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Schlagwort "Deflation"


Politik + Wirtschaft

Taylor-Rules, Exit-Strategie und unsichere Informationsgrundlagen

25. September 2009 von Georg Erber

Die Köpfe in den diversen Zentralbanken über eine angemessene Exit-Strategie dürften rauchen. Man hat mit seiner raschen Hilfe nach der Lehmann-Pleite zwar einen unmittelbaren Zusammenbruch der Finanzmärkte aufhalten können, aber eine schwere Rezession der Weltwirtschaft konnte nicht vermieden werden. Die Taylor-Rule ist eine Regel, nach der sich die Zinspolitik in normalen Zeiten ausrichten soll, um die Zinspolitik der Zentralbanken angemessen auszurichten, so dass Wirtschaftswachstum und Geldwertstabilität im Großen und Ganzen gewahrt werden können. Leider ist die Regel derzeit kaum anwendbar. Legt man die derzeitigen makroökonomischen Daten zur Inflationsrate und dem Output-Gap, das heißt der Differenz zwischen aktuellen und langfristig möglichen inflationsfreiem Wirtschaftswachstum zugrunde, dann sollte der Nominalzinssatz der Zentralbanken in den meisten Volkswirtschaften negativ sein.

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Politik + Wirtschaft

USA vor neuem Produktivitätswunder?

12. August 2009 von Georg Erber

udss.jpgDie Financial Times Deutschland hat heute auf dem Titelblatt als zentrale Nachricht die Meldung über einen dramatischen Anstieg der Arbeitsproduktivität in der amerikanischen Industrie. Die Arbeitsstundeproduktivität der amerikanischen Wirtschaft ist nach Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS) im zweiten Quartal diesen Jahres um 6,4 Prozent mit einer Jahresrate gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Stehen die USA also vor einem neuen Produktivitätswunder?

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Politik + Wirtschaft

Die globale Krise: Eine Neuinterpretation

6. Juli 2009 von Georg Erber

Krisen, wie sie derzeit die Weltwirtschaft erschüttern, haben in der Regel ein ganzes Bündel von unterschiedlichen Ursachen und miteinander interagierender Wirkungsketten. Der Ausbruch der derzeitigen Krise wurde zunächst als Subprimekrise identifiziert, das heißt als Marktversagen im Bereich der US-Immobilienmärkte für Geringverdiener. Sie wurden damit zu Sündenböcken für eine Entwicklung gemacht, die viel tiefer liegende Ursachen hat.

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Politik + Wirtschaft

Bad-Bank-Gesetz: Ein Staat gibt sich auf

3. Juli 2009 von Georg Erber

bieret.jpgDer Deutsche Bundestag hat nun, wie erwartet, kurz vor der Sommerpause und zugleich dem Ende der Legislaturperiode des derzeitigen Bundestages das Gesetz verabschiedet. Damit ist de jure die Haftungsübernahme des Steuerzahlers für die Schrottpapiere der privaten Geschäftsbanken sowie der Landesbanken gesetzlich beschlossene Sache. Die Folgen für den deutschen Staat werden unübersehbar sein.

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Politik + Wirtschaft

Zentralbanken stehen vor dem Elchtest

16. Juni 2009 von Georg Erber

Nachdem insbesondere die US-Notenbank und in ihrem Gefolge auch die Bank of Englandnach Ausbruch der Subprimekrise insbesondere dann ganz massiv nach der missglückten Pleite von Lehmann Brothers das Weltfinanzsystem mit einer historisch einmaligen Liquiditätsschwemme versorgt haben, stehen sie vor dem Problem der Rückführung dieser Liquidität, da zunehmend sich in der Öffentlichkeit Unruhe breit macht, dass daraus eine deutliche Beschleunigung der globalen Inflation stattfinden könnte. Der Elchtest ist ein geflügeltes Wort, das beim Test der A-Klasse von Mercedes-Benz Furore machte. Es gelang einem Testfahrer, das Fahrzeug bei einem simulierten Ausweichmanöver – sprich ein Elch betritt die Straße - soweit zu destabilisieren, dass das Fahrzeug schlichtweg seitlich umzukippen drohte. Die Fliehkräfte einer abrupten Ausweichbewegung waren zu groß, um das Fahrzeug in der Normallage – nämlich aufrecht - zu halten.

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Politik + Wirtschaft

Fed will für 1,15 Billionen US Dollar Wertpapiere aufkaufen

19. März 2009 von Georg Erber

Die US Notenbank hat gestern beschlossen, massiv weitere Wertpapierkäufe zu tätigen. Insbesondere sollen auch für 300 Mrd. US Dollar US-Staatsanleihen von ihr gekauft werden. Damit macht die Fed ihre Ankündigung wahr, dass sie bereit ist, die exzessive Staatsverschuldung und einen erheblichen Teil der toxic papers durch inflationäre Geldschöpfung zu finanzieren. Dies wird den US-Dollar gegenüber anderen Währungen auf Talfahrt schicken.Bereits gestern stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar von rund 1,30 auf einen Wechselkurs von 1,35 sprunghaft an.Damit leitet die US Notenbank einen Prozess der kompetitiven Abwertung der eigenen Währung zu Lasten der übrigen Länder ein, die nicht einen sogenannten Pegan die US-Währung aufrechterhalten.

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Politik + Wirtschaft

Vermögensdeflation: Res tantum valet quantum vendi potest

8. März 2009 von Georg Erber

hausr.jpgÜber das Problem der Vermögensblase und der damit jetzt stattfindenden Vermögensdeflation herrscht häufig eine ziemliche Verwirrung. Da ja zunächst einmal bei einer Neubewertung die damit bewerteten Gegenstände unverändert sind, denken viele, dass es sich bei einer Vermögensdeflation nur um eine Umverteilung zwischen Vermögensbesitzern handele. Im Sinne zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik wird gefolgert, dass Vermögen nicht verschwindet, sondern nur in anderen Taschen landet. Damit glaubt man eine positive oder negative Änderung von Vermögenswerten sei ohne de facto Vernichtung des Vermögensgegenstandes ausgeschlossen.

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Politik + Wirtschaft

Fed: US-Zentralbank wirft die Notenpresse an

29. Januar 2009 von Georg Erber

ehsdfd.jpgAuf der gestrigen Zentralbanksitzung der US-Notenbank wurde neben der Fortsetzung der Zinspolitik mit Zinsätzen zwischen 0 und 0,25 Prozent auch beschlossen, dass die Zentralbank Staatsschuldverschreibungen zu kaufen bereit ist. Dies ist offenbar notwendig, um die gewaltigen Summen der US-Regierung für ihr Konjunkturprogramm in Höhe von über 800 Mrd. US-Dollar der US-Regierung zur Verfügung stellen zu können.

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Politik + Wirtschaft + Internetkultur

Russland: Die Krise und das Aufruhr-Potenzial

23. Dezember 2008 von Veronica Khokhlova

Mitte Oktober veröffentlichte Global Voices [en] einen Überblick über die Ansichten englischsprachiger Blogger zur Finanzkrise in Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine. Hier kommt eine weitere Folge über die Auswirkungen und zu erwartendenden Folgen der Krise in Russland.

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Politik + Wirtschaft

Von der Inflation zur Deflation?

27. November 2008 von Georg Erber

Die jüngsten Zahlen über die Entwicklung des Verbraucherpreisindex sowohl in den USA und Europa insbesondere auch in Deutschland zeigen einen ungewöhnlich starken Rückgang der Inflation. Diese Disinflation ist solange wünschenswert wie sie die überdurchschnittliche Inflationsentwicklung von deutlich über 2%, insbesondere ausgelöst durch die rapiden Rohstoffpreissteigerungen des letzten und dieses Jahres, als Ursachen für einen zuvor ungewöhnlichen starken Inflationsanstieg beseitigt.

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Wirtschaft

Deutschland: Inflation steigt auf drei Prozent

28. November 2007 von Georg Erber

mietp.jpgNach den bereits im Sommer sich abzeichnenden Beschleunigung der Inflationsentwicklung, die drastischen Preissteigerungen bei Milchprodukten waren hierfür ein Signal, zeigt sich, dass die Inflation weiter an Tempo in den zurückliegenden Monaten zugenommen hat. Mit einer Jahresrate von voraussichtlich drei Prozent hat sie den höchsten Stand seit knapp 14 Jahren erreicht. Das Inflationsziel der EZB liegt stattdessen bei höchstens zwei Prozent.

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