Politik + Wirtschaft
22. Februar 2010 von Georg Erber
In meinem letzten Beitrag für Readers Edition habe ich auf das Problem des sich abzeichnenden niedrigen langfristigen Wirtschaftswachstums hingewiesen. Eine unmittelbare Konsequenz hieraus ist ein weiterer langfristiger Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die so genannte Beschäftigungsschwelle stellt den Zusammenhang zwischen gesamtwirtschaftlicher Wachstumsrate und dem Beschäftigungsanstieg, d.h. der Wachstumsrate der Erwerbstätigen her. Diese lag bei ca. 2%. Es erforderte eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukt von 2%, um einen Anstieg der Beschäftigung zu ermöglichen. Diese Größenordnung ist zwar umstritten (s.d. pdf), einige Autoren sehen einen deutlichen Rückgang auf einen Wert von 1% bis 1,5%, aber eine Stagnation bzw. ein Miniwachstum von 0,7% bis 0,5% dürfte letztendlich die Beschäftigung deutlich schrumpfen lassen.
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Wirtschaft
13. Februar 2010 von Albert Albern
Ja, die Unmengen an Krediten, die von den Privatleuten für Konsum, von den Unternehmen zur Gewinnsteigerung und vom Staat zur Bewältigung der Staatlichen Aufgaben aufgenommen wurden, haben uns in die Zukunft katapultiert. Die Wirtschaft konnte blühen, so, wie es manche Landschaften seit Menschengedenken tun.
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Politik + Wirtschaft
31. Januar 2010 von Georg Erber
Der amerikanische Präsident hat nach einem Jahr im Amt mit der Rede zum State of the Union Address vor dem Kongress seine Politikagenda neu ausgerichtet. Der Kern seiner Rede ist, dass der Schwerpunkt der Politik seiner Regierung sich auf die Frage der Steigerung der Beschäftigung in den USA verlagern werde. Des Weiteren will die US-Regierung die Kreditklemme, die insbesondere auch kleinere und mittlere Unternehmen weiterhin in den Ruin treibt, durch öffentliche Hilfsprogramme, d.h. Zinsverbilligungen etc. abzumildern, da die dort fortdauernde Pleitewelle die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft.
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Vermischtes
11. Januar 2010 von Holger Finn
Zwei Karten wie ein Mann: Links die Käuferdichte in Läden der “bei Rechtsextremen beliebten Bekleidungsmarke” (dpa) Thor Steinar. Und rechts die Quote des Wohungsleerstandes. Auffällig, wie sehr sich die Farbgebung gleicht. Wo viele Wohnungen keine Mieter haben, ist Thor Steinar sehr gefragt, wo Vollvermietung herrscht hingegen findet Thor Steinar kaum Anhänger. In München ist es dadurch beinahe genauso schwer, einen Thor Steinar-Laden zu finden wie eine bezahlbare Drei-Zimmer-Wohnung mit EBK und Fahrstuhl, in Cottbus dagegen kommt auf jeden Thor-Steinar-Outdoorjackenträger eine leerstehende Altbaubude mit Kohlenheizung, auf jeden Besitzer eines faschistischen Norwegerpullovers mit der eleganten Einstickung “Cuba Libre” eine unbewohnte Neubaublocketage.
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Politik + Wirtschaft
23. November 2009 von Rolf Ehlers
Ohne Kommentar: 1. God’s own country USA, das noch immer einzige wirklich reiche große Land der Welt, hat für Millionen seiner Menschen nicht viel Gutes zu bieten. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium für das Jahr 2008 jetzt ermittelte, leben fast 50 Millionen (oder jeder sechste) Amerikaner in Haushalten, in denen direkt an Hunger und Unterversorgung gelitten wird. 16,7 Millionen davon sind Kinder. Durch die Auswirkungen der großen Wirtschaftskrise werden es heute noch deutlich mehr Menschen sein, die hungern oder keine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln haben.
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Politik
22. Oktober 2009 von Robert Heis
“Opium für das Volk” – dieser Revolutionsslogan diente Lenin zu seiner sozialistischen Propaganda. Von Karl Marx abgewandelt sollte er die kommunistische Idee plakativ vor der demokratisch-kapitalistischen Indoktrination warnen. Das war im vorigen Jahrhundert und ist seit dem Ende des Kalten Krieges endgültig nur mehr in Geschichtsbüchern zu lesen. Ironischerweise steht die Phrase nun für die Sicherheit westlicher Demokratien. Der Kampf richtet sich jedoch nicht mehr gegen den post-stalinistischen Kommunismus – er richtet sich gegen den islamistischen Terrorismus.
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Politik
10. Oktober 2009 von Zbigniew Menschinski
Etliche Autoren rechtslastiger Medien beklagen unter Krokodilstränen, es fände keine sachliche Auseinandersetzung mit den Themen statt, auf die Sarrazin sich bezieht. Zunächst ist dazu festzustellen: Sarrazin will keine sachliche Auseinandersetzung, er will provozieren. Er will eine Gruppe der Bevölkerung als Sündenböcke für fatale Fehler hinstellen, die er selbst zum Teil begangen hat. Seine Motive stammen vermutlich aus seiner Biographie, ganz sicher aber nicht aus der Faktenlage.
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Vermischtes + Internetkultur
15. September 2009 von nicole oppelt
Wahlzentrale: “Ihr fragt, Politiker antworten” ist mittlerweile zu einer schönen “Tradition” auf StudiVZ geworden. Zu Guttenberg war schon dabei, Olaf Scholz hat sich auch nicht lumpen lassen und Aaron Koenig stand ebenfalls Rede und Antwort. Jetzt ist Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen an der Reihe.
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Politik
9. September 2009 von Holger Finn
Ein Jahr nach dem Ausbruch der internationalen Finanzkrise haben Union und SPD eine positive Bilanz der in Deutschland auf den Weg gebrachten Maßnahmen gezogen. “Wir können stolz sein auf das, was unser Land in den letzten zwölf Monaten geleistet hat”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag. Ihr Kollege in der Großen Koalition der Nationalen Front, der Außenminister und kommender SPD-Kanzler Frank-Walter Steinmeier, stimmte der Christdemokratin zu. Er würdigte die Anstrengungen der vergangenen Monate als “gemeinsamen Erfolg aller Beteiligten”.
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Politik
5. September 2009 von Marius Baumann
Guido Westerwelle umriss einem aktuellen Statement konkret, was nach dem 27. September von einer gelben Regierungsbeteiligung im Kontext von Gelb-Schwarz für Arbeitslose zu erwarten ist. Wie der FDP-Chef gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ äußerte, werde man die „Treffsicherheit des Sozialstaates“ erhöhen und schärfer gegen Sozialbetrüger vorgehen. Der Vorstoß geht mit der üblichen, wirtschaftshörigen Polemik auf Dummenfang – und offenbart dahinter grundsätzliche Konzeptlosigkeit sowie ein nahezu nur antisozial zu bezeichnende Haltung.
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Politik + Wirtschaft + Kultur
20. August 2009 von Marius Baumann
Wie einige Medien (unter anderem DIE WELT) diese Woche berichteten, kam es bundesweit zu einer Serie von Razzien in Chinesischen Restaurants durch Polizei und Zoll. Mit der Aktion sollte gegen chinesische Menschenhändler vorgegangen werden, die ihre Angestellten wie rechtlose Sklaven halten. Doch auch hierzulande gelten insbesondere im Niedriglohnsektor kaum noch faire Spielregeln für Arbeitnehmer. Disziplinargespräche im Fall von Krankschreibungen, Lohnbetrug und Ausbeutung sind auch für deutsche Arbeitnehmer Alltag.
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Politik + Wirtschaft
10. August 2009 von Georg Erber
Der US-Bundeshaushalt scheint schon vor Ablauf des Haushaltsjahres an seine erst im Februar 2009 angehobene Defizitgrenze von 12,1 Billionen US-Dollar zu stoßen. Der Finanzminister hat daher den US-Kongress aufgefordert, die Defizitgrenze weiter anzuheben. Ansonsten könnte das bisher vom US-Kongress bewilligte Haushaltsdefizit der US-Regierung bereits im Oktober erreicht werden.
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Vermischtes + Internetkultur
3. August 2009 von nicole oppelt
Top Thema: Frank Walter Steinmeier verteidigt sein hochgestecktes Ziel vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. Die StudiVZ-Nutzer halten wenig von solchen Wahlversprechen.
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Politik + Wirtschaft
31. Juli 2009 von Georg Erber
Josef Ackermann macht mal wieder Schlagzeilen. Jetzt wagt er sich aus der Deckung und prognostiziert eine Welle von Kreditausfällen im Bereich der Unternehmen und Haushalte. Die Krise der Realwirtschaft wird zunehmend weitere Opfer fordern. General Motors, Chrysler, Arcandor, Wadan-Werft, Qimonda waren nur ein Anfang auf eine Insolvenzwelle, die uns erst noch im Herbst bevorsteht. Die Finanzindustrie wird sich also weiterhin warm anziehen müssen, da hier eine Fülle von Kreditausfällen auf sie zukommen dürfte. Ackermann hat schon mal vorsorglich eine Milliarde zusätzliche Rückstellungen bei der Deutschen Bank gebildet.
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Politik + Wirtschaft
24. Juli 2009 von Georg Erber
Während die Börsen weltweit Kapriolen schlagen, das heißt Jahreshöchststände vermelden, obwohl die Wirtschaft weiterhin aus Talfahrt ist, kommen weiterhin schlechte Nachrichten aus den Statistikämtern. In Großbritannien war die Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit -0,8 Prozent größer als zuvor erwartet. Seit Beginn der Rezession vor rund einem Jahr ist die britische Wirtschaft seither um 5,7 Prozent geschrumpft. Keine green shoots, nowhere.
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