Heute, vor einem Jahr - KW11/2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 9. - 15. März 2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 9. - 15. März 2009
All jene, die die Readers Edition regelmäßig verfolgen, haben ihn mittlerweile kennen gelernt: der “Twin-Tower-Inder” von StudiVZ bewegt seit mehreren Wochen die Gemüter. VZ-Nutzer Nils hat die einschlägige Photographie erst vor wenigen Wochen ins Netz gestellt, darauf dann hunderte Verlinkungen und kontroverse Kommentare erhalten und schließlich auch eine Ausstellung in der realen Welt arrangiert. Im Speckstraßenhaus im Hamburger Gängeviertel war das polarisierende Photo neben einigen anderen Werken des jungen Mannes zu sehen - und wurde dort vom Fleck weg gekauft. Jetzt holt ihn das Netz wieder ein.
Schon mehrmals wurde hier auf der Readers Edition über ein einschlägiges Photo auf StudiVZ berichtet. Der so genannte “Twin Tower-Inder” zog seit Mitte Oktober dieses Jahres innerhalb des sozialen Netzwerks ungeahnte Aufmerksamkeit auf sich. Das Motiv seines T-Shirts, die brennenden Zwillingstürme, sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Jetzt soll die Debatte in neue Kanäle geleitet werden: Der “Twin Tower-Inder goes real!”
Schon so manche erfolgreiche und weniger erfolgreiche Aktion innerhalb von StudiVZ wurde in den vergangenen Monaten hier dokumentiert. Da sollte zum Beispiel ein erster virtueller Flashmob durchs Land rollen oder jüngst das soziale Netzwerk in ein Meer aus Deutschlandflaggen getaucht werden. Andere versuchten innerhalb der Foren ein Zeichen zu setzen, während Dritte immer noch damit beschäftigt sind ganze Nachschlagewerke aufzubauen.
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 20 - 26. Oktober 2008
Am Mittwoch, den 7. Oktober war es soweit: der erste Flashmob innerhalb des sozialen Netzwerks StudiVZ sollte über die Bühne gehen und so eine neue Form des Protestes auf dieser Plattform eingeläutet werden. Zwar hat dieser, nach Angaben des Organisators, nicht funktioniert. Doch er gab den entscheidenden Tipp, wie hier auch auf andere, provokante Weise zum Nachdenken angeregt wird.
Politik + Wirtschaft + Kultur
Oder: Warum Deutschland und ‚Afrika’ eben keine Partner sind
“Breaking News: Enthüllung in Bombay-TV: zu Guttenberg in Indien nicht beliebt!! Hier der Beweis:”
22. Februar 2009. Die Oscarverleihungen stehen unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise und der Wahl des ersten Afroamerikaners zum amerikanischen Staatspräsidenten. Die Show selbst steht auf Sparflamme und viele Stars kommen umweltbewusst mit spritsparenden und umweltfreundlichen Autos zum Kodak Theatre. Unter diesen Umständen war es dann nicht verwunderlich, dass ausgerechnet ein indischer Film mit dem Titel “Slumdog Millionaire” unter der Regie des Briten Danny Boyle der diesjährige Höhepunkt des Abends sein sollte.
Einführung: Indien hat in den 2009 Lok Sabha Wahlen gegen Veränderung abgestimmt
Indien hat ein Team von Wissenschaftlern zusammengestellt, das alle alten Yoga-Positionen (auch Asanas genannt) identifizieren und festhalten soll um zu versuchen Einwohner anderer Länder daran zu hindern, dieses vorhandene Wissen zu patentieren. Manche nennen diese Praktiken, bei denen Patente und / oder Copyrights geltend gemacht werden auf Haltungen und Techniken wie sie in alten aus Indien stammenden Schriften zu finden sind, Yoga-Piraterie [en].
Web & Technik + Internetkultur
Ein indischer Jurist hat das höchste Gericht im Land dazu aufgefordert, Webseiten wie Google Earth und Wikimapia zu sperren, so berichtete heise online am Dienstag. Dass die Terrorattentäter von Mumbai Ende November tatsächlich Daten von dort zur Anschlagsplanung genutzt hatten, gilt als erwiesen. Abdul Kalam, ehemaliger indischer Präsident, hatte schon 2005 vor solch einer Möglichkeit gewarnt.
Darüber dass Twitter in der News-Aggregation genutzt wurde, wie es während der Terroranschläge in Indien letzte Woche geschehen sei, sei er nicht überrascht gewesen: “Ich habe tatsächlich darauf gewartet, dass so etwas geschehen wird”. So äußerte sich Evan Williams, Firmenchef und Mitbegründer von Twitter, Dienstag Nacht in einem Vortrag im Churchill Club in San Francisco, berichtet Claire Cain Miller im Blog der New York Times.
Bombay steht in Flammen. Auf den Straßen der 20-Millionen-Metropole klebt das Blut zerfetzter und erschossener Menschen. Kaum sind die Leichen gezählt, ist der Schuldige auch schon ausgemacht: Al Quaida & Co. Wer sonst könnte den Einbruch der Barbarei in die wohlgeordnete Zivilisation der aufstrebenden indischen Finanzmetropole bewerkstelligt haben?