenderung-der-verfassung-geplant/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 12:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Klamm Sabaot</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[CDU und GAL in Hamburg planen Wahlen der B&#252;rgerschaft nur noch alle f&#252;nf Jahre
In Hamburg planen  Medienberichten zufolge, die Christliche Demokratische Union (CDU) und  die Gr&#252;ne Alternative Liste (GAL) k&#252;nftig Wahlen nur noch alle f&#252;nf  Jahre zur neuen Zusammensetzung des Parlaments. In einem Gespr&#228;ch mit  NDR 90,3 warb der Gr&#252;nenpolitiker und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CDU und GAL in Hamburg planen Wahlen der B&#252;rgerschaft nur noch alle f&#252;nf Jahre</strong></p>
<p>In Hamburg planen  Medienberichten zufolge, die Christliche Demokratische Union (CDU) und  die Gr&#252;ne Alternative Liste (GAL) k&#252;nftig Wahlen nur noch alle f&#252;nf  Jahre zur neuen Zusammensetzung des Parlaments. In einem Gespr&#228;ch mit  NDR 90,3 warb der Gr&#252;nenpolitiker und Verfassungsexperte Farid M&#252;ller  f&#252;r das Vorhaben, weil nach &#220;berzeugung des Politikers, &#8220;die B&#252;rger in  Sachfragen mehr Einfluss nehmen k&#246;nnten.&#8221;</p>
<p>Die Hamburger Gr&#252;nen h&#228;tten bisher die Verl&#228;ngerung der Wahlperiode  immer abgelehnt. Die SPD lehnt das Vorhaben ab. &#8220;Still, leise und klammheimlich solle die Verfassung in Hamburg ge&#228;ndert werden.&#8221;  Normalerweise, wenn Politiker etwas Wichtiges fordern, dann w&#252;rde viel  L&#228;rm um das Thema gemacht werden. In Hamburg sei dies bei der geplanten  &#196;nderung der Verfassung anders.</p>
<p>Derzeit w&#228;hlen die Menschen die B&#252;rgerschaft in Hamburg noch f&#252;r  einen Zeitraum von vier Jahren. Beide Fraktionen der CDU und Gr&#252;nen  Alternativen Listen h&#228;tten das Vorhaben ohne Teilhabe der  &#214;ffentlichkeit, “still, leise und Klamm-heimlich” auf den Weg gebracht.  &#220;ber den politischen Plan lie&#223;en sich Informationen zur Zeit nur in der  offiziellen Parlaments-Daten-Bank finden.</p>
<p>Der Gr&#252;nenpolitiker Farid M&#252;ller glaubt, f&#252;r die Verl&#228;ngerung der  Wahlperiode im Rahmen der neuen Volks-Gesetzgebung auf f&#252;nf Jahre sei  jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Handlungsf&#228;higkeit von Senat und  Parlament k&#246;nne mit dem Vorhaben erh&#246;ht werden. In fast allen  Bundesl&#228;ndern werde nur alle f&#252;nf Jahre gew&#228;hlt.</p>
<p>F&#252;r die erforderliche &#196;nderung der Verfassung fehlt zur Zeit eine  Zweidrittel-Mehrheit in Hamburg. Die SPD will den Antrag von CDU und GAL  ablehnen. Die Sozialdemokraten sehen in den Pl&#228;nen eine Beschneidung  der Mitwirkungsrechte f&#252;r die B&#252;rger, meldete der Norddeutsche Rundfunk  (NDR).
</p>
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		<title>Spielball Naher Osten</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/03/spielball-naher-osten/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 12:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Heis</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[Innerhalb eines Jahres sollen die Nahost-Friedensgespr&#228;che der Triade USA-Israel-Westjordanland verwertbare Ergebnisse liefern. Die ersten freundschaftlichen Bilder und vorsichtigen Ann&#228;herungen zwischen dem israelischen Ministerpr&#228;sidenten Netanjahu und dem Pal&#228;stinenserpr&#228;sidenten Mahmud Abbas aus Washington unterstreichen diesen vermeintlichen Optimismus. Aber warum sollte gerade jetzt das Unm&#246;gliche m&#246;glich werden?
Im Prinzip hat sich seit der PR-Aktion vor gut zwei Jahren in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Innerhalb eines Jahres sollen die Nahost-Friedensgespr&#228;che der Triade USA-Israel-Westjordanland verwertbare Ergebnisse liefern. Die ersten freundschaftlichen Bilder und vorsichtigen Ann&#228;herungen zwischen dem israelischen Ministerpr&#228;sidenten Netanjahu und dem Pal&#228;stinenserpr&#228;sidenten Mahmud Abbas aus Washington unterstreichen diesen vermeintlichen Optimismus. Aber warum sollte gerade jetzt das Unm&#246;gliche m&#246;glich werden?</p>
<p>Im Prinzip hat sich seit der PR-Aktion vor gut zwei Jahren in Annapolis nur wenig an der Situation ge&#228;ndert. Streng genommen haben die Bombardierung der Gaza-Hilfsflotte durch die IDF und die Siedlungsoffensive diese sogar verschlechtert. Neue Bombenangriffe der Hamas aus dem Gazastreifen sollen die Verhandlungen unterminieren. Die zentralen Probleme, wie der zuk&#252;nftige Status Jerusalems, die Millionen pal&#228;stinensischen Fl&#252;chtlinge sowie die Verankerung v&#246;lkerrechtlich anerkannter Grenzen wurden ebenfalls ausgespart. Fatah und Hamas lassen keine Kooperationsgrundlage erkennen, um ein weniger schwacher Verhandlungspartner in der pal&#228;stinensischen Sache zu werden. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen f&#252;r substanzielle Friedensgespr&#228;che ist wahrlich nicht zu erkennen.</p>
<p><strong>Das starke Engagement der Obama-Administration, schnell Ergebnisse vorlegen zu k&#246;nnen, fu&#223;t vor allem auf innenpolitischen Beweggr&#252;nden.</strong></p>
<p>Obama wei&#223;, wie alle anderen Beteiligten auch, dass es in dieser Konstellation keinen Frieden geben kann. Ein Verhandlungstisch ohne &#196;gypten, Syrien und auch der Hamas ist nicht mehr als ein Kaffekr&#228;nzchen auf hohem politischen Niveau. Aber es n&#252;tzt allen drei Protagonisten zu deren innenpolitischen Konsolidierung. Allen Optimisten zum Trotz: ein friedliche L&#246;sung im Nahen Osten liegt noch in weiter Ferne.
</p>
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		<item>
		<title>Kostenloses eBook: Zukunftstrend Empfehlungsmarketing</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/03/kostenloses-ebook-zukunftstrend-empfehlungsmarketing/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Readers Edition</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Empfehlungsmarketing schl&#228;gt klassisches Marketing. Und Empfehler sind die besten Verk&#228;ufer. Deshalb m&#252;ssen Unternehmen sich immer st&#228;rker folgende Fragen stellen: Wie bringen wir Menschen dazu, gut &#252;ber uns und unsere Marken zu reden? Und wie machen wir unsere Kunden und Kontakte gezielt und systematisch zu Topp-Verk&#228;ufern unserer Angebote, Produkte und Services?
Antworten gibt das kostenlose eBook &#8220;Zukunftstrend Empfehlungsmarketing&#8221; von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Empfehlungsmarketing schl&#228;gt klassisches Marketing. Und Empfehler sind die besten Verk&#228;ufer. Deshalb m&#252;ssen Unternehmen sich immer st&#228;rker folgende Fragen stellen: Wie bringen wir Menschen dazu, gut &#252;ber uns und unsere Marken zu reden? Und wie machen wir unsere Kunden und Kontakte gezielt und systematisch zu Topp-Verk&#228;ufern unserer Angebote, Produkte und Services?</p>
<p>Antworten gibt das kostenlose eBook &#8220;Zukunftstrend Empfehlungsmarketing&#8221; von Anne M. Sch&#252;ller, Expertin f&#252;r Loyalit&#228;tsmarketing. Sie finden es hier:</p>
<p><a href="http://www.empfehlungsmarketing.cc/rw_e13v/schueller2_em/usr_documents/ebook_Empfehlungsmarketing.pdf">http://www.empfehlungsmarketing.cc/rw_e13v/schueller2_em/usr_documents/ebook_Empfehlungsmarketing.pdf</a>
</p>
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		<title>Von Ketzern und Hetzern</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Die Kanzlerin bettelte, der Bundespr&#228;sident forderte, Minister sahen die Unabh&#228;ngigkeit der Bundesbank in Gefahr, wenn der Vorstand des ehemals f&#252;r die Geldpoltik zust&#228;ndigen Hauses sich nicht sofort von seinem irgendwie und irgendwann missbr&#228;uchlich dort hingelangten Mitglied Thilo Sarrazin trennen w&#252;rde. Im &#8220;Tagesspiegel&#8221; wurde pl&#246;tzlich mit gro&#223;er Geste enth&#252;llt, wie die Parteien die Spitzenposten der Bundesbank [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/wseh.JPG" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Die Kanzlerin bettelte, der Bundespr&#228;sident forderte, Minister sahen die Unabh&#228;ngigkeit der Bundesbank in Gefahr, wenn der Vorstand des ehemals f&#252;r die Geldpoltik zust&#228;ndigen Hauses sich nicht sofort von seinem irgendwie und irgendwann missbr&#228;uchlich dort hingelangten Mitglied Thilo Sarrazin trennen w&#252;rde. Im <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/bundesbank-erledigt-geschaeft-der-politik/1917026.html;jsessionid=773398B26E6919E3365729487E599D9A">&#8220;Tagesspiegel&#8221;</a> wurde pl&#246;tzlich mit gro&#223;er Geste enth&#252;llt, wie die Parteien die Spitzenposten der Bundesbank als Versorgungslager f&#252;r abgehalfterte Ex-Genossen nutzen, auch die &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;, f&#252;r die Thilo Sarrazin bei Amtsantritt nur ein <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/aus-dem-zanker-wird-ein-banker/-/1472780/3351772/-/index.html">&#8220;bunter Hund&#8221; und &#8220;Sparminator&#8221;</a> gewesen war, entdeckt mit einem Mal, dass die Regierung die Bundesbank zur Versorgungsanstalt hat verkommen lassen  und eine <a href="http://www.taz.de//1/politik/deutschland/artikel/1/aufklaerung-und-zucht-und-ordnung/">&#8220;Knallcharge&#8221;</a> in den Vorstand geschickt hat, wie die &#8220;taz&#8221; in fast schon schulbuchm&#228;&#223;ig klassisch Trennung zwischen Kommentar und Bericht in ihrem Bericht respektvoll formuliert.</p>
<p>Das ist der Euro in Gefahr und der <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/08/journalisten-haben-ein-problem-mit.html">Ruf in gro&#223;er Not,</a> denn wenn schon schlimm ist, dass die Politik der ehemals wichtigsten Bank des Landes nach Belieben Personal reindr&#252;cken kann und die Presse begeistert applaudiert, wie schrecklich ist es dann, wenn die Presse bei der Regierung w&#252;nschen kann, wen die unabh&#228;ngige Bank wann wieder rausschmei&#223;en muss?</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/webr.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Ein paar Jahre nur, mehr nicht, wird es dauern, bis auch das Ende des Skandals, der die Berufung von Thilo Sarrazin damals nicht war, heute aber unumstritten ist, als noch gr&#246;&#223;erer Skandal die Runde macht. Dieselben Federn, die jetzt spitz beklagen, was sie vor 18 Monaten noch besinnungslos beklatscht haben, werden dann vermutlich wie immer raunen, sie h&#228;tten heute schon gewarnt. &#8220;Was w&#228;re eigentlich&#8221;, hat heute Morgen ein PPQ-Leser geschrieben, &#8220;wenn wir das Internet nicht h&#228;tten und die ganze Diskussion sich in den Medien abspielen w&#252;rde?&#8221;</p>
<p><strong>Keiner w&#252;sste, wie es <a href="http://www.readers-edition.de/2010/09/02/schland-oh-schland-im-rueckwaertsgang/">da drau&#223;en wirklich aussieht.</a> Jeder w&#252;rde denken, nur er allein denke so. <a href="http://die-anmerkung.blogspot.com/2010/09/aus-dem-wortschatz-von.html">So falsch.</a>   Alle l&#228;gen richtig. Und alles w&#228;re verkehrt. </strong></p>
<p>Ein <a href="http://www.readers-edition.de/2010/09/01/meinung-die-politische-elite-schafft-sich-ab/">Syndrom,</a> das das Ende der DDR um f&#252;nf bis sieben Jahre herausgez&#246;gert hat. Wer muckt, wird abgestraft, da ist selbst die Sozialdemokratie f&#252;r Berufsverbote. „Wir kriegen ganz sch&#246;n Dresche gerade daf&#252;r, aber manchmal muss man auch Dinge machen, f&#252;r die man Dresche kriegt“, hat der SPD-Arbeiterf&#252;hrer Sigmar Gabriel einer Schulklasse in Dessau mit auf den Lebensweg gegeben, warum er eine Entlassung Sarrazins bef&#252;rworte. <a href="http://www.ef-magazin.de/2010/09/01/2494-politmediale-selbstgerechtigkeit-soll-den-sarrazin-doch-der-terror-holen">Dessen Ansichten passten nicht zum</a> &#8220;Weltbild der SPD&#8221;. Die <a href="http://www.readers-edition.de/2010/09/02/demographie-sarrazin-und-migration/">tausende SPD-Mitglieder,</a> die sich inzwischen bei ihrer Partespitze &#252;ber den geplanten Rauswurf  beschwert haben, passen dann ja wohl aber auch nicht.</p>
<p>Sarrazin geht es auf kommodem Niveau wie seinerzeit dem anti-klerikalen Hetzer Giordano Bruno, der die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums behauptet hatte. Was er sagt, ist in vielen Belangen wahr, nachpr&#252;fbar und richtig. Aber dass er es sagt, wird ihm als falsch ausgelegt, weil es den durch Stillschweigen hergestellten Glauben, alles werde schon irgendwie, wenn schon nicht gut, infrage stellt. Sarrazin habe „jede Chance gehabt habe, sich zu korrigieren und zu sagen, da habe ich mich verrannt, das ist falsch“, sagt Sigmar Gabriel, der sich gar nicht vorstellen kann, dass einer nicht abschw&#246;rt, wenn es um die Karriere und den guten Ruf geht.</p>
<p>Wie Bruno, der selbst im nahegelegenen Wittenberg nichts Besseres zu tun hatte, als weiterzuhetzen, weigert sich Sarrazin jedoch. Die Konsequenzen sind auch bildungsfernen Randgruppen bekannt: Giordano Bruno, der in einer dunklen Zeit lebte, in der es noch keine deutsche Sozialdemokratie gab, wurde erst von den Calvinisten und sp&#228;ter von den Lutheranern exkommuniziert und am 22. Mai 1592 schlie&#223;lich von der Inquisition verhaftet. Sieben Jahre sp&#228;ter verstie&#223; man ihn wegen Ketzerei und Magie auch aus dem Orden der Dominikaner. Am Ende wurde er dann zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt, der am 17. Februar 1600 auf dem Campo de’ Fiori entz&#252;ndet wurde. Brunos B&#252;cher kamen auf den Index der verbotenen Schriften, wo sie bis 1966 blieben.</p>
<p>Wenn die SPD sich mit dem Ausschlussverfahren gegen Sarrazin beeilt, k&#246;nnte der Startschuss zur Wiederholung der Geschichte schon im kommenden Winter fallen. Das g&#228;be fast rundes Revival. Raus bei der Bundesbank, raus bei den Sozialdemokraten. Ein Lied noch hinterher, dreistimmig &#8220;Die Gedanken sind frei&#8221;. Sarrazins Buch w&#228;re dann wieder zu haben, ehe der letzte autochone Deutsche seine letzte Th&#252;ringer Bratwurst verzehrt.</p>
<p>Die ganze grausame Wahrheit &#252;ber Paolo Pinkel bei <a href="http://karleduardskanal.wordpress.com/2010/09/02/arschloch/">Karl Eduard.</a></p>
<p>Zur <a href="http://olekrueger.wordpress.com/2010/09/02/ddr-2-0/">DDR 2.0 geht es hier.</a></p>
<p>Und wie es aussieht, wenn sich die Schauspieler das Drehbuch gleich selbst schreiben, beleuchtet knapp und treffend <a href="http://die-anmerkung.blogspot.com/2010/09/die-lustigsten-drei-satze-des-tages.html">Die Anmerkung</a>.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/09/von-ketzern-und-hetzern.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		<title>Bundesbank: Der Vorstand will Thilo Sarrazin entlassen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/09/02/bundesbank-der-vorstand-will-thilo-sarrazin-entlassen/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2010/09/02/bundesbank-der-vorstand-will-thilo-sarrazin-entlassen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 19:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Klamm Sabaot</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Der zweideutige Fall eines Bundesbankvorstands –  Bev&#246;lkerung stimmt gegen Entlassung – Bundesbank stimmt einstimmig f&#252;r  die Entlassung – Kanzlerin Angela Merkel freut sich &#252;ber die  Entscheidung  – Hat Thilo Sarrazin Michel Friedman beleidigt? –  SPD-Innensenator  Erhart kritisiert &#8220;Hexenjagd und den zweiten Skandal&#8221;  im Zusammenhang mit der geplanten Entlassung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der zweideutige Fall eines Bundesbankvorstands –  Bev&#246;lkerung stimmt gegen Entlassung – Bundesbank stimmt einstimmig f&#252;r  die Entlassung – Kanzlerin Angela Merkel freut sich &#252;ber die  Entscheidung  – Hat Thilo Sarrazin Michel Friedman beleidigt? –  SPD-Innensenator  Erhart kritisiert &#8220;Hexenjagd und den zweiten Skandal&#8221;  im Zusammenhang mit der geplanten Entlassung von Sarrazin</p>
<p>Erstmals in ihrer 50-j&#228;hrigen  Geschichte hat die Bundesbank einstimmig beschlossen, dass der  umstrittene Bundesbankvorstand, Politiker und Autor, Thilo Sarrazin  (65) <a href="http://www.news-adhoc.com/bundesbank-beschliesst-trennung-von-sarrazin-einstimmig-idna2010090299764/">entlassen werden soll</a>. Die Abberufung von Thilo Sarrazin erfordert  die Zustimmung von Bundespr&#228;sident Dr. Christian Wulff. Die genauen  Gr&#252;nde f&#252;r die gew&#252;nschte Abberufung von Thilo Sarrazin sind nicht  bekannt. Nach der Ver&#246;ffentlichung des Buchs &#8220;Deutschland schafft sich  ab&#8221; mit umstrittenen Thesen des Autors  w&#252;nschte sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU), aufgebrachte  Menschen j&#252;dischen und moslemischen Glaubens die Entlassung des in die  Kritik geratenen Politikers und Autors. Thilo Sarrazin verk&#252;ndete noch  am Montag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung seines Buches, dass  er auf das Recht der freien Meinungs&#228;u&#223;erung nach Artikel 5 im  Grundgesetz vertraue.</p>
<p>Die Bundesbank teilte in einer kurzen <a href="http://oe1.orf.at/artikel/257298">Pressenotiz</a> mit: &#8220;Der Vorstand  der Deutschen Bundesbank hat heute einstimmig beschlossen, beim  Bundespr&#228;sidenten die Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin als Mitglied des  Vorstandes zu beantragen. Der „Corporate Governance“-Beauftragte der  Deutschen Bundesbank, Professor Dr. Uwe Schneider, unterst&#252;tzt diesen  Antrag uneingeschr&#228;nkt.&#8221; Seit heute hat Dr. Thilo Sarrazin keinen  Gesch&#228;ftsbereich bei der Bundesbank.</p>
<p>Medienberichten zufolge, soll angeblich allerdings Thilo Sarrazin  nach einem Interview f&#252;r die Berliner Boulevard-Zeitung B.Z. den  Rechtsanwalt, CDU-Mitglied, ehemaligen Vorsitzenden des Zentralsrats der  Juden, Journalisten, Fernseh-Moderator und Publizisten Michel Friedman  als &#8220;A….loch&#8221; beleidigt haben. Diese Medienberichte mehrerer Zeitungen  werden zur Zeit offiziell  nicht best&#228;tigt. Ebenso wenig liegt eine  Best&#228;tigung von Thilo Sarrazin oder von Michel Friedman vor. Sollte der  angebliche Vorwurf stimmen, dann w&#228;re des nicht nach dem Artikel 5 des  Grundgesetz als freie Meinungs&#228;u&#223;erung abgesichert, wie die umstrittenen  Thesen &#252;ber mangelnden Integrationswillen einiger moslemischer  Einwanderer oder die These &#252;ber Gene, die eine  Identifizierung von Menschen j&#252;dischen Glaubens oder anderer  Bev&#246;lkerungsgruppen m&#246;glich machen k&#246;nnten, sondern nach dem deutschen  Strafgesetzbuch (Paragraphen 185 bis 189) vielmehr sogar ein m&#246;glicher  Straftatbestand der Beleidigung. Zu den Medienberichten &#252;ber eine  angeblich stattgefundenen Beleidigung haben sich bislang weder Thilo  Sarrazin noch Michel Friedman &#246;ffentlich ge&#228;u&#223;ert. Sollten  die Berichte stimmen, dann st&#252;nde er mit diesem Handeln nicht  unter dem Schutz des Artikel 5 des Grundgesetzes der das Recht auf freie  Meinungs&#228;u&#223;erung garantiert. So gesehen ist der Fall von Thilo Sarrazin als &#8220;zweideutig&#8221;  zu bewerten. Wenn sich der Politiker und Autor im Zusammenhang mit der  Ver&#246;ffentlichung seiner umstrittenen Thesen in seinem Buch auf Artikel 5  des Grundgesetzes beruft, hat er sicher Recht, doch sollte er im Rahmen  einer emotionalen Entgleisung ausgerechnet den ehemaligen Vorsitzenden  des Zentralrats der J&#252;dischen Gemeinde in Deutschland gar pers&#246;nlich  beleidigt haben, dann st&#252;nde eine solche m&#246;gliche Beleidigung nicht mehr  unter dem Schutz des Artikel 5 und dem Recht auf freie  Meinungs&#228;u&#223;erung. Vielmehr w&#228;re dann gerechtfertigter Weise eine Bitte  um Entschuldigung von Thilo Sarrazin an Michel Friedman zu  erwarten. Diese Bitte um Entschuldigung von Thilo Sarrazin gibt es,  soweit jetzt &#246;ffentlich bekannt, bislang nicht. Die Berichte,  wonach eine Beleidigung stattgefunden haben k&#246;nnte sind zur Zeit nicht  offiziell durch Polizei oder weitere Regierungsvertreter best&#228;tigt.</p>
<p><strong>Ehrhart K&#246;rting kritisiert &#8220;Hexenjagd&#8221; auf Thilo Sarrazin</strong></p>
<p>Ehrhart K&#246;rting (SPD), Innensenator von Berlin  kritisierte heute in  busch@n-tv (Thema: “Volkszorn: Wer hat Angst vorm Muselmann?&#8221;) das  Verhalten von Bundespr&#228;sident Dr. Christian Wulff im Fall Sarrazin. Die  Ermunterung an die Bundesbank sei &#8220;noch skandal&#246;ser&#8221; als die Thesen von  Sarrazin. Der SPD-Innensenator betrachtet die &#8220;Ermunterung einer  Einleitung zu einem Verfahren zur Abberufung gegen Thilo Sarrazin&#8221;  besonders kritisch. Dies sei &#8220;der zweite Skandal&#8221; zur Situation um Thilo  Sarrazin : &#8220;F&#252;r noch skandal&#246;ser halte ich, dass der Bundespr&#228;sident  als derjenige, der &#252;ber die Abberufung Sarrazins neutral und unabh&#228;ngig  entscheiden soll, sich vorher schon &#228;u&#223;ert und die Bundesbank ermuntert,  t&#228;tig zu werden. Ich halte es – nach dem Skandal von Sarrazin – f&#252;r den  zweiten Skandal so damit umzugehen.&#8221;</p>
<p>Es g&#228;be eine Hexenjagd und Erhard K&#246;rting wirft der Bundesbank vor,  den Fall noch gar nicht gepr&#252;ft zu haben: &#8220;Die Art und Weise, wie man  jetzt, nach den Fehlern, die er gemacht hat, eine Hexenjagd auf ihn  macht, finde ich schon problematisch. Dass die Bundesbank dar&#252;ber  nachdenkt, ob dieser Mensch f&#252;r das Institut noch tragbar ist, ist in  Ordnung. Das m&#252;ssen die Leute entscheiden und n&#252;chtern pr&#252;fen. Das aber  scheinen sie ja noch gar nicht gemacht zu haben, wenn sie jetzt erst mal  einen Anwalt beauftragen, der das alles verifizieren soll.&#8221;</p>
<p>Dennoch r&#228;t auch der SPD-Innensenator an Thilo Sarrazin, dieser solle  selbst aus der SPD austreten: &#8220;Thilo Sarrazin w&#228;re gut beraten,  Privatier zu werden und nicht Mitglied einer Partei.&#8221; Erhart K&#246;rting  glaubt daran, dass die provokanten Thesen von Thilo Sarrazin auf eine &#8220;Angstst&#246;rung&#8221; zur&#252;ck zu f&#252;hren sind.</p>
<p>Der SPD-Politiker in Berlin verteidigte unterdessen die  Qualifikation von Thilo Sarrazin als Finanzfachmann, doch eine Eignung  als &#8220;Bev&#246;lkerungs-Politiker&#8221; spricht er ihm ab: &#8220;Man muss sehr genau  unterscheiden zwischen dem, was Thilo Sarrazin jetzt ge&#228;u&#223;ert hat, und  dem, was er beruflich gemacht hat. Er war ein hervorragender  Finanzsenator. Finanzpolitik kann er, Bev&#246;lkerungspolitik kann er  nicht.&#8221;</p>
<p>Die Vorstellung des Buches &#252;bernahm am Montag die  in Istanbul (T&#252;rkei) geborene Volkswirtin, Soziologin und Publizistin,  Necla Kelek. Die Frau moslemischen Glaubens wurde 1957 in Istanbul  geboren und lebt in Berlin. Sie erhielt im Jahr 2005 den  Geschwister-Scholl-Preis, im Jahr 2009 den Hildegard von Bingen Preis  und war Mitglied der Deutschen Islam Konferenz.</p>
<p>Necla Kelek nahm den Sozialdemokraten Thilo Sarrazin nach der  heftigen Kritik an seinem neuen Buch noch in Schutz. &#8220;Den Vorwurf des  Rassismus halte ich f&#252;r Unkenntnis&#8221;, sagte Necla Kelek. In den Augen  der Soziologin ist der Islam keine Rasse, sondern ein kulturelles  System, das auch kritisiert werden darf. Die Publizistin lobte Thilo  Sarrazin f&#252;r sein Autoren-Werk: &#8220;Hier hat ein verantwortungsvoller  B&#252;rger bittere Wahrheiten drastisch ausgesprochen und sich &#252;ber  Deutschland den Kopf zerbrochen. Jetzt soll er einen Kopf k&#252;rzer gemacht  werden!&#8221; Zum heftigen &#246;ffentlichen Protest erkl&#228;rte die Soziologin  Necla Kelek &#8220;Hier soll eine Debatte vergiftet werden&#8221;. Es sei mit  Gefahren verbunden das islamische Recht der Scharia &#252;ber s&#228;kulares Recht  zu stellen. Dies k&#246;nne zu Parallel-Gesellschaften und generellen  Integrations-Problemen f&#252;hren. Verantwortungs-Bewusstsein von Migranten  m&#252;sse gest&#228;rkt werden. Die Soziologin w&#252;nscht sich eine inhaltliche  Debatte und keine moralische Debatte. Es sollte untersucht werden, was  eine Integration behindert und diese Frage d&#252;rfe nicht in die falschen  H&#228;nde gelangen. Der Sozialdemokrat Thilo Sarrazin tauge nicht zum  Feindbild. Das Buch von Thilo Sarrazin werde die Politik in Deutschland  ver&#228;ndern.</p>
<p>Das Buch von Thilo Sarrazin beginnt in der Einleitung mit einem Zitat  von Ferdinand Lasalle: &#8220;politische Kleingeisterei  besteht in dem Verschweigen und Bem&#228;nteln dessen, was ist.&#8221; In seinem  neuen Buch pr&#228;sentiert der Autor provokante Thesen. Er glaubt  Geburtenr&#252;ckgang, demografische Entwicklungen seit 1945,  Bildungs-Defizite und bei einem Teil von moslemischen Einwanderern an  eine teilweise fehlende Bereitschaft zur Integration in die Gesellschaft  und Kultur in Deutschland. Nach &#220;berzeugung des Sozialdemokraten h&#228;tten  nicht alle Migranten ein Problem, sich in Deutschland zu integrieren.  Positiv bewertete er die Integrationsf&#228;higkeit von Vietnamesen und  Russland-Deutschen. Die Angeh&#246;rigen dieser Personengruppen seien meist  bereits nach einer Generation voll integriert und f&#228;nden  sich ab und an besser zu recht, als einige deutsche  B&#252;rger und B&#252;rgerinnen. G&#228;be es in Deutschland, &#228;hnlich wie in den  Vereinigten Staaten von Amerika eine Green-Card Regelung und weniger  soziale Transferleistungen f&#252;r Zuwanderer, bef&#228;nden sich seiner  Einsch&#228;tzung nach bis zu 90 Prozent der in Deutschland eingewanderten  Menschen moslemischen Glaubens vermutlich nicht in Deutschland. Die  Unterschiede in den Erfolgen der Integration liegen auch in der Gruppe  der Migranten. Die Deutschen k&#246;nnten zur Minderheit im eigenen Land  werden.</p>
<p>Auf die Frage eines Journalisten der Nachrichten-Agentur Reuters zur  heftigen Kritik an dessen Buch und Thesen antwortet Thilo Sarrazin: &#8220;Ich  habe keine dienstlichen Obliegenheiten verletzt. Ich habe ein  politisches Sachbuch geschrieben – mehr nicht. Auch ein  Bundesbankvorstand hat das Recht sich frei zu &#228;u&#223;ern.&#8221; Er vertraue auf  die Meinungsfreiheit in Deutschland.</p>
<p>Zur Diskussion &#252;ber m&#246;gliche J&#252;dische Gene sagte Thilo Sarrazin: &#8220;Den  Trend zu rechts-tendenziellen Parteien halte ich f&#252;r gef&#228;hrlich. Die  J&#252;dische Intelligenz wurde von den Nazis aus dem Land in die USA  gejagt. Die angebliche germanische &#220;berlegenheit wurde bereits vor  mehreren Jahren widerlegt.&#8221; Migration sei ein unendlicher Prozess der  kein Ende f&#228;nde. Der Prozess gehe weiter, er m&#252;sse gestaltet und  begleitet werden. Der Autor und Politiker bekr&#228;ftigte, er habe sich auf  aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gest&#252;tzt. Er wolle als  Politiker, Beamter und Autor verstehen und gestalten.</p>
<p>Wie er selbst sagt, liebt er seinen Staat und das Land Deutschland  und das macht ihn zum Patrioten, zum umstrittenen Querdenker mit  kontroversen und provokativen Standpunkten, die die inhaltliche und  &#246;ffentliche Diskussion sicher verdienen – zumindest in Bezug auf seine  Thesen. Sollte er tats&#228;chlich den j&#252;dischen Publizisten Michel Friedmann  pers&#246;nlich nach einem Interview f&#252;r die Boulevard-Zeitung B.Z.  beleidigt haben, dann w&#252;rde dies die Grenzen des guten Anstandes und der  politischen Etikette verletzten und das sollte Thilo Sarrazin vor allem  als Beamter, Politiker, ehemaliger Finanzsenator, Bundesbankvorstand  und Autor verstehen k&#246;nnen. Doch noch sind die Medienberichte &#252;ber eine  m&#246;gliche Beleidigung nicht offiziell best&#228;tigt.</p>
<p>Umstrittene Thesen und Meinung sind ohne Zweifel in Deutschland auch  rechtlich gesch&#252;tzt eben durch Artikel 5 des Grundgesetzes das die FREIE  &#196;USSERUNG einer MEINUNG garantiert, ebenso wie auch Artikel 18 und  Artikel 19 der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte, proklamiert von  den Vereinten Nationen im Jahr 1948. Gesch&#252;tzt werden jedoch nur das  RECHT auf FREIE MEINUNGS&#196;USSERUNG, die Freiheit der Information, die  Freiheit der Presse und die Freiheit der Gedanken.</p>
<p>Der deutsche Schriftsteller, Dichter, Autor und Journalist Heinrich  Heine (1797 – 1856) schrieb bereits vor etwas mehr als 210 Jahren: &#8220;Dort, wo man B&#252;cher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.&#8221;  (ein Zitat aus der Trag&#246;die Almansor, 1821).</p>
<p>Zu den Thesen &#252;ber ein m&#246;gliches bestehendes Gen, das die Herkunft  von Menschen einsehbar machen k&#246;nnte, gibt es eine Vielzahl von  Ver&#246;ffentlichungen unter anderem auch in der Zeitung J&#252;dische  Allgemeine, die in Berlin erscheint.</p>
<p>Eine Leseprobe aus dem neuen Buch von Thilo Sarrazin ist bei  folgender Adresse zu finden: <a href="http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/books/PDF/leseproben/9783421044303._V184985439_.pdf"> http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/books/PDF/leseproben/9783421044303._V184985439_.pdf</a></p>
<p><strong>Bibliografische Daten zum Buch </strong></p>
<p>Thilo Sarrazin<br />
Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen<br />
22,99 Euro<br />
DVA Deutsche Verlagsanstalt M&#252;nchen<br />
2. Auflage 2010<br />
Copyright 2010 by Deutsche Verlags-Anstalt, M&#252;nschen<br />
in der Verlagsgruppe Random House GmbH<br />
Lektorat und Satz: Ditta Ahmadi, Berlin<br />
Grafiken: Peter Palm, Berlin<br />
Druck und Bindung: GGP Media GmbH, P&#246;&#223;neck<br />
Printed in Germany 2010<br />
ISBN 978-3-421-04430-3<br />
www.dva.de</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p>Gibt es J&#252;dische Gene ? – Internationale Ver&#246;ffentlichungen in den U.S.A. und Israel in verschiedenen Magazinen:</p>
<p>1. J&#252;dische Allgemeine, Gene und Abrahams Kinder, http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7637<br />
2. Gibt es j&#252;dische Gene ? http://www.khazaria.com/genetics/abstracts-cohen-levite.html<br />
3. Nature Magazin, zur These &#252;ber J&#252;dische Gene, http://www.nature.com/news/2010/100603/full/news.2010.277.html<br />
4. American Journal Of Human Genetics, Forschung zu Gene und Herkunft  von Menschen j&#252;dischen Glaubens,  http://www.cell.com/AJHG/retrieve/pii/S0002929710002466
</p>
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		<title>Schland, oh Schland&#8230; im R&#252;ckw&#228;rtsgang&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto-Werner Hinrichs</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Wie unsere deutschen Elitetruppen versuchen von Ihrer Schuld in Sachen Integration abzulenken wird nicht nur dadurch ersichtlich, dass unser neuer Bundespr&#228;sident im Vorwege also vor der Entscheidung des Vorstandes der Bundesbank dazu r&#228;t, Herrn Sarazin zu feuern.
Wieder einmal wird der Graben zwischen der &#246;ffentlichen und der ver&#246;ffentlichten Meinung kaum noch zu &#252;berbr&#252;cken sein. Was das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie unsere deutschen Elitetruppen versuchen von Ihrer Schuld in Sachen Integration abzulenken wird nicht nur dadurch ersichtlich, dass unser neuer Bundespr&#228;sident im Vorwege also vor der Entscheidung des Vorstandes der Bundesbank dazu r&#228;t, Herrn Sarazin zu feuern.</p>
<p>Wieder einmal wird der Graben zwischen der &#246;ffentlichen und der ver&#246;ffentlichten Meinung kaum noch zu &#252;berbr&#252;cken sein. Was das Volk wirklich denkt und f&#252;hlt wird nirgendwo deutlicher sichtbar als bei den Eing&#228;ngen der Kommentare f&#252;r das G&#228;stebuch nach Sendeschluss von <strong>„Hart aber Fair“.  </strong></p>
<p>Man kann auch sagen, dies war ein Spiel von 1 ½ schon schwer angeschlagenen, in Ihrem Selbstvertrauen nahezu zerst&#246;rten Spielern, gegen einen selbstverliebten eitlen Grosskotz, die zickigste Moderatorin, die es im deutschen Fernsehen gibt, jedenfalls soweit ich das erlebt habe und beurteilen kann, einen ehemaligen Politiker und Botschafter, der es als seine Pflicht ansah, trotzt besseren Wissens die politischen Handlungsstr&#228;nge seiner Partei zu verteidigen und einen parteiischen zur Gespr&#228;chsf&#252;hrung unf&#228;higen Moderator.</p>
<p>Hier ist ein Auszug von zehn Kommentaren aus Tausenden von Zusendungen die zu mehr als 90 % dieselbe Meinung vertreten:</p>
<p><strong>HART ABER FAIR G&#196;STEBUCH   -  02.09.2010 </strong></p>
<p><em>01.09.2010 23:02 Uhr:   schrieb<strong> BenBen (25 J) </strong></em></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
Herr Sarazzin hat Recht jeder wei&#223; das und keiner will diese Dinge in unserem historisch so belasteten Land aussprechen. Die Politik hat versagt es geht um L&#246;sungen und Alternativen!! Nicht um herbe Kritik an einer Person. Sind wir wieder in der DDR? Warum zerei&#223;en sie diesen Mann so? <strong>Und warum sitzt diese Koksnase da?</strong></p>
<p><em>01.09.2010 23:02 Uhr:  schrieb <strong>Thomas (41 J) </strong></em></p>
<p>Herr Sarrazin hat meine volle Unterst&#252;tzung. Dass er solche Probleme bekommt war vorherzusehen, denn leider darf man in diesem Land nichts &#252;ber  die Ausl&#228;nderpolitik und vor allem nicht &#252;ber Juden sagen. Tut man dies doch wird man sofort in die rechte Ecke gestellt. Eine freie Meinungs&#228;u&#223;erung was Ausl&#228;nderprobleme betrifft herrscht in diesem Land nicht und wird &#252;berall unterbunden.</p>
<p><em>01.09.2010 23:02 Uhr:  schrieb <strong>Markus (32 J) </strong></em></p>
<p>Herr Sarrazin hat seine Aussagen im Buch vielleicht ungl&#252;cklich formuliert. Aber schauen wir vor unsere Haust&#252;r. Ich bin selber Aussiedler. Und habe mich integriert. Sehe aber selber die Intergrationsunwilligkeit, die &#252;berall!! zu finden ist. Endlich einer der den Finger in Wunde legt!</p>
<p><em>01.09.2010 23:02 Uhr:  schrieb <strong>Marlene Mackowiak (50 J)</strong> </em></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Sarrazin sagt, was keiner sich traut auszusprechen. Die Verdummung der Deutschen findet doch schon lange statt, da auch schon viele deutsche Jugendliche mit t&#252;rkischem Akzent sprechen. Viele Mosleme erwarten, dass wir uns nach ihren Anspr&#252;chen richten. Frau Sevindim ist doch die Ausnahme und kein Ma&#223;stab. Herr Sarrazin braucht ja keine L&#246;sung aufzuzeigen. Es ist doch nur wichtig, dass sich endlich die richtigen Leute Gedanken &#252;ber die Probelml&#246;sungen machen. Ich k&#246;nnte gen&#252;gend Beispiele aus meinem Umfeld aufz&#228;hlen, jedoch sprengt dies hier den Rahmen.</p>
<p><em>01.09.2010 23:02 Uhr:  schrieb <strong>Dieter aus Bochum (46 J)</strong></em></p>
<p>Schade dass von beiden Seiten mehr auf dem jeweils politischen Gegner herumgehackt wird, als dass man gemeinsam an konstruktiven L&#246;sungen arbeitet. Wo sind die konkreten L&#246;sungen f&#252;r ein friedliches Miteinander? Der einzige Ansatz, in Bezug auf das Problem des Erlernens der Deutschen Sprache zu einer Analyse der Problemursache zu kommen oder gar zu einem konstruktiven L&#246;sungsvorschlag zu nennen, war leider in wenigen Sekunden wieder vom Tisch. Schade! Schade dass auch von Seiten des Moderator lieber provoziert wurde, als wirklich zu moderieren &#8230;!</p>
<p><em>01.09.2010 23:01 Uhr:  schrieb <strong>Hermann Kiel (47 J) </strong></em></p>
<p>In allen Sendungen zu diesem Thema sind die Meinungen der B&#252;rger 80-90% gegen die Multi-Kulti-Romantik sind. Schon bei Beckmann wurde Sarrazin an den Pranger gestellt. Es sind immer wieder diese elit&#228;ren Gutmenschen, die Wahrheiten nicht h&#246;ren wollen. Ich will Frau K&#252;nast mal in Neuk&#246;lln wohnen sehen. Nach zwei Monaten &#8220;Du deutsche Schlampe&#8221; wechselt sie zur CDU! Diese muslimischen Migranten sind zu gro&#223;en Teilen r&#252;ckst&#228;ndig, gewaltt&#228;tig und wenig gebildet. Die Einflussnahme vom t&#252;rkischen Ministern in Deutschland ist unglaublich. Ich mache mir gro&#223;e Sorgen. Das kann doch alles nicht sein.</p>
<p><em>01.09.2010 23:01 Uhr: schrieb <strong>Anonym </strong></em></p>
<p>Thilo Sarrazin &#252;bertreibt ein wenig, vor allem mit der genetischen Abstammung der Juden. Dies ist in dieser Form nicht hinnehmbar. Trotzdem hier 2 Punkte:<br />
1) <strong>Deutschland importiert Analphabeten aus Anatolien und exportiert Akademiker (gut ausgebildete, motivierte, deutsche Auswanderer)</strong><br />
2) Man m&#246;ge doch bitte mal versuchern nach Kanada, Australien oder Neuseeland auszuwandern. <strong>Gibt es einen Grund, deren Aufnahmekriterien f&#252;r Immigranten nicht auch bei uns einzuf&#252;hren?</strong>  -  Gru&#223;.</p>
<p><em>01.09.2010 23:01 Uhr: schrieb <strong>Eugen Prinz (60 J) </strong></em></p>
<p>Noch nie war in Deutschland die Diskrepanz zwischen der &#246;ffentlichen und der ver&#246;ffentlichten Meinung so gro&#223; wie heute. Lange genug hat man uns mit Stammtischbr&#252;dern verwechselt. Da mu&#223; Deutschland schon einen recht gro&#223;en Stammtisch haben, damit alle Sarrazin-Sympathisanten Platz haben.</p>
<p><em>01.09.2010 23:01 Uhr:  schrieb <strong>J&#252;rgen H.Schulte (55 J) </strong></em></p>
<p>Die &#220;berheblichkeit von Frau Sevendim und - wie immer - Friedmann ist ja kaum zu &#252;berbieten.Warum hat die Redaktion nicht Frau Kelek, ebenfalls T&#252;rkin eingeladen, die Sarrazin st&#252;tzt??</p>
<p><em>01.09.2010 23:00 Uhr:  schrieb <strong>Amira (42 J) </strong></em></p>
<p>Er sagt die Wahrheit&#8230;. nur andere trauen sich nicht!<br />
Ich habe mit tunesichen, t&#252;rkischen, arabischen Personen mit Migrationshintergrund gesprochen.<br />
F&#252;r diese Menschen sind wir Ungl&#228;ubige(nur der Koran ist die Wahrheit - ich habe 7 Std. diskutiert), wir christliche Frauen sind f&#252;r sie wie Nutten (leicht zu haben) und wir haben keine Moral.<br />
Sie lachen &#252;ber unsere Demokratie und wollen sich &#252;berhaupt nicht in diese l&#228;cherliche Demokratie integrieren, wo ein Kindersch&#228;nder eine geringere Strafe bekommt als ein R&#228;uber.<br />
Sie sind an unseren Sozialleistungen interessiert und nicht an Integration.</p>
<p><em>Die nahezu gleichlautenden Uhrzeiten der Ver&#246;ffentlichung h&#228;ngt vermutlich damit zusammen, dass alle Kommentare nach erfolgter Zensur gemeinsam ver&#246;ffentlicht wurden.</em><br />
<strong> </strong>
</p>
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		<title>Neuer Podcast CLIP ist online! The Intersphere stellen sich vor</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 14:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[  Zwei Monate ist es nun schon wieder her, seit sich die ehemaligen PopCamp-Teilnehmer &#8220;Baby Benzin&#8221; in der neuen Podcast-Reihe &#8220;CLIP&#8221; der Deutschen Welle einer breiteren &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentieren durften. Folge drei brachte f&#252;r die H&#246;rerinnen und H&#246;rer ungewohnte Hamburgische Kl&#228;nge, die wie &#8220;chili-scharfe Gitarren- und Bassriffs&#8221; klingen und dabei &#8220;auf Honig-Senf ges&#252;&#223;ten Gesang&#8221; treffen. Auch [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/c5ed00b71f.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Zwei Monate ist es nun schon wieder her, seit sich die ehemaligen PopCamp-Teilnehmer &#8220;<a href="http://www.readers-edition.de/2010/07/12/neuer-podcast-clip-ist-online-baby-benzin-stellen-sich-vor#31755">Baby Benzin&#8221; in der neuen Podcast-Reihe &#8220;CLIP&#8221;</a> der Deutschen Welle einer breiteren &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentieren durften. Folge drei brachte f&#252;r die H&#246;rerinnen und H&#246;rer ungewohnte Hamburgische Kl&#228;nge, die wie &#8220;chili-scharfe Gitarren- und Bassriffs&#8221; klingen und dabei &#8220;auf Honig-Senf ges&#252;&#223;ten Gesang&#8221; treffen. Auch DW-Autor Matthias Klaus zeigte sich beeindruckt von Simon Berholz, Max Schneider und Jo Varain, die sich &#8220;direkt, frei heraus und verr&#252;ckt&#8221; geb&#228;rdeten. Jetzt, zwei Monate sp&#228;ter, ist mit der in Mannheim ans&#228;ssigen Band &#8220;<a href="http://www.myspace.com/theintersphere">The Intersphere</a>&#8221; feinstes Kontrastprogramm angesagt.</p>
<p><strong>&#8220;laut und melodisch wie geradlinig und komplex&#8221;</strong></p>
<p>Folge 4 steht ganz im Zeichen des &#8220;Post Prog Rock&#8221; und der damit verbundenen Erkenntnis, dass diesem au&#223;ergew&#246;hnlichen Quartett einfache Rocksongs schlicht nicht weit genug gehen. Im <a href="http://www.musikrat.de/index.php?id=831">PopCamp</a> des Jahrgangs 2008 hat das Produzent Fabio Trentini nicht mehr los gelassen. Der gemeinsame Gang in die Horus Studios folgte prompt. Nun, zwei Jahre nach den ersten Schritten in Richtung Profiliga, fasst Matthias Klaus seine Eindr&#252;cke von Christoph, Sebastian, Thomas und Moritz, die allesamt dem Scho&#223; der Popakademie Baden-W&#252;rttemberg entstammen, so zusammen: &#8220;Sie klingen, als h&#228;tten die alten Pink Floyd mit The Police zusammen getrunken und dabei den Gedanken gefasst, ein Muse-Album mit viel Hall aufzunehmen. Oder um es positiv zu formulieren: Die Band greift auf 40 Jahre Rockgeschichte zur&#252;ck und macht daraus ihr eigenes Ding. Das ist gleicherma&#223;en laut und melodisch wie geradlinig und komplex.&#8221;</p>
<p>Die ehemaligen &#8220;Hesslers&#8221;, so scheint es nicht nur den langj&#228;hrigen Fans, sind mittlerweile erwachsen geworden. Ihr zweites Album &#8220;Interspheres - Atmospheres&#8221; erscheint gerade in den USA. Konsequent verfolgen sie ihren Traum weiter: &#8220;Dabei kommen sie ohne Unterst&#252;tzung durch die Musikindustrie aus, managen sich selbst und produzieren ihre Alben auf eigene Rechnung.&#8221; Im Meisterkurs f&#252;r Popul&#228;re Musik geht es unterdessen weiter. Dieser Tage steht die n&#228;chste Generation in den Startl&#246;chern, um gemeinsam in Richtung Trossingen zu ziehen. Aus Bonn hei&#223;t es: &#8220;Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, bedeutet das f&#252;r das PopCamp den Beginn der Arbeitsphasen. Ab n&#228;chster Woche startet die Zusammenarbeit von Dozenten und Bands und wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Bands, aber auch wir bei der ersten Arbeitsphase sammeln k&#246;nnen.&#8221;</p>
<p>Doch nun zur&#252;ck zu &#8220;The Intersphere&#8221;. Zur Podcast-Folge vier geht es <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5862198,00.html"><strong>HIER</strong></a>. Viel Spa&#223;!
</p>
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		<title>Militanter Klimasch&#252;tzer bei Geiselnahme erschossen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 11:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krüger</dc:creator>
		
	<category>Klimawandel</category>
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		<description><![CDATA[Die Polizei hat einen Geiselnehmer in der Zentrale des Discovery-Senders erschossen. Der Geiselnehmer hatte in der Vergangenheit mehrfach Streit mit den Leuten vom Discovery Channel. Es handelte sich um einen militanten Umweltsch&#252;tzer, der sich erbittert f&#252;r den Kampf gegen die Erderw&#228;rmung eingesetzt hat. US-Medien zeigten ein Foto, das den Geiselnehmer zeigt, wie er ein Plakat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/09/JAMES-JAY-LEE-DISCOVERY.jpg" />Die Polizei hat einen Geiselnehmer in der Zentrale des Discovery-Senders erschossen. Der Geiselnehmer hatte in der Vergangenheit mehrfach Streit mit den Leuten vom Discovery Channel. Es handelte sich um einen militanten Umweltsch&#252;tzer, der sich erbittert f&#252;r den Kampf gegen die Erderw&#228;rmung eingesetzt hat. US-Medien zeigten ein Foto, das den Geiselnehmer zeigt, wie er ein Plakat mit der Aufschrift &#8220;Rettet den Planeten: Discovery Channel!!&#8221; schwenkt.</p>
<p>Am Mittwoch hatte der bewaffnete und mit Sprengstoff ausgestattete, asiatischst&#228;mmige, 43-J&#228;hrige Mann in Silver Spring, einem Vorort von Washington, drei Geiseln in der Zentrale des US-Fernsehsenders Discovery Channel in seine Gewalt gebracht. Die Zentrale des Discovery Channel befindet sich in einem Gesch&#228;ftsviertel rund elf Kilometer n&#246;rdlich des Wei&#223;en Hauses. Die Polizei hat die Geiselnahme gewaltsam beendet und den Geiselnehmer erschossen. Die Geiseln sind wohlauf und wurden in Sicherheit gebracht.</p>
<p>Der T&#228;ter, welcher sich w&#228;hrend der telefonischen Verhandlungen als &#8220;emotional instabil&#8221; gezeigt hat, richtete nach zweist&#252;ndigen Verhandlungen eine Waffe auf eine seiner Geiseln. Daraufhin sei die Spezialeinheit eingeschritten, sagte der &#246;rtliche Polizeichef J. Thomas Manger bei einer Pressekonferenz. Die Beamten h&#228;tten deshalb auf ihn geschossen. &#8220;Der Verd&#228;chtige ist tot&#8221;, sagte Manger. Die drei Geiseln wurden au&#223;erhalb des Geb&#228;udes in Sicherheit gebracht.</p>
<p>Die Geiselnahme war die Spitze des Eisberges in einer Reihe von Zwischenf&#228;llen mit dem radikalen Umweltaktivisten Lee. Neben zahlreichen Demonstrationen vor den Geb&#228;uden der Sendeanstalt, f&#252;r die er auch dem Gericht vorgef&#252;hrt wurde, forderte Lee vor allem im Internet auf, mehr Wert auf Sendungen zu legen, die den Zuschauer animieren, eigene Ideen in Sachen Umweltschutz zu entwickeln.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article9337913/Geiseldrama-in-TV-Zentrale-Taeter-erschossen.html">Geiseldrama in TV-Zentrale – T&#228;ter erschossen</a></p>
<p><a href="http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&#038;p2=44286&#038;p3=">Geiselnahme bei Discovery Channel<br />
</a><br />
<a href="http://news.yahoo.com/s/ap/20100902/ap_on_en_tv/us_discovery_channel_gunman">Discovery Channel hostage-taker hated programming</a>
</p>
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