Klimawandel + Social Media Blog
4. Dezember 2007 von Marie Naumann
Gestern wurde in Bali die Klimakonferenz eröffnet, und auch heute wollen wir verfolgen, wie die Blogosphäre auf das Geschehen reagiert und es beschreibt. Meist lesen wir kritische Stimmen, wie zum Beispiel von Sascha Pippenger auf “It’s getting hot in here”: Er postet das Video des Anstoßes und fragt zu recht, weshalb eigentlich Yvo de Boer in seiner Rede auf die Beständigkeit fossiler Brennstoffe verweist. Die Vermutung liegt nahe, dass auch diese Konferenz beeinflusst sein wird von einer Verquickung verschiedener industrieller Interessen und Machenschaften, befürchtet der Autor des Blogs und fragt sich, ob ein Klimaregime, dass eng mit der Öl-Industrie verbunden ist, wirklich das beste ist, was wir aufzubieten haben?
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Klimawandel + Social Media Blog
3. Dezember 2007 von Marie Naumann
Von der Klimakonferenz in Bali, die heute beginnt, berichten nicht nur die “Großen”, auch die “Kleinen” sind aktiv, die Blogger, die Umweltaktivisten, Forscher, Kritiker und Neugierige. Unter den großen Bürgerjournalismusforen hat es sich Global Voices zur Aufgabe gemacht, regelmäßig zu und von der Konferenz zu berichten – doch GV wäre nicht, was es ist, wenn die Redakteure (in diesem Falle Juliana Rotich) nicht auch einen Blick auf die Blogs zu werfen: Ihre Sonderseite zum Thema Klimawandel gibt einen schönen Überblick über die Bemerkungen, Bilder und Videos diverser meist englischsprachiger Blogger.
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Politik + Social Media
6. November 2007 von Marie Naumann
Prophetisch schienen die Worte des US-Senators Joseph Biden, als er vor einer guten Woche Pakistan als ein Land “außer Kontrolle” bezeichnete – was umso gefährlicher sei, da sich dort Tausende Kilo angereicherten Urans fänden. Am Samstag wurde das Schreckensszenario für die Amerikaner perfekt. Seitdem von General Musharraf in Pakistan der Ausnahmezustand ausgerufen wurde und sich das pakistanische Staatsoberhaupt immer weniger als guter Vertrauter der Amerikaner im Kampf gegen den Terrorismus und immer stärker als Diktator geriert, ist unklar – wer ist hier eigentlich der Böse? Und könnte es gar sein, dass US-Gelder aus dem umfangreichen Hilfsprogramm für den Putsch eingesetzt würden? Während eine Überprüfung der Finanzhilfen von Bush selbst nicht erwähnt wurde, schienen gerade diese Nachforschungen in einer Pressekonferenz des Weißen Hauses wesentlich zu sein.
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Vermischtes
18. Oktober 2007 von Marie Naumann
Etwa 2.000 Menschen infizieren sich in Deutschland pro Jahr mit HIV, 47.000 Männer, 8.500 Frauen und ca. 400 Kinder sind hierzulande mit dem Virus infiziert; bei 8.700 davon ist die Krankheit ausgebrochen. Lange Zeit war diese Rate stabil, doch seit 2006 steigt sie wieder – in dem letzten Jahr wurden 2.711 neue Infizierte gezählt, und das Robert Koch Institut vermeldete bereits in den ersten 6 Monaten von 2005 20% mehr HIV-Infektionen als in der gleichen Zeit des Vorjahrs. Die Gründe für diesen Anstieg sind unklar und zugleich extrem besorgniserregend – Wikipedia nennt z.B. die mangelnde Aufklärung insbesondere unter Jugendlichen und eine Verharmlosung der Gefahren, die gar zu bewusst risikoreichen Verhalten führe. Vielleicht kommt dazu auch die Tatsache, dass in Deutschland pro Jahr „nur“ 600 Menschen an AIDS sterben – das Interesse an der Krankheit sinkt, und sie erscheint weniger bedrohlich, zumal in Deutschland eine vergleichsweise hervorragende medizinische Versorgung gewährleistet ist.
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Vermischtes
17. Oktober 2007 von Martin Stahlke
SudaneseDrima gibt den Lesern auf GlobalVoices einen spannenden und erschreckenden Einblick in die Themen der sudanesischen Blogosphäre. So berichtet zum Beispiel die Bloggerin SudaneseReturnee, die, wie es ihr Name schon verrät, nach Jahren im Ausland kürzlich nach Juba im Süd-Sudan zurückkehrte, wie die permanente Anwesenheit des Todes den Umgang mit Leben und Sterben verändert hat. Einige Tage nach ihrer Rückkehr saß sie mit einigen Freunden zusammen, als sich großer Lärm und Krach erhob – Ein Verkehrsunfall war geschehen, mit schrecklichen Folgen: Zwei junge Männer lagen tot auf der Straße, von dem Aufprall schrecklich deformiert. Und während SudaneseReturnee durch den Anblick und die bald durchsickernde Tatsache, dass die beiden Toten auch noch Brüder sind, einen kleinen Schock erleidet, stellt sie fest, dass für alle anderen der Umgang mit dem Tod völlig normal zu sein scheint – ein ganz normaler Tag in Juba.
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Social Media + Klimawandel
16. Oktober 2007 von Marie Naumann
Gestern war Blog Action Day – der Tag, an dem sich Blogs aus aller Welt einzig dem Thema Umweltschutz widmeten. Auf dem American Chronicle schreibt Kevin Stirtz in einer Würdigung des Projekts: „Die Kraft hier liegt in der Unterschiedlichkeit, der Leidenschaft und der Energie […] Die meisten Blogger, die hier schreiben, sind keine Umweltaktivisten oder Journalisten. Also werden wir, wieder einmal, eine neue Perspektive in die Diskussion bringen können, wie wir die Umwelt schützen können.“ Weshalb es so wichtig ist, dass wir, also jeder einzelne, sich um Umweltschutz bemüht, schreibt Eish und fragt: „Blog Action Day – Sollen wir uns darum kümmern?“
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Politik + Klimawandel
12. Oktober 2007 von Redaktion Readers Edition
Dass der Friedensnobelpreis an Klimaschützer ging, passt in den Trend der Zeit – und so findet sich heute auf Global Voices ein Überblick über Umwelt-Blogs in der Republik Kongo, Ghana und Südafrika. In Kapstadt hat Juliana Rotich den Post von Carbon Copy gefunden, der sich freut, dass jetzt erneuerbare Energien ihren Weg auf die Stadtpläne gefunden hätten – in Form von solarbetriebenen Straßenlaternen. Auch Carl von Greencars betont, welchen Unterschied solche Projekte machten – schließlich verbrauche eine Straßenkreuzung ebenso viel Strom wie ein großes Haus mit drei Schlafzimmern. Außerdem seien die Ampeln sicherer, weil sie vor Stromausfall geschützt seien. Das träfe für unsere Gefilde wohl eher nicht zu… froh kann sein, wer heute einen Regenschirm dabei hat, während er auf die Bahn wartet.
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Vermischtes
11. Oktober 2007 von Marie Naumann
Der Eintrag von Veronica Khokhlova auf Global Voices hat zur Entscheidung geführt, sich einmal in der Welt der Witzseiten- und Blogs umzuschauen. Morgen geht es wieder ernster weiter mit Nachrichten aus aller Welt.
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Politik + Vermischtes
10. Oktober 2007 von Redaktion Readers Edition
Dennis Matanda ist in Uganda bekannt als Provokateur und Blogger mit starken Meinungen – nun aber musste er Hals über Kopf aus seinem Land fliehen. Rebekah Heacock schreibt auf Global Voices über den Fall, und führt ein langes Interview mit dem streitbaren afrikanischen Blogger, der vor allem durch seinen Post Call for Re-Colonization bekannt wurde. Dass dieser Post nicht ohne Echo bleiben konnte, wird auch dem weißen Europäer klar – was dort steht, ist harter Tobak für jeden, der sich gegen die Kolonialmächte auflehnte: Dennis Matanda nimmt nicht nur die Weißen in Schutz, sondern geht so weit zu behaupten, dass ein Weißer Regierungschef sicher besser als ein Afrikaner in der Lage sei, Uganda aus seinem traurigen Elend zu befreien. (Wunderbar ein Kommentar zu der These, der dem Gedanken nachgeht, dass das dann ein irakischer General sein könne – und dann?)
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Politik + Kultur + Social Media
9. Oktober 2007 von Marie Naumann
Ägypten hat eine der aktivsten und auch politischsten Blogszenen Afrikas – was auf Global Voices heute besonders deutlich wird. Es findet sich hier zum Beispiel eine Rundschau über die Ägyptischen Blogs von Tarek Amir. Er verweist unter anderem auf einen im Zeitalter des Streits zwischen Blogs und Zeitungen ungewöhnlichen Zusammenschluss, der zudem viel aussagt über das Selbstverständnis ägyptischer Blogger: Hunderte von ihnen hätten sich vorgestern dem Streik der unabhängigen Zeitungen angeschlossen, die mit einem Tag ohne Publikationen auf die Verhaftung von ägyptischen Journalisten aufmerksam machten, die ins Gefängnis kamen, nachdem sie eine falsche Meldung über den Präsidenten Hosni Mubarak veröffentlicht hatten. Staatliche Medien, die sich nicht an der Protestaktion beteiligten, sollten, so fordert der Blogger Kareem El Beheiry, boykottiert werden.
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Politik + Sport + Vermischtes
8. Oktober 2007 von Redaktion Readers Edition
Cidade de Deus, ein Film, der das tägliche Leben in einem Slum von Rio und den ungeheuren Einfluss der Drogenmafia auf die ärmsten Bewohner Brasiliens thematisierte, war weltweit ein riesiger Erfolg – und zugleich schockierend durch seine Bilder roher Gewalt. „Tropa de Elite“ oder „Elite Squad“ behandelt das gleiche Thema, jedoch aus dem Blickwinkel eines Polizisten der „BOPE“, einer Spezialeinheit der brasilianischen Militärpolizei. Deren freundliches Logo (s. Bild) spricht Bände, und dass diese Polizisten nicht gerade sanft vorgehen, lässt sich auch unten erkennen. Bloggerin „Gringa in Rio“ hat einige Videos mit echten Reportagen eingestellt. Ein Einblick in den Krieg von Rio.
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Politik + Kultur
5. Oktober 2007 von Martin Stahlke
Die deutsche Berichterstattung über das Treffen des südkoreanischen Präsidenten Roo Moo Hyun und des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il ist durch die Bank weg positiv. Allein die Tatsache, dass es damit zu einem zweiten Gipfeltreffen innerhalb der letzten 54 Jahren der beiden sich offiziell noch im Kriegszustand befindlichen Länder gekommen ist, sorgt schon für ein freundliches Echo. Anders sieht das wohl in den heimatlichen Medien aus, so jedenfalls berichtet die südkoreanische Blogosphäre, zusammengefasst von Hyejin Kim auf GlobalVoices. Ein Blogger berichtet davon, eine der führenden Zeitungen Südkoreas würde mit der Schlagzeile “Keine Gesichtsregung und keine Umarmung” aufwarten und merkt dazu an, dass er nichts dagegen hätte, wenn man sich anschließend kritisch mit dem Erreichten auseinander setzen würde, bezweifelt aber, dass es sinnvoll wäre, das Treffen von vorne herein so “mit kaltem Wasser zu übergießen”. “Flüche und Vorwürfe” muss der Blogger Sandman in Südkoreas meistverkaufter Zeitung lesen und auch er hat dafür kein Verständnis.
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Politik
2. Oktober 2007 von Martin Stahlke
Nicht sonderlich überraschend ist, dass dem belorussischen Präsident Lukaschenko, der ja gerne auch “letzter Diktator Europas” genannt wird, das Internet und die damit verbundene Möglichkeit unkontrollierter Opposition ein Dorn im Auge ist. Nun hat er beim Besuch der staatlichen Zeitung Sovietskaya Bielorussiya folgendes von sich gegeben, so erzählt Sami Ben Gharbia auf der Bürgerjournalismus Site GlobalVoices: “Es ist Zeit, die Anarchie im Netz zu stoppen. Wir können nicht zulassen, dass diese große technologische Errungenschaft der Menschheit in einen Informationsmüllhaufen gewandelt wird.”
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Vermischtes
28. September 2007 von Redaktion Readers Edition
Die Ereignisse in Burma werden vor allem natürlich in der Blogosphäre Asiens aufgegriffen und so liest man auf Global Voices nicht nur die Updates zu dem jüngsten Geschehen, die Preetam Rai aus burmesischen Blogs sammelt, sondern auch Stimmen aus Korea und China.
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Politik + Vermischtes
27. September 2007 von Redaktion Readers Edition
Chinas Rundfunk- und Fernsehregulierungsbehörde hat, so erzählt Jon Newton auf Agoravox, alle Werbespots verboten, die nach dem alten Motto „Sex sells“ sexuelle Anspielungen und nackte Tatsachen nutzen, um die gewünschten Werbeeffekte zu erzielen.
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