“Die Geschichte der Wolken”, von Hans Magnus Enzensberger, Suhrkamp
Hier ist der große Dichter H.M. Enzensberger nicht mehr der “Junge Wilde” von einst. Jetzt, wie beim Betrachten der Wolken, wird er weise und verhalten.
Hier ist der große Dichter H.M. Enzensberger nicht mehr der “Junge Wilde” von einst. Jetzt, wie beim Betrachten der Wolken, wird er weise und verhalten.
Das ist eine Geschichte, die es in sich hat. Kurt von Hammerstein, ehemaliger Chef der Heeresleitung hat dem Vernehmen nach seinen Eigensinn behalten und trotzdem konnte auch er nicht den Aufstieg Hitlers verhindern.
Erfunden worden sind sie 1968 bei den Mai-Unruhen in Paris, aber auch deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen fiel so mancher Sponti-Spruch ein, der bekannteste dürfte sein: “Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren”.
Von Hans Magnus Enzensberger ist Ende März das Buch “Schreckens Männer - Versuch über den radikalen Verlierer” erschienen. Was “Schreckens Männer” am Anfang interessant macht, ist, dass Enzensberger versucht, eine Typologie des frustrierten, gescheiterten und dann “ausrastenden” Messerstechers, Mörders oder Amokläufers zu entwerfen, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger in altlinker Manier ausschließlich „die Gesellschaft“ verantwortlich zu machen.