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	<title>READERS EDITION</title>
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	<description>Das deutsche Bürgerjournalismus-Portal</description>
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		<title>Internationale Börsen legen überraschend zu</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Weltwirtschaftskrise und damit einhergehend große Depressionen an den internationalen Börsen beherrschten in den letzten Jahren die Schlagzeilen in den Wirtschaftsrubriken. Doch inzwischen setzen immer mehr Anleger verstärkt auf Aktien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So vermeldete das deutsche Handelsblatt erst kürzlich, dass der DAX mit „Vollgas ins Wochenende“ startet. Ungeachtet der weiterhin großen Unsicherheit, wie es in Europa und speziell mit Griechenland weitergeht, steigen Investoren wieder häufiger in die Aktiengeschäfte ein. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres ließ sich trotz der Schuldenkrise, drohender Staatspleiten und der allgemeinen Unsicherheit an den Finanzmärkten speziell in Deutschland ein überraschender Trend feststellen.</p>
<p><strong>In der Krise kaufen Deutsche Aktien.</strong></p>
<p>Der DAX scheint damit seine Talfahrt für´s Erste beendet zu haben. Auch die Wall Street verzeichnet nicht zuletzt dank der erfolgreichen Anleihe-Auktionen in Europa eine aufsteigende Tendenz. Der US-Leitzins stieg nach Börsenstart immerhin um 0,1 Prozent.</p>
<p>In Folge der guten Vorgaben aus den USA legt nun auch die Tokioter Börse deutlich zu. Als Reaktion auf die erfolgreichen Anleihe-Auktionen von Italien und Spanien wurden die Anleger wieder risikofreudiger. Damit reagieren die Anleger auf die zunehmend positive Stimmung an den asiatischen Märkten. Sowohl der Nikkei als auch der Topix legten in der letzten Woche wieder zu. Gerade die japanischen Autobauer konnten einen Anstieg der Finanzwerte von teilweise mehr als drei Prozent verzeichnen. Den größten und deutlichsten Anstieg unter den Autoherstellern konnte Honda mit 3,4 Prozent verzeichnen. Dass gerade Honda zu den Gewinnern der letzten Börsentage gehört, ist kaum verwunderlich, schließlich setzt der, gemessen an seinem Börsenwert, zweitgrößte Autohersteller der Welt, verstärkt auf alternative Antriebskonzepte. Das machen andere Vertreter der internationalen Autoindustrie natürlich auch.</p>
<p>Honda gehört aber zu den wenigen Autobauern, die verstärkt in den unteren Segmenten die neuen Antriebskonzepte wie den Hybridantrieb zum Einsatz bringt. Der Honda <a href="http://www.honda.de/automobile/modelle_insight.php">Insight</a> ist mit ca. 20.000 Euro der derzeit preislich günstigste  unter den Hybridfahrzeugen. Hinzu kommt der inzwischen in der neunten Generation produzierte Civic mit seinen zahlreichen Ausführungen wie den <a href="http://www.honda.de/automobile/modelle_civic.php">Honda Type S</a> oder den Civic GX NGV. Bei letzterem handelt es sich um ein mit Erdgas angetriebenes Automobil, das derzeit in Japan, Kanada und den Staaten verkauft wird.</p>
<p>Auch wenn die Börsen derzeit einen Aufschwung verzeichnen und der Einsatz fortschrittlicher Technologien auch auf den Märkten dementsprechend honoriert werden, warnen Experten jedoch vor zu viel Euphorie. Die fundamentalen Probleme in der Euro-Zone bestehen nach wie vor und es ist eine Frage, wann sich dies auch an den internationalen Börsen widerspiegeln könnte.</p>
<p>Photo: Gerd Altmann, via <a href="http://www.pixelio.de/media/559989" target="_blank">pixelio</a>.de</p>
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		<title>Warum ist der Februar so kalt? Was sagt die Klimaforschung, was sagen die Fakten?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Potsdam Institut für Klimafolgenforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wintereinbruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit erleben wir in Deutschland und Europa einen heftigen Wintereinbruch, wie er stärker kaum sein könnte. Nachttemperaturen von knapp -30°C wurden in Deutschland in den vergangenen Nächten gemessen. Und der Frost soll bis zum nächsten Wochenende anhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/AO-NAO.jpg"><img class="size-full wp-image-41866 aligncenter" src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/AO-NAO.jpg" alt="" width="400" height="259" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schon die letzten drei Winter in Deutschland sind zu kalt ausgefallen. Der Winter 2008/09 war um -0,4°C zu kalt, der Winter 2009/10 war um -1,5°C zu kalt und der Winter 2010/11 war um -0,8°C zu kalt. Nach drei Kältewintern in Folge, erleben wir nun einen frostigen Februarbeginn 2012 mit viel Eis und Schnee. Die Klimaforschung hat prompt eine Antwort parat. Schuld soll der Klimawandel und die schrumpfende, sommerliche Meereisbedeckung in der Arktis sein.</p>
<p><a href="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2010/erderwaermung-koennte-winter-kaelter-werden-lassen">Im Jahre 2009 wurde am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung folgende Hypothese aufgestellt.</a> Infolge der globalen Erwärmung können sich eisfreie Flächen im Nordpolarmeer bilden, insbesondere in der Barents-Kara-See. Die eisfreien Flächen begünstigen die Bildung eines Hochdruckgebietes in dieser Gegend, das dann polare Kaltluft nach Osteuropa und bis nach Deutschland lenkt. Somit könnten Kältewinter in Deutschland wieder häufiger auftreten. <a href="http://www.awi.de/de/news/press_releases/detail/item/jaiser_et_al/?cHash=02d36d297b3d606eb9277091b1bbe929">Jetzt hat eine Arbeitsgruppe des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam eine ähnliche Hypothese aufgestellt.</a> Demnach könnten bei uns kalte Winterwetterlagen, offenbar durch die globale Erwärmung und die schwindende arktische Meereisfläche, begünstigt werden.</p>
<p><strong>Eine schöne Hypothese, aber die Theorie hat einige Schwächen, welche ich kurz anhand von einigen Beispielen aufzeigen möchte</strong></p>
<p>1. In Deutschland sind die letzten drei Winter zu kalt ausgefallen. In den Jahren 2008 bis 2010 hat die Eisbedeckung in der Arktis aber gegenüber dem Rekordtief von 2007 leicht zugenommen und nicht abgenommen. Damit hätte die Wahrscheinlichkeit für das auftreten eines, oder dreier Kältewinter in Folge abnehmen und nicht zunehmen müssen. Der Winter 2007/08 – also der Winter nach der geringsten Meereisbedeckung in der Arktis – war hingegen ein Wärmewinter in Deutschland und um +2,8°C zu warm. Durch das Rekordminimum der arktischen Meereisbedeckung hätte ein kalter Winter in Deutschland begünstigt werden müssen und kein Wärmewinter.</p>
<p>2. Weiter fragt man sich, was ist mit den Kältewintern der 1960er Jahre in Deutschland? War dort das arktische Meereis auch teilweise verschwunden? Nein, es war besonders weit ausgedehnt. Weiter fragt man sich, was ist mit der mittelalterlichen Warmzeit? Die Wikinger konnten aufgrund der geringen Eislage nach Grönland segeln und Grönland besiedeln. Zeitgleich wurden die Winter in Europa &#8211; mit dem schwindenden arktischen Meereis &#8211; nicht kälter, sondern auch wärmer. Umgekehrt hätten mit dem Einsetzen der sog. Kleinen Eiszeit, also der Zunahme des arktischen Meereises, die Winter in Europa wieder wärmer werden müssen. Sie wurden aber kälter.</p>
<p>Sie sehen also, die Theorie ist nicht schlüssig, wie die aufgeführten Beispiele zeigen. Ich habe hingegen eine einfache Erklärung für den derzeit kalten Februar parat. (Siehe Abbildung oben). Schaut man sich die beiden Wettersysteme, welche für das Winterwetter in Europa und Deutschland mitbestimmend sind an, dann zeigt sich eine negative Arktische Oszillation, d.h. ein schwacher Nordpolarwirbel, so dass polare Kaltluft weit bis nach Süden vordringen kann und eine schwache Nordatlantische Oszillation, also eine schwache Westwindlage (&#8220;milde&#8221; Tiefdruckgebiete erreichen uns daher nicht). Im Nordosteuropa ist hingegen ein Hochdruckgebiet vorherrschend, welches polare Luft bis weit nach Westeuropa vordringen lässt (winterliche Ostwindlage). Ob das nun irgendetwas mit der arktischen Meereisausdehnung im letzten Sommer zu tun hat, dass sei dahin gestellt. Es handelt sich dabei um eine sehr wage und fragwürdige Hypothese/ Theorie.</p>
<p>Vielmehr ist diese Theorie dazu geeignet Klimaschützer in ihren Glauben zu bestärken. Der Klimawandel scheint auf einmal alle Extremwetterlagen möglich zu machen. Die Extreme in beide Richtungen, also Wärme- und Kälteereignisse, sollen nun in Folge der Klimaerwärmung zunehmen. So heiß es aktuell in der Klimaforschung. Das hat einen Vorteil, man kann nicht in Erklärungsnot gelangt. Im Zweifel war es immer die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung und man muss sich nicht festlegen. Das tun Klimaforscher bekanntlich sehr ungerne, denn man könnte ja zur Verantwortung gezogen werden und seine Reputation aufs Spiel setzen. So müssen wir uns anscheinend auch zukünftig mit uneindeutigen Aussagen begnügen, welches das Klimaorakel von sich gibt.</p>
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		<title>Darwintag 12. Februar 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 12:19:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AchimStoesser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Am kommenden Sonntag, dem 12. Februar ist Darwin-Tag (anlässlich des Geburtstags von Charles Darwin, der vor eineinhalb Jahrhunderten mit seinem Werk "On the Origin of Species" dt. "Die Entstehung der Arten" die Evolutionstheorie begründete).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<div>
<div><a title="Fisch mit Beinen: Indischer Zwergschlammspringer" href="http://www.antitheismus.de/uploads/fisch-mit-beinen.jpg"><img src="http://www.antitheismus.de/uploads/fisch-mit-beinen.tmb.jpg" alt="Fisch mit Beinen: Indischer Zwergschlammspringer  12.08.2011" width="200" height="150" /></a></div>
<div>Fisch mit Beinen: Indischer Zwergschlammspringer</div>
</div>
<p><em></em>&#8220;Gläubige wehren sich heute wie damals gegen die Realität&#8221;, bedauert Achim Stößer von <a title="antitheismus.de" href="http://antitheismus.de/">antitheismus.de</a>, der Seite gegen religiösen Wahn. &#8220;Auch wenn einige oder viele von ihnen mittlerweile die <a title="Evolution" href="http://antitheismus.de/archives/194-Evolutionstag-2011.html">Evolution </a>oder die Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne dreht, akzeptieren und nur noch selten &#8220;Hexen&#8221; verbrennen, das wesentliche, ihr Glaube an Götter, richtet nach wie vor <a title="Religion schadet" href="http://antitheismus.de/categories/1-Vorwort">ungeheuren Schaden</a> an.&#8221;</p>
<p>Schätzungsweise mindestens jeder zweite in Deutschland, vor allem Muslime, Katholiken und Protestanten, glaubt an Götter, Wunder und Engel und <a title="Gebet" href="http://antitheismus.de/archives/193-Weltgebetstag-2011.html">betet</a> täglich oder wöchentlich, jeder fünfte glaubt an einen Teufel. Selbst wenn auch nicht gerade wenige Kirchenmitglieder die zentralen Aussagen ihrer Religion zu erheblichen Teilen nicht mehr zustimmen (sogar den Glauben an einen personalen Gott haben viele von ihnen bereits als Unfug erkannt, manche den Götterglauben an sich): sie unterstützen die Machenschaften der Kirchen finanziell ebenso wie durch ihre bloße Anwesenheit (etwa als vermeintliches Argument von Religionslobbyisten).</p>
<div>
<div><a title="Darwin-Fisch" href="http://www.antitheismus.de/uploads/darwinfisch09ballon4b.jpg"><img src="http://www.antitheismus.de/uploads/darwinfisch09ballon4b.tmb.jpg" alt="Darwin-Fisch" width="200" height="150" /></a></div>
<div>Darwin-Fisch</div>
</div>
<p>Zum fünften Mal ruft daher wie in jedem Jahr antitheismus.de dazu auf, gerade zu dieser Gelegenheit vermehrt <a title="Darwinfische" href="http://antitheismus.de/archives/192-Darwinfische-2011.html">Darwin-Fische</a> zu verbreiten und so ein Zeichen gegen diejenigen zu setzen, die die Welt intellektuell und ethisch zurück ins Mittelalter zu <a title="missionieren" href="http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html#FrageMissionieren">missionieren </a>versuchen.</p>
<p>Auch wenn die (wachsende!) Zahl der Kreationisten hierzulande noch vergleichsweise gering ist (und dennoch viel zu hoch, jeder einzelne Kreationist ist einer zu viel), sind gerade Darwin-Fische eine adäquate Reaktion auf die nahezu allgegenwärtige christliche Bildpropaganda, die neben &#8220;<a title="Kruzifixe" href="http://antitheismus.de/categories/9-Kruzifixe">Kruzifixen</a>&#8221; (also religiösen</p>
<div>
<div><a title="Darwinfisch" href="http://www.antitheismus.de/uploads/darwinfisch09mohau.jpg"><img src="http://www.antitheismus.de/uploads/darwinfisch09mohau.tmb.jpg" alt="Darwinfisch" width="200" height="150" /></a></div>
<div>Darwinfisch</div>
</div>
<p>Folterszenen, die selbst in Kindergärten aufzustellen und -hängen die Gläubigen sich nicht entblöden) überwiegend als Ichtys-Symbol, als stilisierter Fisch vor allem auf Autohecks zu finden ist. Der Darwin-Fisch dagegen ist evolviert, weiterentwickelt: er verfügt in den meisten Varianten über Beine oder über eine Denkblase, die die Fähigkeit repräsentiert, vernünftig zu denken, was dem Glauben diametral gegenübersteht.</p>
<p>&#8220;Viele <a title="Theismuspsychose" href="http://tierrechtsforen.de/theismuspsychose">Psychosen, darunter auch Theismus</a>, sind heilbar&#8221;, schließt Stößer. &#8220;Und bei denen, die von der Religiosität genesen sind, ist die Rückfallquote denkbar gering.&#8221;</p>
<p>Fotos von Darwin-Fisch-Aktionen zur Veröffentlichung auf antitheismus.de bitte an <a title="mail@antitheismus.de" href="mailto:mail@antitheismus.de">mail@antitheismus.de</a>.</p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Auf den Spuren der Literatur, Teil 41</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/02/07/auf-den-spuren-der-literatur-teil-41/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RE-Redakteur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Die warme Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte des Abendlandes]]></category>
		<category><![CDATA[In Niedergeschlagenheit bei Neapel]]></category>
		<category><![CDATA[John Keats]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Percy Bysshe Shelley]]></category>

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		<description><![CDATA[Percy Bysshe Shelley und John Keats - Beide Dichter waren Freunde und sie gingen nicht selten auf Wanderschaft, waren vor allem Freunde Italiens. Beide Dichter waren der Romantik zugetan und ich hoffe, dass ich etwas von dem herüberbringen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Percy Bysshe Shelley</strong></p>
<p><strong>In Niedergeschlagenheit bei Neapel</strong></p>
<p>Die Sonne glüht, die starke See<br />
Tanzt her mit himmlischem Gesicht,<br />
Auf blauen Inseln, hohem Schnee<br />
Ruht Mittag, schichtend Licht auf Licht.<br />
Die Erde dampft und schüttet Licht<br />
Auf aller Pflanzen reines Kleid:<br />
Aus vielen Stimmen Eines spricht,<br />
Die Vogelstimmen, Wind, es schreit<br />
Herüber selbst die Stadt so wie die Einsamkeit.</p>
<p><em>(1. Strophe, aus “Gedichte des Abendlandes”, Fischer Bücherei 1961, nach Wolfenstein, leicht geändert)</em></p>
<p><strong>John Keats</strong></p>
<p><strong>Die warme Hand</strong></p>
<p>Diese lebendige Hand, die noch voll Leben ist<br />
Und zupackt mit Begier, die würde dich,<br />
Läg sie erstarrt in eisig stummer Gruft,<br />
So jagen tags und so durchkälten nachts,<br />
Dass du dein eigen Herzblut gäbst für sie,<br />
Damit es rot durch meine Adern rausch<br />
Und dir wär wieder leicht zumut – hier schau,<br />
Ich halte sie dir hin !</p>
<p><em>(John Keats, Gedichte, Reclam, Auswahl, 1981, übertragen von Heinz Piontek)</em></p>
<p><strong>Analyse</strong></p>
<p>Beide Dichter waren Freunde und sie gingen nicht selten auf Wanderschaft, waren vor allem Freunde Italiens. In Rom z.B. gibt es ein Haus an der Spanischen Treppe, wo man auf einem Schild lesen kann, dass und wann sie dort gewesen. Beide lebten vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1821 bzw. 1822. Keats starb etwas eher in Rom, wo er auch begraben liegt und Shelley ertrank bei einer Bootsfahrt im Meer bei Viareggio.</p>
<p>In dem angeführten Gedicht von Shelley (1. Strophe) meint man eine Ahnung schon zu spüren, einen Sog zum Meer, in dem er später so dramatisch mit einem Freund zusammen umkam. Beide Dichter waren der Romantik zugetan und ich hoffe, dass ich etwas von dem herüberbringen konnte, was sie ausmacht und zu einer Annäherung zu ihnen beitragen kann. Ich selbst werde mich weiter mit ihnen beschäftigen, und mit Byron, der ebenfalls dazu gehört, dem die nächste Folge gewidmet sein wird.</p>
<p>Klaus Grunenberg</p>
<p>Photo: birgitH, via <a href="http://www.pixelio.de/media/496410">pixelio</a>.de<strong><br />
</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach Spritztour eines Elfjährigen in Langwedel: Kann in Deutschland ein Kind verschwinden?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/02/07/nach-spritztour-eines-elfjahrigen-in-langwedel-kann-in-deutschland-ein-kind-verschwinden/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Peter Tjaden</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendamt Verden]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesentzug]]></category>
		<category><![CDATA[Langwedel]]></category>
		<category><![CDATA[Ruthard Stachowske]]></category>
		<category><![CDATA[Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensbeistand]]></category>
		<category><![CDATA[verschwunden]]></category>

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		<description><![CDATA["Unbemerkt hat ein elfjähriger Junge am Montagmorgen die Autoschlüssel seiner Eltern an sich gebracht und anschließend mit dem Wagen eine Spritztour unternommen. Im Rahmen einer Fahndung konnten Polizeibeamte den Jungen anhalten. Der Elfjährige, der kaum über das Lenkrad gucken konnte, war sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte er sich das Autofahren bei seiner Mutter abgeschaut und vorher eine Probefahrt im Wald unternommen. Nach Einschätzung der Polizei ist es weniger der frisch erworbenen Fahrpraxis, sondern eher glücklichen Umständen zu verdanken, dass es nicht zu einem Unfall mit möglicherweise schweren Folgen gekommen ist."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So steht es am 24. Januar 2012 im Pressebericht der Polizei von Verden. Schauplatz ist Langwedel. Eine Mutter aus Lübeck entdeckt diese Meldung im Internet, fragt sich: &#8220;War das mein Junge?&#8221; Der ist seit elf Jahren bei einer Pflegefamilie in Langwedel, hat das gleiche Alter wie der Spritztour-Junge, die Mutter hat ihren Sohn das letzte Mal vor sechs Jahren gesehen.</p>
<p><strong>Kind wird Mutter weggenommen</strong></p>
<p>Ein Polizeibeamter aus Verden will das bei einem Telefonat am gestrigen Montag nicht bestätigen, unterhält sich jedoch lange mit der Mutter über dieses Kind. Vor elf Jahren ist diese Mutter mit ihrem Sohn in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen, die bis Juli 2011 von dem Sozialpädagogen und Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden, Ruthard Stachowske, geleitet worden ist. Dem werfen unzählige Betroffene die Zerstörung von Familien vor. Er ist inzwischen wegen Untreue und Unterschlagung fristlos entlassen worden. Gegen diese fristlose Entlassung wehrt er sich vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg. Nächster Termin: 27. Februar 2012.</p>
<p>Auch der Mutter aus Lübeck ist der Junge weggenommen worden. Da die Therapie in Wilschenbruch nichts brachte, haute sie ab, kehrte mit ihrer Mutter in die Einrichtung zurück, der Junge war weg. Die Pflegeeltern erklärten die Mutter des Jungen für tot, das Jugendamt von Verden hat bislang nichts für eine Rückkehr des Kindes nach Lübeck getan.</p>
<p><strong>Junge schreibt Karte &#8211; will nach Hause</strong></p>
<p>Der Junge schreibt am 22. Dezember 2010 eine Karte an seine Mutter, will nach Hause. Wie sich derweil Hilfeplangespräche des Jugendamtes von Verden entwickeln, steht am 22. August 2011 in einer &#8220;Leseabschrift&#8221;. Wie schon üblich ist die Mutter zu diesem Gespräch am 17. August 2011 nicht eingeladen worden. Dazu heißt es in dieser &#8220;Leseabschrift&#8221;: &#8220;Die leibliche Mutter wird durch Übersendung des Hilfeplanes und ihre persönliche (möglichst schriftliche) Rückmeldung beteiligt.&#8221;</p>
<p>Der Junge hat am 17. August 2011 keine große Lust zur Teilnahme an diesem Gespräch: &#8220;Die Teilnahme lehnte er ab, wollte lieber mit seinem Freund spielen.&#8221; Den Hinweis, dass an Hilfeplangesprächen alle Betroffenen teilnehmen müssen, ignoriert das Jugendamt von Verden. Nicht zum ersten Mal.</p>
<p>Der Junge habe etwas angestellt, erfährt die Mutter am Freitag von der Verfahrensbeiständin, deshalb sei er jetzt in einer therapeutischen Einrichtung. In welcher, weiß sie nicht. Auch der Anwalt der Mutter findet das nicht heraus.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Spritztour ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zweifel daran, dass es sich bei dem Elfjährigen um den Jungen der Mutter aus Lübeck handelt, sind kaum möglich.</p>
<p><em><strong>Freitag voriger Woche geschah dies</strong></em></p>
<p>Sind die freitags alle schon ausgeritten? <a href="http://www.verden.de/internet/page.php?site=907000125&amp;typ=2&amp;rubrik=907000043&amp;s_sprache=de">Auf Pferde versteht sich Verden</a> dem Stadtmarketing zufolge sehr gut &#8211; und auf Kinder? Eins ist seit 11 Jahren bei Pflegeeltern, wurde denen Ende Januar 2012 weggenommen, der Junge kam in eine therapeutische Einrichtung. Erfährt die Mutter am 4. Februar 2012  von der Verfahrensbeiständin. Mehr weiß die angeblich auch nicht.</p>
<p>Die Mutter und ich haben einen Verdacht, rufen den Trägerverein einer therapeutischen Einrichtung an. Die Geschäftsführerin hat Besuch, teilt eine Telefon-Diensthabende gegen 11.30 Uhr mit. Warten wir also eine halbe Stunde. Rufen wieder an. Jetzt führt die Geschäftsführerin ein Telefonat. Kommt uns die Idee: Wir rufen die Verfahrensbeiständin an. Vielleicht weiß die inzwischen, wo der Junge ist. Auch die Verfahrensbeiständin telefoniert. Gegen 13 Uhr rufen wir wieder den Trägerverein der therapeutischen Einrichtung an. Die Geschäftsführerin ist soeben zu einem Termin entfleucht. Fragt die Mutter: &#8220;Wollen Sie mich etwa hinhalten?&#8221; Ist die Telefon-Diensthabende beleidigt: &#8220;Solche Unterstellungen verbitte ich mir.&#8221;</p>
<p><strong>Besetzt &#8211; oder AB</strong></p>
<p>Die Verfahrensbeiständin telefoniert um 13.45 Uhr immer noch. Wählen wir die Telefonnummer der therapeutischen Einrichtung. Springt ein Anrufbeantworter an. Die Verfahrensbeiständin stellt derweil einen Telefongespräch-Weltrekord auf. Fällt mir ein Wohnheim ein, das mit der therapeutischen Einrichtung organisatorisch verbandelt ist. Geht doch tatsächlich eine Frau ans Telefon. Sie gibt uns die Durchwahl des Leiters der therapeutischen Gemeinschaft. Der ist auch nicht (mehr) da. Lassen wir wieder das Telefon im Wohnheim klingeln. Die Frau weiß auch nicht mehr weiter. Und wenn jemand einen Notfall melden wollte?</p>
<p>Das muss Liebe sein. Auch um 14.15 Uhr telefoniert die Verfahrensbeiständin immer noch. Der Anwalt der Mutter ist um 15 Uhr wieder in seiner Kanzlei. Der teilt der Mutter mit: &#8220;Ich habe niemanden erreicht und kann Ihnen deshalb noch nicht sagen, wo Ihr Junge ist.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Der Klöng ist kaputt&#8221; &#8211; Dortmunder Schauspiel satirisch gegen Bürokratie</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 14:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claus-Dieter Stille</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Attac]]></category>
		<category><![CDATA[Der Klöng]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Heiner Geißler]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Brüning]]></category>
		<category><![CDATA[Kay Voges]]></category>
		<category><![CDATA[Pedram Shahyar]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Stéphane Hessel]]></category>
		<category><![CDATA[Ver.di]]></category>

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		<description><![CDATA[Stramm neoliberale Bundespolitik ist nicht ohne spürbare Folgen geblieben. Was unter Kohl und der damaligen schwarz-gelben Koalition verbrämt als "geistig-moralische Wende" hier und dort noch vorsichtig mit örtliche Betäubung ins Werk gesetzt wurde, sodass viele Bundesbürger kaum etwas davon mitbekommen haben dürften, vollendete ein sich bis heute Sozialdemokrat nennender Gerhard Schröder zusammen mit dem ehemaligen Turnschuhminister Joschka Fischer gewissermaßen mit Brachialgewalt: Eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben wurde in einem Atem beraubenden Tempo forciert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und zwar so, dass uns hierzulande die &#8220;Soziale Marktwirtschaft&#8221; (von der der Unionspolitiker und heutige Attac-Mitglied <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Geißler">Heiner Geißler</a> sagt, die habe es doch noch  n i e  gegeben) nur so  um die Ohren flog. Auf einen Punkt gebracht: Reiche wurden und werden immer reicher. Arme immer ärmer. Auf der einen Seite brandeten Jubel-Chöre auf. Den anderen machen die Agenda 2010 und Hartz-IV Angst, so dass sie sich ausbeuten lassen (müssen) wie Jahrzehnte vorher nicht. Mit einem Wort: Blühende Landschaften waren gestern. Wenn überhaupt je &#8230;</p>
<p><strong>Zu den Hauptleidtragenden dieser Politik zum Wohle der oberen Zehntausend, der Diktatur des Finanzkapitalismus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stéphane_Hessel">(Stéphane Hessel</a>) und der Großkonzerne gehören u. a. die Kommunen</strong></p>
<p>Wie sagt man doch so richtig: Den letzten beißen die Hunde. Und diese &#8220;Hunde&#8221; sind unsere Kommunen. Sie müssen umsetzen was der Bund beschließt. Sie tragen auch die (finanziellen) Folgen. Dabei müsste doch eigentlich der die Musik bezahlen der sie bestellt! Nicht hier: Seit Langsam steht vielen deutschen Kommunen das sprichwörtliche Wasser längst Oberkannte Unterlippe. Längst paddeln die Kämmerer immer hilfloser gegen den Tod durch Ertrinken an und klammern sich nach Luft schnappend an ihre klammen, maroden Stadtsäckel. Einige Kommunen können nur noch ihre Pflichtaufgaben (und auch die nur oft noch mit Müh&#8217; und Not) erfüllen. Die sogenannten &#8220;Freiwilligen Aufgaben&#8221; (und freiwillige Einrichtungen wie Theater, Bibliotheken und Schwimmbäder) fallen hinten herunter und sind auf einmal weg wie Schmitz Katze. Oder nur noch mit Einschränkungen am Leben zu erhalten. Und die Bürgerinnen und Bürger schauen in die Röhre &#8230;</p>
<div id="attachment_41839" class="wp-caption alignleft" style="width: 356px"><a href="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/presse_pedram_stille1.jpg"><img class="size-full wp-image-41839" src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/presse_pedram_stille1.jpg" alt="" width="346" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Pedram Shahyar (Attac) 2010 beim Referat in Dortmund; Photo:Stille</p></div>
<p><strong>Pedram Shahyar (Attac): Kommunen wurden finanziell ausgeblutet</strong></p>
<p>Die Kommunen sind halt die Letzten in einer Kette, die die Kosten für hohe Arbeitslosigkeit und Sozialausgaben direkt ins Mark treffen und so immer tiefer in den Abgrund ziehen. Dann kommen <em>nur </em>noch die Bürgerinnen und Bürger. Doch längst ist die Bürgerschaft breit gespalten. In Arme und Reiche. Den einen geht&#8217;s an die Substanz, die anderen kommen gut über die Runden. Auch im Straßenbild ist es nicht zu übersehen: In den letzten Jahren sind die dicken Geländewägen auf den Straßen immer  zahlreicher geworden. Auch ein Zeichen von Wandel. Nachwehen einer von Kohl eingeleiteten &#8220;geistig-moralischen Wende&#8221;.</p>
<p>Die wachsende finanzielle Misere vieler deutscher Kommunen ist das bittere Resultat einer nach wie vor anhaltenden neoliberalen Politik. Sie ist u.a. auch in einer falschen Steuerpolitik zu suchen.</p>
<p><strong>Einnahmeausfälle</strong></p>
<p><a href="http://pedram-shahyar.org/">Pedram Shahyar</a> (Attac) referierte vergangenes Jahr in Dortmund als Gast von &#8220;<a href="http://www.readers-edition.de/2011/02/23/schulden-fall-kommune-pedram-shahyar-widersetzen-es-gibt-viel-zu-gewinnen/">Bündnis für ein soziales,  lebenswertes und starkes Dortmund&#8221; über das Thema &#8220;Schulden-Fall Kommune&#8221; </a>im ver.di-Haus. Dort sprach er über Verursacher, Profiteure der Misere undnannte auch Wege aus der Krise. Shahyar erinnerte an die in vergangenen Jahrzehnten stattgehabte &#8220;massive Privatisierungspolitik&#8221;, die mit einer &#8220;finanziellen Ausblutung der Kommunen&#8221; einher gegangen sei. Den Bürgern sei das als &#8220;alternativlos&#8221; angepriesen und nicht zu unerheblichem Anteil auch mit Hilfe Meinung machender Medien gebetsmühlenartig, fast in Drückerkolonnenmanier, schmackhaft gemacht worden. Pedram Shahyar damals: Das Hauptproblem der Kommunen sei in den massiv angewachsenen Einnahmeausfällen zu suchen. Den Bürgern sei jedoch immer wieder weisgemacht worden, der Staat sei zu aufgebläht und teuer.</p>
<p>(Lesen Sie dazu auch die<a href="http://www.readers-edition.de/2012/02/03/der-diskreditierte-staat-von-heinz-j-bontrup/"> RE-Buchvorstellung &#8220;Der diskreditierte Staat&#8221; von Heinz-J. Bontrup</a>)</p>
<p>Dabei, so wies der Attac-Referent anhand von Zahlenwerken nach, seien beispielsweise die Personalkosten der Kommunen &#8220;eher moderat geblieben&#8221;.</p>
<p><strong>Mit &#8220;Schuldenbremsen&#8221; gegen die Krise?</strong></p>
<p>Nichtsdesotrotz hat sich betreffs der Finanzmisere vieler deutscher Kommunen nichts zum Besseren gewandelt. Im Gegenteil &#8211; alles ist nur noch viel schlimmer geworden. Daran trägt nicht nur die Finanzkrise von 2008 samt ihren Auswirkungen auch auf die Kommunen Schuld. Inzwischen haben wir es sozusagen mit einer ausufernden Weltwirtschaftskrise zutun. Womöglich eine der schlimmsten und gefährlichsten seit achtzig Jahren. In dieser angespannten Situation hat die Bundesregierung keine andere wirklich alternative Idee, als die berühmte schwäbische Hausfrau als Vorbild für den vorsätzlich  &#8220;diskreditierten&#8221;, arm gesparten deutschen  Staat, seine Bundesländer und sogar darüberhinaus auch noch für den Rest Europas als eine Art Ei des Kolumbus aufs Tapet zu heben, als die in ihrer Wirkung wirtschaftspolitisch idiotisch zu nennende &#8220;Schuldenbremse&#8221;!</p>
<p>Nicht zuletzt bringt diese Schuldenbremse auch die deutschen Kommunen noch weiter in die Bredouille. Dieser verfehlten Politik, stehen die Kommunen ziemlich hilflos gegenüber, anstatt sich in einer Art zivilen Ungehorsam auf die Hinterbeine zu stellen, um dagegen Front zu machen. Und machen so alles nur noch schlimmer. Pedram Shahyar dazu vor einem Jahr: &#8220;Widersetzen. Es gibt viel zu gewinnen!&#8221;</p>
<p>Das allgemeine Sparen weitesgehend ohne Sinn und Verstand erinnert an die rigide  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Austerität">Austeriätspolitik</a>, die einst Reichskanzler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Brüning">Heinrich Brüning</a> in Anschlag zu bringen meinte. Sie führte bekanntlich noch weiter in die Katastrophe.</p>
<p>Dabei hat niemand etwas gegen mehr Effizienz betreffs der Arbeit und dem Angebot der Kommunen. Ebenso ist nichts dagegen einzuwenden der Korruption einen Riegel vorzuschieben. Aber bitteschön mit Augenmaß! Einschränkungs- und Sparmaßnahmen seitens der Kommunen behindern oft mehr, als dass sie nachher an wirklich Eingesparten einzubringen vermögen. Anderswo &#8211; man schaue sich nur einmal ein so sinnloses wie überteuertes Projekt wie Stuttgart 21 an! &#8211; wird das Geld (auch Steuergeld) mit vollen Händen zum Fenster herausgeworfen.<strong></strong></p>
<p><strong>Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht</strong></p>
<p>Ganz &#8220;unten&#8221; aber, in der Kommune haben die jeweils für bestimmte Bereiche und Einrichtungen Verantwortung tragenden Menschen oft die (bürokratische)  Hölle auf Erden zu durchlaufen, müssen etwa ein kaputt gegangenes Gerät oder Teil dringend ersetzen. Der sicher aus der drängenden finanziellen Not der Kommunen und wegen der Einhaltung bestimmter Gesetze als erforderlich angesehene sparsame Umgang mit Steuergeldern (die man immer weniger zur Verfügung hat bzw. künftig noch haben wird) ist sicher bis zu einer bestimmten Grenze  nachvollziehbar und gut gemeint. Doch wir wissen auch: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! Leere Kassen setzen den Kommunen immer mehr zu. In die (finanzielle)  Enge getrieben, müssen sich die Kommunen immer neue Bremsen einfallen lassen, um die Ausgaben bei gleichzeitig weiter wegbrechenden Einnahmen zu reduzieren. Dieses Tun treibt oft seltsame Blüten. Die von den bürokratischen Ausfällen Betroffenen können kaum darüber lachen.</p>
<p><strong>Wenn aber nun der &#8220;Klöng&#8221; kaputt ist und ein neuer her muss</strong></p>
<p>Wir aber schon? Der Dortmunder Schauspieldirektor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kay_Voges">Kay Voges</a>  hat dazu mit Kollegen  des <a href="http://www.theaterdo.de/list/">Dortmunder Schauspiels</a>  ein satirisches Video gedreht. Darin geht es um ein imaginäres Gerät, der Klöng, das kaputt gegangen ist und ersetzt werden soll. Dies zu tun ist leichter gedacht als in der Praxis getan:</p>
<p><em>&#8220;Stadt Dortmund</em></p>
<p><em>Handlungsanleitung für die Durchführung von freihändigen Vergaben in dezentraler Bearbeitungszuständigkeit der Fachbereiche &#8230;&#8221; </em></p>
<p>Das Youtube-Video trägt den Titel<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Da3BT0KMiwQ"> &#8220;Der Klöng ist kaputt&#8221; &#8211; Ein absurdes Lehrstück mit Texten aus der Wirklichkeit</a></strong>.  Eine bürkokratische Köstlichkeit par exellence, die das Leben schrieb &#8230;</p>
<p>Man darf wohl davon ausgehen, dass diese Praxis nicht zu mehr Einsparungen in der Kommune führen wird. Noch, dass sie dadurch gerettet würden. Da könnte man ja gleich an den Weihnachsmann glauben. Vielmehr wird es am Ende noch viel teuerer werden. Zum Beispiel dann, wenn ein &#8220;Klöng&#8221; nicht rechtzeitig beschafft werden kann und Folgeschäden auftreten. Für nächste Generationen, die Politik vorgibt entlasten zu wollen, wird es dann also keinesfalls einfacher. Überdies gehen nicht getätigte Einkäufe bzw. unterlassene Reparaturen zulasten von Handwerk und Handel &#8211; der Binnenmarkt wurde hierzulande eh schon zu lange vernachlässig -  und sind somit in letzter Konsequenz gar kontraproduktiv. Allerdings dürften die von den Bestimmungen Betroffenen desöfteren die Hilfe von Psychologen benötigen. Woran die wiederum verdienen. Aber das macht ja nichts: Die dabei auflaufenden Kosten werden ja  von den  Krankenkassen bezahlt. Oder wenn nicht, von den verrückt und zu deren Patienten gewordenen selber. Neoliberale Politiker pflegen das bekanntlich Selbstverantwortung zu nennen.</p>
<p>Ach ja, last but not least: Sollte doch widererwarten mittels bürokratische Finessen etwas eingespart werden, hat der Staat ja wieder etwas  Geld, um es in die erneute Rettung der Finanzmärkte oder in neue Kriege stecken &#8230;</p>
<p><em>Photo/Quelle: <a href="http://www.pixelio.de/media/449134">Rainer Sturm via Pixelio.de</a></em></p>
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		<title>&#8230;und im Wasserhaus Spaceman Spiff</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RE-Redakteur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cairo]]></category>
		<category><![CDATA[Hammelburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hannes Wittmer]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Musikinitiative Hammelburg e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Saaleck]]></category>
		<category><![CDATA[short story sports]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceman Spiff]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Würzburg]]></category>
		<category><![CDATA[„Castle Rock“-OpenAir]]></category>

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		<description><![CDATA[Der national erfolgreiche Singer-Songwriter Spaceman Spiff kommt am kommenden Freitag, den 10. Februar, an den Ort zurück, an dem für ihn einst alles begann...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johannes „Spaceman Spiff“ Wittmer hat es geschafft: Vom beschaulichen Fuchsstadt in die große weite Welt des Liedermacherpop. Dank harter Arbeit und einer gehörigen Portion Talent kann der Singer und Songwriter mittlerweile von seiner Musik (so der Künstler) leben. Trotz unermüdlichem Touren durch die Clubs des Landes, lässt er es sich nicht nehmen, regelmäßig on den Ort zurückzukehren, an dem alles Begann.</p>
<p>Das letzte Mal bespielte der Weltraummann die unterfränkische Weinstadt bei der Neuauflage des „Castle Rock“-OpenAir anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Musikinitiative Hammelburg vor der imposanten Kulisse des Schloss Saaleck. Heftiger Regen ließ Stoßbäche von Bühne und Bühnendach in den Zuschauerraum vor der Schlossbühne schießen, doch die tapferen „Spaceman Spiff“-Fans ließen sich davon nicht beeindrucken und wärmten sich an den tiefgehenden, melancholisch-poetischen Zeilen des Liedermachers und der wunderbar stimmigen Untermalung seiner beiden Mitstreiter Jonny und Felix .</p>
<p><strong>Berückend schöne Songs</strong></p>
<p><strong></strong>Vor derartigen Wetterkapriolen geschützt findet das intime Clubkonzert am Freitag, den 10. Februar, im Wasserhaus Hammelburg statt. Dabei packt das wohl berühmteste Vereinsmitglied der Musikini sicherlich wieder ein paar alte Geschichten aus und verzaubert die Zuschauer mit handgemachten Songs, deren berückender Schönheit sich wohl niemand so einfach entziehen kann.</p>
<p>Das Aufwärmprogramm an diesem Abend übernimmt der Liedermacher „short story sports“, der schon im Oktober im ausverkauften Cairo in Würzburg das Publikum auf Wittmer und Band einstimmen durfte. Die Lieder seines seit Herbst erhältlichen Debütalbums „die Melancholie die“ beschreibt der Würzburger selbst als „mal aufgekratzt, mal still, mal wütend, mal zwinkernd“ und passt damit also perfekt zu Hannes, Jonny und Felix. Begleitet durch einen Cellisten, der mittlerweile die Konzerte von „short story sports“ begleitet, wird er dem Trio sicherlich in nichts nachstehen.</p>
<p>Holt also schonmal eure Tanzschuhe heraus und freut euch darauf am Freitagabend mit „Spaceman Spiff“ und „short story sports“ in Musik zu verschwinden, Gedankenstricke zu knüpfen und den Rock&#8217;n'Roll zu bekommen, den ihr verdient.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Westsahara und die UNO</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tseidemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Länsi-Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Polisario]]></category>
		<category><![CDATA[RASD]]></category>
		<category><![CDATA[SADR]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara occidental]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara Occidentale]]></category>
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		<category><![CDATA[Westsahara]]></category>
		<category><![CDATA[západní Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Западная Сахара]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl Algerien und Polisario den marokkanischen Vorschlag abgelehnt haben, bevor er der UNO vorgelegt und  dessen Inhalt bekannt gegeben wurde, hat der persönliche Gesandte des Generalsekretärs für die Sahara, Van Walsum angegeben (auf seiner Pressekonferenz in der Zentrale der UNO nach der Vorlage seines Berichts dem UNO-Chef), dass der marokkanische Vorschlag eine substantielle Autonomie der Westsahara gewährt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/Logo-ONU.bmp"><img class="size-full wp-image-41824 alignleft" src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2012/02/Logo-ONU.bmp" alt="" /></a> &#8220;Dieser Vorschlag war das Ergebnis eines langen politischen Prozesses nationaler und internationaler Konsultationen“.</p>
<p>In Bezug auf die Rolle Algeriens im Konflikt erkannte Herr Walsum die herausragende Rolle Algeriens in diesem Dossier (der Sahara-Frage), eine absolut herausragende, dominierende Rolle seit 1975. Es ist das erste Mal, dass ein hoher UNO-Beamter, der direkt mit der Sahara-Frage betraut ist, ausdrücklich in einem diplomatischen Worthing die algerische direkte Beteiligung im Streit der Westsahara anerkannt, aber auch im Entscheidungsprozess im Namen der Polisario, während Algier darauf besteht, dass &#8220;es keine Rolle in dem Konflikt einnimmt&#8221;.</p>
<p>In seinem Bericht an den Generalsekretär des Sicherheitsrates Ban Ki-moon wiederholte er seine Aufforderung an die Parteien, darunter Algerien, das Prinzip der direkten Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu akzeptieren, um eine Einigung für den über drei Jahrzehnte andauernden Sahara-Konflikt zu erzielen, er zitierte auch, dass &#8220;der Sicherheitsrat wiederholt klargestellt hat und zu dem Schluss gelangt ist, dass eine Lösung für die Westsahara-Frage nur durch zwei Möglichkeiten erreichbar ist: entweder unbestimmte Verlängerung der Sackgasse oder Verhandlungen ohne Vorbedingungen zwischen den Parteien, mit dem  Ziel, eine für beide Seiten akzeptable politische Lösung zu erlangen.</p>
<p>Am Montag, den 30. April 2007 forderte der UNO-Sicherheitsrat &#8220;die Parteien zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen in gutem Glauben unter Berücksichtigung der Entwicklungen der letzten Monate auf, mit dem Hinblick auf das Erreichen einer gerechten, dauerhaften und für beide Seiten annehmbaren politischen Lösung“. Es ist erwähnenswert, dass der Sicherheitsrat in seiner Entschließung betreffend der Westsahara Kenntnis von dem marokkanischen dem UNO-Generalsekretär präsentierten Vorschlag und von den ernsten  und glaubwürdigen marokkanischen Anstrengungen genommen hat, um den Prozess voranzubringen, in Richtung einer Lösung. Es ist eine ausdrückliche Anerkennung der Bemühungen Marokkos, nach langen und verschiedenen Konsultationen mit der internationalen Gemeinschaft. In der Tat unter Berücksichtigung, dass zwei Vorschläge der UNO unterbreitet wurden, erachteten die Mitglieder des Sicherheitsrats, dass der marokkanische Vorschlag nicht nur der einzigartige, seriöse und glaubwürdige Vorschlag zu einer politischen Lösung des Konflikts ist, sondern auch eine Grundlage für künftige  potenzielle Verhandlungen.</p>
<p>Es ist nicht ersichtlich, dass weder Polisario noch die algerische Regierung den Sieg in der derzeitigen diplomatischen Schlacht davon tragen werden. In der Tat erbaten die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates ausdrücklich Polisario und Algerien, als Teil des Konflikts, den direkten Dialog mit Marokko aufzunehmen, auf der Suche nach einer endgültigen politischen Lösung für den Konflikt.</p>
<p>Der Konflikt behindert den Aufbau der Union des Arabischen Maghreb, behindert jede Form von Abkommen zwischen den Nachbarländern, behindert die saharawischen Familien dazu,  heimzukehren, um mit den Ihrigen zu leben. Er schuf auch Spannungen in der nordwestlichen Region Afrikas, ermutigt die Verbreitung des Menschenhandels, insbesondere in Form der illegalen Einwanderung, des illegalen Waffenhandels, des Handels mit Drogen, der Abzweigung von Waren in den Lagern sowie des Terrorismus.</p>
<p>Die UNO-Charta sieht als ultimative internationale Rechtsprechung, dass Selbstbestimmung die Integrität und die Einheit des Gebietes berücksichtigen muss, in diesem Sinne bleibt die Autonomie eine der besten Lösungen und diese Art von substantieller Autonomie existiert nur  in den höchst entwickelten Ländern der Welt.</p>
<p>Der marokkanische substantielle Autonomie-Plan soll von den betroffenen Parteien als eine Initiative gesehen werden, die das Prinzip der Selbstbestimmung durch eine freie, moderne und demokratische Meinungsäußerung über das Autonomiestatut respektiert, in Übereinstimmung mit der internationalen Legalität sowie mit den internationalen Normen und den anzuwendenden Normen im Bereich der Autonomie. Deshalb ist es ratsam für alle Beteiligten und insbesondere für Polisario, den substantiellen Autonomie-Vorschlag als Grundlage für ein zukünftiges Abkommen zu erwägen, mit dem Ziel, zu einer friedlichen Lösung zu kommen, wo es weder Sieger noch Verlierer gibt und wo die Würde aller Parteien nicht beeinträchtigt wird.</p>
<p>Der marokkanische Vorschlag ermöglicht eine offene Debatte, konserviert die territoriale Integrität und erlaubt den Sahraouis, ihre lokalen Angelegenheiten direkt und demokratisch zu verwalten. Marokko ist zur Kooperation bereit mit anderen Parteien sowie mit dem Generalsekretär und seinem besonderen Vertreter, um eine Lösung, die von allen Parteien akzeptiert wird, zu erreichen.</p>
<p>Zu diesem Zweck hat Marokko akzeptiert, sich in konstruktive direkte Verhandlungen zu engagieren (wie es vom UNO-Sicherheitsrat aufgefordert wird), um zu einem konkreten Erfolg beizutragen. In der Verfolgung dieses Ziels hofft das Königreich Marokko auf den guten Willen Aller, um günstige Bedingungen für eine realistische Lösung für den Westsahara-Konflikt zu schaffen, eine Lösung, die die Bevölkerung in den Flüchtlingslagern in Algerien ermöglicht, endlich mit ihren Familien vereint zu werden und mit den Maghreb-Staaten in Einigkeit und in Solidarität zusammen zu kohabitieren.</p>
<p>Der UNO-Sicherheitsrat fordert die Parteien dazu auf, auf Verhandlungen einzugehen. Und  obwohl Algerien die UNO-Resolution begrüßte und Polisario ihre Bereitschaft zu direkten Verhandlungen mit Marokko erklärte, besteht keinen Zweifel, dass der Vorschlag des jungen Königs weit verbreitet von den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates und der internationalen Gemeinschaft als eine goldene Gelegenheit gesehen wird, wo die Führung der Polisario eine endgültige Regelung auf der Grundlage eines hohen Maßes an Autonomie unter der Hoheit des Königreichs Marokko verhandeln wird.</p>
<p>Quellen :</p>
<p>http://www.corcas.com</p>
<p>http://www.sahara-online.net</p>
<p>http://www.sahara-culture.com</p>
<p>http://www.sahara-villes.com</p>
<p>http://www.sahara-developpement.com</p>
<p><a href="http://www.sahara-social.com/">http://www.sahara-social.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sehen und schreiben: Von einem der nirgends hingehört</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2012/02/06/sehen-und-schreiben-von-einem-der-nirgends-hingehort/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2012/02/06/sehen-und-schreiben-von-einem-der-nirgends-hingehort/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 12:53:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ugellermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Katzentisch]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Ondaatje]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Sri Lanka]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ein funkelnder Stein, wie ein verstecktes Geheimnis lässt Michael Ondaatje seinen Roman "Katzentisch" anfänglich aufschimmern, als sei er eigentlich nicht für die Augen seiner Leser bestimmt, eher ein privater Brief, nur für wenige bestimmt, der zögernd und langsam einer Öffentlichkeit übergeben wird, von der Ondaatje nicht sicher ist, ob sie das Geschenk verdient hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind die Fünfziger Jahre als der elfjährige Michael &#8211; der nicht nur den Vornamen des Autors trägt, sondern auch manches aus dessen Leben entlehnt hat &#8211; sich auf den langen Weg von der einen Insel, die damals Ceylon hieß, zur anderen aufmacht, die immer noch den Namen England trägt. Lange Wochen einer Schiffsreise liegen vor ihm, Wochen, in denen er gemeinsam mit zwei Gleichaltrigen vorsichtige Blicke in das Leben der Erwachsenen wagt, nicht selten aus der Deckung eines Verstecks, immer aus der Deckung einer Kindlichkeit, die ihm sowohl zu eigen als auch Instrument ist.</p>
<p>Seit ein paar Jahren ist die Insel, die sich später Sri Lanka nennen wird, unabhängig, aber die Abdrücke der Fesseln sind noch auf allen Gelenken der ceylonesischen Gesellschaft zu spüren, die Kinder der bessern Gesellschaft müssen auf die besseren Schulen und natürlich gibt es die nur in England. &#8220;Nachdem ich den Indischen Ozean und den Golf von Aden und das Rote Meer durchquert hätte und durch den Suezkanal in das Mittelmeer gelängt wäre, würde ich eines Morgens an einem kleinen Pier in England anlegen.&#8221; Michael wird dort anlegen, es sollte nicht sein letzter Pier sein.</p>
<p><strong>Es ist das schwebende, langsame dieser Reise, die Ondaatjes Sprache prägt.</strong></p>
<p>Und es ist die vibrierende Neugier und pubertierende Unsicherheit, die den Jungen am Katzentisch &#8211; weit weg vom Kapitänstisch und den Passagieren der ersten Klasse &#8211; Einblicke ermöglicht, die über ihr Alter hinaus weisen: &#8220;Was interessant und wichtig ist, ereignet sich in der Regel im verborgenen, an machtfernen Orten. Nichts von bleibendem Wert ereignet sich je am Tisch der Mächtigen, wo altvertraute Phrasen Kontinuität garantieren.&#8221;</p>
<p>An einem verborgenen Ort des Schiffes lebt in Ketten der Mörder. Immer des Nachts wird er, mit klirrendem Gang und in Bewachung, an die Luft geführt. Er wird, ohne dass Ondaatjes Buch zum Kriminalfall verläppert, dem Roman eine Wendung geben, die weit in das Leben nach der Reise, in das Erwachsensein der junge Reisenden hineinragt. Auf dem Weg dorthin wächst dem nun älteren Michael eine Erkenntnis zu: Er gehört, zwischen seinen Herkünften, zwischen den Nationen lebend, nirgends hin. Das ertüchtig das Sehen und das Schreiben.</p>
<p><em>Die Lesung zu Michael Ondaatjes KATZENTiSCH findet am 22. 2. 2012 um 20.00 Uhr in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz statt.</em></p>
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		<title>Führungsbunker: Ungebremst in den Abgrund</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 12:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ugellermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[An der Willy-Brandt-Straße, am Rand des Berliner Tiergartens, mit Blick auf die Spree, liegt die Beton gewordene Machtphantasie des Kanzler Kohl: Das Bundeskanzleramt. Heute wird die geronnene Imponiergeste von Kohls ehemaligen "Mädchen" benutzt, von Angela Merkel, die in den ärmeren Ländern Europas längst zum Hass-Objekt geworden ist. Die von den deutschen Medien aber zur "eisernen Lady" stilisiert wird. Eisern? Mag sein, jener Teil auf dem sie sitzt. Den hat sie von ihrem Zieh-Vater geerbt, der das Aussitzen zur hohen Kunst der Politik erklärt hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anders als Kohl, der von den anderen europäischen Ländern im Zaum gehalten wurde, hat die Autokratin Merkel längst die lästigen Zügel der Kontrolle abgeworfen. Aus dem eigenen Land verschiebt sie, am Parlament vorbei, die Milliarden-Entscheidungen auf die europäische Ebene. Und auf der europäischen Ebene agiert sie, als habe der Rest der Nationen ihrem Befehl zu folgen. Während viele griechische Kinder, infolge der rigiden, vom Merkel-Europa verordneten Sparpolitik, derart Hunger leiden, dass die Regierung Lebensmittel-Marken an bedürftige Familien verteilen muss, wollte die Merkel-Regierung zu gern die Griechen von einem europäische Kommissar regieren lassen. Aus dem Führerinnenbunker an der Spree ist nur ein Wort zu hören: SPAREN. Merkel lässt auf die Schuldenbremse treten bis die sozialen Achsen quietschen. Und weil, dank brutaler Sparpolitik, die griechischen Steuereinnahmen sinken, braucht das Land zu seiner Rettung weitere Milliarden. Ist aus den Leit-Medien zu erfahren, dass es sich bei dieser Finanzpolitik um pure Idiotie handelt? Kaum.</p>
<p><strong>Scheinbar großzügig will der Merkel-Freund Ackermann, im Namen der beteiligten Banken, auf 70 Prozent der griechischen Schulden verzichten.</strong></p>
<p>Dass nicht verzichtet wird, sondern nur die kurzfristigen Athener Schulden in langfristige umgewandelt werden sollen, ist nur zwischen den Zeilen zu lesen. Und dass die Banken für die 30-Jahre-Schuldtitel von den Griechen mindestens vier Prozent haben wollen, ihr Geld aber von der EZB zu einem lächerlichen Prozent Zinsen bekommen, das wird man weder von Ackermann noch von Merkel hören. Was als Rettungsaktion für die überschuldeten Staaten ausgegeben wird, ist nichts anderes als eine Lizenz zum Geld-Drucken: Die Großbanken spekulieren gern mit dem EZB-Billiggeld und kaufen damit irische und spanische Staatsanleihen, die Renditen von elf Prozent und mehr abwerfen. Auf den Vorstandsetagen der Finanzinstitute soll demnächst eine Jubelbremse eingeführt werden, damit das höhnische Gelächter der Bankster nicht nach außen dringt.</p>
<p>Ungebremst und in aller Öffentlichkeit, spekulierte Merkels Ordonanz, Thomas de Maizière, anlässlich der 48. Münchner Sicherheitskonferenz über &#8220;Die Rolle Deutschlands in der Welt&#8221; und lobt die deutsche Regierung dafür, dass die &#8220;mehr internationale Verantwortung wahr (nimmt) als wir es manchen unserer Bürger vermitteln können.&#8221; Ein schöner Klartext des Verteidigungsminister, der sich zu mehr unverantwortlichem Krieg bekennt, als die Deutschen wünschen. Dann fordert der Minister noch stärkere Armeen in Europa und will gern &#8220;auch voran gehen&#8221;. Endgültig dräut der Wahnsinn, wenn de Maizière behauptet, der &#8220;militärische Erfolg in Afghanistan (sei) weiter als der politische.&#8221; Obwohl ein NATO-Bericht gerade festgestellt hat, dass die Taliban von Pakistan ständig Unterstützung erfahren. Und aus dem Bunker an der Spree: Kein Wort zur Rolle Deutschlands über alles, über alles in der Welt.</p>
<p><strong>Kurz vor einer Weltwirtschaftskrise macht sich Deutschland zur Führungsnation in Europa.</strong></p>
<p>Als wisse man im Bunker, wie das System funktioniere, als habe man Lösungen, doktert man an Symptomen herum, macht sich wichtig und ist doch blind. Das ist das &#8220;eiserne&#8221; an der Merkel, dass sie nicht weiß, wo es hingeht, aber tapfer den Weg weist. Gern auch in den Abgrund.</p>
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