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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 18:05:21 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Zugangserschwerungsgesetz reloaded?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 18:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  Gruppe Piratenpartei: Seit gestern ist es &#246;ffentlich, die Schwarz-Gelbe Koalition r&#252;ckt von so genannten Internetsperren ab und plant stattdessen ein &#8220;L&#246;schgesetz&#8221;. Nach monatelangem Hin und Her k&#252;ndigt die Regierung nun in einem Brief an Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler einen Kurswechsel an. Einige StudiVZler bleiben jedoch skeptisch.
&#8220;Jawoll! erfolg auf ganzer Linie w&#252;rde ich mal sagen! die [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>Gruppe Piratenpartei:</strong> Seit gestern ist es <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676669,00.html">&#246;ffentlich</a>, die Schwarz-Gelbe Koalition r&#252;ckt von so genannten Internetsperren ab und plant stattdessen ein &#8220;L&#246;schgesetz&#8221;. Nach monatelangem Hin und Her k&#252;ndigt die Regierung nun in einem Brief an Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler einen Kurswechsel an. Einige StudiVZler bleiben jedoch skeptisch.</p>
<p>&#8220;Jawoll! erfolg auf ganzer Linie w&#252;rde ich mal sagen! die Frage ist nur wie das neue L&#246;schgesetz jetzt aussehen soll&#8221;, freut sich zun&#228;chst ein VZ-Nutzer &#252;ber die Nachricht. Doch sogleich schiebt er hinterher: &#8220;Hoffentlich ist das nicht das alte Zugangserschwerungsgesetz nur mit neuem Namen&#8230;&#8221;				        				        				 				        				 				        				 				            Ein Mit-Diskutant kl&#228;rt auf: &#8220;Gel&#246;scht wird dann &#252;ber DNS-Sperren, die anhand geheimer L&#246;schlisten des BKAs reguliert werden&#8230;&#8221; Und ein anderer fragt: &#8220;Braucht man ein neues Gesetz um illegale Inhalte von Servern l&#246;schen zu m&#252;ssen?  Doch wohl eher nicht. Das ist doch jetzt schon legal m&#246;glich.&#8221; Seine Folgerung aus dem j&#252;ngsten Vorsto&#223; der Regierung lautet daher: &#8220;Vielleicht sollte man es daher lieber &#8216;Wahlvolkbeeindruckungs-Gesetz&#8217; nennen.&#8221;</p>
<p>Auch nachfolgender Kommentator ist unsicher, was er davon halten soll. Was wird mit diesem Schwenk beabsichtigt? Je l&#228;nger er dar&#252;ber nachdenke, schreibt er, desto unheimlicher werde ihm die ganze Angelegenheit. Er schreibt: &#8220;Vielleicht &#8216;das BKA kann alle Webseiten l&#246;schen, die ihnen nicht passen&#8217;.. vielleicht will der Ziercke auch nur seine &#8216;IP Adressen&#8217; l&#246;schen.. wer wei&#223; was die bei der CDU ausbr&#252;ten. Ich hoffe mal die Sabine verklickert ihnen, dass sowas nicht zu machen ist.&#8221; Ebenso verunsichert zeigt sich ein VZ-Nutzer auf dem Edelprofil der Partei. Er sagt: &#8220;Regierung gegen die speerung von Internetseiten und f&#252;r die L&#246;schung von Kinderpornographie im Netz. Sieg?!&#8221;
</p>
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		<title>Durchhalteparolen im Angesicht der neuen Klimapolitik</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 17:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Heller</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Klimawandel</category>
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		<description><![CDATA[So, nun wissen wir es endlich ganz genau. Der n&#228;chste Weltwirtschaftsgipfel findet in Mexiko statt. Am &#8220;Partystrand&#8220;, wie Spiegel-Online so sch&#246;n titelt. Ich habe selten eine Nachricht mit so wenig Neuigkeitswert gelesen. Denn von Mexiko wussten wir schon vorher. Ebenso von der Zwischenkonferenz in Bonn. Dass man sich nun also in Cancun trifft, mag die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, nun wissen wir es endlich ganz genau. Der n&#228;chste Weltwirtschaftsgipfel findet in Mexiko statt. Am &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,676718,00.html">Partystrand</a>&#8220;, wie Spiegel-Online so sch&#246;n titelt. Ich habe selten eine Nachricht mit so wenig Neuigkeitswert gelesen. Denn von Mexiko wussten wir schon vorher. Ebenso von der Zwischenkonferenz in Bonn. Dass man sich nun also in Cancun trifft, mag die politische Kaste entz&#252;cken, f&#252;r uns Wahlb&#252;rger ist es ohne Belang. Es ist doch &#252;blich, gro&#223;e UNO-Konferenzen an Orten mit hohem Freizeit- und Erholungswert zu veranstalten, an denen ausreichend viele luxuri&#246;se und vollklimatisierte Suiten zur Verf&#252;gung stehen. Was aber auff&#228;llt, ist die Konsequenz, mit der der Spiegel seine Klimakatastrophen-Kampagne fortsetzt.</p>
<p>Unter strikter Missachtung der neuen Realit&#228;ten werden Nachrichten &#252;ber Wirtschaftspolitik immer noch unter der Kategorie &#8220;Wissenschaft&#8221; ver&#246;ffentlicht. Klimaforschung und Politik sind eine untrennbare Einheit, so sollen wir denken. Und: &#8220;Die Karawane zieht weiter, unbeirrt und unbeeindruckt, f&#252;r uns Weltenretter hat sich nichts ge&#228;ndert.&#8221;</p>
<p><strong>Dabei hat sich Entscheidendes getan, in den letzten Wochen.</strong></p>
<p>Mit einem gewissen Zynismus muss ich konstatieren, dass wir Skeptiker von all dem schon immer berichtet haben. Was sich ge&#228;ndert hat, ist die allgemeine Wahrnehmung. Climategate, Pachaurigate, Glaciergate, Amazongate und Hurricangate – um nur einige v&#246;llig neue Wortsch&#246;pfungen zu nennen, sind nun im Bewusstsein einer breiten &#214;ffentlichkeit fest verankert.</p>
<p>Es ist jetzt bekannt, wie eine kleine, eng vernetzte Gruppe von Wissenschaftlern den IPCC-Prozess beherrscht und Klimaforschung zur Unterst&#252;tzung einer politischen Agenda instrumentalisiert hat (Climategate). Es liegen Beweise vor, wie hohe IPCC-Kader, insbesondere Rajendra Pachauri, der erste Mann des Gremiums selbst, von Katastrophenwarnungen direkt monet&#228;r profitiert haben (Pachaurigate). Und, viel wichtiger, es musste einger&#228;umt werden, wie die durch das IPCC marktschreierisch immer und &#252;berall gemalten Untergangsszenarien zu werten sind. N&#228;mlich als blo&#223;e Spekulationen, teils von Laiendarstellern in die Auff&#252;hrung eingebaut, bar jeder wissenschaftlichen Grundlage (alle anderen &#8220;Gates&#8221;).</p>
<p>Aus dem Modellbild der menschgemachten globalen Erw&#228;rmung, mag sie nun stattfinden, oder nicht, l&#228;sst sich eben keine Vorhersage &#252;ber zuk&#252;nftige Katastrophen ableiten. Denn diese sind, gleich ob D&#252;rre, &#220;berschwemmung, Sturm, Hitzewelle oder Frost, immer nur Folgen eines bestimmten regionalen und lokalen Wettergeschehens. Und die Ableitung regionaler und lokaler Verh&#228;ltnisse aus globalen Statistiken und den hochkomplexen W&#252;rfelspielen der Klimamodellierer ist nicht m&#246;glich.</p>
<p><strong>Die direkte Verbindung zwischen Klimapolitik und Klimaforschung ist zerbrochen.</strong></p>
<p>Endg&#252;ltig. Denn blo&#223;e Spekulationen k&#246;nnen und d&#252;rfen nicht Grundlage von Politik sein. Ideen und Hypothesen zu globalen Modellen des irdischen Klimas m&#246;gen wissenschaftlich von Bedeutung und von Belang sein. Phantasien dar&#252;ber, welche Folgen welche Entwicklung f&#252;r die Menschen in ihren jeweiligen ganz konkreten Lebensumst&#228;nden haben kann, sind es nicht. Und allein auf der Basis der wissenschaftlichen Evidenz dieser angenommenen Folgen konnte die bislang vorherrschende Vermeidungsstrategie politisch begr&#252;ndet werden. Dem Einsparen von Kohlendioxid-Emissionen, gleich zu welchen Kosten, wurde nun die argumentative Grundlage entzogen.</p>
<p>Das ist die entscheidende Wende in der Klimadebatte, die einige noch nicht wahrhaben wollen und einige vielleicht niemals werden wahrnehmen k&#246;nnen.</p>
<p>Und wieder andere d&#252;rfen nicht zugeben, sie wahrgenommen zu haben. Insbesondere die Politiker, die mit der Klimakatastrophe das Erfordernis ihrer eigenen Existenz begr&#252;ndet haben. Dabei hat ein Umschwenken schon l&#228;ngst begonnen.</p>
<p><strong>Die Rettung der Welt verschwindet zunehmend von der politischen Agenda.</strong></p>
<p>Schon im <a href="http://mitmachen.fdp.de/files/363/koalitionsvertrag.pdf">Koalitionsvertrag</a> unserer derzeitigen CDU/CSU/FDP-Regierung wird der Klimaschutz als &#8220;Wettbewerbsmotor f&#252;r neue Technologien&#8221; bezeichnet. Die Entwicklungsl&#228;nder werden zwischen den Zeilen mehr als Partner f&#252;r die &#214;konomie, denn f&#252;r die &#214;kologie herausgearbeitet. Die Energiepolitik wird als &#8220;ideologiefrei, technologieoffen und marktorientiert&#8221; charakterisiert. Den Marktkr&#228;ften wird auch eine entsprechende Rolle bei der Reduzierung von Emissionen zugewiesen. Sogar die Notwendigkeit einer Anpassungsstrategie wird an mehreren Stellen deutlich benannt. Und im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68425654.html">Interview</a> mit dem Spiegel (Ausgabe 53/2009) macht Umweltminister Norbert R&#246;ttgen im Anschluss an den gescheiterten Kopenhagen-Gipfel deutlich, was seine wahren Ziele sind. Er erl&#228;utert den Klimagipfel als ein Ringen um die Macht, um die Hegemonie auf diesem Planeten.</p>
<blockquote><p><em>„Wir k&#246;nnen das Klimaproblem nicht allein l&#246;sen, weil wir in diesem Sinne zu wenig emittieren. Unser [der europ&#228;ische] Anteil an den globalen Emissionen betr&#228;gt nur rund 14 Prozent. Wir k&#246;nnten morgen aufh&#246;ren, CO2 auszusto&#223;en, und die Erderw&#228;rmung w&#228;re immer noch katastrophal. In dieser Frage hat die meiste Macht, wer am meisten emittiert – leider.“</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>„China sieht sich wirtschaftlich als Schwellenland, ist aber von den CO2-Emissionen her eine Supermacht, die fast schon im Alleingang das Zwei-Grad-Ziel sprengen kann.“</em></p></blockquote>
<p>Diese Perspektive ist interessant, neu und richtig, Herr R&#246;ttgen, die Vermeidungsstrategie gibt denen am meisten Macht, die am meisten vermeiden k&#246;nnten, wenn sie denn wollten. Wie wollen Sie das &#228;ndern?</p>
<blockquote><p><em>„Es ist deutsche Politik, bei den Umwelttechnologien voranzuschreiten. China und die USA m&#246;gen verpflichtende Ziele ablehnen, aber beide L&#228;nder betreiben einen massiven Ausbau ihrer eigenen Umwelttechnologien und werden auch die besten Technologien aus aller Welt kaufen. Unsere Rolle ist ganz klassisch: durch deutsche Technologie, Ingenieurf&#228;higkeiten und Maschinen den wachsenden Energiehunger klimafreundlich zu stillen.“</em></p></blockquote>
<p>Das ist also die neue Form der Klimapolitik. Die Technologien zu entwickeln, mit denen andere L&#228;nder ihre Emissionen senken bzw. den Anstieg des Aussto&#223;es von Treibhausgasen reduzieren k&#246;nnen. Und diese L&#228;nder, nicht nur China und die USA, sondern auch die Entwicklungsl&#228;nder, &#252;ber ein komplexes Geflecht an internationalen Vereinbarungen quasi dazu zu zwingen, diese Technologien insbesondere in Deutschland zu kaufen und damit hier f&#252;r Wertsch&#246;pfung und Wohlstand zu sorgen.</p>
<p>Oder, um es noch einmal R&#246;ttgen in seinen eigenen Worten sagen zu lassen:</p>
<blockquote><p><em>„Wir sollten das Geld nicht ins Ausland schicken, um &#214;l zu kaufen, sondern mit deutscher Ingenieursleistung bei uns Arbeitspl&#228;tze schaffen.“</em></p></blockquote>
<p>Die Klimakonferenz in Kopenhagen ist allerdings genau daran gescheitert. China, die USA und viele andere L&#228;nder haben diese Strategie der &#246;konomischen Hegemonie sehr wohl erkannt. Und sie wissen um den technologischen Vorsprung Europas in vielen Bereichen. Es wird also weder in Bonn noch in Cancun ein verbindliches weltweites Abkommen geben, denn es liegt im Interesse Chinas und der USA, aufzuholen. Das wei&#223; R&#246;ttgen auch:</p>
<blockquote><p><em>„Wenn wir jetzt durch r&#252;ckw&#228;rtsgewandte Debatten Zeit und Vorsprung verlieren, nehmen uns die Chinesen und Amerikaner die Zukunftsm&#228;rkte weg.“</em></p></blockquote>
<p>Die wissenschaftliche Basis der Vermeidungsstrategie ist in den letzten Wochen weggebrochen, politisch ist sie in Kopenhagen gescheitert. Wenn Spiegel-Online, unser liebstes mediales Alarmistenorgan, nun auf Durchhalteparolen setzen muss, da sonst nichts mehr zur Verf&#252;gung steht, wissen wir, dass die &#214;kologisten am Ende sind. Wer die Vermeidung weiter propagiert, handelt tats&#228;chlich r&#252;ckw&#228;rtsgewandt, Herr R&#246;ttgen.</p>
<p><strong>Br&#252;derle statt R&#246;ttgen?</strong></p>
<p>Man kann nun &#252;ber die Strategie der Bundesregierung geteilter Meinung sein, das Ziel (Wohlstand in Deutschland) ist aller Ehren wert, der Weg dahin (&#252;ber die Klimapolitik) scheint mir etwas merkw&#252;rdig. Erfolgreich – auch in Teilen – kann dieser Ansatz aber nur sein, wenn man ihn endlich denjenigen &#252;berl&#228;sst, die wirklich was davon verstehen. Klimapolitik ist seit Kopenhagen, seit Climategate und seinen Folgen, eben kein Thema der Umweltpolitik mehr, sondern eines der Wirtschaftspolitik. Deswegen habe ich mich nicht verschrieben, wenn ich oben die kommende Weltklimakonferenz in Mexiko oben als &#8220;Weltwirtschaftsgipfel&#8221; bezeichnet habe. Und deswegen m&#246;chte ich Spiegel-Online auf die falsche Kategorisierung dieser Nachricht hinweisen – sie geh&#246;rt in &#8220;Wirtschaft&#8221; statt in &#8220;Wissenschaft&#8221;.</p>
<p>Das ist Absicht und dr&#252;ckt auch meine Hoffnung und Erwartung aus. Der erste Schritt zur&#252;ck in die Realit&#228;t nach Climategate und all den anderen &#246;ffentlichen Debatten der letzten Zeit wird die Befreiung der Klimapolitik aus den Fesseln der Umweltaktivisten sein. Sie ist den Wirtschaftspolitikern zu &#252;berlassen. Oder anders ausgedr&#252;ckt: R&#246;ttgens Ziele kann Br&#252;derle erreichen, wenn auch auf einem anderen Weg. Sollten also im n&#228;chsten IPCC-Bericht nicht mehr Greenpeace und der WWF, sondern Wirtschafts-, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb&#228;nde zitiert werden, sollten nach Cancun nicht nur Delegationen der jeweiligen Umwelt- sondern auch der Wirtschaftministerien reisen, dann kann Klimapolitik wieder im Sinne der Menschen stattfinden. &#220;ber das &#8220;Wie&#8221; werden wir nat&#252;rlich weiter streiten…</p>
<p><em>(Quelle: <a href="http://www.science-skeptical.de/blog/durchhalteparolen-im-angesicht-der-neuen-klimapolitik/001814/">Science Skeptical</a>)</em>
</p>
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		<title>Fr&#252;her war alles besser, fr&#252;her war alles aus Holz</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/02/09/frueher-war-alles-besser-frueher-war-alles-aus-holz/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 17:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Die Karnevalsprinzessin der deutschen Google-Phobiker legt konsequent nach: Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner hat ihre Pl&#228;ne zu einem deutschlandweit geltenden Fotoverbot konkretisiert und dem Diebstahl von Steuers&#252;nderdaten im Auftrag der Bundesregierung zugleich eine scharfe Absage erteilt. Der einzigen amtlichen deutschen Nachrichtenagentur Deutschen Presse-Agentur verriet die ausgebildete Rundfunkmechanikerin, dass auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&#228;uble aus ihrer Sicht verpflichtet sei, [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/googll.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Die <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/02/karnevalistin-gegen-google.html">Karnevalsprinzessin der deutschen Google-Phobiker</a> legt konsequent nach: Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner hat ihre Pl&#228;ne zu einem deutschlandweit geltenden Fotoverbot <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschutzministerin-legt-mit-Kritik-an-Google-nach-924980.html">konkretisiert</a> und dem Diebstahl von Steuers&#252;nderdaten im Auftrag der Bundesregierung zugleich eine scharfe Absage erteilt. Der einzigen amtlichen deutschen Nachrichtenagentur Deutschen Presse-Agentur verriet die ausgebildete Rundfunkmechanikerin, dass auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&#228;uble aus ihrer Sicht verpflichtet sei, bei den auf der sagenumwobenen Steuers&#252;nder-CD vermerkten B&#252;rgern um eine Freigabe der Nutzung ihrer Daten nachzufragen.</p>
<p>&#8220;Wer mit pers&#246;nlichen Daten Geld verdienen will, der muss aus meiner Sicht vorab eine ausdr&#252;ckliche Einwilligung einholen&#8221;, ist Aigner im Gegensatz zur Regierungslinie &#252;berzeugt. Dies gelte zwar nat&#252;rlich vor allem f&#252;r Google und vergleichbare Dienste, die &#8220;ohne Einwilligung H&#228;user und Vorg&#228;rten abfotografierten&#8221;, was nach Ansicht der <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/04/verbot-der-woche-pech-fur-popcorn.html">bereits fr&#252;her als Maisverbieterin gescheiterten Ministerin wie in der guten alten DDR verboten sein sollte. </a></p>
<p>Im Augenblick sei alles erlaubt, was nicht verboten sei, dieses Prinzip gelte es umzukehren, vor allem, wenn es um Fotografen gehe, die ihre Bilder anschlie&#223;end zu kommerziellen Zwecken verwerten wollen. Es gehe nicht an, dass etwa Postkartenverlage, Nachrichtenagenturen, Herausgeber von Reisef&#252;hrern und Anbieter von naturnahen Navigationsl&#246;sungen nicht auf Genehmigungen von Hausbesitzern, Autoeignern und vor&#252;bergehenden Passanten angewiesen seien.</p>
<p>Auch Stadionbesucher und G&#228;ste von Volksfesten m&#252;ssten danach demn&#228;chst jeweils einzeln schriftlich zustimmen, dass sie einverstanden damit sind, im Fernsehen oder auf Zeitungsfotos aufzutauchen. &#8220;Solche Projekte sind nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsph&#228;re.&#8221; Das gelte auch f&#252;r Fassadenfotos, betonte Verbandspr&#228;sident Rolf Kornemann vom Hauseigent&#252;merverband Haus und Grund. Google m&#252;sse deshalb <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article6311800/Google-soll-fuer-Street-View-zahlen.html">vor einer Ver&#246;ffentlichung von H&#228;userfotos jeden Immobilienbesitzer um Erlaubnis fragen.</a></p>
<p><strong>Wichtig sei es im &#220;brigen, f&#252;r mehr Sicherheit beim Surfen im Internet zu sorgen. </strong></p>
<p>&#8220;Die Internet-Wirtschaft wird auf Dauer nur erfolgreich sein k&#246;nnen, wenn ihr der Schutz privater Daten ebenso wichtig ist wie die Erschlie&#223;ung neuer Gesch&#228;ftsfelder&#8221;, sagte die ehrenamtliche Hobby-Karnevalistin unter deutlicher Bezugnahme auf die Datenlecks bei Schweizer Banken, die schon zu einem deutlichen Mittelabfluss etwa bei der UBS gef&#252;hrt haben.</p>
<p>&#8220;Fast t&#228;glich werden neue Gesch&#228;ftsmodelle im Internet entwickelt, die nur ein Ziel haben: Mit unseren Daten Geld zu verdienen&#8221;, mahnte Aigner, ehe sie weitereilte, <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/dpa/2010/02/08/aigner-wirbt-fuer-holz-als-baustoff.html">um schnell noch f&#252;r Holz als Baustoff zu werben </a>und Dacian Ciolos <a href="http://www.lifepr.de/pressemeldungen/bundesministerium-fuer-ernaehrung-landwirtschaft-und-verbraucherschutz-bmelv/boxid-145564.html">als neuen EU-Kommissar f&#252;r Landwirtschaft und l&#228;ndliche Entwicklung</a> zu begr&#252;&#223;en. Dabei gingen dubiose Gesch&#228;ftemacher immer raffinierter vor. Fr&#252;her h&#228;tten schwarze Schafe darauf gesetzt, etwa illegal kopierte Musik millionenfach zu verbreiten, um ein paar tausend Euro mit Werbebannern zu verdienen. Heute reiche es, eine einzige CD an den richtigen Mann zu bringen, um Millionen zu verdienen. Harsch kritisierte die Landwirtschaftsministerin aus Bayern die Bundesregierung und ihren Parteichef Horst Seehofer, der f&#252;r den Ankauf privater Daten durch den Bund pl&#228;diert hatte: &#8220;Pers&#246;nliche Daten sind pers&#246;nliches Eigentum und m&#252;ssen es bleiben.&#8221;</p>
<p>Sie verstehe nicht, wie Banken gerade in der Schweiz Sicherheitsvorkehrungen vernachl&#228;ssigen k&#246;nnten, &#8220;nur damit die eine oder andere Anwendung schneller l&#228;uft&#8221;. Eine CD mit Steuers&#252;nderdaten k&#246;nne es aus ihrer Sicht gar nicht geben, wenn ihre Herstellung rechtzeitig verhindert werde. &#8220;Die Wirtschaft muss alles daf&#252;r tun, damit die Sicherheit der Kundendaten gew&#228;hrleistet ist.&#8221;</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/02/fruher-war-alles-besser-fruher-war.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unrecht + Unrecht = doppeltes Unrecht - und nicht Gerechtigkeit</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/02/09/unrecht-unrecht-doppeltes-unrecht-und-nicht-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>guccivara</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[In der Diskussion um den Kauf der CD mit einer Liste von vermeintlichen Steuers&#252;ndern stehen die vielen finanziellen Aspekte an erster Stelle und diese scheinen alle Mittel zu rechtfertigen. Mit juristischen Spitzfindigkeiten, haarstr&#228;ubenden Vergleichen, falschen Informationen und Implikationen sowie etlichen Denunzierungen mag eine rein rhetorische Rechtfertigung ja zu erreichen sein.
Doch ohne einen echten &#8220;juristischen&#8221; Scheinkauf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/cdfrg.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>In der Diskussion um den Kauf der CD mit einer Liste von vermeintlichen Steuers&#252;ndern stehen die vielen finanziellen Aspekte an erster Stelle und diese scheinen alle Mittel zu rechtfertigen. Mit juristischen Spitzfindigkeiten, haarstr&#228;ubenden Vergleichen, falschen Informationen und Implikationen sowie etlichen Denunzierungen mag eine rein rhetorische Rechtfertigung ja zu erreichen sein.</p>
<p>Doch ohne einen echten &#8220;juristischen&#8221; Scheinkauf, bei dem im Nachhinein der Hehler/Dealer strafrechtlich geahndet wird (wie in der Drogenfahndung), was im &#8220;Falle Liechtenstein&#8221; als gl&#228;nzendes Vorbild ja ausblieb, ist und bleibt es Beihilfe zum Diebstahl.  Entgegen der medial f&#228;lschlich als Paradoxon vermittelten Entscheidung, handelt es sich hier um eine Situation, die durch unsere Werte-Welt (und das schlie&#223;t alle Religionen und Kulturen ein) ganz klar und eindeutig definiert ist:</p>
<p><em>Eine Ungerechtigkeit kann und wird durch einen weitere Ungerechtigkeit nicht kompensiert, sondern als Folge der Zweiten, hat sich das Leid/die Ungerechtigkeit in unserer Welt verdoppelt. Darum kann der Zweck niemals die Mittel rechtfertigen.</em></p>
<p>Und das ich auch beim Kauf der CD gegeben. Der Moralbegriff ist nur ein Konzept, vielleicht ein Plan, aber unsere t&#228;glichen Taten und Handlungen, die daraus resultieren sind die realen Bausteine unserer Gesellschaft. Die einzigen realen Bausteine, die wir haben. Ob mit oder ohne Plan, was z&#228;hlt ist, wie wir diese Bausteine, also unsere t&#228;glichen Taten und Handlungen gestalten und einsetzen.</p>
<p><strong>Ein moralischer Verfall (Steuerflucht) ist durch eine weitere Ungerechtigkeit (Hehlerei) NICHT aufzuhalten, sondern verschlimmert nur die Gesamtsituation. </strong></p>
<p>Was die Gesellschaft braucht, ist eine neue Solidarit&#228;t, eine, die in alle Richtungen geht, aber auch eine, die alle Menschen mit einschlie&#223;t. B&#252;rger, Arme, Reiche, Migranten, Asylanten, Nachbarn, Freunde, etc. Manche sagen dazu auch Einheit. Das Anstreben dieser einen neuen Einheit und der daraus folgenden auf Werten aufbauenden Solidarit&#228;t, sollte das Ziel sein und stellt dann auch eine systemische L&#246;sung vieler gesellschaftlicher Probleme dar. Unter anderem der Steuerflucht Einzelner, und der Beg&#252;nstigung dieser durch Nachbarn.</p>
<p>Aber mit den derzeitigen Entscheidungen und Taten entfernen wir uns nur noch weiter davon, weil die Menschen durch Politik &#038; Medien und gezielten Fehlinformationen weiter polarisiert statt angen&#228;hert werden, und vor allem weil Sie durch falsche Vorbildwirkung und Wertevermittlung negative beeinflusst werden.</p>
<p>Wenn die Rechtschaffenheit, Integrit&#228;t und Vorbildwirkung eines gesamten Staates nicht mehr Wert sind (denk in Werten und nicht in Zahlen) als eine Handvoll Euros, dann wird eine kommende Staats- &#038; Politkkrise die derzeitige Finanzkrise als Lappalie denunzieren. Denn Sie haben den selben geistigen Vater.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: Todd Binger, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/toddbinger/3235728614/">flickr</a>
</p>
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		<title>Grundrecht auf richtige Berechnung der Existenzsicherung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Ehlers</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[Grunds&#228;tzlich sind Grundrechte Abwehrrechte des B&#252;rgers gegen den Staat. Das Bundesverfassungsgericht hat aber in stetiger Rechtsfortbildung bis zum heutigen Tage  anerkannt, dass Grundrechte auch Leistungsanspr&#252;che beinhalten k&#246;nnen.
Der vorl&#228;ufige H&#246;hepunkt dieser Entwicklung ist das Urteil, das der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts heute,am 9.2.2010, gef&#228;llt hat. Das Gericht erkannte im konkreten Fall, dass die Methoden der Berechnung [...]]]></description>
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<dd></dd>
</dl>
<p>Grunds&#228;tzlich sind Grundrechte Abwehrrechte des B&#252;rgers gegen den Staat. Das Bundesverfassungsgericht hat aber in stetiger Rechtsfortbildung bis zum heutigen Tage  anerkannt, dass Grundrechte auch Leistungsanspr&#252;che beinhalten k&#246;nnen.</p>
<p>Der vorl&#228;ufige H&#246;hepunkt dieser Entwicklung ist das Urteil, das der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts heute,am 9.2.2010, gef&#228;llt hat. Das Gericht erkannte im konkreten Fall, dass die Methoden der Berechnung der H&#246;he der Leistungen nach Hartz IV, besonders was die Berechnung der Bed&#252;rfnisse von Kindern anbelangt, unzureichend und nicht transparent sind. Sie m&#252;ssen bis zum Jahresschluss ge&#228;ndert werden.</p>
<p>Weit dar&#252;ber hinaus reicht aber die damit verbundene Festschreibung der Methoden der Umsetzung der Pflicht des Staates zur materiellen Gew&#228;hleistung des menschenw&#252;rdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG i.V.m. dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG. Wie will Schwarz-Gelb da noch weiter einen Mindestlohn f&#252;r alle blockieren? Weiter gedacht: wie kann unsere Gesellschaft k&#252;nftig noch ohne ein bedingungsloses Grundeinkommen f&#252;r jedermann auskommen?</p>
<p>Der alte Kampf um die Frage, ob es ein materilles Recht auf Arbeit geben kann, verliert seine Aktualit&#228;t ohnehin in dem Ma&#223;e, in dem nach und nach immer mehr Arbeitspl&#228;tze wegrationalisiert werden. Wichtiger ist die Verfolgbarkeit der Verpflichtung des Staates zur Zahlung der Kosten des Lebensunterhalts der B&#252;rger.</p>
<p>Hier die entscheidenden Passage des Urteils im <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/entscheidung-zu-hartz-iv-das-urteil-im-wortlaut-1542083.html">Wortlaut</a>:</p>
<p><em>&#8220;Das Grundrecht auf Gew&#228;hrleistung eines menschenw&#252;rdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG sichert jedem Hilfebed&#252;rftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die f&#252;r seine physische Existenz und f&#252;r ein Mindestma&#223; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerl&#228;sslich sind. Dieses Grundrecht aus Art. 1 Abs. 1 GG hat als Gew&#228;hrleistungsrecht in seiner Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG neben dem absolut wirkenden Anspruch aus Art. 1 Abs. 1 GG auf Achtung der W&#252;rde jedes Einzelnen eigenst&#228;ndige Bedeutung. Es ist dem Grunde nach unverf&#252;gbar und muss eingel&#246;st werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat. Der Umfang des verfassungsrechtlichen Leistungsanspruchs kann im Hinblick auf die Arten des Bedarfs und die daf&#252;r erforderlichen Mittel nicht unmittelbar aus der Verfassung abgeleitet werden. Die Konkretisierung obliegt dem Gesetzgeber, dem hierbei ein Gestaltungsspielraum zukommt.</em></p>
<p><em>Zur Konkretisierung des Anspruchs hat der Gesetzgeber alle existenznotwendigen Aufwendungen folgerichtig in einem transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tats&#228;chlichen Bedarf, also realit&#228;tsgerecht, zu bemessen.&#8221;<br />
</em><br />
Photo Quelle/Copyright: Al Fed, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/al-stan/809644775/">flickr</a><em><br />
</em>
</p>
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		<title>HartzIV-Urteil: Existenzminimum bleibt weiter durch Sanktionen gef&#228;hrdet</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 14:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[  &#8220;Ein klares Pl&#228;doyer f&#252;r mehr Menschenw&#252;rde&#8221;, nennt es Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD).  Als eine &#8220;schallende Ohrfeige f&#252;r die Bundesregierungen&#8221; bezeichnet Linke-Fraktionschef Helmut Holter das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Berechnung der HartzIV-Regels&#228;tze und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht gar von einem &#8220;gro&#223;en Tag f&#252;r die Kinder&#8221;. Die Richter haben heute gesprochen. Wie [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> &#8220;Ein klares Pl&#228;doyer f&#252;r mehr Menschenw&#252;rde&#8221;, <a href="http://www.abendblatt.de/region/article1375675/Politiker-begruessen-Hartz-IV-Urteil-einhellig.html">nennt</a> es Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD).  Als eine &#8220;schallende Ohrfeige f&#252;r die Bundesregierungen&#8221; bezeichnet Linke-Fraktionschef Helmut Holter das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Berechnung der HartzIV-Regels&#228;tze und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E05089143A71E4AB09271C1B623FB572F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">spricht</a> gar von einem &#8220;gro&#223;en Tag f&#252;r die Kinder&#8221;. Die Richter haben heute gesprochen. Wie es nun weitergeht, das ist allerdings v&#246;llig unklar. Denn neben viel Lob werden auch Warnungen laut.</p>
<p>Auch das B&#252;ndnis f&#252;r ein Sanktionsmoratorium begr&#252;&#223;t das Urteil des<br />
Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regels&#228;tzen. Es nimmt die Verk&#252;ndigung jedoch zum Anlass, nachdr&#252;cklich auch auf einen Stopp der Hartz-IV-Sanktionen zu dr&#228;ngen. Es warnt die Verantwortlichen davor, an ihrer Sanktionspolitik festzuhalten, durch die das Existenzminimum nicht mehr gew&#228;hrleistet wird. In einer soeben &#252;bermittelten <a href="http://www.sanktionsmoratorium.de/pdfs/buendnis-f-e-sanktionsmortor_pm4_09_02_10.pdf">Pressemitteilung</a> erkl&#228;rt hierzu Sozialehtiker im B&#252;ndnis, Franz Segbers: &#8220;Das Urteil will dem vernachl&#228;ssigten Sozialstaatsgebot und dem besch&#228;digten W&#252;rdeartikel im Grundgesetz nachhaltig zur Geltung verhelfen.&#8221; Und Helga Spindler, Sozial- und Arbeitsrechtsexpertin im B&#252;ndnis erg&#228;nzt: &#8220;Auf eine vollst&#228;ndige Ber&#252;cksichtigung des notwendigen Lebensunterhalts und eines nachvollziehbaren Verfahrens haben Erwerbsloseninitiativen, Wohlfahrtsverb&#228;nde und Wissenschaftler seit Einf&#252;hrung der Hartz-Gesetze gedr&#228;ngt: Wie viel Geld braucht ein Mensch f&#252;rs physische &#220;berleben, wie viel braucht er f&#252;r die gesellschaftliche Teilhabe und wie wird der Betrag ermittelt.&#8221; Nun w&#252;rden Gesetzgeber und die Regierung vom Bundesverfassungsgericht dazu aufgefordert, durch fundierte Untersuchungen und Regelungen das soziokulturelle Existenzminimum sicher zu stellen.</p>
<p><strong>&#8220;Uns&#228;gliche&#8221; Kampagne gegen Erwerbslose</strong></p>
<p>Doch was eigentlich zu begr&#252;&#223;en w&#228;re, birgt ihrer Meinung nach auch Gefahren. &#8220;Wir f&#252;rchten aber, dass die Politik weiterhin bei den existenzsichernden Leistungen auf Kosten erwerbsloser Menschen sparen will und im Falle der gebotenen Erh&#246;hung der Regels&#228;tze andere Wege suchen wird&#8221;, f&#228;hrt der Sozialethiker fort, &#8220;Steuergeschenke und Rettungspakete f&#252;r Banken finanzieren sich nicht von selbst.&#8221; Bereits seit Wochen g&#228;be es nach Meinung des B&#252;ndnisses eine &#8220;uns&#228;gliche&#8221; Kampagne gegen Erwerbslose, die auch die Versch&#228;rfung von Sanktionen vorbereiten solle. So kritisiere Ministerpr&#228;sident Roland Koch die angeblich langen Verz&#246;gerungsm&#246;glichkeiten, die Betroffene durch Einspr&#252;che und Klagen gegen Sanktionen h&#228;tten, sowie die regelm&#228;&#223;ig zu beobachtende Aufhebung von Sanktionen durch Sozialgerichte. Dies ist in den Augen der Autoren nicht anders zu deuten als: &#8220;dass die rechtsstaatliche Kontrolle von sanktionierenden Beh&#246;rden abgeschafft werden soll.&#8221;<br />
<strong><br />
Gesellschaftliche Debatte ist notwendig</strong></p>
<p>Hierzu meint auch Claudia Daseking, Mitglied einer Betroffenenorganisation im B&#252;ndnis: &#8220;Dann k&#246;nnen wir durch K&#252;rzung der Regels&#228;tze und im weiteren vermutlich der Wohnkosten beliebig in Trainingsma&#223;nahmen, &#8216;Sofortangebote&#8217; oder in andere Formen prek&#228;rer Arbeit gepresst werden.&#8221; F&#252;r das B&#252;ndnis ist deshalb klar: &#8220;Diese Zielsetzung der Hartz-Gesetze wird weiter verfolgt, n&#228;mlich die Kosten des Sozialsystems und gleichzeitig das Lohnniveau in den unteren Einkommensschichten zu senken, und daran &#228;ndert auch der heutige Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts nichts.&#8221; Die Entrechtung der Erwerbslosen nehme weiter zu, insbesondere der jungen Menschen unter 25 Jahren, bei denen die 100%ige K&#252;rzung schon bei kleinsten Verfehlungen greife, w&#228;hrend es weiterhin an Ausbildungspl&#228;tzen und akzeptablen Bildungsbedingungen fehle.</p>
<p>Notwendig sei vor diesem Hintergrund vielmehr eine gesellschaftliche Debatte &#252;ber einen Umgang mit Erwerbslosen, der einer sozialen und demokratischen Gesellschaft angemessen sei. Das B&#252;ndnis fordert deshalb weiterhin, die Sanktionen sofort auszusetzen.
</p>
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		<title>Carrotmob in Berlin: Verbraucher machen ernst</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 13:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Nachhaltigkeit</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  Der Valentinstag steht vor der T&#252;r. Die Blumenindustrie l&#228;uft auf Hochtouren und die M&#228;nnerwelt rotiert mit ihr um die Wette. Was der Liebsten geschenkt wird, ist klar. Wo und wie allerdings nicht. Reflektion? Meist Fehlanzeige. P&#252;nktlich, einen Tag vor dem rosaroten Gro&#223;ereignis drehen deshalb findige Verbraucher den Spie&#223; einfach um. Mit Hilfe eines so [...] ]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/carrot.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Der Valentinstag steht vor der T&#252;r. Die Blumenindustrie l&#228;uft auf Hochtouren und die M&#228;nnerwelt rotiert mit ihr um die Wette. Was der Liebsten geschenkt wird, ist klar. Wo und wie allerdings nicht. Reflektion? Meist Fehlanzeige. P&#252;nktlich, einen Tag vor dem rosaroten Gro&#223;ereignis drehen deshalb findige Verbraucher den Spie&#223; einfach um. Mit Hilfe eines so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smart_Mob#Carrotmob">Carrotmobs</a> machen sie ernst und wenden sich am kommenden Samstag, 13. Februar von 09.00 bis 18.00 Uhr gegen den un&#252;berlegten Konsum.</p>
<p>Carrotmob, diese Bezeichnung mag auf den ersten Blick zurecht etwas albern klingen. Was genau kann sich der Verbraucher aber unter dieser urspr&#252;nglich aus dem fernen San Francisco kommenden Umweltbewegung vorstellen? Ganz einfach: &#8220;Alle reden von der Macht der Verbraucher (&#8230;) Wir drehen das Prinzip des Boykotts um und belohnen Gesch&#228;fte, die bereit sind, etwas zum Positiven hin zu ver&#228;ndern&#8221;, schreiben die Veranstalter auf ihrer <a href="http://www.carrotmobberlin.com/derzweite/das-prinzip">Website</a> . </p>
<p>Nach zwei erfolgreichen Aktionen im Juni und Oktober vergangenen Jahres fordern die Initiatoren nun dazu auf, die Blumen f&#252;r die Liebsten bei &#8220;Floristik M&#228;nnertreu&#8221;, <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=298797931440">Bornholmer Stra&#223;e 78</a> im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg zu kaufen. &#8220;Blumen f&#252;r die Liebe. Geld f&#252;r den Klimaschutz&#8221;, lautet also diesmal das Motto, das sich derzeit rasch &#252;ber die von der <a href="http://www.bundjugend-berlin.de/neu/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=182&#038;Itemid=168">BUNDjugend Berlin</a> organisierten <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=298797931440">Facebook-Gruppe</a> verbreitet. &#8220;Der Laden wird unglaubliche 56% des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen und fair gehandelte Blumen anzuschaffen&#8221;, erkl&#228;ren sie die weiterreichenden Folgen dieser Aktion und fassen zusammen: &#8220;So wird langfristig seine CO2-Bilanz gesenkt und damit das Klima gesch&#252;tzt. Wenn du dabei bist, k&#246;nnen wir wirklich etwas ver&#228;ndern. Jeder z&#228;hlt!&#8221;</p>
<p>Bei &#8220;Gl&#252;hwein Happy Hour&#8221; von 15.00 bis 18.00 Uhr, Kaffee, Kuchen und Musik gemeinsam f&#252;r eine Sache k&#228;mpfen. <a href="http://carrotmob.org/">Das klingt gar nicht mal so schlecht</a>. &#8220;F&#252;r uns hei&#223;t unser Ziel, den &#8216;Erfolg und Misserfolg am Markt&#8217; mit sozialer und &#246;kologischer Verantwortung zu verbinden, erreichen!&#8221;, erkl&#228;ren die Initiatoren weiter. Wenn M&#246;hre auf Blume trifft, kann da ja wohl nichts mehr schiefgehen.</p>
<p>Bis es soweit ist, hier ein R&#252;ckblick in den letzten Sommer. Am 13. Juni 2009 stand die Wiener Stra&#223;e 40 im Zentrum des Interesses. Damals hatte sich der Sp&#228;tkauf Multikulti dazu entschlossen, 35 Prozent seines an diesem Tag erzielten Umsatzes in eine energieeffizientere Umgestaltung zu stecken.<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/A9Wahq2T1ns&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/A9Wahq2T1ns&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>In diesem Sinne: Hingehen und mitmachen!
</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Linke Denkfabrik &#8220;ISM&#8221; gegr&#252;ndet - Wie der Schornstein ordentlich rauchen k&#246;nnte</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/02/09/linke-denkfabrik-ism-gegruendet-wie-der-schornstein-ordentlich-rauchen-koennte/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 12:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claus-Dieter Stille</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Nachhaltigkeit</category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber Jahre hinweg konnte einen unser Land regelrecht wie gel&#228;hmt vorkommen. Haupts&#228;chlich gewann man diesen Eindruck bei der Konsumierung der so genannten Mainstream-Medien. Was man da auch las, via Radioempf&#228;nger oder TV ins Haus gesendet bekam: es verging einem bald H&#246;ren und Sehen. Die meisten Informationen bekamen n&#228;mlich einen neoliberalen Anstrich verpasst. Von der herrschenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/fhfghssfgf.jpg" /></dt>
<dd>Auf Verdaulicheres setzen, damit der<br />
Schornstein der neuen Denkfabrik<br />
ordentlich raucht? (Bidquelle s.u.)</dd>
</dl>
<p>&#220;ber Jahre hinweg konnte einen unser Land regelrecht wie gel&#228;hmt vorkommen. Haupts&#228;chlich gewann man diesen Eindruck bei der Konsumierung der so genannten Mainstream-Medien. Was man da auch las, via Radioempf&#228;nger oder TV ins Haus gesendet bekam: es verging einem bald H&#246;ren und Sehen. Die meisten Informationen bekamen n&#228;mlich einen neoliberalen Anstrich verpasst. Von der herrschenden Politik ganz abgesehen. Beide Seiten befruchteten sich gegenseitig. Dass das so war, war beileibe alles andere als Zufall. Das hatte System.</p>
<p><strong>Neoliberaler Virus INSM</strong></p>
<p>Am frechsten, ordentlich mit Finanzmitteln, ausreichend Personal und entsprechender Hardware ausgestattet, legte sich die &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/INSM">(INSM)</a> ins Zeug, um den neoliberalen Zeitgeist in Form eines Virus bis fast in jede Ecke unserer Republik hinein zu verbreiten. Bei dieser Initiative jedoch, welche zun&#228;chst einmal keinerlei Verdacht erregte, irgendetwas B&#246;ses im Schilde zu f&#252;hren - im Gegenteil: klang doch deren Name irgendwie nach Reform und Ausbau gar der Sozialen Marktwirtschaft - steckte der Teufel im Detail. Die <a href="http://www.insm.de">INSM</a> war im Jahre 2000 vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegr&#252;ndet worden. Durchaus, um sich f&#252;r eine Reform der Sozialen Marktwirtschaft ins Zeug zu legen. Allerdings in der letztlich negativ angestrichenen Definition, unter welcher das Wort &#8220;Reform&#8221; sp&#228;testens seit der Regierungszeit von Rot-Gr&#252;n firmiert. In erster Linie predigte die INSM die angeblich notwendige Senkung der Lohnnebenkosten in der BRD bei gleichzeitiger Forderung nach einer Verschlankung des Staates. Um nur zwei herausragende Beispiele f&#252;r die Politik der neoliberalen Denkfabrik zu nennen. Zu diesem Behufe schoss die INSM gewisserma&#223;en aus allen Rohren. Jahrelang. Dauerfeuer.</p>
<p>Ihre &#8220;Waffen&#8221; waren zu gro&#223;en Teilen die Medien. Diese wurden mit INSM-Themen f&#246;rmlich besetzt. Auch die &#246;ffentlich-rechtlichen elektronischen Medien lie&#223;en sich zun&#228;chst leider von der INSM benutzen, wenn nicht sogar: missbrauchen. Radio und Fernsehen, unter Spardruck, griffen immer &#246;fters zu. INSM-Beitr&#228;ge liefen in Rundfunk und Fernsehen nicht etwa als das, was sie in Wirklichkeit waren: Public-Relation-Beitr&#228;ge der Wirtschaft, sondern als scheinbar ganz &#8220;normale&#8221; redaktionelle Beitr&#228;ge der Sender. Dieser mediale - und auch an anderen Fronten gef&#252;hrte - Krieg war ziemlich erfolgreich. Er fand Woche f&#252;r Woche bis zum Erbrechen in den einschl&#228;gigen Printmedien statt und wurde zus&#228;tzlich noch jeden Sonntagabend im Anschluss an &#8220;Tatort&#8221; oder &#8220;Polizeiruf 110&#8243; vom Sessel einer gewissen, sich Moderatorin nennenden, Sabine Christiansen aus gelenkt. Der Wahnsinn hatte Methode. Und Erfolg. Wenn man Erfolg denn so definieren will. Das bewies: Steter Tropfen h&#246;hlt der Stein! Bis in den Mittelstand hinein wurde den Menschen ein schlechtes Gewissen eingeredet: Ihr seid zu teuer, Leute!</p>
<p><strong>Inzwischen stehen wir vor den Tr&#252;mmern des unter neoliberaler Flagge gef&#252;hrten Krieges:</strong></p>
<p>Der Sozialstaat ist leck geschossen. Er l&#228;uft leerer und leerer. Das Gesundheitssystem ist schlimmer in der Krise als je zuvor. Der neoliberal befeuerte Angriff auf die gesetzliche Rentenversicherung hat diese zwar noch nicht vernichtet, aber l&#228;ngst sturmreif geschossen. Die Nutznie&#223;er sind u. a. die Privatversicherer und die Banken. Die Herren Schr&#246;der und Fischer aber sitzen gut dotiert in diversen Konzernaufsichtsr&#228;ten. Ein herausragendes INSM-Stichwort in deren Regierungszeit lautete, wir erinnern uns: Mehr Eigenverantwortung!</p>
<p><strong>&#8220;Institut Solidarische Moderne&#8221; als Gegenentwurf zum Neoliberalismus gegr&#252;ndet</strong></p>
<p>Diesem zwar in der Krise befindlichen, aber l&#228;ngst nicht aufgegebenen Neoliberalismus soll nun <em>endlich </em>eine linke Denkfabrik entgegengesetzt werden. Am vergangenen Wochenende haben Wissenschaftler, Gewerkschafter, Politiker von SPD, Linkspartei und Gr&#252;nen, sowie weiteren Interessierte das &#8220;Institut Solidarische Moderne&#8221; (ISM) gegr&#252;ndet. Vorstandssprecher sind zun&#228;chst der von <a href="http://www.attac.de">Attac </a>bekannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Giegold">Sven Giegold</a> (MdEp f&#252;r die Gr&#252;nen), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katja_Kipping">Katja Kipping</a> (LINKE), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anke_Martiny">Anke Martiny</a> (Transparency International), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Seibert">Thomas Seibert</a> (medico international) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Ypsilanti">Andrea Ypsilanti</a> (SPD). Der linke <em>think tank</em> &#8220;Institut Solidarische Moderne&#8221; hat sich nicht weniger auf die Fahnen geschrieben, als per gesellschaftlicher Debatte einen Gegenentwurf zum Neoliberalismus zu diskutieren und letztlich hierzulande auch zu etablieren. Soll wohl hei&#223;en: ihm auch zu politischer Macht zu verhelfen. Auf die Zusammensetzung des derzeitigen Vorstandes der linken Denkfabrik -  welche nat&#252;rlich Spekulationen auf dessen vorrangige Ziele nahelegt - angesprochen, verlautete aus dessen Reihen, kurzfristig sei nicht daran gedacht, rot-rot-gr&#252;ne Koalitionen vorzubereiten. In einem <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/topic/6.grundsatz.html">Gr&#252;ndungsaufruf </a>ist in Einzelnen dargelegt, mit welchen Fragen sich das frisch gegr&#252;ndet Instiut besch&#228;ftigen will. Hier seien diese nur kurz umrissen:</p>
<p>Soziale, &#214;konomie; &#214;kologische Gerechtigkeit; Humanistische Bildung und kulturelle Emanzipation; Geschlechtergerechtigkeit; Demokratischer Sozialstaat; Kosmopolitismus von unten; Globale Soziale Rechte und Regeln, Soziales Europa; Demokratischer Aufbruch und Gesellschaft der Vielfalt.</p>
<p>Fraglos alles wichtige und dringend nicht nur anpeilensw&#252;rdige, sondern auch ins Werk gesetzt werden m&#252;ssende Ziele! Wer wollte da widersprechen? Aber reicht das allein schon?</p>
<p><strong>Gutgemeinte Kritik von Albrecht M&#252;ller </strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_M&#252;ller_(Publizist)">Albrecht M&#252;ller, </a>ein eng mit der &#196;ra Willy Brandt verbundener National&#246;konom und Betreiber der <a href="http://www.nachdenkseiten.de">NachDenkSeiten</a>, der zusammen mit seinen Mitstreitern vehement und kritisch-aufkl&#228;rend gegen den ausgeuferten Neoliberalismus und mediale Meinungsmache zu Felde ziehender Autor hat da seine Zweifel. Auch die NachDenkSeiten waren einst im Jahre 2003 als Reaktion auf die INSM und deren mediale Machenschaften gegr&#252;ndet worden. Kritiker bezeichneten damals nicht zu Unrecht die Aktivit&#228;ten der INSM als ein Verschieben der Grenzen des Journalismus bzw. des unversch&#228;mten Ersetzen durch <em>public relation</em>. Seither ziehen die NachDenkSeiten Jahr f&#252;r Jahr erfolgreicher, aber mit unvergleichlich schw&#228;cheren Mitteln und begrenzterem Personal als etwa die INSM gegen neoliberale Propaganda, Manipulation der Massen und deren Irref&#252;hrung zu Felde, die geschieht, um politische Entscheidungen wesentlich im Sinne neoliberaler Politik zu bestimmen und damit auch Regierungspolitik zu beherrschen.</p>
<p><strong>Was bedeutet &#8220;Moderne&#8221;? Albrecht M&#252;ller fordert bessere Verst&#228;ndlichkeit</strong></p>
<p>Albrecht M&#252;ller sieht durchaus einen Bedarf f&#252;r eine linke Denkfabrik. Doch, r&#228;umt er ein, habe er schon Probleme mit dem im Instituts-Namen vorkommenden Wort &#8220;Moderne&#8221;. Er frage sich, was das denn &#252;berhaupt sei bzw. ob er, um den Text des Grundsatzaufrufs zu verstehen, wom&#246;glich zu ungebildet sei. Wie wird es dann erst anderen mit dem Text gehen?, frage ich mich, immerhin ist Albrecht M&#252;ller, um es so auszudr&#252;cken wie es der Volksmund t&#228;te: nun wahrlich nicht auf den Kopf gefallen. Tats&#228;chlich ist Albrecht M&#252;ller in seiner Kritik am Grundsatzaufruf beizupflichten. Nicht etwa, was die Sache angeht. Die vertritt letztlich auch M&#252;ller. Seine Kritik gilt den wirklich im Text zahlreich vorkommenden Fachbegriffen, die wohl ihre Wurzeln zum gr&#246;&#223;ten Teil in der Soziologie haben d&#252;rften. Der Tenor von M&#252;llers treffend formulierter <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4504">Kritik</a>: Wer, wie der linke <em>think tank</em> m&#246;glichst viele Menschen querbeet in der jetzigen Gesellschaft erreichen und schlie&#223;lich in eine Gesellschaft jenseits einer von schwarz-gelber betriebenen Klientel- und neoliberaler Politik mitnehmen wolle - und das d&#252;rfte wohl Sinn und Zweck dieses Instituts sein - m&#252;sse sich eben m&#246;glichst verst&#228;ndlich ausdr&#252;cken, ohne dabei nun gleich platt daherkommen zu m&#252;ssen.</p>
<p>Albrecht M&#252;ller macht in diesem Zusammenhang - ebenfalls via eines Links auf den <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4509">NachDenkSeiten  </a>auf einen Text in der FR - darauf aufmerksam, dass eine gerade vor kurzem in der Frankfurter Rundschau in deutscher &#220;bersetzung erschienene Rede eines italienisches Oberstaatsanwalts, der sich mit den kriminellen Machenschaften der Mafia auseinandersetzt, deren Methoden und Einfluss heutzutage schon so unsere Wirtschaftskonzerne und sogar die Regierungen gerade auch der westlichen Welt beeinflussen, dass davon nicht nur die Politik &#252;ber weite Strecken Besorgnis erregend bestimmt wird, sondern im hohen Ma&#223;e bereits l&#228;ngst auch unsere Demokratie bedroht ist. Eigentlich, so Albrecht M&#252;ller auf einen Nenner gebracht, beinhalte die Rede des italienischen Oberstaatsanwalts alles  (und zwar allgemeinverst&#228;ndlicher formuliert als im Gr&#252;ndungsaufruf des &#8220;Instituts f&#252;r Solidarische Moderne&#8221;!), was die neue linke Denkfabrik zur &#8220;Produktion&#8221; einer gerechteren Gesellschaft als Basisgrundstoff zum Reagieren auf die Probleme von Heute ben&#246;tige. Quasi genau das &#8220;Futter&#8221;, so m&#246;chte ich es einmal ausdr&#252;cken, was deren Schornstein ordentlich zum Rauchen br&#228;chte.</p>
<p>Photo/Quelle: <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=438277&#038;mode=search">Werner Lojowski via Pixelio.de</a>
</p>
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		<title>Geld stinkt doch</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 11:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Ehlers</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Freie Journalisten sind aufmerksamer: Unsere Welt w&#228;re ein sch&#246;nerer Ort, wenn die Journalisten im Verh&#228;ltnis zu den Eigent&#252;mern der Medien frei w&#228;ren, ihre Meinung &#246;ffentlich zu &#228;u&#223;ern. Was ist das f&#252;r ein gesellschaftliches System, in dem die Medien einigen wenigen Reichen geh&#246;ren, die daf&#252;r sorgen, dass nur noch ihre eigene Meinung in die &#214;ffentlichkeit kommt!
Berlusconi [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/keorp.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p><strong>Freie Journalisten sind aufmerksamer:</strong> Unsere Welt w&#228;re ein sch&#246;nerer Ort, wenn die Journalisten im Verh&#228;ltnis zu den Eigent&#252;mern der Medien frei w&#228;ren, ihre Meinung &#246;ffentlich zu &#228;u&#223;ern. Was ist das f&#252;r ein gesellschaftliches System, in dem die Medien einigen wenigen Reichen geh&#246;ren, die daf&#252;r sorgen, dass nur noch ihre eigene Meinung in die &#214;ffentlichkeit kommt!</p>
<p>Berlusconi mit seiner Medienmacht gilt uns als Schreckensbild, dabei ist seine Medienmacht nur eine klamaukig &#252;bertriebene Kopie der scheinbar soliden Verh&#228;ltnisse im restlichen Europa, vor allem im Deutschland von Frieda Springer, Liz Mohn und Bodo Hombach und Freunden. Bei Themen wie dem vorliegenden, die die Medienm&#228;chtigen wenig interessieren d&#252;rften, k&#246;nnen Journalisten zeigen, was sie drauf haben.</p>
<p><strong>Ein Urteil, das an den Pranger geh&#246;rt</strong></p>
<p>Wie klug Journalisten sein k&#246;nnen, wenn sie keinen Maulkorb haben, zeigt <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/353/502585/text/">Heribert Prantl</a> in der <em>S&#252;ddeutschen </em>vom 8.2.2010 in seinem Kommentar &#252;ber das Liechtensteinische Urteil, mit dem ein dortiges Gericht dem Immobilienkaufmann Elmar S. (68) aus Bad Homburg, der vom Bochumer Landgericht wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft (sinnigerweise auf Bew&#228;hrung) und 7,5 Millionen Euro Geldstrafe verurteilt wurde, Recht gegeben hat, der dieses Geld von der Liechtensteiner Bank zur&#252;ck haben wollte, weil diese ihn nicht rechtzeitig informiert hatte, dass sein Steuerbetrug aufgeflogen war. Seine Logik ist die, dass er ja bei rechtzeitiger Information der deutschen Steuerfahnung den reuigen S&#252;nder h&#228;tte vormachen und durch eine Selbstanzeige Straffreiheit h&#228;tte erwirken k&#246;nnen.</p>
<p>Die<strong> </strong><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,676473,00.html">Presse</a> berichtet weitgehend emotionslos &#252;ber diesen Vorgang. Prantl und ihm offenbar folgend Lothar Petzold<strong> </strong>in seinem Kommentar in der NRZ vom 9.2.2010 (nicht online gestellt) haben erfreulicher Weise die Brisanz dieses Urteils erkannt und lassen zu Recht kein gutes Haar daran. Prantls Titel &#8220;Geld stinkt nicht&#8221; (lat.: pecunia non olet) und das von ihm gew&#228;hlte Beispiel sind so treffend, dass ich beide hier &#252;bernehme. Sein Beispiel:</p>
<p>&#8220;Bei Gaunerst&#252;cken ist es &#252;blich, dass einer aufpasst, ob jemand kommt und die Gaunerei st&#246;rt. Der Einbrecher stellt also einen Gehilfen auf, der Schmiere steht und warnt, wenn Entdeckung droht. Passt dieser Gehilfe nicht gut genug auf, dann passiert das, was eigentlich nach dem Tatplan nicht passieren sollte: Die Straftat l&#228;uft nicht wie geschmiert, sondern endet mit Festnahme und Strafe. Das ist &#228;rgerlich f&#252;r den T&#228;ter - zumal dann, wenn sein Schmiermaxe aus irgendwelchen Gr&#252;nden nicht gefasst und nicht bestraft wird.&#8221;</p>
<p>Noch Fragen? Das Urteil des liechtensteinischen Richters verletzt fundamentalste Grundlagen der Rechtsordnung, die wegen gleicher Rechtshistorie seit den Tagen Justinians in dem kleinen Steuerfluchtl&#228;ndchen nicht anders sein k&#246;nnen als im restlichen Europa. Seit wann sind staatliche Gerichte da, f&#252;r den geordneten Ablauf von Straftaten zu sorgen und daf&#252;r, dass nicht einer der T&#228;ter den anderen aus Sorglosigkeit ans Messer der  Strafverfolger liefert? Ob es sich dabei um Diebstahl handelt oder Steuerbetrug ist dabei nat&#252;rlich ohne Bedeutung. Dass im Ergebnis der Steuerbetr&#252;ger noch belohnt wird, ist final betrachtet nat&#252;rlich auch kein rechtlich erw&#252;nschtes Ergebnis.</p>
<p><strong>Ein &#8220;staatszielorientiertes&#8221; Urteil </strong></p>
<p>Lothar Petzold in der NRZ deutet einen Zusammenhang zwischen diesem Urteil und der Sorge der Steuerschlupflochl&#228;nder an, dass ihnen die Kunden wegbrechen k&#246;nnten, wenn die Banken dort nicht besser dicht machten und ihre Sch&#228;fchen rechtzeitig warnen, wenn der b&#246;se Wolf in Gestalt der ausl&#228;ndischen Steuerfahnder auftaucht. Ob der Richter tats&#228;chlich so staatszielkonform gedacht hat? Auf das Ergebnis der zweiten Instanz darf man gespannt sein.</p>
<p><strong>Historischer Exkurs: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pecunia_non_olet">pecunia non olet</a>&#8220;</strong></p>
<p>Abgestandener Urin wurde wegen seiner bakteriziden Wirkung im alten Rom allgemein zum Gerben von Leder benutzt. Er wurde sogar an besonderen Pl&#228;tzen mitten in der Stadt eingesammelt. Angesichts leerer Staatskassen erfand  Kaiser Vespasian eine von den Gerbern zu zahlende Latrinensteuer. Heute w&#252;rde man darauf verweisen, dass es  sich bei der Unterhaltung der Urinsammler um eine Sondernutzung des dem &#246;ffenlichen Verkehr gewidmeten Raums handelt. Ohne Zweifel w&#252;rden unsere Gemeinden hierf&#252;r eine Sondernutzungsgeb&#252;hr verlangen wie etwa f&#252;r die dem Inhaber eines Cafés einger&#228;umte Recht, auf dem &#246;ffentlichen B&#252;rgersteig Tische und St&#252;hle aufzustellen. Die Redewendung, dass Geld nicht stinkt, stammt nachweislich von Vespasian.</p>
<p>Heute meint man mit diesem Spruch generell den Erwerb aus unsauberen Einnahmequellen, beispielsweise durch die Besteuerung von Einnahmen aus der Prostitution. Die &#246;ffentlichen Toiletten in Paris hei&#223;en &#252;brigens noch heute &#8220;Vespasienne&#8221;. Auch in Italien werden die &#246;ffentlichen Toiletten &#8220;Vespasiani&#8221; genannt.</p>
<p><strong>Das Ergebnis des Exkurses: Die Bank zahlt nur Lehrgeld<br />
</strong><br />
Die Aussage, dass Geld nicht stinkt oder eben doch, meint zwar direkt nur seinen Erwerb aus unsauberen Quellen. Sie weist aber auch darauf hin, dass man nicht noch mithelfen soll, dass es aus diesen Quellen kr&#228;ftig sprudelt. Im Beispiel der Besteuerung der Prostitution hei&#223;t das, dass der Staat nicht noch den Zuh&#228;lter spielen soll. Wenn ein staatliches Gericht aber wie hier in Liechtenstein dar&#252;ber wacht, dass die Steuerfluchtbanken und ihre steuerfl&#252;chtigen Kunden ja auch vertrauensvoll miteinander umgehen und all ihre Sorgfalt darauf verwenden, dass nicht bekannt wird, dass das gewaschene Geld doch stinkt, passt die Bezugnahme auf den alten Spruch ganz besonders gut.</p>
<p>Diese Betrachtung macht deutlich, dass das Urteil, das die liechtensteinische Bank zu millionenteurem Schadensersatz verpflichtet, gar nicht gegen das kriminelle Tun der Bank gerichtet ist. Die Bank wird den Schadensersatz gewiss bei der &#246;rtlichen Finanzverwaltung als Lehrgeld von der Steuer absetzen.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: marie-II, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/grrrl/2311748971/">flickr</a>
</p>
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		<title>&#8220;AXOLOTL Roadkill&#8221;, von Helene Hegemann, Ullstein</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Grunenberg</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Dieser Roman, emporgehoben vom Verlag und den Medien, ist nat&#252;rlich kein Wunder, denn die patchwork-&#228;hnliche Collage zwischen den Buchdeckeln mag zwar intelligent gemacht sein, wie man jetzt lesen kann auch anhand von Vorarbeiten eines anderen Autors. Jedoch, das m&#252;ssen wir wissen, in Zukunft wird einiges dieser Art immer wieder m&#246;glich sein.
Erstaunen ist deshalb kurzfristig angesagt, [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/02/axoo.jpg" /></dt>
<dd>Cover: Ullstein</dd>
</dl>
<p>Dieser Roman, emporgehoben vom Verlag und den Medien, ist nat&#252;rlich kein Wunder, denn die patchwork-&#228;hnliche Collage zwischen den Buchdeckeln mag zwar intelligent gemacht sein, wie man jetzt lesen kann auch anhand von Vorarbeiten eines anderen Autors. Jedoch, das m&#252;ssen wir wissen, in Zukunft wird einiges dieser Art immer wieder m&#246;glich sein.</p>
<p>Erstaunen ist deshalb kurzfristig angesagt, sich wundern nicht mehr.</p>
<p><strong>mehr unter:</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/product-reviews/3550087926/ref=cm_cr_dp_all_helpful?ie=UTF8&#038;coliid=&#038;showViewpoints=1&#038;colid=&#038;sortBy=bySubmissionDateDescending">amazon.de</a>
</p>
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