Politik + Wirtschaft
16. September 2009 von Georg Erber
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat tiefgreifende Fragen nach den Ursachen für das Versagen der Wirtschaftswissenschaften aufgeworfen. Neben diesen Krisenursachen treten jedoch weitere hinzu: Die Umweltkrise, die soziale Krise, die sowohl auf einer zunehmenden Ungleichheit der Einkommens- und Vermögensverteilung beruht. Des Weiteren kommt der Zerfall sozialer Beziehungen hinzu, die in wachsender Jugendkriminalität, Unfähigkeit zu stabilen sozialen Bindungen, insbesondere auch intergenerativ, ihren Niederschlag finden. Es entsteht eine zunehmende Fragmentierung der Gesellschaft in heterogene Gruppen, die miteinander nicht mehr kommunizieren können.
Artikel
4.8
- derzeit 4.84 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
19. August 2009 von Georg Erber
In der Ökonomie herrscht eine Neigung zu scheinbaren Totalmodellen der Wirtschaft, die aber in Wahrheit höchst speziell hinsichtlich der gesetzten Grundannahmen sind. Die allgemeine Gleichgewichtstheorie erhebt ja den Anspruch, alles Wesentliche über das Marktgeschehen zu berücksichtigen. Der Urgroßvater dieses Analyse ist Leon Walras. Sein Grundgedanke besteht darin, ein Gleichungssystem für sämtliche Märkte hinsichtlich der Angebots- und Nachfrageseite aufzustellen und die Bedingungen so zu setzen, dass es nur ein globales Gleichgewicht, das heißt eine einzige Lösung für dieses Gleichungssystem gibt.
Artikel
4.8
- derzeit 4.83 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft + Wissenschaft
17. August 2009 von Georg Erber
Ich habe heute in meinem Email-Postfach einen Offenen Brief von zehn britischen Ökonomen an die Queen gefunden. Es geht dabei um eine Stellungnahme auf die Frage der Königin an die Gemeinschaft der akademischen Ökonomen in England bei einem Besuch der London School of Economics (LSE), warum es so wenige Ökonomen gegeben habe, die die globale Finanz- und Wirtschaftskrise vorhergesehen hätten. Insbesondere das Problem der Kreditklemme sei offenbar völlig ignoriert worden.
Artikel
5.1
- derzeit 5.08 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Wissenschaft
16. Juli 2009 von Franz Laxy
Das Erstaunliche ist: amerikanische und britische Medien berichteten genauer über die Hintergründe, so die New York Times. Deutsche Medien, und gerade deren Wirtschaftsmedien - außer der FTD, der Financial Times Deutschland - gingen nicht genauer oder gar nicht auf den alternativ-ökonomischen Hintergrund der neuen US-Fed-Erwägungen ein. Gut, die amerikanische Notenbank hat das angedachte Konzept - eben diese Negativzinsen auf Liquidität - bis jetzt nicht umgesetzt und zögert wohl auch noch in Zukunft. Noch setzt man weiter auf das “quantitative easing”, die mengenmäßige “Lockerung” an den Geld- und Kreditmärkten. Über deren potentielle Inflationsgefahren ist man sich allerdings schon im Klaren.
Artikel
3.6
- derzeit 3.60 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Wissenschaft
15. Juli 2009 von Franz Laxy
Der Lösungsansatz der “Ketzer der Ökonomie”, die seit langem eine neue Megakrise II des modernen Kapitalismus prognostiziert haben. Warum werden sie bis heute nicht gehört?
Artikel
4.3
- derzeit 4.25 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
12. Juni 2009 von Georg Erber
Adam Smith hat die moderne Wirtschaftstheorie damit begründet, indem er der menschlichen Gier durch den Wettbewerb der Gierigen untereinander einer Selbstkontrolle unterwarf und dies als “invisible hand“, das heißt unsichtbare Hand Gottes deutete. In den modernen Textbüchern steht anstelle von Gier der Nutzen und gemeint ist der egoistische Eigennutz. Damit setzte er sich als Moraltheologe, der er war, nur mit einem der im Mittelalter bekannten sieben Laster, der Habgier, auseinander.
Artikel
5.1
- derzeit 5.07 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
31. März 2009 von Wolfgang Buck
Am vergangenen Sonntag bei Anne Will konnte man es wieder hören, das Mantra des Oswald Metzger: die Gier sei es gewesen, die schon unsere Vorfahren aus den Höhlen trieb. Die Paläoanthropologie, die sich mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen beschäftigt, kommt zu einem völlig anderen Schluss. Mit dem Ende der Eiszeit verschwand auch das Großwild. Mammuts, Höhlenbären und Co. waren die Hauptnahrungsquelle der eiszeitlichen Jäger. Das Niederwild, das sich in der durch das milde Klima bedingten dichten Vegetation ansiedelte, war zu schwer zu jagen und zu klein, um ein oder zwei Dutzend Menschen zu ernähren. Und das Sammeln von Beeren und Wurzeln machte die Menschen auch nicht satt, zumal es harte Winter gab. So war es nicht die Gier, die den Höhlenmenschen zum sesshaften Bauern machte, sondern der Mangel.
Artikel
4.9
- derzeit 4.89 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Kultur
14. Februar 2009 von Jochen Ebmeier
Ich sage nicht, dass jenseits der wissenschaftlichen kritischen Philosophie jedes praktische Urteil in concreto ästhetisch motiviert ist. Ich sage nur, dass das “poietische Vermögen” - also dasjenige, das den Menschen zum Qualifizieren befähigt - selber ästhetischer Qualität ist. Erstens glaube ich, dass dem historisch so ist, und zweitens meine ich, dass dem von Rechts wegen so sein soll. Insofern meine ich “das Ästhetische” überhaupt nicht psychologisch , sondern ‘transzendental’: Das ästhetische Vermögen ist die Fähigkeit, Qualitäten wahr-, d. h. wertzunehmen. Die Urteilskraft ist das Vermögen, Erscheinungen auf Qualitäten zu beziehen.
Artikel
4.8
- derzeit 4.75 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Wirtschaft
14. Januar 2009 von Holger Finn
War sie nun pleite, die DDR, oder war sie nicht? Und wenn, dann mehr als die Bundesrepublik heute, oder doch weniger? Am 31. Oktober 1989 legten Gerhard Schürer, Planungschef der wackligen Arbeiterrepublik, und Alexander Schalck-Golodkowski, der später als “Devisenbeschaffer” zu einigen Ruhm gekommene Im- und Export-Spezialist, dem Politbüro der SED ein so genanntes “Arbeitspapier” vor, das eine vernichtende Bilanz unter 40 Jahre Sozialismus zog.
Artikel
4.3
- derzeit 4.33 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Wirtschaft + Internetkultur
18. Dezember 2008 von Clara Onofre
Wie jedermann weiß, ist Angola ein schönes Land. Mit einer Gesamtfläche von ungefähr 1.246.700 km² umfasst dieses Land ganz unterschiedliche Landschaften von der natürlichen Schönheit der Strände von Benguela mit warmem Wasser über den dichten und fruchtbaren Wald von Maiombe in Cabinda oder die legendäre Namib-Wüste, dem einzigen Ort der Erde, wo die schöne und besondere Welwitschia Mirabilis wächst.
Artikel
3.8
- derzeit 3.80 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Kultur + Wissenschaft
3. Dezember 2008 von Jochen Ebmeier
… oder: Arbeit ist der Sinn des Lebens (Teil XI): Wahr ist, dass sich im Lauf der letzten Jahrtausende das Symbolnetz, das unsere Welt bedeutet, um eine Art Knoten geschürzt hat, der den Bedeutungen allen dieselbe Tendenz, dieselbe Fallrichtung mitgeteilt hat; um einen ‘Erhaltungswert höherer Ordnung’, alias ökonomischer Nutzen: den Tauschwert. Der hat alle andern Werte eingefärbt: ein Resultat der Arbeitsgesellschaft - ihrerseits eine Nische höherer Ordnung.
Artikel
4.8
- derzeit 4.77 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
26. November 2008 von Georg Erber
Die Hoffnungen, durch das 500 Mrd. Euro Rettungspaket eine Kreditklemme im Finanzsystem in Deutschland verhindern zu können, erweist sich zunehmend als Illusion. Trotz Risikoabdeckung und Eigenkapitalspritzen macht sich eine zunehmende restriktive Kreditgewährung bei den Geschäftsbanken bemerkbar. Da hilft auch keine Bankenschelte von Angela Merkel und Horst Köhler. Fakt ist offenbar, dass der Interbankenmarkt immer noch nicht funktionsfähig geworden ist, d.h. die Ausleihungsbereitschaft der Banken untereinander Kredit zu gewähren, ist unter den derzeitigen Verhältnissen nicht wieder hergestellt worden. Ursache ist eine falsche Zentralbankgeldpolitik, die sich zum Lender-of-first-resort gemacht hat. Offenbar funktioniert diese Strategie nicht und die Zentralbank kommt in die permanente Rolle als Refinanzierer der Geschäftsbanken am Interbankenmarkt.
Artikel
5.4
- derzeit 5.40 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Kultur
5. August 2008 von Jochen Ebmeier
Die Vermehrung der Ressourcen beruht auf der wachsenden Produktivität der Arbeit; das heißt: fortschreitender Arbeitsteilung und Kooperation. Zu einem prozessierenden System wurden sie in der mechanisierten Fabrik der Großen Industrie ausgebildet. Technologisch bedeuten sie die progressive Übertragung von Leistungen des lebendigen Arbeiters auf das Arbeitsmittel. Im reellen Fertigungsprozess kommt die Arbeit wesentlich als Durchschnittsgröße vor, Verausgabung von standardisierter Kraft, technischem Geschick und nervlicher Ausdauer; wobei die individuelle Intelligenz des lebendigen Arbeiters nur residual und als Fehlerquelle auftritt. Es handelt sich um all das, was an der produktiven Handlung wiederholbar ist. Ist es wiederholbar, dann ist es mechanisierbar. All dies wird im Lauf der technischen Entwicklung sukzessive in das Arbeitsmittel selbst eingebaut: in die Maschine.
Artikel
4.9
- derzeit 4.89 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
7. Juli 2008 von Rolf Ehlers
Margareth Gorges hat am 5.7.2008 im RE-Beitrag “Ideologische und herrschaftliche Hintergründe der “Ein-Euro-Jobs“” zusammen mit einer überzeugenden Rede gegen die erbarmungswürdige Ausnutzung von Arbeitslosen durch den 1-Euro-Job eine großartige Analyse von Christian Girschner über die Hartz IV - “Reformen” präsentiert.
Artikel
4.2
- derzeit 4.21 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Politik + Wirtschaft
5. Juli 2008 von Margareth Gorges
Die Ein-Euro-Job-Ökonomie ist ein gigantisches Wohlfahrtsprogramm für die Beschäftigungsträger, privaten Arbeitsvermittler und für die finanziell ausgebluteten Kommunen, aber vor allem für die sozialen wie kulturellen Träger und Wohlfahrtskonzerne darstellt. Diese eignen sich die Arbeitsleistungen der Erwerbslosen kostenlos sowie die bundesstaatlich mitgesponserten „Verwaltungspauschalen“ für die Beschäftigung der Erwerbslosen gewinnbringend an.
Artikel
5.0
- derzeit 5.04 Sterne
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6