Politik + Wirtschaft
19. März 2010 von Georg Erber
Nach einer Meldung in der Financial Times Deutschland steht die Bundesregierung kurz vor einer Einigung zur Neuordnung der Finanzaufsicht in Deutschland. Demnach soll ein so genanntes Holdingmodell realisiert werden. In diese Holding mit dem Namen Bundesbankholding sollen neben den Finanzaufsicht der Bundesbank, die BaFin sowie der Soffin eingebracht werden. Damit würde der Soffin wie bereits von Axel Weber geplant nicht mehr zum Jahresende 2010 aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage nach dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz aufgelöst, sondern erhielte eine Bestandsgarantie.
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Politik + Wirtschaft
17. März 2010 von Georg Erber
Eigentlich sollten es beide Seiten wissen, dass ein Handelskrieg mit generellen Strafzöllen von etwa 25 Prozent nur beiden Seiten Schaden kann. Die USA hoffen dadurch ihre Handelsbilanz mit China zurück ins Gleichgewicht zu bringen und durch Importsubstitution Jobs in Amerika zu schaffen. Soweit die Idee. China glaubt, man könne die USA mit ihren Forderungen in Billionenhöhe gegenüber den USA davon abhalten. Damit pokern beide um einen hochriskanten Einsatz. Am Ende könnten beide verlieren. Den USA droht eine katastrophale Krise der Staatsfinanzen und China ein dramatischer Einbruch in der Exportindustrie.
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Politik + Wirtschaft
von Georg Erber
Wie bereits befürchtet, eskaliert der Konflikt zwischen den USA und China wegen der chinesischen Wechselkurspolitik. Nicht zuletzt wegen der sich abzeichnenden Schwäche der US-Wirtschaft und der Beschäftigungskrise in den USA will der US-Kongress nicht länger die hohen Handelsbilanzdefizite mit China hinnehmen. Als entscheidende Ursache für diese Lage sehen die USA bereits seit langem die systematische Unterbewertung des Yuan gegenüber dem US-Dollar an.
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Politik + Wirtschaft
16. März 2010 von Georg Erber
Die Anzeichen mehren sich, dass die Rating-Agenturen die Bonität von US- und britischen Staatsanleihen von AAA in Kürze herabsetzen werden.
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Politik + Wirtschaft
15. März 2010 von Georg Erber
Es gehört zu den Ritualen der deutschen Wirtschaftspolitik, dass alle Jahre wieder die Politik, wenn sie in der Klemme steckt, gerne die Goldreserven der deutschen Bundesbank plündern möchte. Ob Waigel, Eichel, Steinbrück und jetzt Schäuble - jeder Finanzminister, der in der Klemme steckt, hat schon mal heimlich oder öffentlich mit dem Gedanken gespielt, die Goldreserven der Bundesbank anzuzapfen. Damit ließen sich Milliardenlöcher im Bundeshaushalt stopfen. Man muss nur den Dreh finden, wie man an das Gold herankommt. Jetzt denkt offensichtlich Schäuble im Rahmen des EWF darüber nach, dass man für die Finanzausstattung dieses Fonds das Bundesbank Gold einsetzen könnte.
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Politik + Wirtschaft
14. März 2010 von Georg Erber
Der muntere FDP-Vorsitzende Westerwelle trägt derzeit mit der öffentlichen Zurschaustellung seiner Weltanschauung maßgeblich zur Aufklärung über den Parteienstaat in Deutschland bei. Dafür sind wir ihm zu Dank verpflichtet. So unbedarft öffentlich hat noch kein Spitzenpolitiker einer Partei in Deutschland seine moralisch-ethischen Grundlagen offengelegt. Die öffentliche Empörung über sein Verhalten, seiner Ministerkollegen und seiner Partei sowie zahlreichen weiteren anderen Politikern aus anderen Parteien desillusioniert die Bundesbürger über die Frage der Anständigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Sorgfalt beim Umgang mit Staatsgeldern in unserem politischen System. Reformen sind daher dringend notwendig, damit dieser Sumpf trockengelegt wird.
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Vermischtes
13. März 2010 von Holger Finn
Das wurde aber auch Zeit! Endlich geht die Bundesregierung unter der ehemaligen Klimakanzlerin Angela Merkel entschieden gegen Geldmacherei, Fondsanlage, Zinswirtschaft und Spekulation vor. Die studierte DDR-Naturwissenschaftlerin hat sich entschlossen, Wetten auf so genannte Staatsbankrotte, die nach Aussage von regierungsnahen Wissenschaftlern gar nicht möglich sind, zu verbieten.
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Politik + Wirtschaft
12. März 2010 von Georg Erber
Die EU-Mitgliedsländer mit der Ausnahme Großbritanniens streben eine striktere Regulierung der Finanzmärkte an.[1] Ebenso zeichnet sich eine Trennung der ostasiatischen sowie südostasiatischen Länder unter der Führung von China von den USA als Weltfinanzzentrum ab. Diesseits des Atlantiks und jenseits des Pazifiks ist ein rascher Entfremdungsprozess von der bisherigen globalen Hegemonialmacht USA, insbesondere was die Weltfinanzmärkte betrifft, erkennbar. Die EU möchte die Kontrolle über ihre Finanzmärkte zurückgewinnen. China will nicht länger seine Währung an den US-Dollar binden.
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Politik + Social Media
von Claus-Dieter Stille
Sind nach der noch immer grassierenden größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929, die richtigen Schlüsse betreffs deren Ursachen und die dafür Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen worden? Mitnichten.
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Politik + Wirtschaft
11. März 2010 von Georg Erber
Es gibt unterschiedliche Formen von Inflation. Eine treibt Preise nach oben, die andere die Anzahl der neuen Finanzprodukte. Finanzinnovationen, die aufgrund fehlenden Erfahrungswissens und ungenügenden Tests auf ihre Praxistauglichkeit trotzdem ohne geeignete Zulassungsverfahren auf den globalen Finanzmärkte laufend neu zugelassen werden, schaffen Risiken, die kein angemessenes Risikomanagement gewährleisten können. Risiken müssen anhand von empirischen Erfahrungen hinsichtlich ihrer Eintrittshäufigkeit einschätzbar sein. Rein theoretische Modellüberlegungen reichen hierfür nicht aus.
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Politik + Wirtschaft
von Georg Erber
Eines der beliebtesten Instrumente für Finanzmarktwetten sind Credit Default Swaps, kurz CDS. Im Zuge der jetzigen Krise um die griechischen Staatsfinanzen spielen CDS derzeit erneut eine herausragende Rolle. Da im Prinzip jeder eine Wette mit jedem über die Möglichkeit eines Zahlungsausfalls z.B. jetzt im Falle Griechenlands abschließen kann und sogar diese Wette danach anderen zum Kauf anbieten, entsteht insbesondere bei den so genannten naked CDS die Möglichkeit, dass hier hohe Forderungen für den Fall entstehen, dass die Wette am Ende zu hohen Wettverlusten führt.
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Politik + Wirtschaft
10. März 2010 von Georg Erber
Die BaFin ist aufgrund einer letztinstanzlichen Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofs gezwungen worden, den Richtern eines gegen eine Bank anhängigen Verfahrens Akteneinsicht zu gewähren. Der Kläger wollte wegen missglückter Spekulationsgeschäfte seiner Bank diese auf Schadensersatz verklagen. Diese Akteneinsicht war zuvor dem Kläger (Az.: 6A 1648/08) von der BaFin verweigert worden.[1]
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Politik + Wirtschaft
von Georg Erber
Bisher wurde der Soffin als befristete Lösung für die Abwicklung von Toxic Papers aus der Krise bei Verbriefungen nach der Lehman Pleite angesehen. Da diese Operation innerhalb eines befristeten Zeitraums gelöst werden sollte, endet derzeit offiziell der Auftrag und damit der Soffin zum Jahresende 2010. Offenbar ist dieses Kalkül nicht aufgegangen. Jetzt setzt sich der Bundesbankchef, Axel Weber, der an der Schaffung des Soffin maßgeblich beteiligt war, für eine Entfristung des Soffin ein. Dieser Vorstoß kommt dem Eingeständnis gleich, dass der Soffin seine Aufgabe in der gesetzten Frist nicht erfolgreich abschließen konnte.
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Wirtschaft
9. März 2010 von Art Bleiglass
Spekulanten und Zocker wo man nur hinschaut. Die rote Presse und linken Wortführer glauben ein weiteres Argument gegen ausbeuterische Banken und skrupellose Investoren gefunden zu haben. Aber wissen sie überhaupt worüber sie reden? Ich bezweifle dies, denn vieles was ich dieser Tage lese ist plumpe Polemik, gerichtet an unwissende und verunsicherte Mitbürger.
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Politik + Wirtschaft + Vermischtes
8. März 2010 von Georg Erber
Paul Volcker, ehemaliger Vorsitzender der Fed, der derzeit zu den einflussreichsten unabhängigen Beratern von Barack Obama in Fragen der Finanzmarktreform zählt, hat mit seinem Vorschlag, dass es keine Finanzinstitution geben dürfe, die nicht Bankrott gehen dürfe, die so genannte Volcker-Rule, die Finanzwelt erschreckt. Damit setzt er die schon vorhandene Kritik an der Rettung von einzelnen Finanzinstituten durch Staatshilfen in Form von Verstaatlichung, Teilverstaatlichung oder Bailouts, in eine Konsequente Politikregel um. Er fordert grundsätzlich von allen Finanzinstitutionen, dass sie ein Testament verfassen.
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