Vermischtes
13. Oktober 2009 von Helmut Jacob
Geschwätziges Papier: Die “Gemeinsame Erklärung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Diakonischen Werkes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers e.V. zu der Situation in Heimen der Jugendfürsorge in den 50er und 60er Jahren”
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Politik
3. April 2009 von andré marty
Denkbar war sowas vor drei Jahren kaum, als er über nacht nach einem Schlaganfall seines Übervaters das Zepter der gerade eben gegründeten Kadima-Bewegung übernehmen konnte. Ein Mann, der nicht einmal ansatzweise in die Fußstapfen Ariel Sharons treten konnte. Ein zynischer Machtpokerer, der den Unterschied zwischen Dienst am Land und Eigeninteressen, zwischen Mein und Dein bis heute nicht begriffen hat. Ein Premier, der selbst nach fünf polizeilichen Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlichem Korruptionsverdachts nicht verstehen konnte, dass Politik was mit Vertrauen und nicht mit Klauen zu tun haben könnte. Machttrunken.
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21. September 2008 von Heinz-Peter Tjaden
Es ist noch gar nicht so lange her, da hat der Caritas-Verband meine Fragen zu Entschädigungen für ehemalige Heimkinder abgebügelt. So teilte mir die Pressestelle dieser Organisation am 13. Juni 2008 mit, dass Caritas-Präsident Peter Neher sich am 16. Februar 2006 in einem Artikel der “Tagespost” zwar für Akteneinsicht, Bescheinigungen für die Rentenversicherung und für Gespräche ausgesprochen habe, keinesfalls jedoch für Entschädigungen.
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23. Juli 2008 von Heinz-Peter Tjaden
Schlendert man in Hannover über den Flohmarkt und wechselt die Straßenseite, steht man nach wenigen Schritten vor dem Gebäude der Caritas. Dort hängt an der Fassade ein Plakat, das einen Jugendlichen zeigt, darunter steht: “Er will sich nicht prügeln, obwohl er damit aufgewachsen ist.” Wie vor Jahrzehnten Kinder in kirchlichen Heimen, könnte der nächste Satz lauten, lautet er aber nicht, sondern: “So sehen Helden aus.”
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16. Juni 2008 von Heinz-Peter Tjaden
“Ich möchte Ihnen auf Ihr Schreiben an den Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes antworten”, hat mir mit Schreiben vom 13. Juni 2008 die Pressesprecherin Claudia Beck endlich eine Antwort zum Schicksal ehemaliger Heimkinder zukommen lassen. E-Mails blieben bis dahin unbeantwortet, Nachhaken brachte nichts, aber genau verfolgt wurden meine Berichte, lässt Claudia Beck bereits im zweiten Satz ihres Briefes durchschimmern: “Dieses Einschreiben hatten Sie bereits in einem Text, der im Internet veröffentlicht wurde, angekündigt.”
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3. Juni 2008 von Heinz-Peter Tjaden
Nun also ein Einschreiben per Rückschein: Dr. Peter Neher ist seit dem 14. Mai 2003 Präsident des Deutschen Caritas-Verbandes. Ehemalige Heimkinder horchten auf, als die katholische “Tagespost” am 16. Februar 2006 meldete: “Nach dem Zweiten Weltkrieg in kirchlichen Einrichtungen misshandelte Kinder können auf Unterstützung durch den Deutschen Caritasverband (DCV) hoffen.” Weiter hieß es, Neher habe sich für Entschuldigungen, Entschädigungen, Anerkennung von Rentenansprüchen und für die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels ausgesprochen.
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Politik
27. Mai 2008 von alexander günther
Und wieder sind es die Polen, die die so lang vermisste imperiale Selbstfindung Russlands zu stören suchen. Nachtragend und missgünstig so scheint es, nutzen sie jede Gelegenheit, das “Schöne, neue Russland” zu nerven und nutzen jede Gelegenheit, den russischen Bären von seinem mollig-warmen Gasofen zu scheuchen. So in etwa werden die neuesten Umtriebe von polnischen Klägern in der “Njezawisimaja Gazeta” vom 23. Mai dargestellt. Grund des Unbehagens ist ein seit Donnerstag in Moskau stattfindender Prozess, in dem Vertreter der Opferfamilien des Massakers von Katyń Zugang zu russischen Archiven und eine neue Untersuchung zu der Tragödie einklagen wollen.
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19. Mai 2008 von Heinz-Peter Tjaden
“Meine Kindheit lag komplett hinter einem schwarzen Tuch”, blickt Bernd von Eicken auf seine Suche nach seinen Eltern zurück. Diese Suche hat mit einer Tabakdose begonnen.
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24. April 2008 von Heinz-Peter Tjaden
Nach frontal 21 am Dienstag frontal 22 am Donnerstag: “In den damaligen Erziehungsheimen, in denen Jugendliche untergebracht waren, gab es eine Arbeitstherapie.” So zitierte das ZDF-Magazin in einem Beitrag über ehemalige Heimkinder die Sprachregelung der katholischen Kirche. Ein Interview wurde abgelehnt, die Bischofskonferenz war lediglich zu einer schriftlichen Stellungnahme zu bewegen. Die las sich auch nicht besser als die zwei Jahre alte “katholische Sprachregelung”. Man habe die Arbeitsbedingungen seinerzeit in den Heimen an die Realität angepasst, ließen die Bischöfe verlauten.
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Politik
25. Dezember 2007 von Hanako Tokita
Geschichten von verseuchten Blutprodukten gibt es in Japan nicht zum ersten Mal. In den 80ern infizierten sich Bluter über verseuchte Blutprodukte mit dem HI-Virus, weil die Regierung und Pharmaunternehmen eine Entscheidung, die Zulassung zurückzuziehen, vernachlässigten.
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Vermischtes + Kultur
7. November 2007 von Felix Kubach
Abseits des mit viel Presseecho erwarteten Contergan-Spielfilms, der nach langem Rechtsstreit endlich am Mittwoch im deutschen Fernsehen gezeigt werden darf, läuft eine beachtenswerte Dokumentation im WDR-Fernsehen (”Schau mich an!”, 7.11., 22.30 Uhr/ Wdhlg.: 9.11.2007, 14.15 Uhr) von Niko von Glasow, selbst ein Contergan-Opfer. Der Regisseur, der bei Rainer Werner Fassbinder das erste Handwerkszeug gelernt hat, berichtet über Contergangeschädigte, die sich für einen Jahreskalender nackt fotografieren lassen. Im Interview spricht er von nicht genügend geleisteten Entschädigungszahlungen und vom verlogenen Happyend im zuvor gezeigten Fernsehfilm “Eine einzige Tablette”.
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