Gott Globus - Umweltschutz als neue Weltreligion
“Biblische Plagen wie Hungersnöte und Sintfluten gelten nicht mehr als gottgewollt, sondern vom Menschen gemacht. Ist der Umweltschutz die neue Weltreligion?
“Biblische Plagen wie Hungersnöte und Sintfluten gelten nicht mehr als gottgewollt, sondern vom Menschen gemacht. Ist der Umweltschutz die neue Weltreligion?
Währen Al Gore bislang auf seinen Vortragsreisen die Massen in Scharen zujubelten, ist inzwischen auch der eine oder andere Buh-Rufer zu vernehmen. Wie letzte Woche Dienstag, als Gore eine Autogrammstunde in einem Buchladen in Chicago gab. Auf die Climategate-Affäre hin angesprochen ließ er die “Störenfriede” von seinen Bodyguards entfernen und verließ eher fluchtartig die Signierstunde.
Am Freitag, den 24. April dieses Jahres sollte im US-Amerikanischen House Energy & Commerce Committee eine Debatte über die gobale Erwärmung stattfinden. Als am Tag vor der Anhörung die in diesem Komitee mehrheitlich vertretenen Demokraten ihren bis dahin geheim gehaltenen “prominenten Zeugen” Al Gore bekanntgaben, verrieten auch die Republikaner, wen sie als Zeugen in den Ring schicken würden. Es war der als Klimaskeptiker bekannte, ehemalige Berater der Regierung Thatcher, Lord Christopher Monckton.
Politik + Klimawandel + Nachhaltigkeit
Der Preis für die beste Gruselgeschichte in diesem Jahr an Halloween geht an den Mann, der auch sonst schon alles abgeräumt hat, was es an wichtigen Auszeichnungen zu gewinnen gibt. Den Oskar, den Friedensnobelpreis, den Emmy, den Webby… Die Liste ist beinahe endlos. Die Rede ist von Albert Arnold Gore, oder kurz Al-Baby.
Politik + Wissenschaft + Klimawandel
Nachrichten, welche einen bevorstehenden Kollaps ankündigen, sind heutzutage allgegenwärtig. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass beinahe täglich neue Meldungen auftauchen, welche uns unser schädliches Tun vor Augen halten wollen und uns androhen, dass wir bei einem Beibehalten des eingeschlagenen Weges unweigerlich in eine Katastrophe laufen. Weil aber die meisten dieser vorhergesagten Katastrophen bislang ausgeblieben sind, macht sich so langsam eine gewisse Müdigkeit breit. Diesem Trend versuchen die geneigten Interessenvertreter zu begegnen, indem immer neue Bedrohungen und Lösungsstrategien präsentiert werden. Hier einige besonders kreativen Beispiele:
Politik + Klimawandel + Nachhaltigkeit
Nach dem Scheitern des Weltklimagipfels am letzten Wochenende staunte die Welt in dieser Woche über die personellen und finanziellen Ankündigungen für mehr Klimaschutz in den USA. Jetzt steht fest: Den USA fallen unter ihrem neuen Präsidenten eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu und Obama meint es offenbar ernst.Nirgendwo sonst wie bei diesem Thema hat der junge Präsident mit “change” so ernst gemacht. Der Nobelpreisträger und Solar-Fachmann Steven Chu wird sein Energieminister. Carol Browner, eine enge Mitarbeiterin von Al Gore und Klimaexpertin wird Chefin der US-Umweltbehörde. In beiden Häusern auf dem Kapitol sitzen jetzt ausgewiesene Umweltfachleute an der Spitze der wichtigsten Ausschüsse für Klima und Energie. Sie haben Bushs Klima-Ignoranten abgelöst. Und Obama hat ein 150-Milliarden-Dollar-Programm für Solardächer, Windparks, Biogasanlagen und Geothermie-Forschung angekündigt.
Web & Technik + Internetkultur
Wie Al Gore auf dem Web 2.0-Gipfel in San Francisco verlauten ließ, braucht das Web 2.0 “dringend einen höheren Zweck”. “Das meiste, was heute im Bezug auf Interaktivität auf Nutzerseite im Internet passiert, ist unnötiger Blödsinn. Wir müssen das überwinden.”, so Al Gore.
Das Web 2.0 ist schon seit Jahren in aller Munde. Nun hat es scheinbar auch die Politik erreicht, die die Potentiale des fortschreitenden Internets erfolgreich für ihre eigenen Zwecke und Wahlkämpfe benutzen. Beispiel hierfür ist die Präsidentschaftswahl in den USA, in der der demokratische Kandidat Barack Obama durch Aktivitäten in sozialen Netzwerken und mit Hilfe von webbasierten Applikationen eine Rekordwahlbeteiligung bei den vor allem jungen Wählern erreichen konnte und so schließlich zum erwünschten Wahlsieg führten.
Die Hoffnung ist die wichtigste Zukunftsressource der Menschheit. Doch in den acht Jahren der Regierung Bush hat sich weltweit Verzweiflung ausgebreitet. Der scheidende US-Präsident führte einen “Krieg gegen den Terrorismus”, der vielen hunderttausend Menschen das Leben gekostet hat. In Wahrheit ist der Irakkrieg ein Krieg um Öl. Würden im Irak nur Bananen wachsen, wäre dort kein einziger amerikanischer Soldat.
Barrack Obama hat an der Siegessäule in Berlin versichert, dass die USA den Klimaschutz künftig ernst nehmen werden. Und kurz zuvor hatte Al Gore angekündigt, dass Amerika innerhalb von 10 Jahren zu 100% auf Erneuerbaren Strom umsteigen könnte – bei vorhandenem politischen Willen.
Mit dem Film und dem Buch “Eine unbequeme Wahrheit” hat der ehemalige Fast-US-Präsident Al Gore beinahe die Welt gerettet. Für seine Tätigkeit als Aufrüttler bekam der Hegdefonds-Manager letztes Jahr sogar den Nobelpreis, den zuvor schon der Friedensengel Yassir Arafat erhalten hatte.
Sind wirklich wir, die Menschen an der globalen Erwärmung schuld? In einer Zeit, in der man Nahrungsmittel lieber zu Biosprit verarbeitet und die Menschen in der Dritten Welt hungern müssen, wird es für alle von uns Zeit zu hinterfragen, ob die These von der baldigen Klimakatasptrophe überhaupt gerechtfertigt ist.
Klimaskeptiker von der Seite Grassfire.org haben genug davon, dass an Starkregen und Hagenschauern, Schnee und Wüste, Sonnenschein und Nachtfrost immer nur der Klimawandel schuld sein soll. Mit einer Petition gegen den “Klima-Alarmismus” von Al Gore, US-Präsident Bush und den drei Präsidentschaftsbewerbern McCain, Obama und Clinton wollen sie gegen verbindliche Klimaziele protestieren, die in ihren Augen nur Geld kosten. Die Initiatoren des “Klimaverschwendungstategs” sind der Meinung, dass immer noch nicht genügend wissenschaftliche Beweise dafür existieren, dass die von Menschen verursachte Klimaerwärmung katastrophale oder auch nur negative Folgen haben könne.
ich versteh Euch nicht. Um das gleich aus dem Weg zu räumen: ich meine damit nicht Eure Beweise, Berechnungen, Behauptungen naturwissenschaftlicher Art. Machen wir damit gleich reinen Tisch – die versteh ich auch nicht. Aber das gilt genauso für die Eurer erbittersten Feinde, den Klimawandlern. Das liegt weder an Euch noch an Denen – ich bin schlichtweg zu blöd im naturwissenschaftlichen Bereich, um Euch oder ihnen folgen zu können. War ich schon immer. Ich bin also in der Frage, die Euch so heftig umtreibt, auf den Glauben angewiesen. Und weil mir ja nun das Rüstzeug fehlt, um Eure oder deren wissenschaftlichen Ausführungen folgen zu können, ziehe ich mich zurück und beobachte. Versuche herauszufinden, wer Ihr seid, was Euch umtreibt und, vor allem, was Ihr wollt. Und da muss ich nun leider sagen: ich versteh Euch nicht.
Den kreativsten Vorschlag auf der Bali-Konferenz machte der US-Amerikaner Al Gore: Wenn die Regierung Bush den Klimaschutz weiter boykottiere, dann sollten die übrigen Staaten einfach ohne die USA Klimaschutz betreiben. “Mein Land ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Fortschritt hier blockiert wird.” Der Friedensnobelpreisträger erhielt viel Beifall für diese unbequeme Wahrheit.