Heute, vor einem Jahr - KW06/2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 2. - 8. Februar 2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 2. - 8. Februar 2009
Am 4. Dezember 2009 hat im Berliner Hotel Melia die 2. Internationale Klimakonferenz stattgefunden. Hierbei handelte es sich um eine Veranstaltung der so genannten “Klimawandel-Skeptiker”. Diese Konferenz war als Gegenveranstaltung zu dem am 7. Dezember beginnenden Kopenhagener Klimagipfel zu verstehen. Einer der Referenten war Lord Christopher Monckton, Chefberater des Science and Public Policy Institute. Er war viele Jahre Politikberater der britischen Premierministerin Margaret Thatcher.
Es war schon interessant, auf der Klimakonferenz in Berlin mit den vor dem Hotel demonstrierenden Greenpeace-Aktivisten zu diskutieren (die zwei Figuren von der ÖDP habe ich, demonstrativ rauchend, ignoriert). Fast eine Stunde übrigens – und das in aller Freundschaft. Es hat Spaß gemacht und wir sind mit der Erkenntnis auseinandergegangen, dass uns allen etwas an der Erde und den sie bewohnenden Menschen liegt.
Politik + Wissenschaft + Nachhaltigkeit
Der Landwirt Reinhard Dennerlein hat ein Problem. Dieses Problem ist der etwa 2 cm große Kleinschmetterling Ostrinia nubilalis, besser bekannt als Maiszünsler. Das nachtaktive Insekt beginnt Mitte bis Ende Juli damit, etwa 30 Eier auf der Blattunterseite der Maispflanzen abzulegen. Aus diesen schlüpfen die Raupen, die sich durch die Frucht hindurch in die Stängel fressen, und an ihren Wirtspflanzen, das sind Hopfen, Hanf, Kartoffeln und vor allem der Mais, erheblichen Schaden anrichten.
Vermischtes + Social Media + Internetkultur
Greenpeace kann die Welt retten, trötet das auch lauthals in die Welt hinaus – und kaum jemand hört zu. Eine Schande! Dabei ist den Ökopaxen nach vielen Ökofaxen ein richtig großer Wurf gelungen. Die neue Studie “Globale Energie (r)evolution“, dem Titel nach ein ostdeutsches Kabarettprogramm, zeichnet das Bild einer eierlegenden Wollmilchsau, welche nach getaner Schuldigkeit noch mit gutem Gewissen im Vegetarier-Restaurant verzehrt werden darf.
Politik + Wissenschaft + Klimawandel
Die anhaltende Energiekrise hat die eigentlich schon als zu riskant abgeschriebene Kernkraft in Deutschland wieder salonfähig gemacht. Die Angst der Bürger vor einem leeren Portemonnaie hat die Furcht vor den bekannten Risiken überlagert - vermehrt fordern Stimmen eine Renaissance der Energiegewinnung aus spaltbarem Material. Ist der vor acht Jahren beschlossene deutsche Atomkonsens in Gefahr? Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace, hofft auf eine Vorzeigerolle Deutschlands beim Ausstieg, “mit moderner Technologie, die den Energiebedarf decken kann.”
Politik + Klimawandel + Nachhaltigkeit
Bald wird es am Nordpol im Sommer kein Eis mehr geben, vielleicht schon in diesem Jahr. So jedenfalls prophezeit es Mark Serreze vom Nationalen Zentrum für Schnee- und Eis im US-Bundesstaat Colorado. Für die fünf Anrainerstaaten des Nordpolarmeers mit Gebiet nördlich des Polarkreises würden sich damit neue Erdölquellen erschließen. Dies, so Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace, ist jedoch nicht nur “paradox”, sondern “skrupellos”.
Sechs Tage, nachdem die “Finacial Times Deutschland” die Unregelmäßigkeiten im Stromhandel veröffentlicht hat, möchte ich die Reaktionen der ertappten Firma einmal etwas näher beleuchten. Die Firma “Lichtblick” hat folgende Stellungnahme auf ihrer Internetseite veröffentlicht.
Was für ein Sieg für die Meinungsfreiheit! Endlich dürfen wir Dinge und Leute beim Namen nennen, ohne Rücksicht auf irgendwelche Zusammenhänge zu nehmen. Der Bundesgerichtshof selbst hat uns grünes Licht gegeben, etwa Frau Merkel als “Russenbundeskanzlerin” zu bezeichnen, die Umweltschützer von Robin Wood als “Gebüschmörder” und Greenpeace als “Gen-Kämpfer”.
In Deutschland fordern inzwischen fast alle Politiker fast aller Parteien mehr Klimaschutz. Aber gleichzeitig sind – nach Berechnungen von Greenpeace – in den nächsten Jahren 24 neue Kohlekraftwerke geplant.
Kann die Emission von Treibhausgasen eingedämmt werden, die für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird? Am Montag beginnt auf Bali eine zweiwöchige Klimakonferenz, die Hoffnungen sind groß. Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace Deutschland ist optimistisch, man dürfe “nicht schon im Vorfeld die Ergebnisse von Bali klein reden”.
Am 20. August 2007 wurde eine neunköpfige Gruppe von Greenpeacemitgliedern, Mitarbeitern der brasilianischen Nichtregierungsorganisation (NGO) OPAN und zwei französischen Journalisten bei dem Versuch, eine indigene Gemeinde in der Nähe der brasilianischen Kleinstadt Juína im zentral-westlichen Bundesstaat Mato Grosso zu besuchen, von lokalen Landwirten an der Weiterreise gehindert. Bei einer spontan einberufenen Versammlung machten sowohl der lokale Bürgermeister Hilton Campos als auch die anwesenden Landwirte deutlich, dass sie die Weiterreise der Gruppe mit allen Mitteln verhindern werden.
Wissenschaft + Klimawandel + Nachhaltigkeit
Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am vergangenen Mittwoch vor dem DaimlerChrysler-Werk in Stuttgart-Untertürkheim die klimaschädliche Modellpolitik des Autokonzerns angeprangert. Der CO2-Ausstoß der 2006 produzierten DaimlerChrysler-Fahrzeuge habe im Schnitt bei 184 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer gelegen, rechnete Greenpeace vor.
Internationale Holzkonzerne verursachen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in großem Umfang soziales Chaos und ökologische Verwüstung. Das geht aus der am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Greenpeace-Studie Carving up the Congo hervor. Ebenso wird darin nachgewiesen, dass die bisherigen Bemühungen der Weltbank, die Armut durch Unterstützung der Holzindustrie zu bekämpfen, gescheitert sind.