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	<title>READERS EDITION</title>
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	<description>Das deutsche Bürgerjournalismus-Portal</description>
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		<title>Europa – ein schlecht gebautes Haus</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 12:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Albern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzsystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kann lächerlich wirken, sich bei den vielen praktischen Problemen der europäischen Gegenwart auf Gott zu berufen, aber ich probiere es: Die Menschen sollen nicht dem Geld dienen! Weil das Geld den Menschen dienen soll! Die Wirklichkeit ist aber oft viel unübersichtlicher. Wir dienen für das Geld denjenigen Menschen, die das Geld und damit auch das Eigentum besitzen. Auf dieser Grundlage funktionierte bereits sehr gut der Feudalismus. Und dazu auch noch ziemlich lange.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und auch in dem gegenwärtigen Finanzsystem, das sich mehr oder weniger erfolgreich außerhalb der demokratischen Grundordnung bewegt, sind die Banken zu Feudalherren mit Sonderrechten herangewachsen, die nach der dienlichen Solidarität des Staates rufen. Weil das Finanzsystem, so wie es ist, jederzeit einen schrecklichen Chaos verursachen kann, müssen sich die Staaten gegenüber dem Finanzsystem solidarisch erklären.</p>
<p><strong>Das gemeinsame Haus Europa </strong></p>
<p>Wenn man heutzutage, in unserer modernen Zeit, einen Haus bauen will, muss man viele Vorschriften und Auflagen beachten. Ein großer Teil davon gilt der Sicherheit des Hauses, seiner Festigkeit und Beständigkeit bei Wind, Regen und Erdbeben. Ein Haus darf nicht so einfach auf die Köpfe seiner Bewohner zusammenbrechen, das lassen die Bauvorschriften nicht zu. Und auch Feuertreppen und Notausgänge sind in den Häusern vorgeschrieben, zumindest in solchen, die fast so groß sind wie Europa.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung davon, warum bei dem Bau des gemeinsamen „Hauses Europa“ ausgerechnet die auf Sicherheit bedachten Bauvorschriften von fast allen Politikern missachtet wurden. Na ja, das „Haus Europa“ ist noch nicht richtig erkennbar, nur das Grundgerüst – die gemeinsame Währung, ragt mit all ihren Auswüchsen hoch über unseren Köpfen.</p>
<p>Noch schlimmer: Bei dem Euro wurden nicht einmal die kausalen Rahmen-Bedingungen einer Währung bedacht und schon gar nicht überdacht: Z.B. die Haushaltspolitik einschließlich der jeweiligen Steuereinnahmen. Diese Rahmenbedingungen konnten von jedem Teilnehmer unter den Euro-Staaten praktisch in seinem eigenen Wohnzimmer beliebig gestaltet werden.</p>
<p><strong>Es brennt, es brennt&#8230;! </strong></p>
<p>Und wir stellen Fest, das es in dem gemeinsamen „Haus Europa“, das eigentlich nur aus dem Euro besteht, weder Feuertreppen noch Notausgänge gibt. Über all diese sicherheitsnotwendigen Maßnahmen wird erst während des ausgebrochenen Feuers diskutiert und nachgedacht. Und die Politik ist so sehr mit der Rettung des Hause namens Euro beschäftigt, dass sie auf die Sicherheit der Bewohner gar nicht achtet. Die Politik glaubt, wenn sie das Haus rettet, sind auch die Bewohner gerettet.</p>
<p>Es brennt, es brennt, und die verkohlten Leichen sind halt nur ein Kollateralschaden in dem Kampf um die gemeinsame Währung. So leicht kann aus friedlichen Bauarbeiten ein erbitterter Krieg werden. Man muss sich nur über alle Sicherheitsvorschriften hinwegsetzen und dann funktioniert der Chaos schon ganz von alleine&#8230;</p>
<p>Und wir müssen mit großer Überraschung feststellen, dass es sogar bei der Titanic mehr funktionierende Rettungsbote gab als bei dem Euro.</p>
<p><strong>Das Geld soll den Menschen dienen! </strong></p>
<p>Genauso wie auch die Stromleitungen den Menschen dienen sollen, neuerdings auch „Verbraucher“ genannt. Wenn aber die Stromkonzerne den Ausbau der Stromleitungen und oft auch die Instandhaltung vernachlässigen, weil sie der festen Meinung sind, dass die Stromleitungen vor allem ihnen, den Stromkonzernen dienen sollen, dann werden halt die Stromleitungen so behandelt, dass sie irgendwann den Menschen nicht mehr richtig dienen können.</p>
<p>Und wenn das sogenannte „Finanzsystem“, also die Banken und Schatten-Banken, die Hedgefonds und die Spekulanten der festen Meinung sind, dass das Geld nur ihnen dienen soll und vor allem die Schmutzarbeit erledigen muss, dann brennt es im Hause EURO. Weil jeder das Recht hat, sich eigene freie Meinung zu bilden, also auch die Banken und Schatten-Banken, die Hedgefonds und die Spekulanten, dürfen sie mit ihrem(???) Geld praktisch alles machen, was sie wollen.</p>
<p><strong>Braucht das „goldene Kalb“ irgendwelche Vorschriften?</strong></p>
<p>Wer will, der darf sich den politischen Unterschied zwischen den Stromleitungen und dem „Finanzsystem“ bewusst machen: Für die Stromleitungen gibt es viel mehr Vorschriften, auch Sicherheitsvorschriften, als für das Finanzsystem. Bei dem Strom achtet die Politik darauf, dass er sicher bei den Menschen ankommt. Bei dem Geld scheint es nicht so wichtig zu sein, wo es ankommt&#8230;</p>
<p>Mann könnte dabei auf den Verdacht kommen, dass die Politiker die BEDEUTUNG des Geldes noch nicht so richtig begriffen haben. Obwohl viele von Ihnen das Geld regelmäßig anbeten. Wie das Goldene Kalb. Und genau das könnte der Grundfehler der Politiker sein. In dem sie das Geld anbeten, anstatt mit dem Geld so umzugehen, dass es den Menschen auch wirklich dient.</p>
<p>Allein deswegen scheint die Politik unfähig zu sein, dem Geld Gesetze auferlegen. Das Geld in gesetzliche Bahnen zu leiten. Natürlich könnten die Politiker dabei auch Fehler machen, wenn sie den verschieden Geldflüssen Regeln vorschieben sollten. Weil sie wegen den regelmäßigen Gebeten zu dem „Lieben Geld“ es gar nicht wagen, über das Geld nachzudenken.</p>
<p><strong>Aber:</strong></p>
<p>DIE GRÖBSTEN MÖGLICHEN FEHLER HABEN DIE POLITIKER BEREITS GEMACHT!</p>
<p>Wovor sollen wir also noch Angst haben? Dass es noch schlimmer sein wird? Ja, die Titanic ist ganz schlimm untergegangen! Und der Euro ist auch nicht mehr steuerbar. Wie die Titanic. Weil die Politiker das Ruder längst aus der Hand gegeben haben. Sie pumpen nur noch Unmengen am heißen Wasser in verschiedene Kanäle, über die sie KEINE KONTROLLE haben. Der ESM und der Fiskalpakt sind zum Beispiel diese Kanäle. Die Politiker wollen damit ihre Verantwortung an eine „höhere Macht“ abgeben.</p>
<p>Um dann wahrscheinlich eine ehrliche, aber machtlose Opposition gegenüber dieser selbstkonstruierten Macht zu üben.</p>
<p><strong>Was ist zu tun? Die Rettungsbote bereit machen&#8230;</strong></p>
<p>Erstens:</p>
<p>Jeder Staat muss als Sicherheitsnetz oder Feuertreppe einen EIGENEN und einfachen Finanz- und Bankensystem organisieren und aufbauen. Denn ohne Rettungsbote gibt es keine Rettung! (Die Statten dürfen dabei natürlich voneinander abschauen und abschreiben und dadurch lernen, wirkliche Gemeinsamkeiten zu finden.)</p>
<p>Zweitens:</p>
<p>Jeder Euro-Staat gibt eigene „Euros“ heraus, eine eigene Währung, die sich deutlich von dem gemeinsamen Euro unterscheidet, aber an den Wert des bisherigen Euro anknüpft. Das wird die „Finanzmärkte“ zwar etwas verirren, aber das ist auch gut so. Auch die „digitale“, also nur in Zahlen gehaltene neue Staatswährung muss klar gekennzeichnet sein, um sie von dem alten, gemeinschaftlichen Euro UNTERSCHEIDEN zu können. Dann können sich die Finanzmärkte nicht mit der eigenen Verwirrung herausreden.</p>
<p>Die neuen Staatswährungen sollen PARALLEL zu dem bisherigen Euro in Umlauf gebracht werden, ohne den Euro abzuschaffen!</p>
<p>Wie sich dann der Wert der jeweiligen staatlichen Währung, (kann weiterhin als „deutscher“ oder „griechischer“ Euro genannt werden), in der Folgezeit entwickeln wird, ist eine überschaubare und weniger gefährliche Geschichte. Es ist auch EGAL, wie sich der Wert des bisherigen, gemeinschaftlichen Euro gegenüber den nationalen „Euros“ entwickeln wird. Die „Finanzmärkte“ müssen selbst darüber entscheiden, ob sie eine Inflation und damit riesige Verluste für sich selbst in Gang setzen wollen.</p>
<p>Drittens:</p>
<p>Abschaffung der Staatsschulden!</p>
<p>Das bedeutet, dass jeder Staat nur noch Schulden bei der EIGENEN Zentralbank machen darf. Natürlich können sich die Euro-Staaten je nach Bedarf diesem Grundsatz widersetzen oder ihn ignorieren. Diese Staaten sind dann halt zu bemitleiden. Weil JEDE Zentralbank das Geld nicht wirklich braucht, sondern nur ausgibt, ist die „Rückzahlung“ der Staatsschulden an die Zentralbank eigentlich kein Problem.</p>
<p>Staatsschulden sind Steuern! Staatsschulden sind Steuern, die irgendwann eingetrieben werden müssen, damit die Staatsschulden zurückbezahlt werden können. Mit den Zinsen oben drauf! Die bisherigen Staatsschulden sind also nur künstlich verteuerte Steuern. Und jede Neuverschuldung ist eine versteckte Steuererhöhung! Mit den Zinsen oben drauf.</p>
<p>Niemand hat das Recht, die Steuern in den Staatsschulden zu verstecken, um sie dadurch nur noch teurer zu machen! Daher sollten in allen betroffenen Staaten die Bürger darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang die alten „Euro-Schulden“ ihrer Staaten abbezahlt werden.</p>
<p>(Natürlich können sich auch die Politiker das Recht für sich herausnehmen, über die Köpfe der Bürger selbst darüber zu entscheiden. Dann stellt sich aber dringend die Frage, warum sie eine „höhere Macht“ mit dem ESM und dem Fiskalpakt konstruieren wollen, wenn sie die berechtigte Macht der Bürger sowieso gekonnt ignorieren. Ignoriert die Politik womöglich deswegen das Recht der Bürger, um sich eigene Rechte herausnehmen zu können? Der Beantwortung dieser Frage werden die Politiker bald nicht mehr entfliehen können. Jedes Kind weiß, wer die Titanic gerade ins Verderbnis führt.)</p>
<p><strong>Wohlstand ohne Schulden</strong></p>
<p>Die Abschaffung der Staatsschulden muss den bisher ERREICHTEN „Wohlstand auf Pump“ sichern! Es wäre absurd, diesen Wohlstand wegen der Rückzahlung der Staatsschulden ABZUSCHAFFEN! Und falls ein ehrlicher Politiker oder eine ehrliche Politikerin keinen Wohlstand mehr auf Pump haben will, dann sollten diese ehrlichen Politiker SELBST darüber nachdenken, wie man Wohlstand ohne Schulden schafft! Denn bislang hat es nicht funktioniert. Und die Politiker sollten sich von den „Wachstums-Experten“ in das Nachdenken nicht hinein quatschen lassen! Denn das Ergebnis der bisherigen Ratschläge der „Wachstums-Experten“ sind die gigantischen Staatsschulden!</p>
<p>Das Wachstum ist auch ohne den gemeinschaftlichen Euro machbar. Aber ohne das Geld ist das Wachstum schwer möglich. Also müssen die Politiker das Geld dazu bringen, den Wohlstand für ALLE Bürger zu generieren, OHNE dass sich die ganze Welt verschulden muss.</p>
<p>Gegenüber WEM verschuldet sich eigentlich die ganze Welt so bereitwillig?</p>
<p>Auf jeden Fall nicht gegenüber Gott. Für die Nutzung der Erde müssen wir weder Miete noch Zinsen zahlen! Nicht an Gott&#8230;</p>
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		<title>Entzug des Vertrauens in Ross bedeutet kaum eine Übertretung der Resolutionen des Sicherheitsrats</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 08:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tseidemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die informellen Verhandlungen sind von Details dominiert, während Marokko vorgeschlagen hatte, nur eine oder zwei Sitzungen abzuhalten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marokkos Entscheidung, das Vertrauen in Christopher Ross, dem persönlichen Gesandten des UNO-Generalsekretärs für die Sahara, zurückziehen, ist kaum eine Übertretung des Geistes der Resolutionen des Sicherheitsrates oder eine Form des Verzichts auf Diese , sagte am Donnerstag in Rabat, der Minister für auswärtige Angelegenheiten und für Zusammenarbeit, Saad El Dine Otmani.</p>
<p>&#8220;Das ist eine kluge und verantwortungsvolle Entscheidung, die in Richtung einer Überprüfung des gesamten Prozesses der Beilegung des Sahara-Problems tendiert&#8221;, sagte El Otmani vor der Kommission für Auswärtiges, für die Landesverteidigung, für Islamische Angelegenheiten und für die im Ausland lebenden Marokkaner innerhalb der Abgeordnetenkammer. Dem Minister zufolge, &#8220;folgt die marokkanische Initiative einer umfassenden und objektiven Beurteilung dieses Themas&#8221;.</p>
<p>In einer Präsentation auf der Tagung, die sich der Prüfung der Entwicklung der Sahara Frage widmet, bemerkte El Otmani, dass Marokko einen neuen Impuls dem Prozess gegeben hat, um diesen Streit beizulegen, um den Stillstand und um den Status Quo zu überwinden, basierend auf der marokkanischen Autonomie-Initiative, unter voller Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität des Königreichs.</p>
<p>Marokko, das positiv auf die Bemühungen der UNO, um diesen politischen Prozess zu erreichen,  reagiert hat, in gutem Glauben die Verhandlungen aufgenommen hat, ist zu diesem Übereinkommen verpflichtet und ist entschlossen, diesen Weg weiter einzuschlagen, einem starken Wunsch folgend, eine politische und realistische Lösung zu finden, letztlich auf der Grundlage des Autonomie- Vorschlags, sagte er.</p>
<p>Der Entzug des Vertrauens in Christopher Ross, sagte der Minister, hat eine umfassende und objektive Bewertung des Prozesses informeller Gespräche zugrunde, vor allem nach der letzten Runde der Verhandlungen und nach der Verabschiedung der Resolution 2044 des Sicherheitsrats.</p>
<p>Dieser Einschätzung zufolge, sagte er zum Schluss, wurde der Prozess indirekter Gespräche nach neun Runden informeller Verhandlungen zumal durch kleinere Fehler dominiert und erodiert. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass Marokko nur ein oder zwei Vorbereitungstreffen vorgeschlagen hatte, um darauf hin förmliche Verhandlungen abzuhalten.</p>
<p>Nach Aussage des Ministers, identifiziert die Auswertung eine Reihe von Fehlern im letzten Bericht des Generalsekretärs der Sahara, die unausgewogen und inkohärent seien. Ebenso fügte er hinzu, ging der persönliche Gesandte über seinen Auftrag hinaus, indem er versuchte, den Inhalt der UNO-Resolution zu beeinflussen und die Objektivität und die Neutralität aufzugeben, zwei grundlegende Bedingungen des Mediationsverfahrens, wozu er verpflichtet ist.</p>
<p>Basierend auf dieser Evaluierung, sagte er, hat Marokko den UNO-Generalsekretär über seine Position im Hinblick auf Ross sowie eine Anzahl brüderlicher und befreundeter Länder informiert.</p>
<p>Darüber hinaus betont e Herr El Otmani, dass die Resolution 2044 &#8220;ausgewogen, fair und akzeptabel&#8221; für Marokko im Allgemeinen sei, dank der Bemühungen der marokkanischen Diplomatie, die mit Manövern der Gegner der territorialen Integrität des Königreichs umzugehen weiß.</p>
<p>Diese Resolution enthält mehrere positive Aspekte und Errungenschaften für Marokko auf der politischen Ebene, wie die Verlängerung der Mission der MINURSO bis zum 30. April 2013, die keinen Zugang zu den Behauptungen der Gegner von Marokko anstrebt, die von der ursprünglichen Mission MINURSO abweichen wollen.</p>
<p>Die Auflösung fehlgeschlagener Versuche von Gegnern der territorialen Integrität des Königreichs, die die marokkanische Autonomie-Initiative durch die Erhöhung der Frage der Menschenrechte in der Sahara schwächen sollten, lobte die positive Resonanz Marokkos mit den Beschlüssen des  Sicherheitsrates dank der Öffnung im Königreich von zwei Büros des Nationalrates für Menschenrechte in Laâyoune und in Dakhla.</p>
<p>Die Auflösung, die eine politische Lösung und damit den Auftakt zu dem Konflikt auf der Grundlage der weiteren Verhandlungen und der Intensivierung der Begegnungen unterstreicht, begrüßt die marokkanische Autonomie-Initiative und erwähnt kaum das Referendum, stellte er fest.</p>
<p>Auf der humanitären Front, betonte der Minister, dass die Auflösung für das zweite Jahr folgend dem UNHCR die Registrierung der Flüchtlinge in den Lagern von Tinduf empfiehlt, stellt er fest und setzte fort, dass die Resolution 2044 das Ergebnis der Bemühungen der marokkanischen Diplomatie gegenüber den Manövern des persönlichen Gesandten des UNO-Generalsekretärs hochpries.</p>
<p>Diese Resolution befestigte nicht das Manövrieren der Gegner der territorialen Integrität Marokkos, die die Glaubwürdigkeit der Autonomie-Initiative, als eine einzige Plattform, um den Konflikt zu beenden, schaden wollten, fuhr der Minister fort.</p>
<p>Nach einem Hinweis, dass die Sahara Frage eine Frage der nationalen Souveränität und der territorialen Integrität bleibt, sagte Herr El Otmani, dass Marokko ständig wachsam mit diesem Problem umgehen wird, um jeden Manöver der Gegner der territorialen Integrität des Königreichs im Keim zu ersticken.</p>
<p>Die Präsidenten und Vertreter der Fraktionen hatten zu Beginn des Treffens die Entscheidung Marokkos, das Vertrauen in den persönlichen Gesandten des UNO-Generalsekretärs für die Sahara, Christopher Ross,  zurückzuziehen, begrüßt und  forderten mehr Wachsamkeit mit jedem Versuch, die territoriale Integrität des Königreichs zu unterminieren.</p>
<p>Sie betonten die Bedeutung der Einbeziehung aller Segmente der marokkanischen Gesellschaft (Legislative, politische Parteien, Zivilgesellschaft&#8230;) an der Verteidigung der nationalen Sache.</p>
<p>Quellen:</p>
<p>http://www.corcas.com</p>
<p>http://www.sahara-online.net</p>
<p>http://www.sahara-culture.com</p>
<p>http://www.sahara-villes.com</p>
<p>http://www.sahara-developpement.com</p>
<p><a href="http://www.sahara-social.com/">http://www.sahara-social.com</a></p>
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		<item>
		<title>Der Gutmensch</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/05/26/der-gutmensch/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 08:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Godo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[1984]]></category>
		<category><![CDATA[Gutmensch]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin Wecker]]></category>
		<category><![CDATA[Nazikeule]]></category>
		<category><![CDATA[Neofaschisten]]></category>
		<category><![CDATA[Orwell]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Systemkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die angeblich bösen Zungen sagen: Sie, die Gutmenschen, wollen Gutes und schaffen Böses, also die links-liberal-feministisch-schwul-lesbische Schickeria, die Grünen, die Klimahysteriker, die Multikulturalisten, die Mutigen Bürger gegen Rechts Aktivisten, und all jene Biedermänner und Biederfrauen, die das Denken durch die Moral ersetzen, nichts können, aber eine edle Gesinnung haben, nichts wissen, aber allerhand glauben und meinen und vor dem Islam in die Knie gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte sich den Artikel fast sparen soviel ist im Netz, von beiden Seiten, den Rechtfertigern und den Zynikern bezüglich, des Gutmenschentums zu finden. Die Idee für diesen Artikel ließ ein Teilkommentar zum vorhergegangenen Artikel:</p>
<p>„Fachkräftemangel: Ein Aprilscherz und die Hintergründe“,</p>
<p>aufkommen.</p>
<p>Er lautete:<em></p>
<p>„&#8230; Ein Hinweis nur: nach dem ich durch Konstantin Wecker darauf gestossen wurde, verwende ich persönlich den Begriff “Gutmensch” nicht mehr. Hier steht warum: <a href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=357494624267909&amp;id=111564412194266">http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=357494624267909&amp;id=111564412194266</a>&#8230;</em></p>
<p><em>Konstantin Wecker behauptet hier unbewiesen Gutmensch sei ein Begriff aus dem Dritten Reich und deshalb abzulehnen!</em></p>
<p><em>…”Konstantin Wecker · 26.749 gefällt das<br />
5. Januar um 13:59 ·</em></p>
<p><em>liebe freunde</em><br />
<em> ich möchte einfach mal darum bitten den ausdruck gutmensch endlich aus jedem diskurs zu verbannen. es ist ein ausdruck der nazis, mit diesem wort haben sie damals menschen gebrandmarkt, die sich gegen die “euthanasie”, also die ermordung,geistig und körperlich behinderter menschen aussprachen!! …”</em></p>
<p>Keine Quellenangabe!</p>
<p><span style="color: #000000;">Allenfalls gemäß einer Vermutung schiebt der</span><span style="color: #000000;"> Deutsche Journalisten Verband (das sind die, welche Eva Herman mit ungerechtfertigten Nazivorwürfen an die Wand gefahren haben) </span><span style="color: #000000;">die Herkunft des Begriffes in das 3. Reich. „Gutmensch“ sei eine Ableitung vom jiddischen „a gutt Mensch“. Der DJV verweist auf Adolf Hitler, der in seinen Reden und seinem Buch „Mein Kampf“ die Vorsilbe </span><span style="color: #000000;"><em>gut</em></span><span style="color: #000000;"> wiederholt in abwertendem Zusammenhang verwendet hatte. So waren für ihn gutmeinende und gutmütige Menschen diejenigen, die den Feinden des deutschen Volkes in die Hände spielten.</span></p>
<p><em>Teilweiser Auszug aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch</em></p>
<p>Im Volksmund nennt man so etwas an den Haaren herbeigezogen. Mit seriösem Journalismus hat das nichts zu tun.</p>
<p>Der Begriff wird aus sicheren Quellen auf frühestens 1985 datiert und wurde in einer englisch sprachigen Zeitung auf Franz Steinkühler angewandt. In den 90er Jahren etablierte er sich.</p>
<p><strong>Der nicht indoktrinierte vernünftige Mensch fragt sich eh, kopfschüttelnd: „Geht´s noch“?</strong></p>
<p>Da werden Leute die in 68er Tradition diese Republik, gut meinend umwandelten, in treuem Gehorsam zur Regierung, einem unkalkulierbaren Währungsexperiment zustimmten, treu und brav gegen jede nationalstaatliche Strömung zu Felde ziehen, Schwule und Lesben toll finden, Atomkraft ablehnen, alle Menschen und die Geschlechter für gleich halten, u.v.a.m., unter einem etwas höhnisch gemeinten Sammelbegriff zusammengefasst. Zumal es offensichtlich ist, dass ihr Konzept in sofern überhaupt eines vorliegt, aktuell voll am Scheitern ist.</p>
<p>Was ist die Reaktion? Nicht selbstkritisches Nachdenken oder reflektieren der eigenen einst revolutionären Position. Nein, Empörung darüber, dass Leute die ihre sieben Sinne noch beisammen haben, auf deren Schmarn gar nicht mehr eingehen, sondern abwinken, mit dem Hinweis eben auf „Gutmensch“.  Worunter zusammengefasst zu verstehen ist: zur Selbstreflexion unfähig, dogmatisch, verbohrt, stur, rechthaberisch, selbstgerecht, unfair, … bis hin zu hirnlos u.v.a.m. !</p>
<p><strong>… ja es sind abwertende bzw. negative Attribute … ja Gutmensch fasst das alles zusammen&#8230;</strong></p>
<p>Falls man in Deutschland schon soweit ist, dass eine derartige Kritik konzentriert in einem einzigen Wort nicht mehr zulässig, sprich nicht mehr möglich ist, ohne von der regierungsamtlich/staatlich verordneten Nazikeule traktiert zu werden, so liegt damit ein weiterer Beweis vor, dass das von Orwell vorausgesagte Neofaschistische Regime und Gesellschaftssystem in Gestalt sich gut und human gebärdender Pseudodemokraten bereits vorliegt.</p>
<p>Gutmensch durch die Betroffenen selbst zum 2. Unwort des Jahres 2011 zu erheben, zeugt davon wer die Macht hat, diese missbraucht, und gemäß dem „Neusprech“ aus dem Roman 1984 den Neofaschismus der aktuell Herrschenden und ihrer Fußtruppen den „Gutmenschen“, in „Wir Demokraten“ umbenennt.</p>
<p>Jemand findet die Formulierung übertrieben? In gleicher Weise haben die echten Nazis ab 1933 jede Opposition mundtot gemacht und im Keim erstickt, wie heutzutage jede national gesinnte Opposition wie immer sie heißen mag oder hieß, mit den subtileren Methoden der Ausgrenzung, der verächtlich Machung, und schließlich der Nazikeule, erschlagen wird.</p>
<p>Nur in Diktaturen ist freie Meinungsäußerung strafbar oder wird zumindest unterdrückt. Was nutzt das Recht zur freien Meinungsäußerung wenn sie Regierungs- und Systemkritik ausschließt? Nichts, sie ist eine Farce.</p>
<p>Ach ja, beinahe wäre es vergessen worden: Wer so für Gleichberechtigung aller Meinungen und politischer Positionen eintritt, kann gemäß neofaschistischer Logik nur, ein Gesinnungstäter sein. Weil Neutrale die objektiv über der Sache stehen und vom erhaben Standpunkt urteilen, darf und kann es nicht geben.</p>
<p>Herr, lass es doch endlich Hirn regnen, bitte !!!</p>
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		<title>Internationale Experten diskutieren über die Zukunft der Elektronik im Automobil</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 08:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Froboese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AmE]]></category>
		<category><![CDATA[Automobil]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronik]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
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		<category><![CDATA[GMM]]></category>
		<category><![CDATA[VDE]]></category>
		<category><![CDATA[VDI]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die automobile Elektronik eine große Zukunft hat, daran besteht unter Experten kein Zweifel. Dieser Trend zeichnete sich auch auf der erfolgreichen dritten Fachtagung AmE 2012 ab, die wie bereits in den Vorjahren wieder in Dortmund stattfand. Schwerpunkte der von der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM) organisierten Tagung waren die Energienetze und die Connectivity, also die Kommunikation im Fahrzeug. Ergänzt wurde das Spektrum der Veranstaltung um Themen wie Diagnose und Fahrerassistenzsysteme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Auch im dritten Jahr ist der AmE gelungen, aus einer großen Anzahl von Einreichungen ein attraktives Tagungsprogramm zu gestalten. Damit haben wir sowohl die Beiträge aus der Industrie als auch den Hochschulen erfolgreich kombiniert“, brachte AmE  Tagungsleiter Dr. Michael G. Wahl vom Institut für Mikrosystemtechnik an der Universität Siegen das Ziel der Tagung auf den Punkt. Ausdrücklich forderte er den wissenschaftlichen Nachwuchs und junge Entwicklungsingenieure auf, das hochrangig besetzte Podium für die Präsentation eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu nutzen.</p>
<p>In ihrem Vortrag über die Optimierung von Mehrspannungsbordnetzen mit Hilfe moderner Simulationstechniken stellte Maja Diebig von der AG Bordsysteme an der TU Dortmund ein thermisches Leitungsmodell zur Bestimmung der Strombelastbarkeit und des Spannungsabfalls vor, mit dem sich Leitungen künftig optimal auslegen lassen. Derartige Simulierungen sind von hoher wirtschaftlicher Relevanz, da aufgrund der komplexen Topologie die Minierung von Produktionskosten, Gewicht und Bauraum nur mit Hilfe leistungsfähiger Optimierungsverfahren zu realisieren ist.</p>
<p>Im Fokus der Simulation standen auch neue Spannungsebenen, da neben dem 12 V Bordnetz auch höhere Spannungen von beispielsweise 48 V für Hochleistungsverbraucher angestrebt werden. Der Vorteil: Die für diese Spannung ausgelegten Leitungen benötigen nur ein Viertel des Kupfers. Umgekehrt können für reine Elektronikkomponenten niedere Spannungen von etwa 5 V sinnvoll sein. Die Integration der verschiedenen Spannungsebenen erfolgt in der Regel über DC/CD-Wandler, ein Szenario, das in der Simulation ebenfalls berücksichtigt wurde.</p>
<p><strong>Lizenz zum Löten: Zuverlässigkeit ist Trumpf</strong></p>
<p>In einem praxisbezogenen Vortrag verdeutlichte Manfred Fehrenbach von der Dusslinger Eutect GmbH die Bedeutung der modernen Löttechnik für die Zuverlässigkeit der Leistungselektronik in den Bereichen Automotive, Hochleistungs-LED´s sowie der regenerativen Energieerzeugung. Da das bleifreie Löten höhere Temperaturen erfordert, müssen die beteiligten Komponenten in geeigneter Weise geschützt werden. Zu diesem Zweck stellte Fehrenbach einen von Eutect entwickelten Lötprozess-Modulbaukasten vor, mit dem sich sowohl Standard- als auch Spezial-Verbindungstechniken mit der zugehörigen Prozessüberwachung sicher verarbeiten lassen.</p>
<p>Auch Michael Weinhold vom European Institute of Printed Circuits (EICP) in Maastricht widmete sich in seinem Referat der modernen Löttechnik. Sein besonderes Augenmerk galt der Zuverlässigkeit der eingesetzten Materialien unter Berücksichtung des unterschiedlichen thermischen Ausdehnungsverhaltens. Dabei kam er auch auf die potentiell höheren Fehlerquellen durch höhere Löttemperaturen und den Einsatz neuer Materialien zu sprechen. „Moderne Baugruppen haben zwei und mehr Lötprozesse als Standard-Verfahren“, verdeutlichte der Experte. Dies bedeute eine mehrfache Temperaturbelastung bis zu 260 °C, die bei Reparaturlötungen partiell auch noch höher sein könne. Die Auswahl der Bauteile, Basismaterialien und Fertigungsverfahren müssten diesen Belastungen Rechnung tragen.</p>
<p>In einer Keynote zum Thema „Elektrische Innovation als Herausforderung für den After-Sales Bereich“ beschäftigte sich Toni Viscido mit dem Problem des Datentransfers an freie Werkstätten. Da Daten für elektronische Steuergeräte nur über eine Schnittstelle des Herstellerunternehmens abgefragt werden können, hatten die „Freien“ in der Vergangenheit oftmals keinen Zugang zu diesen Daten, wodurch ihre Diagnosemöglichkeiten erheblich eingeschränkt waren. Aufgrund einer EU-Verordnung sind die Hersteller inzwischen verpflichtet, unabhängigen Werkstätten eine Reihe von Daten zur Verfügung zu stellen. Davon ausgenommen ist die sicherheitsrelevante Elektronik, beispielsweise im Rahmen der Neuprogrammierung eines ABS-Steuergerätes.</p>
<p><strong>Computer Vision: Bilder aus Bewegungsdaten </strong></p>
<p>In den vergangenen Jahren haben kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme das Stadium der Vorserienentwicklung hinter sich gelassen und sind in immer mehr Fahrzeugmodellen anzutreffen. Die mit der kamerabasierten Umfeldwahrnehmung verbundenen Systemanforderungen verdeutlichte Martin Schneider von der ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH in Fürstenfeldbruck. In seinem Vortrag konzentriert er sich auf die Frage nach den notwendigen Schritten im Rahmen der Elektronikentwicklung, um die Robustheit und die Performance eines Bildverarbeitungssystems zur Umweltwahrnehmung für umfassende Fahrerassistenzsysteme tauglich zu machen. Dazu wurde ein Überblick über die notwendigen Softwarekomponenten eines solchen Bildverarbeitungssystems gegeben und die aktuellen Entwicklungen verfügbarer Hardwarebausteine betrachtet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rettung naht: Merkels Sonderwirtschafts-Zonen</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 08:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ugellermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslose]]></category>
		<category><![CDATA[Billiglöhne]]></category>
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		<category><![CDATA[Lockerung des Kündigungsschutzes]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
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		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonderwirtschaftszone]]></category>
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		<category><![CDATA[Treuhandanstalt]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>

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		<description><![CDATA["In Solingen drei Arbeitslose weniger", freute sich das Solinger Tagblatt jüngst und meinte es auch so. Drei weniger von rund 750.000 statistisch zugegebenen Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen. Die Weggelogenen nicht eingerechnet. Da kommt Freude auf. Wenig Freude kommt auf, wenn man den Normzustand der Städte im alten Kernland der Bundesrepublik betrachtet: Straßen mit blinden Schaufenstern, Parkbänke mit blinden Trinkern, Rathäuser mit blinden Kommunalpolitikern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn immer noch sind die städtischen Mandatsträger mehrheitlich in SPD-CDU-GRÜNE-FPD organisiert, Parteien, die auf der Bundesebene seit Jahrzehnten das kommunale Desaster zu verantworten haben, und man muss als Kommunalpolitiker schon blind sein, wenn man den Parteien der Reichenförderer und Armenschaffer weiter angehört, angesichts der allgemeinen Schlaglöcher kommunaler Armut.</p>
<p><strong>Doch das Ende der Blindheit naht: Die Regierung Merkel wird, so schreibt der aktuelle &#8220;Spiegel&#8221;, einen Sechs-Punkte-Plan zur Rettung der Krisenländer vorlegen. Und wenn ein Land ein Krisenland ist, vor oder knapp hinter Griechenland, dann wohl Nordrhein-Westfalen (NRW).</strong></p>
<p>Zwar gibt es auch große Gebiete griechischen Zustandes im Osten Deutschlands, aber da ein Kernpunkt des Merkel-Planes die Schaffung einer Treuhandanstalt ist, taugt er für den Osten nicht: Dort hat die Treuhand schon alles verkauft was zu verkaufen war, die segensreichen Folgen sind dort zu besichtigen. Nun also NRW. Da gibt es noch 1.866 öffentlich bestimmte Fonds, Einrichtungen und Unternehmen mit einer Bilanzsumme von immerhin 111,5 Milliarden Euro. Zwar kann man nicht erwarten, dass der nächst-beste Hedge-Fonds den Ramsch für die selbe Summe kauft. Das machen die nie. Aber gute 50 Milliarden werden wohl zu erlösen sein. Von den fast 200 Milliarden Schulden des Landes, könnte ein Anfang abgetragen werden.</p>
<p>So ist es mit den Rettungsplänen: Öffentliches Eigentum wird verkauft, das erlöste Geld geht an die Schuldner-Bank. Die wird gerettet. Und das Land muss dann sehen, was es noch zur Eigenrettung tun kann. Da bieten sich, so sieht es auch der neue Merkel-Plan vor, die Lockerung des Kündigungsschutzes und Billiglöhne als nächster Rettungsschritt an. Hier wird der NRW-Spielraum schon ein wenig enger, denn seit dem Schröder-Fischerplan &#8211; raus aus dem festen Arbeitsverhältnis, rein in die Leiharbeit &#8211; ist da so viel Spielraum nicht mehr. Aber wer weiß, dass die Solinger weibliche Pflegekraft im städtischen Bereich immer noch 2.350 Euro brutto bekommt, der weiß auch, dass die selbe Person nach einer gelungenen Privatisierung auch für 1.700 Euro vor Steuern arbeiten würde. Man muss nur dafür sorgen, dass sie sonst nichts an Arbeit kriegt. Das kann nicht so schwer sein.</p>
<p><strong>Doch ein wirklicher Höhepunkt Merkelscher Wirtschafts-List ist das Vorhaben, die Krisen-Länder in &#8220;Sonderwirtschafts-Zonen&#8221; zu verwandeln.</strong></p>
<p>Das würde radikale Steuersenkungen für diese Zonen bedeuten. Da wird die NRW-Wirtschaft aber boomen wie noch nie. Der inzwischen von Rupert Murdoch übernommene Sender WDR könnte, ohne irgendwelche Steuern zu zahlen, von dort aus Geld in sein Bezahl-Fernsehen transferieren. Das wiederum würde endlich die kompletten Bundesligarechte kaufen, der alte öffentlich-rechtliche Sender wäre von seinem ohnehin schwachen Bildungsauftrag befreit und dürfte den ganzen lieben langen Tag &#8220;Deutschland sucht&#8221; senden. Mal würde der süchtigste Süchtige gesucht, dann wieder der erfolgreichste Selbstmörder, ein anderes mal die Super-Langzeit-Arbeitslose oder der schnellste Schnell-Trinker. Höhen der Massenkultur könnten ebenso erklommen werden wie die Tiefen der Produktionskosten ausgelotet würden.</p>
<p>Selbstverständlich sollen, nach Merkel, in den &#8220;krisengeschüttelten Ländern&#8221; auch die sozialen Regulierungen aufgehoben werden. Was soll uns der 8-Stunden-Tag wo doch jetzt schon im Einzelhandel 10 und mehr Stunden normal sind? Ja, wenn die Opelarbeiter sich mit einer Deregulierung auf den 12-Stunden-Tag einverstanden erklären würden, dann käme General-Motors ins Grübeln. Wenn ihnen dann noch die Null-Steuer-Zone versprochen werden würde, wäre der Standort gerettet. In den verödeten NRW-Innenstädten &#8211; Ausnahmen bestätigen die Regel &#8211; ist ohnehin nichts los, warum sollten Beschäftigte also am Samstag frei haben? Wieder ein Argument für mehr Investment.</p>
<p>Endlich! Endlich! Könnte die BILD-Zeitung jubeln. Endlich ist die Rettung erreicht. Man wäre schuldenfrei, die Banken wären saniert und das Land am Ende all seiner Ressourcen. Das wird in Griechenland ganz sicher klappen, warum nicht in NRW?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Russland: Die 10 wichtigsten Wörter des Runet-Jargons</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/05/25/russland-die-10-wichtigsten-worter-des-runet-jargons/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RE-Redakteur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jargon]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Runet]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohne grundlegende Kenntnisse des Jargons der russischsprachigen Webwelt (Runet) hat man kaum eine Chance, politische Diskussionen russischer Blogger recht zu verstehen. Wer die Feinheiten von Online-Satiren und Bloggerdebatten durchdringen – oder seine virtuellen Gegner »trollen« – möchte, kommt ohne die hier vorgestellten zehn Jargonwörter nicht aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. <strong>Зомбоящик</strong> (Zombokiste) beschreibt das Fernsehen als ein bösartiges Gerät, das seine Benutzer in Zombies verwandelt. Im Runet wird die Fernsehbranche als ein Instrument der Machthaber betrachtet, das den Verstand der Zuschauer lähmen und sie vom politischen Kampf ablenken soll, indem es die Fernsehsüchtigen unablässig mit Propaganda, stupiden Programmen und stumpfsinniger Werbung überflutet.</p>
<p>Das folgende Video mit englischen Untertiteln veranschaulicht den Zombokisten-Humor anhand einer Parodie auf russische Nachrichtensendungen (Vorsicht: anstößige Sprache).</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/0gQEzU1HLaA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>2. <strong>Ботокс</strong> (Botox) ist einer der Spitznamen Wladimir Putins. Eingebracht haben ihm diesen Namen Gerüchte, er habe sich in den vergangenen Jahren mehrmals Botox spritzen lassen, vermutlich um sich ein jugendlich frisches Aussehen zu bewahren. Nach einem 2011 ausgestrahlten Fernsehinterview machte die ungewöhnliche Glätte von Putins Gesicht »#ботокс« zu einem der beliebtesten Hashtags der russischen Twitterwelt.</p>
<div id="attachment_323485"><a href="http://www.demotix.com/photo/980618/five-thousand-protest-against-russian-vote-rigging"><img title="Fünftausend protestieren gegen Wahlfälschungen in Russland: Sex ja, Botox nein." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/9806181-375x249.jpg" alt="Fünftausend protestieren gegen Wahlfälschungen in Russland: Sex ja, Botox nein." width="375" height="249" /></a>»Sex ja, Botox nein.« Aufgenommen während der Demonstrationen gegen die Wahlfälschungen am 24. Dez. 2011. Quelle: Dmitrij Nikolajew, © Demotix.</p>
</div>
<p>Garri Kasparow, Gründer der Oppositionsbewegung Solidarnost, nutzte den Spitznamen »Botox« <a href="http://www.russian.rfi.fr/rossiya/20120305-garri-kasparov-putin-ne-plakal-eto-vytekal-botoks">auf besonders markante Weise</a> [ru], als er sich über <a href="http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/im-zeichen-des-zweifels-1.491106">Putins Tränen nach seinem jüngsten Wahlsieg</a> mokierte:</p>
<blockquote><p>Вчера, я думаю, это была не слеза, это вытекал ботокс. Он чувствовал свой конец. И в наших силах приблизить его. Мы будем праздновать освобождение страны от оккупантов. Перед тем, как построить свободную страну, надо прибраться – надо смыть эту лужу ботокса с карты России. За Россию без Путина!</p></blockquote>
<div>
<p>Was wir gestern sahen, war, meine ich, keine Träne, sondern auslaufendes Botox. Er fühlte sein Ende nahen. Und wir können es beschleunigen. Wir werden die Befreiung des Landes von den Besatzern feiern. Doch ehe wir ein freies Land aufbauen können, müssen wir aufräumen – müssen wir diese Botoxpfütze von der Russlandkarte wischen. Für ein Russland ohne Putin!</p>
</div>
<p>3. <strong>Айфончик</strong> (iPhonetschik) nennt das Runet gern den früheren Präsidenten und jetzigen Premierminister Dmitrij Medwedjew. 2010 besaß Medwedjew als erster russischer Bürger ein iPhone 4 – Steve Jobs selbst hatte es ihm geschenkt (siehe folgendes Video). Medwedjews in allen Medien verbreitete Begeisterung für dieses Gerät wie auch für seinen iPad verglichen Beobachter mit der eines Kindes, das über ein neues Spielzeug aus dem Häuschen ist. Der Spitzname »iPhonetschik« ist ihm geblieben.</p>
<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/tRDD4Weawko" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>4. <strong>Хомячки</strong> (Hamster) ist ein Schimpfwort, mit dem meist oppositionelle russische Blogger bedacht werden. Anfangs machte ihm noch »лемминги« (Lemminge) Konkurrenz, das sich jedoch nicht durchsetzen konnte. »Hamster« soll implizieren, dass Blogger, die ihre Ansichten als unabhängig bezeichnen (womit man sich in Online-Debatten gern verteidigt), tatsächlich besonders anfällig für Manipulationen und Massenmeinungen sind. Hamsterkommentare zu Blogartikeln werden häufig als formalistisch und unpatriotisch verspottet. Während einer nicht genehmigten Demonstration nach den Parlamentswahlen vom Dezember 2011 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Zxuocjb1s_I">schrieb Aleksej Nawalnyj</a>:</p>
<blockquote><p>Они могут смеяться в своём зомбоящике. Они могут называть нас микроблоггерами или сетевыми хомячками. Я &#8211; сетевой хомячок! И я перегрызу глотку этим скотам. Мы все вместе это сделаем.</p></blockquote>
<div>
<p>Sie können in ihrer Zombokiste lachen. Sie können uns Mikroblogger oder Netzhamster nennen. Ich bin ein Netzhamster! Und ich werde diesen Dreckskerlen die Kehle durchbeißen. Wir alle zusammen tun das.</p>
</div>
<p>5. <strong>Кремлядь</strong> (Kremlutten) ist eine Zusammenziehung von »Кремль« (Kreml) und dem Allzweckschimpfwort »блядь«, das hier im Sinne von »Nutte« gebraucht wird. Die Kremlutten sind all diejenigen, die ihren Lebensunterhalt im Dienste Putins und seiner Gefolgschaft verdienen: die Direktoren der Zombokiste, die korrupten Journalisten, die Ideologen von Einiges Russland und Naschi, prominente Putinbefürworter und in gewissem Maß auch die Führer der Russisch-Orthodoxen Kirche.</p>
<p>Vor zwei Jahren verwendete Boris Nemzow, ein bekannter Kreml-Kritiker, der selten ein Blatt vor den Mund nimmt, dieses Wort im Titel eines <a href="http://b-nemtsov.livejournal.com/66124.html">Blogartikels</a> [ru]: »Кремлядь — позор нашей страны“ (Die Kremlutten sind eine Schande für unser Land).</p>
<p>6. <strong>Либераст</strong> (Liberást) dient der Verunglimpfung von Menschen mit liberalen, prowestlichen politischen Ansichten. Den Liberasten wird unterstellt, sie unterstützten auf Kosten russischer Nationalinteressen westliche Vorstellungen von universellen Werten und Menschenrechten.</p>
<p>Auch in diesem Schimpfwort fließen zwei Wörter zusammen: »либерал« (Liberaler) und »педераст« (Päderast, das in Russland vor allem auch als homophobe Schmähung verwendet wird). Es verknüpft den Nationalismus also auf perfide Weise mit der <a href="http://redhotrussia.com/homophobia-in-russia/">weit verbreiteten Homophobie</a> [en]. Zum Beispiel erklärte der Außenminister kürzlich, eine gesellschaftliche Akzeptanz der Homosexualität, wie sie die westliche Welt in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut habe, sei in Russland aufgrund seines christlich-orthodoxen Erbes vollkommen ausgeschlossen.</p>
<p>7. <strong>Поцреот</strong> (Pozreót) ist eine Ableitung von »Patriot«, bei der die erste Silbe durch das derbe jiddische »poz« (Penis) ersetzt wurde.</p>
<p>Die Pozreoten sind nach der aufdringlichen öffentlichen Zurschaustellung ihrer Liebe zu Russland und den Staatsorganen benannt. Ihre archetypischen Feinde sind Amerikaner und Juden. Pozreoten werden gern dafür verlacht, dass sie nicht miteinander vereinbare Aussagen aneinanderreihen. Zum Beispiel leugnen einige die Judenvernichtung durch die Nazis, sagen aber gleichzeitig: »Hitler tat gut daran, die Juden auszulöschen.«</p>
<p>Amüsanterweise ziehen es viele Pozreoten vor, im Ausland zu leben und ihre Heimat aus sicherer Entfernung zu lieben.</p>
<p>8. <strong>Рашка</strong> (Ráschka) ist ein abfälliger Name, bei dem manche Russen ihr Land nennen. In ihm fließen eine Rückrussifizierung des englischen »Russia« (im Gegensatz zum russischen »Rossíja«) und die russische Verkleinerungsform »-ka« zusammen. Er wird vor allem von ausgewanderten Bloggern verwendet, die über Russlands politische und soziale Probleme schreiben.</p>
<div id="attachment_323278"><a href="http://demotivation.me/r0q5k1sxf7slpic.html"><img title="Raschka" src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/rashka-323x300.jpg" alt="Raschka" width="323" height="300" /></a>»Raschka lebt nach ihren eigenen Gesetzen.« Auf vielen Websites veröffentlichtes anonymes Bild. 22. Mai 2012.</p>
</div>
<p>9. <strong>Совок</strong> (Sowók) beschreibt einen Menschen, der dem Denken, der Ideologie, der Lebensweise der Sowjetunion verhaftet geblieben ist. Klischee-Sowoks sind sklavisch, sozial abhängig, antidemokratisch, fremden Meinungen gegenüber intolerant und – ganz allgemein gesprochen – dumme, bösartige und eifersüchtige Menschen.</p>
<p>10. <strong>Пиндос</strong> (Pindós) ist ein altes Wort mit neuer antiamerikanischer Bedeutung. Während es ursprünglich die Schwarzmeergriechen verunglimpfte, bezeichnete es allmählich generell körperlich und moralisch schwache Ausländer südlicher Herkunft und war in der Sowjetunion in militärischen und kriminellen Kreisen wegen seiner klanglichen Ähnlichkeit mit anderen russischen Schimpfwörtern beliebt. Seine neue Bedeutung erhielt es, als nach dem Jugoslawienkrieg im Kosovo stationierte russische Angehörige der UN-Friedenstruppen die amerikanischen Soldaten als »Pindosy« klassifizierten. Von da aus wurde das Wort auf alle Amerikaner ausgeweitet und ist in diesem Sinne heute im Runet gebräuchlich.</p>
<div><a title="Creative Commons Namensnennung 3.0 DE Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de/" rel="license"> <img src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png" alt="Creative Commons License" width="88" height="31" /> </a></div>
<p>Geschrieben von <a title="Alle Übersetzungen von Augis Barkov" href="http://globalvoicesonline.org/author/augis-barkov/">Augis Barkov</a> · Übersetzt von <a title="Alle Übersetzungen von Gabriele Zöttl" href="http://de.globalvoicesonline.org/author/gabriele-zoettl/">Gabriele Zöttl</a></p>
<p><a href="http://globalvoicesonline.org/2012/05/22/russia-the-runets-top-10-slang-words/"><strong>Hier</strong> </a>geht&#8217;s zum Originalbeitrag.</p>
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		</item>
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		<title>Deutschland: Blockupy-Proteste gegen europaweiten Sparkurs</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/05/25/deutschland-blockupy-proteste-gegen-europaweiten-sparkurs/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RE-Redakteur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blockupy]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Sparkurs]]></category>

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		<description><![CDATA[‘Blockupy‘-Proteste gegen “die weitverbreitete Verarmung und das Versagen demokratischer Rechte in der gesamten Eurozone infolge der globalen Systemkrise”, erschütterten letzte Woche das europäische Finanzzentrum Frankfurt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Anlehnung an die weltweiten Aktionstage vom 12. und 15. Mai 2012 (12M und 15M) waren Aktivisten aus ganz Europa dazu aufgerufen, sich für eine internationale Demonstration der Solidarität in Frankfurt zu versammeln. Das oberste Ziel war die Blockade der Europäischen Zentralbank (EZB) und anderer bedeutender globaler Institutionen des Kapitalismus. Am 4. Mai gab das Ordnungsamt der Stadt <a href="http://www.avaaz.org/en/petition/Immediate_withdrawal_of_the_ban_Protest_must_be_possible/?fxmDMab&amp;pv=7">bekannt</a> [en], dass alle geplanten Aktionen als illegal gelten und somit verboten sind bis auf die Demonstration am Samstag, den 19. Mai.</p>
<div id="attachment_322790"><a href="http://roarmag.org/2012/04/blockupy-frankfurt-european-mobilization-on-may-16-19/"><img title="Occupy Frankfurt at the Financial District. Photo by Roarmag.org (copyleft)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/Blockupy-Frankfurt.jpg" alt="Occupy Frankfurt at the Financial District. Photo by Roarmag.org (copyleft)." width="296" height="194" /></a>Occupy Frankfurt vor der EZB. Foto von Roarmag.org (Copyleft).</p>
</div>
<p>Nichtsdestotrotz versammelten sich tausende Aktivisten, um gegen dieses Verbot zu demonstrieren und ihr <a href="http://www.criticallegalthinking.com/2012/05/16/blockupy-frankfurt-day-1-16-may/">Grundrecht</a> [en] einzufordern, “<em>sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln</em>“.</p>
<p>Während international etablierte Medien den Ereignissen nur wenig Aufmerksamkeit schenkten, berichteten viele Menschen in den Sozialen Netzwerken über die Mobilisierung, die trotz Repression und <a href="https://twitter.com/#%21/oCfuu/status/203832039819067392/photo/1">massiver Polizeipräsenz</a> stattfand.</p>
<p>Auf Twitter wurden viele <a href="https://twitter.com/#%21/search/Blockupy/grid/videos">Videos</a> und <a href="https://twitter.com/#%21/search/Blockupy/grid/photos">Fotos</a> mit dem Hashtag <a href="https://twitter.com/#%21/search/Blockupy/">#Blockupy</a> geteilt. <a href="http://www.ustream.tv/user/dennmans">Netizens</a> [en] und Gruppen aus verschiedenen Ländern, wie <a href="http://www.indignez-vous.be/streams/">Occupy Brüssel und Belgien</a> [en], livestreamten die Demonstrationen, Protestmärsche und Versammlungen, ebenso wie das Kulturprogramm und verschiedene Debatten unter anderem über Themen wie Arbeit, Umwelt und Wirtschaft.</p>
<p><strong>“Demonstrieren für das Recht zu demonstrieren!”</strong></p>
<p>Blockupy begann am selben Tag, an dem auch das Treffen des neu gewählten französischen Präsident Hollande mit <a href="http://www.facebook.com/notes/fran%C3%A7ois-asselineau-union-populaire-r%C3%A9publicaine/-flash-la-ville-de-francfort-en-quasi-%C3%A9tat-de-si%C3%A8ge-depuis-3-jours-pour-prot%C3%A9ger/10150797186572038"> Kanzlerin Merkel</a> [fr] in Berlin stattfand, am 16. Mai. Währenddessen <a href="http://www.thelocal.de/national/20120516-42575.html" target="_blank">räumte</a> [en] die Polizei in Frankfurt das Occupy Camp, welches sieben Monate lang <a href="http://yfrog.com/esjg3llj">rund um das Euro-Zeichen</a> in der Nähe des Hauptsitzes der EZB aufgebaut war. Der Blog Critical Legal Thinking, der umfassend über die vier Demonstrationstage Bericht erstattete, schrieb, die Stadt “<a href="http://www.criticallegalthinking.com/2012/05/16/blockupy-frankfurt-day-1-16-may/">befände sich im [nicht offiziell erklärten] Ausnahmezustand</a>” [en].</p>
<div id="attachment_322814"><a href="https://twitter.com/#%21/Blockupy/status/203031504689963008/photo/1/large"><img title="Polizei fängt drei Busse auf dem Weg nach #Frankfurt ab. Foto von @Blockupy on Twitter." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/blockupy-bus.jpeg" alt="Polizei fängt drei Busse auf dem Weg nach #Frankfurt ab. Photo by @Blockupy on Twitter." width="280" height="209" /></a>Polizei fängt drei Busse auf dem Weg nach #Frankfurt ab. Foto von @Blockupy auf Twitter.</p>
</div>
<p>Am 17. Mai, einem gesetzlichen Feiertag, richteten die etablierten Medien ihre Aufmerksamkeit auf den deutschen Finanzminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble">Wolfgang Schäuble</a>, der mit dem <a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,15950762,00.html">Karlspreis</a> für seine Verdienste in der Ausarbeitung der Sparpolitik, die vor allem in den periphären Ländern der EU umgesetzt wurde. Busse voller Demonstranten aus verschiedenen Städten, die auf dem Weg zur Demonstration gegen den Sparkurs im Stadtzentrum in Frankfurt waren, wurden <a href="http://www.criticallegalthinking.com/2012/05/17/blockupy-frankfurt-day-2-17-may-for-the-freedom-of-assembly/">davon abgehalten</a> [en] in die Stadt zu fahren und von der Polizei zurück eskortiert.</p>
<p>Trotz der Einschüchterungsversuche gelang es rund 2.000 Demonstranten, den historischen Römerberg, an dem sich das Rathaus befindet und der als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Nationalversammlung">Geburtsstätte der Demokratie</a> in Deutschland gilt, für zumindest ein paar Stunden zu besetzen.</p>
<div id="attachment_323095"><a href="http://www.demotix.com/photo/1225202/blockupy-protesters-take-action-against-banking-and-finance-system"><img title="Blockupy protesters take action against banking and finance system. Photo by Patrick Gerhard Stoesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/patrick-demotix-blockupy.jpg" alt="Blockupy protesters take action against banking and finance system. Photo by Patrick Gerhard Stoesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." width="450" height="299" /></a>Blockupy-Demonstranten klagen die Banken und das Finanzsystem an. Foto von Patrick Gerhard Stoesser, Copyright Demotix (17. Mai 2012).</p>
</div>
<p>Die Polizei hatte den Platz innerhalb kurzer Zeit umstellt:</p>
<div id="attachment_323109"><a href="http://www.demotix.com/photo/1225229/blockupy-protesters-take-action-against-banking-and-finance-system"><img title="Protesters sit down and lock arms in opposition to police presence. Photo by Patrick Gerhard Soesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/patrick-demotix-blockupy-may-17.jpg" alt="Protesters sit down and lock arms in opposition to police presence. Photo by Patrick Gerhard Soesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." width="450" height="299" /></a>Demonstranten sitzen mit verschränkten Armen der Polizei gegenüber. Foto von Patrick Gerhard Soesser, Copyright Demotix (17. Mai 2012).</p>
</div>
<p>Am Ende des Tages räumte die Polizei unter Einsatz von Gewalt den Platz, wie diverse <a href="http://www.realfragment.de/blog/index.php/2012/05/18/blockupy-ffm-1">Fotos</a> belegen:</p>
<div id="attachment_323161"><a href="http://www.demotix.com/photo/1225255/blockupy-protesters-take-action-against-banking-and-finance-system"><img title="A protester is detained by police. Photo by Patrick Gerhard Stoesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/patrick-demotix-blockupy-police-may-17.jpg" alt="A protester is detained by police. Photo by Patrick Gerhard Stoesser, copyright Demotix (May 17, 2012)." width="450" height="299" /></a>Ein Demonstrant wird von der Polizei festgenommen. Foto von Patrick Gerhard Stoesser, Copyright Demotix (17. Mai 2012).</p>
</div>
<p>Die <a href="http://www.rt.com/news/police-blockupy-frankfurt-ecb-610/">Festnahme von rund 400 Demonstranten</a> [en] unterschiedlicher Nationalität lösten Proteste und Solidaritätsbekundungen in anderen europäischen Städten aus:</p>
<div id="attachment_322771"><a href="http://www.demotix.com/photo/1221420/blockupy-frankfurt-rome-protest-against-arrests"><img title="Embassy of Germany in Rome - Protest against repression and arrests in Frankfurt during the protests against the crisis. Signs against the Rome-Berlin axis, the ECB and Merkel. Photo by Simona Granati, copyright Demotix (May 18, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/demotix-blockupy-rome.jpg" alt="Embassy of Germany in Rome - Protest against repression and arrests in Frankfurt during the protests against the crisis. Signs against the Rome-Berlin axis, the ECB and Merkel. Photo by Simona Granati, copyright Demotix (May 18, 2012)." width="450" height="299" /></a>Deutsche Botschaft in Rom &#8211; Proteste gegen Repression und Festnahmen in Frankfurt während der Demonstrationen gegen die Krise. Plakate gegen die Achse Rom-Berlin, die EZB und Merkel. Foto von Simona Granati, Copyright Demotix (18. Mai 2012).</p>
</div>
<p>Ein <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=TZTguvcgmQk">Videobeitrag</a> [en] des finnischen YouTube-Nutzers sydansalama1, inklusive Interviews mit englischen Untertiteln, fasst die Ereignisse des Tages zusammen:</p>
<p><iframe width="540" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/TZTguvcgmQk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Banken empfahlen ihren Mitarbeitern, <a href="http://www.criticallegalthinking.com/2012/05/18/blockupy-day-3-18-may/">Freitag, den 18. Mai</a> [en] frei zunehmen oder von zu Hause aus zu arbeiten, um eine Fahrt in die Stadt an diesem Tag  zu vermeiden &#8211; dem Tag, an dem die Blockade im Finanzzentrum stattfinden sollte. Indes war “Frankfurt aufgrund eines beispiellosen Polizeieinsatzes mit über 5.000 Polizisten, deren Aufgabe es war, Demonstranten davon abzuhalten in die Stadt und damit in die Nähe der Banken zu gelangen, bereits dicht”, wie Jerome Ross vom Roar Magazine die Nacht zuvor <a href="http://roarmag.org/2012/05/blockupy-frankfurt-police-arrests-ecb/">schrieb</a> [en].</p>
<blockquote><p>Als die Aktivisten die physische Blockade der Zentrale der <a title="European Central Bank" href="http://maps.google.com/maps?ll=50.1095,8.674&amp;spn=0.01,0.01&amp;q=50.1095,8.674%20%28European%20Central%20Bank%29&amp;t=h" rel="geolocation" target="_blank">Europäische Zentralbank</a> noch vorbereiteten, schien es, als habe die Polizei diese Aufgabe bereits erledigt.</p></blockquote>
<div id="attachment_322821"><a href="http://www.flickr.com/photos/ateneinrivolta/7220458762/in/photostream/"><img title="&quot;I block! You too?&quot; Photo by ateneinrivolta on Flickr (CC BY-ND 2.0)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/blockupy-police.jpg" alt="&quot;I block! You too?&quot; Photo by ateneinrivolta on Flickr (CC BY-ND 2.0)." width="450" height="338" /></a>&#8220;Ich blockiere! Du auch?&#8221; Foto von ateneinrivolta auf Flickr (CC BY-ND 2.0).</p>
</div>
<p>Am selben Tag berichteten internationale Medien, dass <a href="http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance/9273920/Spanish-government-hires-Goldman-Sachs-to-value-Bankia.html">Goldman Sachs</a> [en] von der spanischen Regierung damit beauftragt worden ist, das Banken-Konglomerat Bankia zu bewerten, <a href="http://globalvoicesonline.org/2012/05/10/spain-nomoreeuros-for-bankia/">das der Staat im Mai übernommen hatte</a> [en]. Außerdem verbreitete sich in den Medien das <a href="http://www.reuters.com/article/2012/05/19/germany-greece-merkel-idUSL5E8GJ1D020120519">Gerücht über ein Referendum in Griechenland</a>, mit dem Ziel über die Mitgliedschaft in der Eurozone abzustimmen. Während die Botschaften auf den Transparenten (wie z.B. “<a href="http://twitpic.com/9mc47c">Wir sind alle Griechen</a>“) in Frankfurt die Unterstützung der südeuropäischen Staaten forderten, blieb die Stadt von “<a href="http://www.demotix.com/news/1225608/demonstrators-particpate-blockupy-actions-frankfurt">massiver Polizeipräsenz, Personenkontrollen und Straßensperrungen beeinträchtigt</a>“.</p>
<p>Am offiziellen Demonstrationstag, dem <a href="http://www.criticallegalthinking.com/2012/05/19/blockupy-day-4-19-may/">19. Mai</a>, <a href="http://ow.ly/i/DxNf">versammelten sich</a> rund 20.000 Demonstranten nach Angaben der Polizei bzw. mehr als 25.000 laut Veranstalter im Stadtzentrum.</p>
<div id="attachment_323102"><a href="http://www.demotix.com/photo/1226422/blockupy-demonstration-frankfurt"><img title="Blockupy Demonstration in Frankfurt. A large banner held up by protesters reads: 'International resistance against the Austerity Imposed by the Troika and Governments.'. Photo by Michele Lapini copyright Demotix (May 19, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/lapini-demotix-may-19.jpg" alt="Blockupy Demonstration in Frankfurt. A large banner held up by protesters reads: 'International resistance against the Austerity Imposed by the Troika and Governments.'. Photo by Michele Lapini copyright Demotix (May 19, 2012)." width="450" height="299" /></a>Blockupy Demonstration in Frankfurt. Demonstranten halten einen großen Banner mit der Aufschrift: &#8216;Internationaler Widerstand gegen den Sparkurs, den die Troika und die Regierung eingeführt haben.&#8217;. Foto von Michele Lapini Copyright Demotix (19. Mai 2012).</p>
</div>
<div id="attachment_323166"><a href="http://www.demotix.com/photo/1225668/blockupy-frankfurt-more-20000-against-financial-crisis-politics"><img title="Blockupy Frankfurt: More than 20,000 against financial crisis politics. International participants in the demonstration. Photo by Patrick Gerhard Stoesser copyright Demotix (May 19, 2012)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/stoesser-blockupy-spain.jpg" alt="Blockupy Frankfurt: More than 20,000 against financial crisis politics. International participants in the demonstration. Photo by Patrick Gerhard Stoesser copyright Demotix (May 19, 2012)." width="450" height="299" /></a>Blockupy Frankfurt: Mehr als 20.000 gegen die Politik in der Finanzkrise. Internationale Teilnehmer an der Demonstration. Foto von Patrick Gerhard Stoesser Copyright Demotix (19. Mai 2012).</p>
</div>
<div id="attachment_323169"><a href="http://www.flickr.com/photos/strassenstriche/7229168858/in/set-72157629771341004/"><img title="Blockupy demo (May 19, 2012). Photo by strassenstriche.net on Flickr (CC BY-NC 2.0)." src="http://globalvoicesonline.org/wp-content/uploads/2012/05/strissen-flickr-blockupy-may-197229168858_6738060c07.jpg" alt="Blockupy demo (May 19, 2012). Photo by strassenstriche.net on Flickr (CC BY-NC 2.0)." width="450" height="300" /></a>Blockupy Demo (19. Mai 2012). Foto von strassenstriche.net auf Flickr (CC BY-NC 2.0).</p>
</div>
<p>John Halloway, der für den Guardian schreibt, beschrieb Blockupy als “<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/may/14/blockupy-frankfurt-austerity-protest">einen Hoffnungsschimmer in den Zeiten der Sparpolitik</a>” [en] und merkt an, dass die Bewegung einen Impuls gibt, der “eine Flut an kreativem Protest nach sich ziehen wird”. Der internationale Politikberater Vinay Gupta, <a href="http://edgeryders.ppa.coe.int/practical-resilience/mission_case/europe-risk-war-what-should-we-do">endet</a> [en] wie folgt:</p>
<blockquote><p>Diejenigen die auf die Straße gehen, die demonstrierende Klasse, kämpft nicht für einen politischen Wandel innerhalb ihres eigenen Landes, sondern (ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht) für eine Neuordnung des politischen Gleichgewichts eines gesamten Kontinents.</p></blockquote>
<p><em><strong>Dieser Artikel ist Teil unseres Dossiers <a href="http://globalvoicesonline.org/specialcoverage/europe-in-crisis/">Europa in der Krise</a> [en]</strong></em></p>
<div><a title="Creative Commons Namensnennung 3.0 DE Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de/" rel="license"> <img src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png" alt="Creative Commons License" width="88" height="31" /> </a></div>
<p>Geschrieben von <a title="Alle Übersetzungen von Sara Moreira" href="http://globalvoicesonline.org/author/sara-moreira/">Sara Moreira</a> · Übersetzt von <a title="Alle Übersetzungen von Nicole Schaupke" href="http://de.globalvoicesonline.org/author/nicole-schaupke/">Nicole Schaupke<br />
</a><br />
<a href="http://globalvoicesonline.org/2012/05/21/germany-blockupy-europe-austerity/"><strong>Hier</strong> </a>geht&#8217;s zum Originalbeitrag.<a title="Alle Übersetzungen von Nicole Schaupke" href="http://de.globalvoicesonline.org/author/nicole-schaupke/"><br />
</a></p>
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		<title>Königreich Marokko: Langjährige Erfahrung in friedlicher Verhandlung der Beilegung der Konflikte</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/05/25/konigreich-marokko-langjahrige-erfahrung-in-friedlicher-verhandlung-der-beilegung-der-konflikte/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tseidemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Länsi-Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Polisario]]></category>
		<category><![CDATA[RASD]]></category>
		<category><![CDATA[SADR]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara occidental]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara Occidentale]]></category>
		<category><![CDATA[Sara ocidental]]></category>
		<category><![CDATA[Västsahara]]></category>
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		<category><![CDATA[West-Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Western Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Westsahara]]></category>
		<category><![CDATA[západní Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Западная Сахара]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die marokkanischen Sultane gewährten den saharaouischen Stämmen als Bestandteil der marokkanischen Nation weiträumige Prärogativen der Autonomie“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der marokkanische Botschafter, Mohamed Maouelainin, hielt Mitte vergangenen März eine wichtige Rede an der Universität Sydney. Das Thema „die Verhandlungen als Mittel zur Beilegung der Konflikte und als Kern jeglicher effizienter Diplomatie“. Marokko zog er dabei auf Grund der Geschichte des Königreichs und seines Reichtums in den Jahrhunderten 17, 18 und 19, wo die marokkanischen Sultane auf friedliche Verhandlungen zurückgegriffen haben, um die zu dieser Epoche schwelenden Konflikte beilegen zu können, als Beispiel heran.</p>
<p>Unter dem Thema „die Verhandlungen als Mittel zur Herstellung des Friedens und zur Beilegung der Konflikte: Marokko als Musterbeispiel“, ging der Botschafter Mohamed Maouelainin in seiner Rede im Zentrum für Studien des Friedens und der Konflikte an der australischen Universität Sydney von einer Zentralfrage aus, die bekannten internationalen Chartas der friedlichen Beilegung der Konflikte überschreitend, bei dem 6. Artikel der Charta der Vereinten Nationen „die friedliche Beilegung der Konflikte“ anhaltend, bevor er in die Geschichte eintauchte, auf der Suche nach der Art und Weise, wie die Staaten mit Souveränität die Konflikte vor dem 20. Jahrhundert beilegten.</p>
<p>Der Botschafter erachtete, dass Marokko seit dem 12. Jahrhunderte ein unabhängiger Staat blieb, der eine aktive Rolle in der Geschichte der gegenwärtigen Nationen übernahm und der über eine langjährige Geschichte in den Koalitionen und in der Konkurrenz mit den gegenwärtigen europäischen Mächten verfügte, insbesondere dank seiner strategischen Position.  Bis Ende des 19. Jahrhunderts und in seinem Wettbewerb mit den europäischen Mächten bediente sich der Sultan Moulay Hassan (1873-1894) „einer Strategie, die darin besteht, den direkten militärischen Zusammenstoß mit Frankreich entlang der algerischen Grenze und mit Spanien entlang der Grenzen der Städte Sebta und Mellila zu vermeiden und griff auf die diplomatischen Lösungen als alleinige Mittel zur Beilegung der Konflikte zurück.</p>
<p>Aus dieser Strategie ergab sich die Unterzeichnung dieser internationalen Mächte von Abkommen mit Marokko, die seine Souveränität respektierten. Maouleinin sagte, dass dies dem „Bewusstsein“ entsprang, dass das königliche System zu dieser Zeit seine territoriale Integrität vom Eid der Schioukhs der Stämme der marokkanischen Sultane inspirierte. Diese Letzten „erfreuten sich im Rahmen dieses Systems weiträumigen Prärogativen der Autonomie und waren Bestandteil der marokkanischen Nation“.</p>
<p>Und mit dem Zuwachsen der Kolonisationsbegierde Frankreichs und Spaniens am Anfang des 20. Jahrhunderts und trotz der Tatsache, dass ein Abkommen des Doppelprotektorats 1912 Marokko aufgezwungen wurde, setzte sich die Anerkennung des marokkanischen politischen Systems gegenüber jeglicher Innenaktivität sowie die Verhandlungssouveränität Marokkos in sämtlichen Abkommen und Übereinkünften fort, die seine Unabhängigkeit und seine territoriale Integrität betrafen.</p>
<p>Der marokkanische Botschafter gewährte Einsicht in die Geschichte des Widerstandes gegenüber dem französischen und spanischen Protektorat, ausgehend von dem militärischen Widerstand, und wie es Marokko gelang, seine Unabhängigkeit dank schwieriger friedlicher Verhandlungen zurück zu erlangen, und dies über sechs Etappen:</p>
<p>- Die erste friedliche Verhandlung und die Unterzeichnung der Unabhängigkeitsurkunde am 18. November 1956<br />
- Die zweite  friedliche Verhandlung mit Spanien zur Wiedererlangung der seinem Protektorat unterstehenden Provinzen im Norden Marokkos im April 1956<br />
- Die dritte friedliche Verhandlung im Oktober 1956 um die Stadt Tangier, die dem Protektorat von 13 Staaten unterstand<br />
- Die vierte friedliche Verhandlung bezüglich der Region der Sahara. Spanien erstattete den nördlichen Teil, mit anderen Worten Tarfaya 1958, zurück.</p>
<p>Marokko setzte seine friedliche Verhandlung 1962 fort, sodass es als alleinige Partei bei den Vereinten Nationen und seiner speziellen Kommission zur Ausmerzung der Kolonisation die Wiedererlangung der Sahara verlangte und Spanien zu friedlichen Verhandlungen um das Übrige des sahraouischen Territoriums und Sidi Ifni einlud. Im Oktober 1965 wurde eine Resolution der Vereinten Nationen verabschiedet, in der die Kommission Spanien dazu aufrief, die Resolution der Vereinten Nationen bezüglich der Gewährung der Unabhängigkeit zu den kolonisierten Ländern und zu den kolonisierten Völkern zu gewähren.</p>
<p>Die fünfte Etappe der friedlichen Verhandlung betraf Sidi Ifni. Eine Resolution der Vereinten Nationen wurde im Dezember 1966 verabschiedet, die Spanien dazu aufrief, die Ausmerzung der Kolonisation hier zu beschleunigen. Im darauffolgenden Jahr nahm die Regierung Franco Verhandlungen mit Marokko auf, die mit der Zurückerlangung der Stadt im Juli 1969 endeten. Spanien, Maouelainin zufolge, bemühte sich trotzdem darum, die Kolonisation weiter aufrechtzuerhalten, in dem es die Frage in zwei Fragen zerteilte, die Westsahara einerseits und Sidi Ifni andererseits.</p>
<p>Und nach der Entstehung der Front Polisario im Rahmen des kalten Krieges sagte der marokkanische Botschafter, dass die neuen internationalen politischen Daten die Mechanismen der Vereinten Nationen beeinflusst haben, die die Dossiers nicht mehr auf Grund der geschichtlichen Priorität behandelten, sondern auf Grund der Zugehörigkeit zu dem östlichen beziehungsweise zu dem westlichen Block.</p>
<p>Marokko setzte den Prozess der friedlichen Verhandlung mit Spanien fort, in dem es das Dossier der Sahara dem internationalen Gerichtshof vorlegte, der im Oktober 1974 die Existenz von rechtlichen Banden zwischen den Stämmen der Sahara und den Königen Marokkos bestätigte, eine konsultative Tatsache, der sich der verstorbene König Hassan II bediente, um die Sahara friedlich über den Grünen Marsch zu befreien.</p>
<p>Der Botschafter behandelte darauf hin die friedlichen Verhandlungen mit Spanien, auf Anfrage des Sicherheitsrates, dank derer Marokko die Sahara wiedererlangte, wo der Einfluss des kalten Kriegs auf die Frage der Sahara ersichtlich wurde, sodass Algerien aus dem östlichen Block die separatistische Front Polisario unterstützte. Die Frage verwandelte sich von einer Frage der Ausmerzung der Kolonisation zwischen Marokko und Spanien in einen bewaffneten Konflikt mit Separatisten, die auf der internationalen Ebene vom östlichen Nachbar unterstützt wurden.</p>
<p>Ausgehend vom Gipfel der Organisation der Afrikanischen Union 1981 und der Anerkennung 1984 einer Entität in einem Konfliktterritorium ohne Referendum, über die Unterbreitung des Dossiers den Vereinten Nationen 1985 bis zum Prozess der Beilegung der zweien UNO-Generalsekretäre für die Sahara und ihrem Scheitern bei der Lösung dieses Konflikts, hielt der marokkanische Botschafter bei der wichtigen Wende 2007 an, als Marokko mit seinem verankerten geschichtlichen Geist in der friedlichen Beilegung der Konflikte einen Autonomievorschlag vorlegte, den alle UNO-Berichte als seriös und glaubwürdig qualifiziert haben und den die internationale Gemeinschaft begrüßt hat, die Hoffnung hegend, dass die feststehende Situation 1996-2006 überwunden werden wird und dass er einem langandauernden Konflikt ein Ende setzen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen:</p>
<p>http://www.corcas.com</p>
<p>http://www.sahara-online.net</p>
<p>http://www.sahara-culture.com</p>
<p>http://www.sahara-villes.com</p>
<p>http://www.sahara-developpement.com</p>
<p><a href="http://www.sahara-social.com/">http://www.sahara-social.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Perverse Forschung und Entwicklung</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/05/24/perverse-forschung-und-entwicklung/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 11:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bert Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 1 S. 1 GG]]></category>
		<category><![CDATA[maximale Verletzung der Sel]]></category>
		<category><![CDATA[Maximalverletzung der Selbst--Bestimmtheit: Mord.]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde; Art. 1 S. 1 GG]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschenverachtende, staatsfinanzierte Forschung im „Ethik“-Staat zur Frage: Wie bringt man Menschen "umweltfreundlich" um?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Perverse, weil menschenverachtende Forschung und Entwicklung ist nichts neues, auch nicht an deutschen Hochschulen, in staatlichen Einrichtungen und Privatunternehmen. Schon immer gab es Menschen, welche zwecks effektiverer Beherrschung ihrer Mitmenschen, aus kommerziellen Gründen oder Erhaltung und Ausbreitung von Herrenmenschenideen die Ausübung ihrer Tyrannei „verbessern“ wollten.</p>
<p>Die grausamen Beispiele sind mannigfaltig. So beispielsweise sollte das Enthaupten mit der Erfindung der „Guillotine“ vereinfacht und – zum „Wohle“ der Opfer – auch „verbessert“, weil beschleunigt werden: Sie sollten nicht zweimal den Hieb eines Scharfrichters ertragen müssen. Die Erfindung des französischen Arztes Guillotin, des Namensgebers dieser Köpfvorrichtung, war außerordentlich „erfolgreich“.</p>
<p>Noch sehr viel „erfolgreicher war das „Manhatten-Projekt“ in Los Alamos, Neumexiko. Dort wurde die Atombombe entwickelt. Auch deutsche Wissenschaftler warten maßgeblich daran beteiligt. So wurde damals Hans Bethe, späterer Nobelpreisträger, vom TIME Magazin als „eines der größten Geschenke Nazi-Deutschlands an Amerika“ gefeiert.</p>
<p>Am 16.07.1945 zündeten amerikanische Wissenschaftler und Militärs die erste Atombombe. Bereits am 06.08.1945 wurde die als Menschenmassenvernichtungswaffe entwickelte Bombe über Hiroshima und am 09.08.1945 über Nagasaki abgeworfen. Hunderttausendfaches Morden und Leiden.</p>
<p>Das war den Menschen nicht genug: Eine noch „leistungsfähigere“ Bombe, die Wasserstoffbombe, wurde erstmals am 1.11.1952 auf einem Pazifik-Atoll erprobt. Hochgeehrt starb im September 2003 der „Vater der Wasserstoffbombe“, Edward Teller.</p>
<p><strong>Das weltweite atomare Wettrüsten ist bekannt. Stets war die vorgeschobene Begründung solcher Entwicklungen die mögliche Abwehr von Feinden oder die Sicherung des Friedens.</strong></p>
<p>Die Deutschen, also die Bürger insgesamt, samt ihrer Politiker, Gewerkschafter, Bischöfe, Moraltheologen, Ethik-Experten und Ethik-Kommissionen, haben inzwischen ihr eigenes, staatsfinanziertes „Manhattan-Projekt“. Dessen Sitz ist die Ludwig-Maximilians-Universität in München, genau: Die Forschungsgruppe am Institut für Anorganische Chemie unter der Leitung von Prof. Dr. chem. M. Thomas Klapötke. Er entwickelt zur Zeit die &#8220;umweltfreundliche Bombe&#8221;, deren Leistung die Wirkung von TNT weit in den Schatten stellt. Darüber berichtete am 04.04.2011 die TV-Sendung NANO mit dem Beitrag &gt; Diskussion um eine &#8220;Öko-Waffe&#8221; &lt;.</p>
<p><strong>Auf Klapötkes Uni-Homepage heißt es unter anderem:</strong></p>
<blockquote><p>“Welcome to our Research Group, Prof. Dr. Thomas M. Klapötke. Chair of Inorganic Chemistry. SCIENCE FOR KNOWLEDGE AND PEACE.”</p></blockquote>
<p>Wer nun “Wissenschaft für Erkenntnis und Frieden“ erwartet, wird aufgeklärt. Es heißt dort weiter: „research for science and military” und es folgt der Hinweis auf die „primary areas of interest”, hier unter anderem „energetic materials“. Und hier werden die Ziele des Herrn Klapötke deutlich: Nichtnukleare Sprengstoffentwicklung für militärische Anwendungen. Wörtlich bei Klapötke:</p>
<blockquote><p>„The synthesis of energetic, non-nuclear materials for military and space application…”</p></blockquote>
<p>Wieder wird deutlich, dass perversem Handeln ein ebensolches Denken und Behaupten vorausgeht: „Wissenschaft für &#8230;Frieden“ durch Optimierung des Mordens.</p>
<p>Es fragt sich, wer in Deutschland diese Perversion stoppen will. Das Strafrecht und die „Verfassung des Freistaates Bayern“ ist dafür geeignet. Die Bundesregierung jedenfalls nicht, denn Klapötkes „Forschungsprojekt“ wird durch die Bundeswehr, die „Parlamentsarmee“, und durch US-Militärs finanziert. Inwieweit die Bayrische Staatsregierung dabei ist, wäre zu prüfen.</p>
<p><strong>Jeder Bundesbürger ist aufgerufen, hier „Flagge“ zu zeigen, nicht nur bei „S21“ und beim Ausstieg aus der Atomenergie.</strong></p>
<p>Etwas schwach ist die Reaktion aus der Universität selbst, genauer die von PD Dr. habil. Stephan Sellmaier. Er ist „Akademischer Geschäftsführer des Münchner Kompetenzzentrums Ethik (MKE)“. Gegenüber NANO meinte der Berufsphilosoph Sellmaier über seinen Kollegen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich muss schon überlegen, für welche Armee und für welchen Staat ich Waffen produziere.&#8221;</p></blockquote>
<p>Weiter meinte Sellmaier, dass sich Klapötke aus seiner Verantwortung als Wissenschaftler nicht herausstehlen könne, auch wenn er sage, dass er eigentlich nur Forschung betreibe.</p>
<p>War das alles, Herr Sellmaier? Sind Sie damit schon Ihren Pflichten als Berufsethiker und Bürger nachgekommen?</p>
<p>Ich für mein Teil werde nicht nur dieses eine Mal dieses Verbrechen an der Würde der Menschen öffentlich angreifen.</p>
<p>Auf die Reaktionen der lesenden Bürger bin ich gespannt.</p>
<p>_______</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erstveröffentlichung: 05.04.2011,  ZEIT ONLINE, „<a href="http://community.zeit.de/user/bert-steffens/beitrag/2011/04/05/perverse-forschung-und-entwicklung" target="_blank">Perverse Forschung und Entwicklung</a>“</em></p>
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		<title>Fachkräftemangel: Ein Aprilscherz und die Hintergründe</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 11:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Jens Romba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsvertrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Institut der deutschen Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Verband Deutscher Ingenieure]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht direkt pünktlich zum 1. April, jedoch immer noch innerhalb des besagten Monats, ist im Spiegel-Online ein Bericht mit dem Titel „Ingenieurmangel kostet deutsche Wirtschaft Milliarden“ erschienen. Im Rahmen dieses Berichtes werden, wie im Rahmen vieler anderer Berichte zuvor, die Leser systematisch in den April geschickt, indem behauptet wird, dass laut einer „sogenannten Studie“ mehr als 100000 Ingenieurstellen in Deutschland unbesetzt sind, die heimische Wirtschaft allein im vergangenen Jahr dadurch acht Milliarden Euro verloren habe und „sogenannte Experten“ bereits die deutsche Innovationskultur in Gefahr sehen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf unserer „<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/studie-fachkraeftemangel-kostet-die-wirtschaft-milliarden-a-828777.html" target="_blank">Insel der Seligen</a>“ hinkt laut dem Verband Deutscher Ingenieure (VDI) und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Zahl der Ingenieure der Nachfrage der Firmen weit hinterher. Eine wirklich alarmierende Entwicklung sowie durchaus eine Gefahr für unser gegenwärtiges Wirtschaftswunder.</p>
<p>Soweit die Mainstreampresse und soweit der permanent wiederkehrende Aprilscherz. Und da auf diese Informationen selbst viele Abgeordnete offenbar immer noch hereinfallen, wurde vom Bundestag jetzt auch ein Gesetz zur Einführung der sogenannten „Blue Card“ als vereinfachter Arbeitsgenehmigung verabschiedet.</p>
<p>Wie in den <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bundestag630.html">öffentlich rechtlichen Medien</a> allseits bekannt gemacht wird, dürfen demnächst Ausländer aus Nicht-EU-Staaten bereits mit einem Arbeitsvertrag mit einem Jahresgehalt von mindestens 44800 Euro (etwa 2200 Euro netto pro Monat) in Deutschland arbeiten. Derzeit müssen Ausländer aus Nicht-EU-Staaten noch mindestens 66000 Euro pro Jahr (etwa 3000 Euro netto pro Monat) verdienen, um eine so genannte Niederlassungserlaubnis zu erhalten. In bestimmten Berufen, in denen der Fachkräftemangel angeblich besonders groß ist, wird diese Gehaltsschwelle sogar auf knapp 35000 Euro (etwa 1800 Euro netto pro Monat) verringert. Dazu zählen angeblich Ingenieure, Mathematiker, Ärzte und IT-Fachkräfte. Weiter sollen Inhaber der &#8220;Blauen Karte&#8221; nach drei Jahren ein Daueraufenthaltsrecht für sich und ihre Familie erhalten, wenn sie auch dann noch einen Arbeitsvertrag haben.</p>
<p>Ein jeder möge sich hier nun seine eigenen Gehaltsvorstellungen für zum Beispiel Ingenieure oder Ärzte selber dazudenken, die nach den entsprechend anspruchsvollen und arbeitsintensiven Studiengängen sicher nicht allzu niedrig ausfallen dürften. Und ein jeder möge sich auch fragen, ob er selber, wenn er denn dringend Fachkräfte benötigt, diesen eher weniger Gehalt zahlen würde, um diese überhaupt zu bekommen. Vor allem aber interessant ist die Frage, was bei Durchsetzung einer derartigen Politik denn über kurz oder lang mit den Gehältern der Einheimischen geschehen muss, wenn den Arbeitgebern auf diese Weise weitaus billigeres Personal zur Verfügung stehen wird. Denn selbst in den <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bundestag630.html">öffentlich rechtlichen Medien</a> wird nun bereits vor &#8220;Lohndumping für Akademiker&#8221; gewarnt.</p>
<p>Aber, wie heißt es so schön in bestimmten Werbespots: Wer bestimmmte Fertigkeiten nicht beherrscht, sollte sich doch lieber an Leute wenden, die etwas davon verstehen. Und wer bis jetzt lediglich Falschinformationen verbreiten konnte, sollte sich doch lieber einmal an Quellen wenden, bei denen die Versorgung mit wahrheitsgemäßen Informationen sichergestellt ist.</p>
<p>Eine dieser Quellen ist das sogar von Bund und Ländern finanzierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Und ein Experte dieses Institutes zeichnet in einem Online abzurufenden Dokument über den Ingenieurbedarf in Deutschland ein gänzlich anderes Bild der „sogenannten Mangelsituation“. Für Ihn ist, ganz im Gegenteil, bereits in der Überschrift „<a href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.394837.de/12-11-1.pdf"> Keine Knappheit abzusehen</a>“. Wörtlich zitiert steht dort: „Da zum einen der Ersatzbedarf an Ingenieuren zumindest in diesem Jahrzehnt nicht außergewöhnlich groß ausfallen dürfte und es zum anderen gegenwärtig einen Run auf ingenieurwissenschaftliche Studienplätze gibt, ist eher ein Überangebot als eine Knappheit an solchen Fachkräften zu erwarten. Eine realistischere Betrachtung des künftigen Ingenieursbedarfs ist dringend geboten, damit nicht junge Menschen in großer Zahl dazu verleitet werden, ein Studium zu absolvieren, mit dem sie Schwierigkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben könnten.“</p>
<p>Zudem ist für den Experten des DIW schon jetzt keine ausgeprägte Überalterung bei erwerbstätigen Ingenieuren zu erkennen. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass, wie dies oftmals ebenfalls berichtet wird, bald massenhaft aktive Kräfte nur aufgrund des Erreichens der Pensionsgrenze in den Ruhestand wechseln. Dementsprechend werden in diesem Dokument auch keine besonderen Probleme erwartet, um den künftigen Bedarf zu decken.</p>
<p>In einer weiteren <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.398015.de/stellungnahme%20_bundestag_hochqualifiziertenrichtlinie_april2012.pdf">Stellungnahme</a> zu diversen Gesetzesentwürfen des Deutschen Bundestages, betreffend auch den angeblich so notwendigen Zuzug von Fachkräften, wird glaubhaft dargelegt, dass die Belege diverser Organisationen und Lobbyisten für den angeblichen Fachkräftemangel wenig überzeugend sind. Da sich der Arbeitsmarkt als Markt in seiner Funktion generell nicht von anderen Märkten unterscheidet, steigen bei entstehenden Knappheiten die Preise der Güter und der Dienstleistungen genauso wie die Löhne auf dem Arbeitsmarkt. Zuletzt aber war eher eine Stagnation oder gar eine Verringerung der Reallöhne selbst bei qualifizierter Arbeit zu verzeichnen. Bei solch einer Entwicklung kann von einer Knappheit an Fachkräften keine Rede sein. Vielmehr müssen, nach allem ökonomischen Verständnis, Fachkräfte reichlich zur Verfügung stehen. Und da derart einfache ökonomische Sachverhalte eigentlich auch jeder Laie kapieren kann, stellt sich auch gleich die peinliche Frage, weshalb denn unsere vorgeblich so klugen Abgeordneten und Minister sowie auch sehr viele Leute in der Presse damit derart große Probleme haben. Eigentlich ein trauriges Beispiel dafür, dass sich die Bildungsmisere nicht nur auf Schulen und Universitäten beschränkt. Es sei denn, es liegen bezüglich der von Politik und Presse verbreiteten (Fehl-)Informationen noch andere Gründe vor. Wörtlich heißt es in dieser <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.398015.de/stellungnahme%20_bundestag_hochqualifiziertenrichtlinie_april2012.pdf"> Stellungnahme </a>, den Zuzug ausländischer Fachkräfte betreffend: „Falls durch die Ausweitung des Arbeitsplatzangebotes mehr Arbeitskräfte aus Drittstaaten nach Deutschland drängen, hat das Konsequenzen für den hiesigen Arbeitsmarkt. Da die Zahl der Arbeitnehmer zunimmt, die Arbeit suchen, entsteht auf jeden Fall ein Druck auf die Löhne – insbesondere dann, wenn die zusätzlichen Arbeitskräfte bereit sind, Entgelte zu akzeptieren, die deutlich geringer sind als das bestehende Lohnniveau. Da alle tragfähigen Indikatoren derzeit keinen ausgeprägten Fachkräftemangel anzeigen und ein solcher auch nicht in den kommenden Jahren zu erwarten ist, könnte es zu einem Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt kommen – etwa zulasten älterer Fachkräfte. Oder Berufseinsteigern könnte es zunehmend schwer fallen, in ein Beschäftigungsverhältnis zu gelangen, das ihrer Qualifikation angemessen ist.“ Kurz und knapp gesagt, werden wir mit der sogenannten „Blue Card“ also noch unser blaues Wunder erleben.</p>
<p>Weiter wird in dieser <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.398015.de/stellungnahme%20_bundestag_hochqualifiziertenrichtlinie_april2012.pdf">Stellungnahme</a> ganz richtig angeführt, dass eine reichliche Verfügbarkeit von Fachkräften zudem die Bereitschaft von Unternehmen verringert, in das Humankapital ihrer Belegschaft zu investieren. Dementsprechend wird hier gefragt, warum denn Mitarbeiter weitergebildet oder eingearbeitet werden sollen, wenn der Arbeitsmarkt in ausreichendem Maße die benötigten Qualifikationen zur Verfügung stellt. Heißt mit anderen Worten, dass in Zukunft nicht nur die Berufsanfänger und die Älteren Probleme haben werden, sondern auch Leute mit Berufserfahrung und im besten Erwerbsalter. Denn diese werden, selbst wenn schon langjährig beschäftigt und sehr zuverlässig, im Zweifelsfall einfach entlassen und dürfen sich in prekären Verhältnissen weiterbeschäftigen lassen. Genauso wie die dann neu Eingestellten, wenn deren Expertise ebenfalls irgendwann nicht mehr benötigt wird. Weiterbilden kann sich während seiner (beschäftigungs-)freien Zeit dann ein jeder, wie in der schon öfters erwähnten <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8002546">ARD-Dokumentation</a> gezeigt. Und keine Angst für die Betroffenen, denn es kostet weder eigenes Geld noch das Geld irgendwelcher krisengebeutelten Arbeitgeber. Denn die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=R1C9nmntOmc">Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit</a> werden schon seit langem brav vom Steuerzahler finanziert und bescheren so manchem Unternehmer sogar kräftige Gewinne. Und das in vielen Bereichen (so zum Beispiel fertig ausgebildetes qualifiziertes Personal; Realisierung völlig neuer, wenn auch sinnloser, Geschäftsideen; kostengünstige Abfallentsorgung; sichere Mieteinnahmen). Geschäfte, in deren Zusammenhang sich niemand über die ebenfalls völlig überzogenen Auswüchse so mancher „sogenannter Sozialschmarotzer“ wundern muß, da Gleiches eben oft Gleiches oder Ähnliches gebiert. Und sei es manches Mal nur aus purer Resignation.</p>
<p>Natürlich werden nun mit Sicherheit diverse Gutmenschen aufstehen und eine gewisse soziale Verantwortung unserer Gesellschaft gegenüber nicht so gut gestellten Teilen dieser Welt anführen. Denn wenn selbst Hartz 4 immer noch besser ist als die Armut in diversen Entwicklungsländern, so könnte man argumentieren, wäre es doch sozialer, hier einige deutsche Hartz 4-Empfänger auszuhalten und stattdessen den Experten aus den anderen Ländern hier eine reelle Chance zu geben, da sich so der Wohlstand weltweit gleicher verteilen würde. Der Denkfehler in dieser Argumentation wird in der besagten <a href="http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.398015.de/stellungnahme%20_bundestag_hochqualifiziertenrichtlinie_april2012.pdf">Stellungnahme</a> allerdings auch gleich angeführt. Hier wird nämlich festgestellt, dass solch ein Brain Drain, wie ja über die Blue Card von der Bundesregierung geplant, insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer schwächen sowie die Anstrengungen der deutschen Entwicklungshilfe ad Absurdum führen würde. Zunächst einmal würden nämlich die fähigsten Köpfe aus diesen Nationen abgezogen. Und, so wird dann ganz richtig gefragt, warum ein in Deutschland lebender Migrant eine Tätigkeit in seinem Herkunftsland aufnehmen sollte, wenn sich ihm hierzulande bessere Einkommensmöglichkeiten bieten.</p>
<p>Werden derartige Planungen im Zusammenhang mit der Blue Card Realität, so werden hier keine Mängel an Akademikern, Ingenieuren und Fachkräften kompensiert, welche in den meisten Fachgebieten ohnehin nicht existieren. Vielmehr wird damit die Armut, sowohl in den Entwicklungs- und Schwellenländern als auch hier in Europa und in Deutschland, verstärkt. Zusätzlich dazu wird auf diese Weise auch kein hier lebender Arbeitssuchender für einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt qualifiziert. Eher werden dadurch die noch funktionierenden Sozialsysteme überlastet.</p>
<p>Ein abschließend sehr guter Vorschlag des DIW-Experten ist es dann, zur Feststellung eines Fachkräftebedarfs lediglich aussagekräftige Indikatoren heranzuziehen. Einer dieser Indikatoren wäre hier die Lohnentwicklung. In diesem Zusammenhang wird erwähnt, daß bei der Bundesagentur für Arbeit zeitnah Daten über die Löhne der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den einzelnen Berufen verfügbar sind, die regelmäßig und korrekt aufbereitet als grundlegende Information verwendet werden könnten. Wenigstens dann wenn diese Aufarbeitung wirklich korrekt und nicht politisch korrekt erfolgt.</p>
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