“Morgen steht das Internet für eine Minute still!”
KWICK! Community ruft auf zur virtuellen Schweigeminute
KWICK! Community ruft auf zur virtuellen Schweigeminute
Elisa Steele, Marketingchefin beim Internetriesen Yahoo ist noch nicht lange im Amt. Doch schon ein gutes halbes Jahr nach ihrem Einstieg bekommt sie mal wieder Post - öffentliche Post. Und die Zeilen von Thomas Hawk, die sich derzeit rasant im Netz verbreiten, fallen nicht gerade freundlich aus. Der Grund für sein Ärgernis liegt im Untertitel der neuen, millionenschweren Unternehmenskampagne begründet: “the internet’s under new management yours”, wird da stolz verkündet. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus.
Wie Readers Edition bereits berichtete, hat die Piratenpartei nun auch in dem Karriere-Netzwerk XING eine Plattform bekommen. Nach zahlreichen Nutzerprotesten hatte man sich bei XING dann doch „viele Gedanken gemacht“ und „der Piratenpartei gerne dasselbe Angebot wie den anderen im Bundestag vertretenen Parteien“ einer eigenen Gruppe unterbreitet. Die Partei, die sich unter anderem Informationelle Selbstbestimmung und Reformation des Urheberrechts im Netz auf die Fahnen schreibt, ist ein Web 2.0 – Phänomen und steht für eine Art digitale Lawinenentwicklung nun auch im Bereich der Politik. Spätestens mit diesem Sieg über XING dokumentiert sie, dass sie ein ernstzunehmendes Wählerpotential zu binden vermag.
Politik + Wissenschaft + Internetkultur
Je mehr das Netz über seine verschiedenen Kanäle zur Meinungsbildung beiträgt, desto wichtiger wird die Frage, wie sich politische Inhalte und Kampagnen im Netz positionieren lassen und wie sie sich entwickeln. Vor diesem Hintergrund bietet der im Frühjahr 2009 erschienene Band “Political Campaigning on the Web” eine ausgezeichnete, anregende Sammlung von Aufsätzen, die Theorie und Praxis politischer Online-Kampagnen beschreibt.
Die madagassische Online-Community war erleichtert, als bekannt wurde, dass Razily, ein Ende März verhafteter Demonstrant, in der Öffentlichkeit gesehen wurde (fr) und wohlauf zu sein schien. Während die näheren Umstände der Freilassung Razilys noch ungeklärt sind, hoffen viele Blogger, dass dies, in Bezug auf das Verhalten der Sicherheitskräfte des Landes, den Beginn der Rückkehr zur Normalität bedeutet.
Wörter wie “abgespaced”, “geflashed” oder “dissen” kennen wohl die meisten von uns. Wir verstehen deren Bedeutung und haben sie teils in unser eigenes Lexikon aufgenommen - und das auch ohne sich selbst noch im zarten Teeniealter zu befinden. Jugendsprache, das ist ein weites Feld, geprägt von Vielfalt statt Homogenität. Ihre unzähligen Varietäten sind ständig im Wandel, ständig in Bewegung, wie die jungen Menschen eben.
Endlich Urlaub! Flug und Hotel sind gebucht, die Koffer gepackt, die Nachbarn kümmern sich um die Blumen, los kann es gehen. Von Kopf bis Fuß ist alles auf Erholung eingestellt. Doch dann, vor Ort, der Schreck. Nichts ist so wie im Katalog: das stilvolle Zimmer mit mediterranem Flair ist eine “Kakerlakenhochburg” und statt Drei-Sterne-Koch ist “Schmalhans” Küchenmeister.Für Abhilfe sorgen in solchen Fällen viele, nützliche Seiten im Internet. Inzwischen gibt es nicht nur Websites auf denen Reisende die Hotels bewerten können wie bei HolidayCheck.de, sondern auch Communities, die nicht nur bei der Auswahl der Unterkunft, sondern bei der gesamten Reise helfen. Urlauber.de ist ein Beispiel für solch eine Reise-Community. Hier werden dem Besucher der Seite diverse Möglichkeiten geboten, sich über die Realität am Urlaubsort zu informieren. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Der Nutzer kann “Tags” (Schlagworte) wie zum Beispiel “Familien”, “stilvoll” und “direkte Strandlage” anklicken und sich zudem auf einer Landkarte für ein Land entscheiden.
Vermischtes + Social Media + Internetkultur
Gibt man den Begriff “Web 2.0″ in die Suchmaschine aller Suchmaschinen des Internets ein, so googelt es über 427.000.000 Treffer. Enorm. Damit wird schon klar: Web 2.0 ist kein Marketingbegriff. Es ist die heutige Internet-Welt. Dieser Beitrag veranschaulicht den Werdegang des Internets, den Weg von “Web 1.0 zu 2.0″.
Nach dem durchschlagenden Erfolg seiner Kampagne steht US-Präsident Obama immer noch unter Zugzwang. Doch so recht will das digitale Regieren noch nicht anlaufen, wie Gregor Peter Schmitz festellt. Gelang ihm mit whitehouse.gov noch ein wichtiger Meilenstein seiner Strategie, so wird die Verwendung der 13 Millionen in der Kampagne gesammelten Mail-Adressen bereits zur Herausforderung. Die direkte Kommunikation mit dem Wahlvolk scheiterte an techologischen Schwierigkeiten und den Datenschutzbestimmungen des Landes.
Einen schönen Artikel brachte unlängst die Welt und stellte fest: der Wahlkampf im Netz ist eröffnet. Aufhänger dafür war der Relaunch der CDU-Website mit der Einbindung eines Social Network, eines YouTube-Channels und anderer etablierter Social Media-Komponenten eines modernen Webauftrittes. Und auch die Partei Grüne/ Bündnis90 hat kürzlich eine Partei-Community gelauncht, wenn auch mit erheblichen technischen Schwierigkeiten. Doch gilt damit tatsächlich der Wahlkampf im Internet als eröffnet?
Mitte Februar wurde es ganz überrschend bekannt. GIGA, das Internetportal und Gamingfernsehprogramm, schließt Ende März dieses Jahres seine Pforten. GIGA DIGITAL TELEVISION GmbH stellte bereits am verheißungsvollen Freitag den 13.2.2009 den Sendebetrieb ein. Selbst das komplette GIGA Team erfuhr davon erst einige Minuten vor der Veröffentlichung im giga.de Blog und vor den Presseverteilern. Stefan Borg, Geschäftsführer von GIGA, erklärte die Gründe. Demnach möchte sich der Eigentümer von Giga, die Premiere AG, mehr um ihr Hauptgeschäft, das Abonnementfernsehen kümmern. Ferner machte Borg zunächst auch keine große Hoffnung auf Rettung.
Web & Technik + Internetkultur
“Facebook expandiert”, schrieb Marie Naumann noch im Mai 2007. Die zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch wenig bekannte Netzwerkplattform wartete damals mit etlichen Neuerungen und einem beeindruckenden Wachstum auf. Dann, nur fünf Tage später meldete sich Hugo E. Martin zu Wort: “Vorsprung: Obama `08 setzt auf mehr als 80.000 Facebook Freunde und nutzt die neue Facebook Plattform“. Seitdem ist viel Zeit vergangen und das international ausgerichtete Portal hat mittlerweile auch hierzulande seinen Siegeszug angtreten. Doch halt, “Facebook contra StudiVZ” soll heute nicht das Thema sein. Denn die weltweit agierende Community hat Geburtstag. Zarte fünf Jahre wird das Pflänzchen nun alt.

“Wetten, dass…?” versus “Dschungel-Camp“: So manch Fernsehzuschauer rieb sich am vergangenen Samstagabend die Augen. Während Nico Schwanz, Lorielle London und Ingrid van Bergen bei der Komkurrenz um den Titel “Dschungelkönig 2009″ rangen, versuchte es das Öffentlichrechtliche scheinbar mit einem “fäkalen Gegenschlag”.
Nicht immer bedarf es höchster Konzentration, um erfolgreiche Ideen zu entwerfen. Manchmal kommen diese einfach an der Bar, bei netten Gesprächen und einem gepflegten Tropfen Brauwasser.
Web & Technik + Internetkultur
Erst kürzlich ging die Twittermeldung von Andreas v.d. Castel um den Globus: “studiZV legt Ende Januar 2009 internationale Seiten still. Die internationalen Benutzer werden dazu aufgefordert sich auf meinVZ zu registrieren”, verkündete er am 15. Dezember und löste bis zur Bestätigung der Nachricht eine Vielzahl von Reaktionen im Netz aus. Nach StudiVZ, die die französischen, italienischen, spanischen und polnischen Ableger dicht machen, räumt nun auch Yahoo auf.