Vermischtes
3. März 2008 von Heinz-Peter Tjaden
“Querulantenwahn ist eine besondere Form des Beeinträchtigungswahnes, wobei meistens eine Kränkung und der daran anschließende Kampf ums Recht beherrschend sind”, definiert der Heidelberger Facharzt Karl C. Mayer eine psychische Krankheit, unter der angeblich der ehemalige Bonner Rechtsanwalt Claus Plantiko leidet. Diese Diagnose stammt von der Kölner Rechtsanwaltskammer. Da der angeblich derart Erkrankte erst einmal trotzdem nicht zu einem Arzt gegangen ist, verlor er seinen Job. Das anschließende Spießrutenlaufen endete vor dem Bundesgerichtshof (BGH), das BGH bestätigte in einem Beschluss vom 26. November 2007 die Diagnose der Kölner Rechtsanwaltskammer.
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Vermischtes + Wissenschaft
4. Oktober 2007 von Marius Baumann
Eine kleine Begebenheit aus meiner therapeutischen Praxis: Eine erwachsene Patientin fragte mich, ob sie möglicherweise an ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitäts- Syndrom) leiden würde. Ich hatte ihr diagnostisch bereits eine schwere Selbstwertstörung mit Sozialer Phobie zugewiesen (und wir kamen in der Behandlung kaum voran). Beim Stichwort ADHS kramte ich im Geiste in Vorträgen und Lehrbuchartikeln über aufmerksamkeitsgestörte Kinder, die permanent im Klassenzimmer herumrennen und aufgrund erlebter Reizüberflutung herumbrüllen. Folglich verneinte ich sofort und entschieden ihre Selbstdiagnose, immerhin erschien sie ja regelmäßig und konnte für eine Stunde auf dem Behandlungsstuhl sitzen bleiben. Ach ja, und das Wort „Modediagnose“ nannte ich nicht, aber es kam mir durchaus in den Sinn.
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