Von der freien Arbeitsgemeinschaft für wahrhaftige Kunst zum Erfüllungsgehilfen des NS-Staates

Der evangelische Kunst-Dienst in Dresden 1928-1933

Der Kunst-Dienst wurde im Januar 1928 in Dresden als „Arbeitsgemeinschaft für evangelische Gestaltung“ gegründet. „Die evangelischen Kunstliebhaber wollten sich nicht dauernd, wie im 1852 gegründeten Verein für religiöse Kunst von inkompetenten Kirchenleitungen bevormunden lassen, nicht länger kirchliches Hilfsorgan sein, dessen Aufgabe vor allem darin bestehe, Spenden beizutreiben zur Erhaltung der nun einmal vorhandenen Kunstwerke, oder als Pflegedienst einer Kirchenkunst zu fungieren, die bestenfalls als Kirchenschmuck toleriert werde”, so Hans Prolingheuer in seinem Buch Hitlers fromme Bilderstürmer.

Das Kind hat einen Traum und trifft seinen Vater

„Traumbild Heimat, Gesang aus der Kindheit“ – Teil IV

Das ist die abenteuerliche Geschichte eines Kindes im verdämmernden Deutschland der Jahre 1943 bis 1946 und darüber hinaus bis weit in die Aufbaujahre hinein. Die Ereignisse erscheinen – geisterhaft fast – und wurden jetzt, im Alter, aufgeschrieben, um sie zu erhalten. Unvermeidlich, dass ab und zu der Eindruck entsteht, als läge Nebel über allem, doch der helle Schein des Erlebten gibt der Wahrheit oft Futter.

Gewalt an behinderten Menschen in den Nachkriegsjahrzehnten – nur an Kindern?

Mit einer Arbeitsgruppe arbeiten wir seit 7 Jahren die Gewalt an behinderten Kindern in den Nachkriegsjahrzehnten in einem Heim auf. Waren es nur Kleinkinder und Kinder, die psychische, physische und sexuelle Gewalt in allen Facetten erleben mußten? Dieser Frage gehe ich ebenfalls seit 7 Jahren nach. Gestern traf ich meinen Freund Werner wieder (Namen und Orte sind anonymisiert, um juristische Schritte gegen Werner zu vermeiden) und wir sprachen über seine Zeit in einem Heim für körperbehinderte Männer.